# taz.de -- Deutsche Flugsicherung: Bundesweites Drohnen-Abwehrnetz in Planung
       
       > Die Bedrohung durch Drohnen wächst auch in Deutschland. Deswegen plant
       > die Deutsche Flugsicherung nun ein bundesweites Abwehrnetz.
       
 (IMG) Bild: Eine Drohne fliegt im November 2025 vor einem startenden Flugzeug in der Nähe des Flughafens Leipzig/Halle
       
       afp | Um der [1][zunehmenden Bedrohung durch Drohnen] zu begegnen, plant
       die Deutsche Flugsicherung (DFS) ein bundesweites Drohnen-Abwehrnetz.
       Dieses solle gemeinsam mit dem Rüstungsunternehmen Hensoldt und der
       Deutschen Telekom realisiert werden, berichtet die Welt am Sonntag.
       „Drohnen stellen eine zunehmende Gefahr für die kritischen Infrastrukturen
       in Deutschland dar. Um diese zu schützen, müssen wir die verfügbaren Kräfte
       bündeln“, sagte DFS-Chef Arndt Schoenemann der Zeitung.
       
       Der „Aktionsplan Drohnen Deutschland“ sieht dem Bericht zufolge eine auf
       künstliche Intelligenz (KI) gestützte Plattform vor. Diese solle Daten von
       Mobilfunkmasten mit stationären Drohnen-Entdeckungs- und -Abwehranlagen an
       Flughäfen, Kraftwerken und Bundeswehr-Einrichtungen verbinden.
       
       Die von dezentralen Überwachungssensoren gemeldeten Daten sollen demnach
       zusammengeführt und automatisiert ausgewertet werden. Ziel sei ein
       bundesweites Drohnen-Luftlagebild, das die Basis einer zivilen und
       militärischen Drohnenabwehr bilden soll.
       
       ## Abwehr hybrider Kriegsführung
       
       Die [2][teils gezielten Drohnen-Angriffe auf Flughäfen in den vergangenen
       Monaten] seien als „Beginn einer hybriden Kriegsführung“ zu sehen, deren
       wirksame Bekämpfung noch an Zuständigkeitsfragen auf Bundes- und
       Länderebene scheitere, sagte Schoenemann. „Statt eines Flickenteppichs an
       Einrichtungen und Zuständigkeiten brauchen wir eine zentral geführte
       Drohnendetektion und -abwehr, bei der alle Informationen zusammenfließen.“
       
       „Die technologischen Fähigkeiten zur Drohnenabwehr sind bei deutschen
       Herstellern vorhanden“, sagte Hensoldt-Vorstandschef Oliver Dörre. „Doch um
       im Fall einer Bedrohung handlungsfähig zu sein, braucht es eine
       Architektur, die die verschiedenen Systeme zur Erkennung, Klassifizierung
       und Bekämpfung von Drohnen koordiniert.“ Die geplante Plattform sollte
       Systeme aller Hersteller integrieren können.
       
       12 Jun 2026
       
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