# taz.de -- Wegen mutmaßlicher Terrorpläne: Palästinenser auf Kreta festgenommen
       
       > Möglicherweise war israelisches Kreuzfahrtschiff sein Ziel: Polizei nahm
       > Mann fest, der Anschläge geplant haben soll. Er wird verdächtigt, der
       > Hamas anzugehören.
       
 (IMG) Bild: Polizisten auf Kreta, hier auf einer Aufnahme aus dem Jahr 2021
       
       afp/ap | Die Polizei auf der griechischen Insel Kreta hat einen
       Palästinenser festgenommen, der Terroranschläge geplant haben soll. Der
       37-Jährige stehe im Verdacht, [1][der militant-islamistischen Hamas]
       anzugehören, teilte die Polizei am Sonntag mit.
       
       Griechischen Medienberichten zufolge handelt es sich um einen
       Palästinenser, der auf Kreta in einem Hotel arbeitete. Demnach zielten die
       Anschlagspläne möglicherweise auf ein israelisches Kreuzfahrtschiff, das am
       Dienstag auf der Insel eintreffen soll.
       
       Der Mann habe eine Wohnung im Zentrum der griechischen Hauptstadt Athen
       gemietet, in der die Polizei Chemikalien und eine Laborausrüstung
       sichergestellt habe, die zur Herstellung einer Bombe verwendet werden
       könnte, berichtete der Sender ERT.
       
       ## Nicht die erste Festnahme wegen Terrorverdachts
       
       Bei Durchsuchungen von Wohnungen [2][auf Kreta] und in Athen wurden laut
       der Polizei mehrere Mobiltelefone, ein Laptop, externe Festplatten und
       Bankkarten sichergestellt. Der Verdächtige sollte noch am Sonntag einem
       Richter vorgeführt werden.
       
       Der Festgenommene ist Elektriker. Die Polizei erklärte, er habe online
       Chemikalien bestellt, die zur Herstellung von Sprengstoff verwendet werden
       können. Seine Festnahme stehe im Zusammenhang mit der Festnahme von vier
       Palästinensern in Zypern, gegen die ebenfalls wegen Terrorverdachts und der
       Zugehörigkeit zu einer kriminellen Organisation ermittelt wird.
       
       ## Verdächtiger kennt sich mit Sprengstoff aus
       
       Die griechischen Behörden gaben an, der 37-Jährige habe Kontakt zu einem
       der vier Palästinenser in Zypern gehabt. Gemeinsam seien die beiden nach
       Malaysia gereist und dort in der Herstellung von Sprengstoff geschult
       worden.
       
       Die Strafverfolgungsbehörden in Zypern hatten am 22. Mai zunächst zwei
       Palästinenser festgenommen. In zwei Wohnungen, die einer der Männer nutzte,
       wurde Material gefunden, das zur Herstellung von Sprengstoff verwendet
       werden könnte. Wenig später wurden zwei weitere Palästinenser festgenommen.
       
       7 Jun 2026
       
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