# taz.de -- Migration und Flucht: Wie über Flucht berichten in Zeiten der Abschottung?
> Die EU will Rückkehrzentren, viele verschließen die Augen vor den Toten
> im Mittelmeer. Kann man die Menschen journalistisch noch erreichen?
Noch nie waren weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie heute.
Gleichzeitig kommen in Europa immer weniger Schutzsuchende an. Das liegt
auch an einer Asylpolitik, die die Grenzen der EU immer weiter nach außen
verlagert. Gerade haben die EU-Mitgliedstaaten beschlossen, [1][sogenannte
Rückführzentren in Drittstaaten zu ermöglichen.] Wer nicht in sein
Herkunftsland zurückgeschickt werden kann, soll also in von der EU
finanzierte Lager in anderen Teilen der Welt gebracht werden. Es ist ein
weiterer Schritt in einer Migrationspolitik, die auf Abschreckung und
Auslagerung setzt.
Während die Politik über Grenzschutz, Abschiebung und Rückführung
diskutiert, geraten die Geschichten der Menschen hinter den Zahlen
zunehmend aus dem Blick. Wie erzählt man von Flucht in einer Zeit, in der
viele die Debatte längst satthaben? Und kann Journalismus überhaupt noch
etwas bewegen?
Darüber spricht in dieser Folge der fernverbindung Auslandsredakteurin
Judith Poppe mit unserem Nordafrikakorrespondenten Mirco Keilberth. Seit
Jahren berichtet er aus Libyen, Tunesien, Ägypten und anderen Ländern der
Region über Flucht, Migration und die Menschen hinter den Schlagzeilen.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am Dienstag, 2. 6. 2026 um 14 Uhr MEZ.
[2][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
4 Jun 2026
## LINKS
(DIR) [1] /EU-Abschiebelager-in-Drittstaaten/!6183645
(DIR) [2] /!s=Fernverbindung/
## AUTOREN
(DIR) Mirco Keilberth
(DIR) Judith Poppe
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