# taz.de -- Hunde bei den French Open: Tiere mit Akkreditierung
> Hunde gehören zu den wichtigsten Accessoires im Tennissport. Alexander
> Zverevs Dackel und Aryna Sabalenkas Spaniel sind die Hingucker des
> Turniers.
(IMG) Bild: Gemischtes Doppel: Aryna Sabalenka mit Hund Ash nach dem Sieg bei den Miami Open
Mishka geht es wieder besser. Das ist eine der guten Nachrichten aus dem
Lager von Alexander Zverev bei den French Open in Paris. Mishka ist Zverevs
Dackel. Im Oktober wurde der Welpe von der deutschen Nummer eins und seiner
Partnerin Sophia Thomalla via Instagram [1][als neues Mitglied im „Team
Zverev“ begrüßt]. Zuckersüße Bilder gibt es davon. Eins zeigt den Hund mit
einem Akkreditierungskärtchen für das ATP-Turnier in Wien um den Hals. Der
Tennissport ist auf den Hund gekommen. Neben teuren Uhren an
Spielerhandgelenken gehören Hunde längst zu den wichtigsten Accessoires bei
den Turnieren.
Auch in Paris hat Zverev, der am Freitag im Halbfinale gegen den Tschechen
Jakub Menšík spielt, sein kleines Teammitglied dabei. Zu Turnierbeginn
erzählte er, dass das Tier fast schon wieder quietschfidel ist, nachdem es
sich vor ein paar Wochen während des Turniers in München schwer verletzt
hatte. Zverev war nach einer Partie zum Golfspielen gegangen und der Hund
„der Volltrottel“ (Zverev) war unter die Räder seines Golfcarts geraten und
hatte sich mehrere Knochenbrüche zugezogen.
Tennisspielerhunde haben es eben nicht immer leicht. Vielleicht investieren
die Veranstalter des Grand-Slam-Turniers in Paris gerade deshalb besonders
viel Mühe im Umgang mit den Tieren der Spielerinnen. In diesem Jahr seien
zehn Hunde akkreditiert worden, wird auf der Website des Turniers
vermeldet. Natürlich dürfen die Tiere nicht mit auf den Platz, wenn ihre
Herrchen oder Frauchen spielen. Ein Problem ist das aber nicht. Es gibt
Hundesitter auf der Anlage, die auch mal die Anlage verlassen, um mit den
Hunden im Bois de Bologne spazieren zu gehen.
[2][Aryna Sabalenka], die Nummer eins der Welt bei den Frauen, wird sich
gewiss nicht beschweren über die Behandlung ihres Hündchens durch die
Turnierverantwortlichen. Als der nach einem Spaziergang ein bisschen müde
gewesen sei, habe man ihm noch eine Massage angedeihen lassen, wird Kildine
Chevalier zitiert, eine ehemalige französische Tennisspielerin, die nun in
Paris für das Wohl der Spielerinnen und das ihrer Hunde verantwortlich ist.
## Der Hund der Nummer eins
Nach ihrem Achtelfinalerfolg gegen die Japanerin Naomi Osaka sagte
Sabalenka noch beim Interview auf dem Platz, dass sie jetzt aber schnell zu
ihrem Hündchen muss. Ash heißt der King-Charles-Spaniel, den Sabalenka nach
ihrem Turniersieg in Indian Wells der Weltöffentlichkeit präsentiert hat.
Seitdem trägt sie ihn wie ein edles Handtäschchen über die Tennisanlagen.
Mindestens ebenso süß ist der haarige Dackel namens Bella, mit dem die
Russin Anna Kalinskaja durch die Tenniswelt reist. Für die Bilder von
Bella, wenn sie nach einem Spiel von Kalinskaja [3][schwanzwedelnd auf ihr
Frauchen zuläuft], hagelt es Herzchen auf Social Media. Der Russin wird es
recht sein. Jede Frage zu ihrem Hund beantwortet sie lieber als solche zu
ihrer Haltung zum russischen Krieg gegen die Ukraine. Und auch dem Turnier
ist jede Hundegeschichte von Roland Garros gewiss lieber, als die
Äußerungen ukrainischer Tennisspielerinnen, die nicht müde werden, auf die
Bombennächte in ihrer Heimat hinzuweisen.
Ein neues Phänomen ist die Liebe von Tennisspielern zu Hunden übrigens
nicht. Ivan Lendl, die frühere Nummer eins der Welt, war bekannt für seine
Leidenschaft zu reinrassigen deutschen Schäferhunden. Als er 2019 mal kurz
Trainer von Alexander Zverev war, sorgte Lendls Hundeliebe für Zoff im
Team. „Ivan hat vor zwei Monaten einen Hundewelpen bekommen, dem er jetzt
beibringt, wie man auf Toilette geht. Das ist gerade wirklich sein
Hauptthema: Golfen und der kleine Hund.“
So süß die Hundebilder sein mögen, es ist eben nicht immer leicht mit den
Tieren. Hundebesitzer werden ein Lied davon singen können.
4 Jun 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.instagram.com/p/DQK4mvqCP2w/?img_index=2
(DIR) [2] /Rybakina-gewinnt-erstmals-in-Australien/!6150186
(DIR) [3] https://www.instagram.com/p/DYz63G3gk76/?utm_source=ig_embed&utm_campaign=embed_video_watch_again
## AUTOREN
(DIR) Andreas Rüttenauer
## TAGS
(DIR) Kolumne Kulturbeutel
(DIR) Tennis
(DIR) French Open
(DIR) Alexander Zverev
(DIR) Alexander Zverev
(DIR) Tennis
(DIR) Tennis
## ARTIKEL ZUM THEMA
(DIR) Alexander Zverev gewinnt French Open: Der Beharrlichste
Alexander Zverev triumphiert nach etlichen Anläufen in Paris mit 29 Jahren
erstmals bei einem Grand-Slam-Turnier. Der Weg dahin war einer mit vielen
Turbulenzen.
(DIR) Comeback von Serena Williams: Die Queen ist zurück auf dem Platz
Die ewige Weltranglistenerste im Frauentennis, Serena Williams, plant ihr
Profi-Comeback – mit 44 Jahren. Zuzutrauen ist ihr: alles.
(DIR) Hitzeduell bei French Open: „Das Wetter ist sein größter Gegner“
Der Tennisweltranglistenerste Jannik Sinner scheidet in der Mittagshitze
bei den French Open frühzeitig aus. Auch Ärzte können ihm nicht helfen.
(DIR) Rybakina gewinnt erstmals in Australien: Wille und Wucht reichen nicht
Bei den Australian Open im Tennis besiegt Elena Rybakina die Nummer 1 der
Welt. Dabei sah es lange nach einem Sieg von Aryna Sabalenka aus.