# taz.de -- Ebola-Patient in Charité: US-Arzt in Berlin „stark geschwächt“
> Am Mittwoch waren ein mit Ebola infizierter Arzt, seine Frau und Kinder
> in der Berliner Charité aufgenommen worden. So geht es der Familie.
(IMG) Bild: Nur durch die Glasscheibe: Kinder des mit Ebola infizierten Arztes sprechen per Sprechanlage mit ihm
Am Dienstag wurde ein mit Ebola infizierter US-amerikanischer Arzt zusammen
mit sechs weiteren US-Bürger:innen per Militärflugzeug [1][aus der
Demokratischen Republik Kongo] gebracht. In einer Nacht-und-Nebel-Aktion
samt nächtlicher Eskorte wurde er über Uganda in die geschlossene
Sonderisolierstation der Berliner Charité gebracht. Am Donnerstag
bestätigte das Bundesgesundheitsministerium, dass auch seine Frau und seine
vier Kinder auf die Station kommen werden.
Wie die Charité der taz mitteilt, wurde bei dem Arzt das Bundibugyo-Virus,
ein Virus-Stamm des Ebolavirus, nachgewiesen. Derzeit benötige er keine
intensivmedizinischen Maßnahmen, er zeige jedoch deutliche
Krankheitssymptome und sei stark geschwächt. Er werde jedoch weiter
überwacht, da sich der Krankheitsverlauf ändern könnte.
Aktuell befindet er sich im [2][Hochsicherheitsbereich der
Sonderisolierstation]. Seine Familienmitglieder, die als Hochrisikokontakte
gelten, seien weiter symptomfrei und befänden sich in einer getrennten
Quarantänestation. Bisher konnte bei ihnen keine Ebola-Infektion
festgestellt werden, teilt die Charité mit.
Auf der Sonderisolierstation steht der Familie des infizierten Arztes
psychologische Unterstützung zur Verfügung, auch ein Kinderspielzimmer sei
eingerichtet worden. Den Bereich, in dem der infizierte Vater untergebracht
ist, könnten sie nicht betreten. Durch eine Glasscheibe mit Sprechanlage
sei aber die Kommunikation mit ihm möglich.
Die [3][Sonderisolierstation der Charité] ist nicht nur die größte
Einrichtung dieser Art in Deutschland, sondern auch die einzige, in der
Infektiologie und Intensivmedizin unmittelbar gemeinsam eingesetzt werden
könnten. Bis zu 20 Patient:innen können dort gleichzeitig betreut
werden.
Seit Tagen steigen die Zahlen der Ebola-Infektionen in der Demokratischen
Republik Kongo weiter an. Mittlerweile gebe es über 670 Verdachtsfälle, die
Dunkelziffer ist vermutlich noch höher, schreibt das [4][kongolesische
Gesundheitsministerium auf X.] Auch die Zahl der Toten steigt demnach
rasant.
22 May 2026
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(DIR) [1] /Ebola-Erkrankter-in-der-Charite/!6180504
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(DIR) [4] https://x.com/MinSanteRDC/status/2057531787958444424/photo/3
## AUTOREN
(DIR) Marco Fründt
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