# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: „Ich werde nicht mehr lange geduldig sein“
> US-Präsident Trump markiert im Irankrieg erneut den starken Mann.
> Unterdessen sollen die Saudis und die Emirate erstmals Iran direkt
> angegriffen haben.
(IMG) Bild: Sagt viele Dinge: US-Präsident Trump in Peking
## Trump trifft Xi
China und die USA sind sich nach den Worten von US-Präsident Donald Trump
darin einig, dass der Iran nicht in den Besitz von Atomwaffen gelangen
darf. Darüber habe er mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping
gesprochen, erklärt Trump zum Abschluss [1][seines Besuches in China].
Zudem seien sich China und die USA einig darüber, dass sie „die Meerenge
offen“ wollten, erklärt Trump mit Blick auf die für die internationale
Schifffahrt wichtige Straße von Hormus. „Wir haben viele verschiedene
Probleme gelöst, die andere nicht hätten lösen können.“ (rtr)
## Trump droht Iran
Trump droht zugleich dem Iran mit dem Ende seiner Geduld. „Ich werde nicht
mehr lange geduldig sein“, sagt Trump in einem Interview mit dem Sender Fox
News. Der Iran solle ein Abkommen schließen. Das angereicherte Uran des
Iran könne sicher verschlossen gelagert werden. Er hätte es lieber in den
USA, aber dies sei mehr für Public Relations als alles andere. Die
iranischen Führer, mit denen die US-Regierung verhandele, seien vernünftig.
(rtr)
## Bericht: Saudi-Arabien und Emirate haben Iran angegriffen
Unterdessen sollen Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate
einem Medienbericht zufolge als Vergeltung für iranische Angriffe auf das
eigene Staatsgebiet ihrerseits Ziele im Iran attackiert haben. Es sei das
erste Mal gewesen, dass die beiden arabischen Länder den Iran direkt
angriffen, [2][berichtete die New York Times] unter Berufung auf aktuelle
und ehemalige ranghohe US-Beamte. Über Zeitpunkt und Ziele der unabhängig
voneinander durchgeführten Attacken machten sie keine Angaben.
Weder Saudi-Arabien noch die Emirate bestätigten die Angriffe. [3][Der Iran
hatte im jüngsten Krieg mit den USA und Israel immer wieder Ziele in den
beiden Ländern angegriffen und erhebliche Schäden angerichtet]. Das
US-Militär unterhält sowohl in Saudi-Arabien als auch in den Vereinigten
Arabischen Emiraten Stützpunkte.
Saudi-Arabien und Iran ringen seit Langem um die Vorherrschaft in der
Region. Die Rivalität wird auch vom konfessionellen Konflikt zwischen dem
sunnitischen Islam in Saudi-Arabien und dem schiitischen Islam im Iran
geprägt. Auch die Beziehungen zwischen den Emiraten und dem Iran sind
angespannt. Das arabische Land ist ein wichtiger Verbündeter der USA und
hatte zuletzt auch seine Beziehungen zu Irans Erzfeind Israel normalisiert.
(dpa)
## Öl auf hohem Niveau, MDax sinkt
Anleger warten derweil weiter auf eine Lösung im Irankrieg, [4][die
Ölpreise bleiben auf hohem Niveau], und in Asien prägten vor dem Wochenende
Gewinnmitnahmen, insbesondere bei den stark gelaufenen Halbleiterwerten,
das Bild. Eher skeptisch betrachten die Anleger bislang auch das Treffen
zwischen Xi Trump in Peking.
Die Inflationsproblematik werde immer klarer und zum anderen verliefen die
Gespräche zwischen China und den USA in Bezug auf die Importe von wichtigen
KI-fähigen Halbleitern nicht so wie erwartet, erklärte Marktexperte Andreas
Lipkow von CMC Markets.
Der MDax der mittelgroßen Werte sank um 1,19 Prozent auf 31.514 Punkte. Der
Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 1 Prozent. (dpa)
15 May 2026
## LINKS
(DIR) [1] /Donald-Trump-zu-Besuch-in-Peking/!6178916
(DIR) [2] https://www.nytimes.com/2026/05/14/world/middleeast/saudi-arabia-uae-iran-attacks.html
(DIR) [3] /Strasse-von-Hormus/!6176561
(DIR) [4] /BP-profitiert-vom-Irankrieg/!6174649
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