# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Israel unterstützt Deutschland bei Kerosin
> Im Falle eines Kerosin-Mangels in Deutschland soll Israel im Rahmen einer
> Energiepartnerschaft mit Flugzeugtreibstoff aushelfen. Trump stoppt
> Hormus-Einsatz.
(IMG) Bild: Außenminister Johann Wadephul (r, CDU) zusammen mit seinem israelischen Amtskollegen Gideon Saar
## Unterstützende Kerosin-Lieferungen aus Israel
Angesichts der angespannten Lage auf den Energiemärkten durch den
Iran-Krieg will Israel Deutschland mit Lieferungen von Flugzeugtreibstoff
beispringen. Im Rahmen einer bestehenden Energiepartnerschaft habe Israel
in Aussicht gestellt, durch Lieferungen von Kerosin und Erdgas zu
unterstützen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium auf Anfrage in Berlin
mit. Angaben zu Details und Mengen lägen nicht vor, da Unternehmen die
Verträge machten. Die Bundesregierung und das Ministerium flankierten
prinzipiell eventuelle Lieferungen mit Gesprächen, erläuterte eine
Sprecherin des Ressorts. Das Ministerium befinde sich mit mehreren Ländern
in konstruktiven Gesprächen, darunter auch mit Israel. Zuvor hatten Israels
Außen- und Energieministerium mitgeteilt, angesichts der Blockade der
Meeresstraße von Hormus Kerosin nach Deutschland zu liefern. Außenminister
Gideon Saar habe bei einem Besuch am Dienstag in Berlin auch
Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) informiert.
Das Bundeswirtschaftsministerium betonte grundsätzlich: „Es gibt derzeit
keine physischen Energieknappheiten in Deutschland.“ Man beobachte die Lage
aber weiter aufmerksam und sei in engem Austausch mit der Branche, um
zielgerichtete Gegenmaßnahmen schnell zu ergreifen, wenn sie nötig würden.
Bei einem „Kerosin-Roundtable“ am 20. April hätten Mineralölwirtschaft und
Luftfahrt übereinstimmend berichtet, dass derzeit noch keine physischen
Knappheiten eingetreten seien. Sollte dies auch Europa betreffen, werde man
weitere Maßnahmen und Vorsorge treffen. „Wir sind in der Lage bei eventuell
auftretenden Problemen nachzusteuern“, sagte die Sprecherin. Mit dem
Iran-Krieg hat sich der Preis für Kerosin mehr als verdoppelt, Experten
warnen vor möglichen Engpässen im Sommer auch für Deutschland. (dpa)
## Israelische Armee: Angriffe gegen Ziele der Hisbollah-Miliz im Libanon
begonnen
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben mit neuen Angriffen gegen
Ziele der pro-iranischen Hisbollah-Miliz in mehreren Regionen des Libanon
begonnen. Dabei werde die „Terrorinfrastruktur der Hisbollah“ attackiert,
erklärte die Armee am Mittwoch. Libanesischen Behördenangaben zufolge
wurden bei einem Angriff auf die östliche Region Bekaa vier Menschen
getötet. Zuvor hatten die israelischen Streitkräfte die Bewohner von zwölf
libanesische Dörfern im Süden des Libanons zur Evakuierung aufgerufen. Vor
den jüngsten Angriffen seien mehrere Drohnen nahe der Stellungen von
israelischen Soldaten explodiert.
Seit dem 17. April gilt eine Feuerpause zwischen Israel und dem Libanon.
Dessen ungeachtet hat Israel seitdem wiederholt Angriffe gegen Stellungen
der Hisbollah ausgeführt. Parallel dazu laufen erstmals seit Jahrzehnten
direkte Friedensverhandlungen zwischen israelischen und libanesischen
Vertretern. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg hineingezogen
worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers
Ayatollah Ali Chamenei feuerte die von Teheran finanzierte Hisbollah
Raketen auf Israel ab. Israel flog daraufhin massive Angriffe auf Teile des
Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. (afp)
## Israel will Deutschland mit Kerosin versorgen
Der israelischen Erklärung zufolge stehen in dem Land überschüssige
Produktionsmengen für den Export zur Verfügung. Die Lieferungen stünden
unter dem Vorbehalt, dass sich die derzeitige Sicherheitslage nicht ändere.
Die Abstimmung der Transporte solle direkt mit den Raffinerien erfolgen.
Das Energieministerium in Jerusalem werde zudem prüfen, wie es bei der
Versorgung mit Erdgas helfen könne. Trotz Sorgen wegen des Iran-Kriegs gibt
es in Deutschland derzeit nach Einschätzung des Wirtschaftsministeriums
keine Versorgungsengpässe mit Kerosin. „Es gibt derzeit keine physischen
Energieknappheiten in Deutschland“, erklärte die Sprecherin. Man beobachte
die Lage aufmerksam und sei im engen Austausch mit der Branche, um bei
Bedarf schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen. (rtr)
## Bericht: Weitere Tote bei israelischen Angriffen im Libanon
Trotz einer geltenden Waffenruhe setzen Israel und die Hisbollah-Miliz im
Libanon ihre gegenseitigen Angriffe fort. Israel griff mit Kampfflugzeugen
und Drohnen im südlichen Libanon an, wie die staatliche libanesische
Nachrichtenagentur NNA berichtete. Der Ort Maifadun sei dabei auch mit
Artillerie beschossen worden. Dabei habe es zwei Tote gegeben. Die
Nachrichtenagentur meldete in der Bekaa-Ebene im Osten vier Tote nach einem
israelischen Luftangriff. Israel müsse wegen Verstößen der Hisbollah gegen
die Waffenruhe „energisch“ gegen die Miliz vorgehen, erklärte ein
israelischer Armeesprecher. Er forderte Bewohner weiterer Orte im
Südlibanon dazu auf, ihre Häuser umgehend zu verlassen. Auf diese Aufrufe
folgen meist Luftangriffe Israels.
Die israelische Armee teilte am Morgen mit, sie habe in den vergangenen 24
Stunden rund 25 Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah ins Visier
genommen, darunter Waffenlager. Weiterhin hieß es, die Miliz habe unter
anderem mit Sprengstoff beladene Drohnen und Raketen in Richtung
israelischer Soldaten gefeuert. In einem Ort in Nordisrael gab es am Morgen
Luftalarm, weil die israelische Armee eine Abfangrakete auf ein
„verdächtiges Flugobjekt“ in der Nähe von Soldaten im Südlibanon gefeuert
habe. Trümmer der Abfangrakete drohten demnach den Ort Schtula zu treffen.
Am Vormittag landete Militärangaben zufolge zudem eine mit Sprengstoff
geladene Drohne auf israelischem Gebiet. Berichte über Opfer gab es
zunächst nicht. Die Hisbollah teilte in der Nacht mit, sie habe im Süden
des Landes israelische Soldaten mit einer Drohne und eine neue Stellung der
Bodentruppen mit Raketen angegriffen. (dpa)
## Israelische Armee ruft zur Evakuierung von zwölf Dörfern im Süden des
Libanon auf
Die israelische Armee hat die Bewohner von zwölf Dörfern im Süden des
Libanon zum Verlassen ihrer Häuser aufgerufen. Der arabischsprachige
israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete in Onlinediensten am
Mittwoch einen Aufruf an die dortige Bevölkerung, „ihre Häuser unverzüglich
zu verlassen“ und sich mindestens einen Kilometer von den genannten Dörfern
zu entfernen. Israel habe eine „gelbe Linie“ festgelegt, die sich auf
südlibanesischem Territorium rund zehn Kilometer von der Grenze entfernt
befinde, erklärte Adraee weiter. Innerhalb dieser Zone seien israelische
Truppen stationiert, eine Rückkehr der von dort evakuierten Bevölkerung sei
vorerst untersagt.
Am Vortag habe die israelische Luftwaffe mehrere Gebäude der pro-iranischen
Hisbollah-Miliz im Libanon getroffen, hieß es am Mittwoch in einer weiteren
Mitteilung der israelischen Armee. Dabei seien mehrere „Terroristen
getötet“ worden. Seit dem 17. April gilt eine Feuerpause zwischen Israel
und dem Libanon. Dessen ungeachtet hat Israel seitdem wiederholt Angriffe
gegen Stellungen der Hisbollah ausgeführt. Parallel dazu laufen erstmals
seit Jahrzehnten direkte Friedensverhandlungen zwischen israelischen und
libanesischen Vertretern. Der Libanon war Anfang März in den Iran-Krieg
hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen
Führers Ayatollah Ali Chamenei feuerte die von Teheran finanzierte
Hisbollah Raketen auf Israel ab. Israel flog daraufhin massive Angriffe auf
Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. (afp)
## Schiff französischer Reederei in Hormus-Meerenge angegriffen
Ein Schiff der französischen Reederei CMA CGM ist in der Straße von Hormus
angegriffen worden. Mitglieder der Crew wurden verletzt und evakuiert,
teilte das Unternehmen mit Sitz in Marseille mit. Der unter maltesischer
Flagge fahrende Frachter „San Antonio“ wurde bei dem Angriff am Dienstag
demnach beschädigt. Nähere Details zu dem Angriff während der Durchfahrt
der Meeresenge nannte die Reederei nicht – auch nicht zur Frage, wer dafür
verantwortlich war. Auch zum Zustand der Verletzten gab das Unternehmen
keine Auskunft.
Nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Teheran den Schiffsverkehr durch die für
die Weltwirtschaft wichtige Straße von Hormus weitgehend unpassierbar
gemacht. Am Montag hatten die USA einen Einsatz für eine sichere Durchfahrt
von Schiffen durch die Meerenge gestartet – zuletzt kündigte US-Präsident
Donald Trump aber an, diesen „für kurze Zeit“ auszusetzen. (dpa)
## Wirtschaftsministerium: Derzeit keine Engpässe bei Kerosin
Trotz Sorgen wegen des Iran-Kriegs gibt es in Deutschland nach
Einschätzung des Bundeswirtschaftsministeriums derzeit keine
Versorgungsengpässe mit Kerosin. „Es gibt derzeit keine physischen
Energieknappheiten in Deutschland“, sagte eine Ministeriumssprecherin am
Mittwoch. Man beobachte die Lageentwicklung aufmerksam und sei im engen
Austausch mit der Branche, um Auswirkungen auf die Luftfahrt zu beobachten
und bei Bedarf schnell Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Bei einem
Kerosin-Gipfel mit Vertretern der Mineralöl- und Luftfahrtindustrie am 20.
April sei übereinstimmend berichtet worden, dass noch keine physischen
Knappheiten eingetreten seien.
Einen Bericht des Magazins „Der Spiegel“ über Kerosin-Lieferungen aus
Israel konnte das Ministerium nicht bestätigen. Der „Spiegel“ hatte unter
Berufung auf israelische Angaben berichtet, Israel liefere auf Bitten des
deutschen Energieministeriums Kerosin nach Deutschland. Dazu lägen „derzeit
keine Erkenntnisse vor“, sagte die Sprecherin. Grundsätzlich gelte, dass
beim Ankauf von Gas, Rohöl oder Rohölprodukten Unternehmen die Verträge
machten. Die Bundesregierung flankiere prinzipiell mit Gesprächen
eventuelle Lieferungen. (rtr)
## Papst bekräftigt nach Trump-Kritik Ablehnung von Atomwaffen
Nach der jüngsten Kritik von US-Präsident Donald Trump an Papst Leo XIV.
wegen des Iran-Kriegs hat das Oberhaupt der katholischen Kirche seine
Ablehnung von Atomwaffen bekräftigt. Es sei die Mission der Kirche, das
Evangelium und den Frieden zu predigen, sagte er vor seiner Residenz in
Castel Gandolfo bei Rom zu Journalisten. Wenn ihn jemand dafür kritisieren
wollen, dass er das Evangelium verkünde, dann sei das die Wahrheit, sagte
Leo. „Die Kirche spricht sich seit Jahren gegen alle Atomwaffen aus, da
gibt es also keinen Zweifel. Und ich hoffe einfach, dass man mir Gehör
schenkt um des Wortes Gottes willen.“
Trump hatte in einem Interview mit dem konservativen Radiomoderator Hugh
Hewitt gesagt, der Pontifex gefährde „viele Katholiken und viele Menschen“.
Er warf ihm vor, dieser halte es für in Ordnung, wenn der Iran eine
Atomwaffe besitze. Leo hat sich wiederholt gegen den von den USA und Israel
begonnenen Iran-Krieg ausgesprochen und zu einer Waffenruhe und Dialog
aufgerufen. (dpa)
## Chinas Außenminister fordert umfassenden Waffenstillstand
Der chinesische Außenminister Wang Yi hat einen umfassenden
Waffenstillstand im Iran-Krieg gefordert. Wang sagte seinem iranischen
Kollegen Abbas Araghtschi am Mittwoch in Peking, China sei tief bestürzt
über den nun schon seit mehr als zwei Monaten andauernden Krieg. Für
Araghtschi war es die erste Reise nach China seit Beginn des Krieges
zwischen dem Iran und den USA sowie Israel am 28. Februar. „Wir sind der
Ansicht, dass ein umfassender Waffenstillstand dringend geboten ist, dass
eine Wiederaufnahme der Feindseligkeiten inakzeptabel ist und dass es
besonders wichtig ist, am Dialog und an Verhandlungen festzuhalten“, sagte
Wang laut einer Videoaufnahme des Treffens. Im Iran-Krieg ist seit rund
drei Wochen eine Waffenruhe in Kraft.
China hat wegen seiner engen wirtschaftlichen und politischen Beziehungen
zu Teheran besonderen Einfluss. Zuvor hatte US-Außenminister Marco Rubio in
Washington die Hoffnung geäußert, Peking werde Teheran erneut dazu drängen,
die Blockade der für die globale Energieversorgung wichtigen Straße von
Hormus zu lockern. (ap)
## Staatsmedien: Mindestens acht Tote bei Brand in iranischem
Einkaufszentrum
Bei einem Brand in einem Einkaufszentrum im Iran sind nach Berichten
staatlicher Medien mindestens acht Menschen ums Leben gekommen und dutzende
Menschen verletzt worden. Das Feuer sei am Dienstag in einem
Geschäftskomplex in der Stadt Andischeh westlich der Hauptstadt Teheran
ausgebrochen, meldete das Staatsfernsehen am Mittwoch. Der Komplex
beherberge rund 250 Läden und 50 Büros. Im Staatsfernsehen veröffentlichte
Aufnahmen zeigten mehrere in Flammen stehende Stockwerke, aus denen dichter
schwarzer Rauch aufstieg. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen zur
Ursache des Brands ein und erließ einen Haftbefehl gegen den
verantwortlichen Bauunternehmer.
Im Iran kommt es häufig zu Bränden, Todesopfer sind aber selten. Im Juni
2020 waren in einer Klinik im Norden Teherans Gasflaschen explodiert,
mindestens 19 Menschen kamen ums Leben. Im Januar 2017 waren bei einem
Brand in einem 15-stöckigen Einkaufszentrum in Teheran mindestens 22
Menschen ums Leben gekommen, darunter 16 Feuerwehrleute. (afp)
## US-Armee setzt Einsatz in Straße von Hormus vorläufig aus
Nach nur einem Tag hat US-Präsident Donald Trump den US-Militäreinsatz zur
Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus vorläufig ausgesetzt.
Der Marineeinsatz „Projekt Freiheit“ werde „für eine kurze Zeit pausiert,
um zu sehen, ob das Abkommen finalisiert und unterzeichnet werden kann oder
nicht“, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) mit Blick auf ein mögliches
Friedensabkommen mit dem Iran in seinem Onlinedienst Truth Social. Der
iranische Außenminister Abbas Araghtschi traf derweil seinen chinesischen
Kollegen Wang Yi zu Gesprächen in Peking.
Er setze den Militäreinsatz auf Bitten des Vermittlers Pakistan und anderer
Länder aus, erklärte Trump. Es seien „große Fortschritte“ auf dem Weg zu
einem endgültigen Abkommen mit Teheran erzielt worden. Die US-Blockade
iranischer Häfen bleibe indes in Kraft, betonte der US-Präsident. Zuvor
hatte US-Außenminister Marco Rubio vor Journalisten im Weißen Haus gesagt,
der US-Einsatz in der Straße von Hormus sei nicht Teil des ursprünglichen
Krieges gegen den Iran. „Das ist kein offensiver Einsatz, das ist ein
defensiver Einsatz“, sagte er. „Es wird nicht geschossen, außer wenn zuerst
auf uns geschossen wird.“ (afp)
## Irans Außenminister trifft Amtskollegen in China
Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat inmitten der Spannungen mit den
USA seinen chinesischen Amtskollegen Wang Yi getroffen. Wie Chinas
staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, tauschten sie sich in der
Hauptstadt Peking aus. Staatliche iranische Medien bestätigten die
Zusammenkunft. Worüber die Minister sprachen, wurde zunächst nicht bekannt.
Der von den USA und Israel Ende Februar begonnene Irankrieg, in dem aktuell
eine Waffenruhe gilt, dürfte jedoch ein zentrales Thema gewesen sein.
China und Iran sind wirtschaftlich enge Partner, das Land gilt unter
anderem als der größte Abnehmer iranischen Öls. Peking hat das Vorgehen der
USA gegen Iran bereits mehrfach kritisiert. Wang und Araghtschi trafen sich
gut eine Woche vor einer geplanten China-Reise von US-Präsident Donald
Trump. Washington hat den Besuch angekündigt, Peking bestätigte die Visite
bislang nicht. (dpa)
## Zusammenstöße zwischen Hisbollah und Israel dauern an
Die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben
„mehrere Raketen“ auf israelische Soldaten im Süden des Libanons
abgefeuert. Das teilte das israelische Militär am späten Dienstagabend mit.
Verletzte wurden nicht gemeldet. Das Militär erklärte zudem, es habe
Drohnen und weitere Geschosse, die von der Hisbollah abgefeuert worden
seien, abgefangen, bevor sie israelisches Gebiet erreicht hätten. Die
Hisbollah begann kurz nach Beginn des Irankriegs mit Angriffen auf Israel.
Israel reagierte mit Luftangriffen und startete eine Bodenoffensive im
Süden des Libanons. Hunderttausende Menschen wurden entlang der Grenze
vertrieben. Die Angriffe dauern trotz einer seit dem 17. April geltenden
Waffenruhe an. (ap)
## USA legen neuen UN-Entwurf gegen Iran vor
Diplomaten zufolge strebt Washington eine Abstimmung Anfang kommender
Woche an. Die chinesische UN-Vertretung teilte mit, sie prüfe den Text
derzeit. Ein früherer, von Bahrain eingebrachter und von den USA
unterstützter Resolutionsentwurf war im vergangenen Monat am Veto Chinas
und Russlands gescheitert. Man habe den Text nun leicht angepasst, erklärte
Rubio. Er wisse jedoch nicht, ob dies ein erneutes Veto verhindern werde.
Die freie Passage durch die Meerenge liege zudem im wirtschaftlichen
Interesse Pekings und Moskaus, da eine Sperrung weltweit die Wirtschaft ins
Chaos stürzen würde. (rtr)
## Entspannung in Nahost treibt südkoreanischen Börsenindex
Der südkoreanische Leitindex Kospi ist im Zuge der jüngsten Anzeichen einer
Deeskalation im Irankrieg auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Eine Stunde
nach Handelsstart stieg der Index um 5,6 Prozent und durchbrach erstmals
die Marke von 7.000 Punkten. Wegen der starken Kursbewegung setzte die
Börse in Seoul den Handel für fünf Minuten aus. Die japanische Börse bleibt
heute wegen eines Feiertags geschlossen. US-Präsident Donald Trump hatte
kurz zuvor angekündigt, es habe „große Fortschritte“ für ein „umfassendes
und abschließendes“ Abkommen zwischen Washington und Teheran gegeben. (dpa)
## Iran kündigt Mechanismus für Transit durch Straße von Hormus an
Iran will sich mit Hilfe eines neuen Genehmigungsverfahrens die Kontrolle
über die von ihm blockierte Straße von Hormus sichern. Laut iranischen
Staatsmedien sollen Betreiber von Schiffen, die durch die Meerenge fahren
sollen, eine E-Mail mit Regeln und Vorschriften für die Durchfahrt
erhalten. Für den Transit benötigten die Schiffe dann die Erlaubnis einer
iranischen Behörde (Persian Gulf Strait Authority) und müssten den Vorgaben
folgen, berichtete der staatliche Sender Press TV. Unklar blieb zunächst,
wie die Regeln aussehen und wie der Iran auf Verstöße reagieren könnte.
Laut Press TV ist der Mechanismus in der Straße von Hormus bereits in
Betrieb.
Die iranischen Revolutionsgarden – die Elitestreitmacht der Islamischen
Republik – hatten am Dienstag Schiffe davor gewarnt, die Meerenge über
nicht genehmigte Routen zu passieren, sonst werde eine „entschlossene
Reaktion“ darauf folgen. Die einzige sichere Route sei die von Iran zuvor
angekündigte, berichtete die von den Revolutionsgarden als Sprachrohr
genutzte Nachrichtenagentur Fars. Die Persian Gulf Strait Authority wurde
von Iran eingerichtet, um den Schiffsverkehr in der Meerenge zu überwachen
und zu regeln. Die für die Weltwirtschaft und insbesondere den Transport
von Rohöl und Flüssiggas bedeutende Straße von Hormus ist für
Handelsschiffe derzeit weitestgehend blockiert. (dpa)
## Rubio und Lawrow sprechen über Kriege in der Ukraine und im Iran
US-Außenminister Marco Rubio und sein russischer Kollege Sergei Lawrow
haben nach Angaben aus Washington in einem Telefonat über die Kriege in der
Ukraine und in Iran gesprochen. Außerdem seien die „Beziehungen zwischen
den USA und Russland“ Thema gewesen, erklärte der Sprecher des
US-Außenministeriums, Tommy Pigott, am Dienstag (Ortszeit). Das Telefonat
habe auf Wunsch Lawrows hin stattgefunden. (afp)
## Rubio spielt Streit zwischen Trump und Papst Leo XIV. herunter
US-Außenminister Marco Rubio hat den Konflikt zwischen US-Präsident Donald
Trump und Papst Leo XIV. vor seinem Besuch im Vatikan heruntergespielt.
Rubio sagte am Dienstag (Ortszeit) im Weißen Haus, Trumps jüngste Kritik am
ersten amerikanischen Papst sei in dessen Ablehnung begründet, dass Iran
möglicherweise eine Atomwaffe erlange, die gegen Millionen von Katholiken
und anderen Christen weltweit eingesetzt werden könnte. (ap)
## USA hoffen auf klare Worte Chinas zur Straße von Hormus
Während sich Irans Außenminister Abbas Araghtschi auf seinen Besuch in
China am Mittwoch vorbereitet, hoffen die USA auf deutliche Worte zur
Straße von Hormus. US-Außenminister Marco Rubio sagte am Dienstag
(Ortszeit) während eines Pressebriefings, er hoffe, dass chinesische
Vertreter gegenüber Araghtschi die Notwendigkeit bekräftigen, dass Iran
seine Blockade der wichtigen Wasserstraße lockert. „Ich hoffe, die Chinesen
sagen ihm, was ihm gesagt werden muss“, sagte Rubio. „Und zwar, dass das,
was ihr in der Meerenge tut, dazu führt, dass ihr weltweit isoliert werdet.
Ihr seid hier die Bösen.“
Der Außenminister argumentierte weiter, dass China stärker als die USA
unter Irans Vorgehen in der Meerenge leide, da die Weltmacht eine
exportorientierte Wirtschaft sei, die auf Lieferungen durch die Straße von
Hormus angewiesen sei. „Es liegt im Interesse Chinas, dass der Iran
aufhört, die Meerenge zu blockieren“, fügte er hinzu. Auf die Frage nach
der internationalen Bereitschaft, die US-Bemühungen zur Wiederöffnung der
Meerenge zu unterstützen, sagte Rubio, es habe nicht an Interesse
gemangelt, aber nur wenige könnten die notwendigen Mittel und Ressourcen
bereitstellen. „Die Fähigkeiten sind das Problem. Viele Länder würden gern
etwas dagegen tun. Aber sie haben keine Marine, richtig? Oder sie kommen
nicht rechtzeitig dorthin“, sagte er. Er betonte, die Hauptverantwortung
liege bei den USA. Das sei ein Dienst an der Welt, denn es seien ihre
Schiffe, die feststecken. (ap)
## Syrien gibt Zerschlagung von Hisbollah nahestehender Zelle bekannt
Das syrische Innenministerium hat eigenen Angaben zufolge eine mit der
proiranischen Hisbollah-Miliz in Verbindung stehende Zelle zerschlagen, die
Attentate auf Regierungsvertreter vorbereitet haben soll. Syrische
Sicherheitskräfte hätten „eine terroristische Verschwörung vereitelt, die
hochrangige syrische Amtsträger“ zum Ziel hatte, erklärte das Ministerium
am Dienstag. „Koordinierte Sicherheitseinsätze“ in der Umgebung von
Damaskus sowie in den Provinzen Aleppo, Homs, Tartus und Latakia hätten
„die Zerschlagung einer der Hisbollah nahestehenden Zelle ermöglicht, deren
Mitglieder nach einer Spezialausbildung im Libanon illegal nach Syrien
eingereist waren“, hieß es weiter.
Die Zelle sei bereit gewesen, „Attentate auf hochrangige
Regierungsvertreter“ zu verüben. Das Ministerium veröffentlichte Fotos von
elf Festgenommenen, ohne ihre Nationalität anzugeben. Die von Iran
unterstützte Hisbollah wies die Anschuldigungen zurück. Die schiitische
Miliz erklärte, sie habe „keinerlei Präsenz auf syrischem Gebiet“ und
unternehme dort „keinerlei Aktivitäten“. Der 2024 gestürzte syrische
Präsident Baschar al-Assad hatte gute Beziehungen zur Hisbollah im Libanon
unterhalten. Die Miliz hatte ihn während des Bürgerkriegs unterstützt. Die
islamistische Regierung, die auf Assad folgte, steht der Hisbollah eher
feindselig gegenüber. (ap)
## Rubio: US-Militäroperation gegen Iran abgeschlossen
US-Außenminister Marco Rubio sieht die Ende Februar gestartete
Militäroperation gegen Iran bereits als abgeschlossen an. Sämtliche Ziele
der Mission „Epischer Zorn“ seien mit Erfolg erreicht worden, sagte Rubio
am Dienstag bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. Zugleich vermied er
die Aussage, dass der Konflikt als solcher beendet sei oder nicht wieder
aufflammen könne. „Wir wünschen uns keine weitere Eskalation“, sagte Rubio.
„Wir würden den Weg des Friedens bevorzugen.“ Damit dies geschehe, müsse
Iran aber den Forderungen von Präsident Donald Trump zu seinem Atomprogramm
zustimmen und die Straße von Hormus wieder öffnen. (ap)
## Israel: Liefern Deutschland Kerosin
Im Zuge der Energiekrise liefert Israel eigenen Angaben zufolge Kerosin
nach Deutschland. Dies geschehe auf Anfrage des deutschen
Energieministeriums und wegen der „Krise in der Straße von Hormus“, teilten
das israelische Außenministerium und das israelische Energieministerium am
Abend mit. Außenminister Gideon Saar habe bei seinem heutigen Besuch in
Berlin die deutsche Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche
(CDU) über den Schritt informiert, hieß es in einer Erklärung. Vonseiten
der Bundesregierung gab es für die Angaben zunächst keine Bestätigung.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hatte jüngst dem
Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt, dass Kerosinmangel für Deutschland
kein Thema sei. Es gebe ausreichend Raffinerien, die Kerosin herstellen
können. Im April hatte sich auch der Nationale Sicherheitsrat mit der
Energiekrise infolge des Iranriegs befasst. Aus Teilnehmerkreisen hieß es,
die Vorräte an Kerosin seien als „für eine absehbare Zeit“ ausreichend
erachtet worden. Man sei sich allerdings der „angespannten Situation“
bewusst und werde die Lage weiter intensiv beobachten. Mit dem Irankrieg
hat sich der Preis für Kerosin mehr als verdoppelt, Experten warnen vor
Engpässen im Sommer für Deutschland. (dpa)
## USA legen UN-Resolution vor: Iran soll Angriffe stoppen
Zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus haben die USA
gemeinsam mit verbündeten Golfstaaten eine UN-Resolution entworfen. Darin
fordern die Parteien Iran dazu auf, von weiteren gewaltsamen Eskalationen
in der Meerenge abzusehen, wie US-Außenminister Marco Rubio mitteilte.
Teheran solle aufhören, Schiffe anzugreifen, die Meerenge zu verminen und
Mautgebühren für eine Durchfahrt zu erheben, heißt es demnach in der
Resolution. An dem Entwurf seien Bahrain, Saudi-Arabien, die Vereinigten
Arabischen Emirate, Kuwait und Katar beteiligt gewesen.
„Die Islamische Republik Iran hält die Weltwirtschaft weiterhin als
Geisel“, sagte Rubio in der Mitteilung. Um eine sichere Schiffsdurchfahrt
wieder zu ermöglichen, solle Teheran die Anzahl und die Standorte der
verlegten Seeminen offenlegen und helfen, diese zu beseitigen. Zudem solle
ein humanitärer Korridor eingerichtet werden. Über die Resolution solle in
den kommenden Tagen abgestimmt werden. Bereits am Montag waren Pläne für
eine entsprechende Resolution bekanntgeworden. Der US-Botschafter bei den
Vereinten Nationen, Mike Waltz, sagte auf die Frage, ob man Opposition in
dem mächtigsten UN-Gremium erwarte: „Wir können uns niemanden vorstellen,
der der Tatsache widerspricht, dass man internationale Wasserwege nicht
verminen und keine Zölle erheben darf.“ Der Unterschied zu einer
vorangegangenen und am Veto von China und Russland gescheiterten Resolution
sei, dass nun eine Waffenruhe herrsche und man nicht mehr in einem „heißen
Konflikt“ stehe. Waltz ließ offen, wie die Forderungen durchgesetzt werden
sollen. (dpa)
## USA: Zehn Seeleute der Handelsmarine im Konflikt um Straße von Hormus
getötet
Mindestens zehn Seeleute auf zivilen Frachtern sind nach Angaben von
US-Außenminister Marco Rubio im Konflikt um die Straße von Hormus getötet
worden. Die Besatzungen der Schiffe seien isoliert und verwundbar gewesen
und hätten gehungert, erklärte er am Dienstag im Weißen Haus, ohne weitere
Details zu nennen. Die USA würden ihre militärischen Mittel einsetzen, um
die Freiheit der Schifffahrt in der vom Iran blockierten wichtigen
Wasserstraße zu verteidigen. „Wir reagieren nur, wenn wir zuerst
angegriffen werden“, sagte der Außenminister. Die USA stünden mit mehreren
Schiffen in Kontakt, damit diese die Meerenge verlassen könnten.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth zufolge warten Hunderte Schiffe auf
die Durchfahrt. Vor dem Angriff der USA und Israels auf den Iran am 28.
Februar passierten täglich etwa 20 Prozent der weltweiten Ölversorgung die
Straße von Hormus.
Es sei an der Zeit, dass die Regierung in Teheran die Realität akzeptiere,
forderte Rubio. Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner suchten
nach einer diplomatischen Lösung. Diese müsse nicht nur die
Urananreicherung berücksichtigen, sondern auch klären, was mit nuklearem
Material geschehe, das Iran noch „irgendwo tief vergraben“ habe und auf
das er jederzeit zugreifen könne. (rtr)
## Irans Militär dementiert jegliche Angriffe auf Emirate
Irans Militär hat jegliche neue Angriffe auf die Vereinigten Arabischen
Emirate dementiert. Die Streitkräfte der Islamischen Republik hätten „in
den vergangenen Tagen keine Raketen- oder Drohnenangriffe gegen die
Vereinigten Arabischen Emirate ausgeführt“, erklärte die Kommandozentrale
der iranischen Armee, Chatam al-Anbija, am Dienstag. Zugleich warnte
Teheran im Fall von Angriffen auf iranische Inseln, Häfen und Küsten von
emiratischem Staatsgebiet aus vor einer „entschlossenen Antwort“.
Die Emirate hatten am Dienstag trotz der seit dem 8. April geltenden
Waffenruhe erneuten Beschuss aus Iran gemeldet. Demnach fing die
Luftverteidigung den zweiten Tag in Folge aus Iran abgefeuerte Raketen und
Drohnen ab. Der Bericht des Verteidigungsministeriums der Emirate werde
„kategorisch zurückgewiesen“, erklärte die iranische Kommandozentrale.
Dieser sei „völlig unbegründet“. „Wäre ein solcher Angriff erfolgt, hätten
wir dies unmissverständlich und klar verkündet“, hieß es. (afp)
## Israels Luftwaffenchef: Verlegen bei Bedarf gesamte Luftwaffe in
Richtung Osten
Israel ist nach den Worten seines neuen Luftwaffenchefs Omer Tischler im
Falle einer fortgesetzten Bedrohung durch Iran zum Einsatz seiner gesamten
Kampfflugzeugflotte bereit. „Wir beobachten die Entwicklungen in Iran genau
und sind bereit, die gesamte Luftwaffe bei Bedarf nach Osten zu verlegen“,
sagte Tischler bei der Übernahme des Postens von seinem Vorgänger Tomer Bar
am Dienstag.
Israels Luftwaffe werde „weiterhin entschlossen, kraftvoll und
verantwortungsbewusst gegen Bedrohungen in jedem Bereich, in jeder Phase
und gegen jeden Feind vorgehen“, betonte er. Bei derselben Zeremonie sagte
Israels Armeechef Ejal Samir, das Land befinde sich weiterhin „an allen
Fronten in höchster Alarmbereitschaft“. Die Streitkräfte des Landes seien
„bereit, auf jeden Versuch, Israel zu schaden, kraftvoll zu reagieren“.
(afp)
## Wadephul: Iran muss „Politik der Brandstiftung“ beenden
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat Iran aufgefordert, seine
„Politik der Brandstiftung“ zu beenden. „Iran muss sein ballistisches
Raketenprogramm aufgeben. Und Iran muss seine Politik der Brandstiftung in
der Region aufgeben“, sagte Wadephul am Dienstag nach einem Treffen mit dem
israelischen Außenminister Gideon Saar in Berlin. „Und diese
Sicherheitsinteressen teilen Deutschland und Israel vollständig. Es wird
jeden Tag dringlicher, dass Iran das Angebot zu Verhandlungen jetzt
annimmt“, sagte der Außenminister. „Wir fordern Iran auf, seine Karten
jetzt nicht zu überreizen.“ (afp)
6 May 2026
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