# taz.de -- Kampf um die FDP-Spitze: Strack-Zimmermann warnt vor Rechtsruck mit Kubicki
       
       > Der Rechtsblinker Wolfgang Kubicki will FDP-Chef werden, die Brandmauer
       > hält er für überflüssig. Seine liberale Gegenspielerin will die Mitte
       > stärken.
       
 (IMG) Bild: Rechter, links im Bild: Wolfgang Kubicki und Marie-Agnes Strack-Zimmermann
       
       dpa/taz | Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt davor,
       die Partei nach rechts zu verschieben. „Unsere Aufgabe ist es, die
       politische Mitte zu stärken und den Liberalismus in seiner ganzen Breite zu
       verteidigen“, sagte sie den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Nicht, ihn
       nach rechts zu verschieben.“
       
       Zuvor hatte der Bewerber um den FDP-Vorsitz, [1][Wolfgang Kubicki], in
       einem Podcast die Brandmauer zur AfD infrage gestellt. Auf die Frage, ob
       die Brandmauer stehe, sollte er die FDP führen, hatte der 74-Jährige
       erklärt: „Die steht weder in der Verfassung noch ist sie gesetzgegeben. Ich
       kenne keine Brandmauer. Ich werde keine Veranstaltung deshalb nicht
       besuchen, weil da ein AfD-Vertreter auftritt.“
       
       Kubicki machte zudem deutlich, dass er eigene Anträge nicht davon abhängig
       machen würde, dass die AfD zustimmen könnte. Zugleich betonte Kubicki, er
       würde keinem AfD-Antrag zustimmen,auch nicht mit ihr koalieren oder sich
       von der AfD dulden lassen.
       
       Die [2][FDP-Europaabgeordnete Strack-Zimmermann] sagte: „Wir stehen für
       individuelle Freiheit, Rechtsstaatlichkeit, eine starke Wirtschaft und eine
       offene Gesellschaft.“ Es könne für Liberale „keine Zusammenarbeit, keine
       Relativierung und auch keine strategischen Spielräume gegenüber
       Rechtsextremen“ geben. Sie zitierte den früheren Bundesjustizminister Marco
       Buschmann, der ebenfalls der FDP angehört: „Wer die FDP nach rechts führen
       will, der führt sie in den Untergang.“
       
       ## CDU weist Eierarsch-Vorwurf zurück
       
       Unterdessen hat sich auch die CDU genötigt gesehen, Kubicki in den Senkel
       zu stellen. „Ist das der neue Ton der FDP, lieber Herr Kubicki? So wird das
       nichts. Früher hatte die FDP noch Stil und Anstand“, heißt es in einem
       X-Post der Partei. In besagtem Podcast hatte Kubicki auch erklärt, ein
       Auslöser für seine Entscheidung zur Kandidatur sei gewesen, dass Merz die
       FDP nach den jüngsten Landtagswahlen für tot erklärt habe. Da habe er
       gedacht: „Du Eierarsch, dir werde ich das zeigen!“
       
       Der notorische Rechtsausleger Kubicki tritt auf dem FDP-Parteitag Ende Mai
       für den Vorsitz der Liberalen an. Strack-Zimmermann unterstützt seinen
       Gegenkandidaten, [3][den nordrhein-westfälischen FDP-Chef Henning Höne].
       Der jetzige Parteichef Christian Dürr hat seinen Verzicht erklärt.
       
       24 Apr 2026
       
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