# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran beschießt drei Schiffe in der Straße von Hormus
> Trotz der Verlängerung der Waffenruhe durch Trump verschärft sich die
> Lage in der Straße von Hormus. Keine Mehrheit in EU für Aussetzung des
> EU-Israel-Abkommens.
(IMG) Bild: Neueste Wendung: Trump im Weißen Haus
## Iran bestätigt Verlängerung der Waffenruhe
Iran hat eine von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der
Waffenruhe öffentlich zur Kenntnis genommen. Der Sprecher des iranischen
Außenministeriums, Esmail Baghaei, bestätigte die Verlängerung der
Waffenruhe in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten
Stellungnahme. Er äußerte sich nicht explizit dazu, ob Teheran bereit ist,
an einer neuen Gesprächsrunde mit den Vereinigten Staaten in Islamabad
teilzunehmen.
Diplomatie sei ein Instrument zur Wahrung nationaler Interessen und der
nationalen Sicherheit, erklärte der Sprecher. Sobald Iran zu dem Schluss
komme, dass die Bedingungen erfüllt seien, dieses Instrument zur
Durchsetzung nationaler Interessen anzuwenden, werde das Land handeln.
Trump hatte die Verlängerung der Waffenruhe am Dienstag angekündigt und
erklärt, Pakistan habe als Vermittler um diesen Schritt gebeten. Zugleich
teilte Trump mit, dass das US-Militär die Blockade gegen iranische Häfen
fortsetzen werde. (ap)
## Israel sieht Hisbollah als Hindernis für Frieden mit Libanon
Kurz vor Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon hat der israelische
Außenminister die libanesische Hisbollah als gemeinsamen Feind der beiden
verfeindeten Staaten bezeichnet. Die von Iran unterstützte Miliz sei „das
Hindernis für Frieden und Normalisierung der Beziehungen zwischen den
Ländern“, sagte Gideon Saar nach Angaben seines Büros bei einer
Veranstaltung zum 78. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. „Wir haben
keine gravierenden Meinungsverschiedenheiten mit dem Libanon. Es gibt
einige kleinere Grenzstreitigkeiten, die sich beilegen lassen.“ Die
Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate unter anderem mit
parallelem Wirtschaftssystem geschaffen. Saar bezeichnete das Nachbarland
deshalb als „gescheiterten Staat“ und als „de facto unter iranischer
Besatzung durch die Hisbollah“. Die Schiitenorganisation bedrohe auch die
Zukunft des Libanon. Für eine friedliche Zukunft gebe es deshalb keine
andere Möglichkeit, als zusammen gegen die Miliz vorzugehen. (dpa)
## Staatsmedien: Revolutionsgarde bringt zwei Schiffe unter Kontrolle
Die iranische Revolutionsgarde hat laut einem Bericht des staatlichen
Fernsehens zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen und unter ihre
Kontrolle gebracht. Die Schiffe würden nun nach Iran gebracht, berichtete
das Staatsfernsehen am Mittwoch. Bei den Schiffen handelte es sich den
Angaben zufolge um die „MSC Francesca“ und die „Epaminondas“. Die USA
hatten zuvor zwei iranische Schiffe beschlagnahmt. Halbamtliche iranische
Nachrichtenagenturen berichteten zudem, die Revolutionsgarde habe ein
drittes Schiff in der Straße von Hormus angegriffen. Zuvor hatte die
Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) Angriffe auf zwei
Frachtschiffe in der Straße von Hormus bestätigt. (ap)
## Militärplaner beraten bei London über Schutz der Straße von Hormus
Großbritannien und Frankreich sprechen mit Militärplanern aus rund 30
Staaten über Einzelheiten eines Einsatzes für Sicherheit in der Meerenge
von Hormus – falls und sobald die wichtige Schifffahrtsroute wieder
geöffnet wird. Bei dem zweitägigen Treffen in einem Kommandozentrum bei
London gehe es darum, „einen diplomatischen Konsens in einen detaillierten
militärischen Plan zu übersetzen“, erklärte der britische
Verteidigungsminister John Healey am Mittwoch.
Der Plan sieht einen internationalen Einsatz vor, der Handelsschiffe
schützen, Minen räumen und die Lage beruhigen soll. Ob er umgesetzt werden
kann, hängt davon ab, dass im amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran
eine nachhaltige Waffenruhe vereinbart wird. Mehrere Länder haben Schiffe
und Drohnen zur Minenräumung zugesagt. Healey sagte, er sei
„zuversichtlich, dass in den nächsten zwei Tagen echte Fortschritte erzielt
werden können“ – trotz aller Skepsis, ob der Plan jemals umgesetzt werden
kann. (ap)
## Libanon meldet ein Todesopfer bei Drohnenangriff
Bei einem Drohnenangriff ist im Libanon ein Mensch getötet worden. Die
staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, bei dem Angriff
auf das Dorf Dschabbur im Osten des Landes am Mittwochmorgen hätten zwei
weitere Menschen Verletzungen erlitten. Das israelische Militär dementierte
einen Angriff in dem Gebiet. (ap)
## Iranische Revolutionsgarde feuert auf Frachtschiff
Die [1][iranische Revolutionsgarde] hat in der Straße von Hormus auf ein
Containerschiff geschossen. Das Schiff wurde beschädigt, wie die
Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mitteilte. Ein Schnellboot
der Revolutionsgarde habe das Schiff vor dem Beschuss gegen 8 Uhr am
Mittwochmorgen nicht kontaktiert. Verletzt wurde nach Angaben der UKMTO
niemand. Das iranische Nachrichtenportal Nour News berichtete hingegen, die
Revolutionsgarde habe das Feuer auf das Schiff erst eröffnet, nachdem
dieses Warnungen iranischer Kräfte ignoriert habe. Die halbamtliche
Nachrichtenagentur Fars bezeichnete den Angriff als rechtmäßige
Durchsetzung der Kontrolle des Irans über die Straße von Hormus. Die USA
hatten in den vergangenen Tagen ein iranisches Containerschiff
beschlagnahmt und im Indischen Ozean einen Öltanker geentert, der mit dem
iranischen Ölhandel in Verbindung steht. (ap)
## Trump: Iran „bricht finanziell zusammen“ wegen Blockade der Straße von
Hormus
Laut US-Präsident Donald Trump steht der Iran wegen der fortdauernden
Schließung der Straße von Hormus kurz vor dem finanziellen Kollaps. „Der
Iran bricht finanziell zusammen!“, schrieb Trump am Mittwoch in seinem
Onlinedienst Truth Social. Die Islamische Republik „hungert nach Geld“,
fügte Trump hinzu. Dem US-Präsidenten zufolge wolle Teheran eigentlich,
dass die strategisch wichtige Meerenge „sofort geöffnet wird“. Die
Islamische Republik habe allerdings erklärt, die Straße von Hormus weiter
zu blockieren, weil sie damit „ihr Gesicht wahren“ könne, führte Trump
weiter aus. (afp)
## Containerschiff vor dem Oman von iranischem Schnellboot beschossen
Ein Containerschiff ist vor der Küste des Omans britischen Behördenangaben
zufolge von einem iranischen Schnellboot beschossen worden. „Das Schiff
wurde ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der Streitkräfte der
iranischen Revolutionsgarden“ beschossen, erklärte die britische Behörde
für maritime Sicherheit (UKMTO) am Mittwoch. Das Schiff habe „schwere
Schäden“ erlitten, die Besatzung sei jedoch „unversehrt“.
Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 15 Seemeilen nordöstlich der
omanischen Küste. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech handelt
es sich um ein unter liberianischer Flagge fahrendes Schiff, „dem die
Durchfahrt durch die Straße von Hormus genehmigt worden war“. Die iranische
Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, das Schiff habe „Warnungen der
iranischen Streitkräfte ignoriert“. (afp)
## Iran richtet abermals mutmaßlichen Spion hin
Inmitten einer Serie von Hinrichtungen hat Irans Justiz erneut ein
Todesurteil aufgrund von Spionagevorwürfen vollstreckt. Ein Mann sei am
Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz
verbundene Nachrichtenagentur Misan. Irans Justiz hatte ihm Zusammenarbeit
mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt. (dpa)
## Irans Revolutionsgarden fordern Wachsamkeit trotz Feuerpause
Irans Revolutionsgarden haben nach einer von US-Präsident Donald Trump
angekündigten Verlängerung der Waffenruhe erhöhte Wachsamkeit gefordert.
Die iranischen Streitkräfte seien auf dem „Höhepunkt der Bereitschaft“ zur
Fortsetzung der Kampfhandlungen, hieß es in einer Erklärung der
Elitestreitmacht. In einer neuen Phase der Eskalation könnten die
Streitkräfte „vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge gegen
die verbleibenden Vermögenswerte“ in der Region ausführen. (dpa)
## US-Finanzminister bekräftigt wirtschaftlichen Druck auf Iran
US-Finanzminister Scott Bessent hat den wirtschaftlichen Druck auf den Iran
bekräftigt. In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte er am
Dienstagabend, eine Blockade iranischer Häfen ziele „direkt auf die
wichtigsten Einnahmequellen des Regimes“, indem sie den Seehandel
einschränke. Die Öllager auf der Insel Charg würden sich füllen,
[2][während die anfälligen iranischen Ölfelder stillgelegt würden], schrieb
der Minister. Die Insel gilt als zentrales Drehkreuz der iranischen
Ölindustrie, über das rund 90 Prozent der Exporte abgewickelt werden. Zudem
betonte der Minister, iranische Gelder würden weiterhin eingefroren
bleiben. Personen oder Schiffe, die den Geldfluss in den Iran
unterstützten, müssten mit US-Sanktionen rechnen. (ap)
## SPD-Politiker für Aussetzung des EU-Israel-Abkommens – Kritik an
Wadephul
Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetović, kritisiert,
dass Deutschland am Dienstag gegen die Aussetzung des
Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel gestimmt hat. „Die
Bundesregierung verhindert damit aktiv eine geeinte europäische Haltung in
der Nahostpolitik – gerade auch als Reaktion auf die Destabilisierung
durch die israelische Regierung im Gazastreifen, im Westjordanland und im
Libanon“, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Außenminister
Johann Wadephul habe auch keine Kompromissvorschläge unterstützt. Dieser
müsse seine Entscheidung überdenken. „Wir erwarten vom Außenminister
Klarheit und den Mut, den Weg für europäische Einigkeit freizumachen.“
Spanien, Irland und Slowenien hatten auf dem EU-Außenministertreffen am
Dienstag versucht, eine Mehrheit für eine Aussetzung des
Assoziierungsabkommens zu bekommen. (rtr)
## Kundgebungen in Teheran – Rakete auf mobiler Rampe gezeigt
Nach der US-Ankündigung einer Verlängerung der Waffenruhe mit Iran ist es
in der iranischen Hauptstadt Teheran zu Kundgebungen gekommen. Nachdem
mögliche Gespräche mit den USA in Islamabad gescheitert waren, brachten
Mitglieder der paramilitärischen Revolutionsgarde bei einer Veranstaltung
am späten Dienstagabend offenbar eine ballistische Rakete auf einer mobilen
Abschussrampe mit. Auf den vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Aufnahmen
waren Männer mit Sturmgewehren vom Typ Kalaschnikow zu sehen, die auf einer
Rakete saßen, die dem Typ Ghadr-110 ähnelte. Solche Raketen können einzelne
Sprengkörper, sogenannte Streumunition, freisetzen. Iran setzte diese
während des Kriegs bei Angriffen auf Israel mehrfach ein. (ap)
## UN-Atomaufsicht begrüßt Verlängerung der Waffenruhe
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) begrüßt eine Verlängerung der
Waffenruhe zwischen den USA und Iran. IAEA-Chef Rafael Grossi sagte
Reportern am späten Dienstagabend (Ortszeit), die Bemühungen zur Beendigung
des Konflikts zwischen Teheran und Washington seien ein „komplexer
Prozess“, und es sei wichtig, diesem Prozess Kontinuität zu geben. „Ich
denke, es ist sehr wichtig, dass es eine Chance für Frieden gibt“, sagte
er. Grossi, der derzeit für das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs
kandidiert, warnte zudem beide Seiten, dass ein mögliches Friedensabkommen
von Beginn an die IAEA einbeziehen müsse, um die Kontrolle über das
iranische Atomprogramm sicherzustellen. Andernfalls, so fügte er hinzu,
hätte man nur „eine Illusion eines Abkommens“. (ap)
## Guterres: Verlängerung der Waffenruhe „Schritt zur Deeskalation“
UN-Generalsekretär António Guterres hat die Verlängerung einer Waffenruhe
zwischen den USA und dem Iran als „wichtigen Schritt zur Deeskalation“
bezeichnet. Dies werde „kritischen Raum für Diplomatie und
Vertrauensbildung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten“ schaffen,
sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag (Ortszeit). „Wir
ermutigen alle Seiten, diese Dynamik zu nutzen, von Handlungen abzusehen,
die die Waffenruhe untergraben könnten, und konstruktiv in Verhandlungen
einzutreten, um eine nachhaltige und dauerhafte Lösung zu erreichen“, hieß
es weiter. Der Generalsekretär unterstütze zudem uneingeschränkt Pakistans
Bemühungen, Gespräche zwischen den USA und Iran zu erleichtern, und hoffe,
dass diese dazu beitrügen, „Bedingungen für eine umfassende und dauerhafte
Lösung des Konflikts zu schaffen“, sagte Dujarric. (ap)
## Verlängerung der Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum
Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der
Waffenruhe mit Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung
ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps
Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über 100 Dollar.
Anschließend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar. Im
Vergleich zum Vortag entspricht das einem Plus von knapp 4 Prozent. Der
Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus. (dpa)
## Trump über Verlängerung der Waffenruhe: Irans Führung „stark zerrüttet“
Nach der angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit Iran hat
US-Präsident Donald Trump auf angebliche Spannungen innerhalb der
Islamischen Republik verwiesen. Diese seien „nicht unerwartet“ gekommen.
Eine Verlängerung der Waffenruhe sei notwendig gewesen, weil die iranische
Führung „stark zerrüttet“ sei, schrieb Trump in den sozialen Medien. Trump
hatte während der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe wiederholt
erklärt, sein Team verhandle mit iranischen Vertretern, die auf ein
Abkommen drängten. Zugleich räumte er ein, dass seine Entscheidung, mehrere
führende Köpfe der iranischen Regierung zu töten, gewisse Komplikationen
mit sich gebracht habe. „Wir haben ihre Führer ausgeschaltet, was die
Dinge, um ehrlich zu sein, auf eine Weise verkompliziert, aber diese Führer
sind viel rationaler“, sagte Trump am Dienstag in einem Interview mit dem
Sender CNBC. (ap)
## Trump droht Iran nach Verlängerung der Waffenruhe
US-Präsident Donald Trump hat Iran nach der Verlängerung der Waffenruhe
erneut gedroht. Am Dienstagabend erklärte er auf seiner Plattform Truth
Social, Iran wolle die Straße von Hormus nicht schließen, sondern offen
halten, um sein Rohöl verkaufen zu können. Sollte er dies zulassen, könne
es „niemals ein Abkommen mit Iran geben, es sei denn, wir sprengen den Rest
ihres Landes in die Luft – einschließlich ihrer Führung“, schrieb Trump.
Unklar ist, ob und wann die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt
wieder aufgenommen werden könnten. (ap)
## Trump verlängert vorerst Waffenruhe mit Iran
Kurz vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe im Irankrieg hat
US-Präsident Donald Trump die Feuerpause vorerst verlängert. Er werde die
Feuerpause so lange verlängern, bis Iran einen Vorschlag zur Beendigung des
Konflikts vorlege und „die Gespräche in der einen oder anderen Form
abgeschlossen werden“, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) in seinem
Onlinedienst Truth Social. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe
allerdings bestehen. Teheran äußerte sich zunächst nicht zu der
Verlängerung der Waffenruhe.
Trump schrieb, dass Pakistan ihn um eine Verlängerung gebeten habe.
„Angesichts der Tatsache, dass die iranische Regierung wenig überraschend
ernsthaft zersplittert ist, ist von Feldmarschall Asim Munir und
Premierminister Shehbaz Sharif aus Pakistan an uns die Bitte herangetragen
worden, unseren Angriff auf Iran so lange zurückzuhalten, bis deren Führer
und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag ausarbeiten können“, erklärte
der US-Präsident. Pakistan vermittelt im Krieg zwischen den USA und Iran
und hatte die beiden Kriegsparteien zu neuen Gesprächen eingeladen.
Pakistans Regierungschef Sharif bedankte sich daraufhin bei Trump für die
Verlängerung der Waffenruhe und forderte beide Seiten auf, die Gespräche
fortzusetzen. „Ich hoffe aufrichtig, dass beide Seiten die Waffenruhe
weiterhin einhalten und während der in Islamabad geplanten zweiten
Gesprächsrunde ein umfassendes Friedensabkommen für ein dauerhaftes Ende
des Konflikts abschließen können“, erklärte er im Onlinedienst X. Die
US-Blockade iranischer Häfen bleibt Trump zufolge indes bestehen. Die
US-Armee bleibe „in jeder anderen Hinsicht einsatzbereit und fähig“,
erklärte er. (afp)
## Bericht: USA stoppen Dollar-Lieferungen an den Irak
Die US-Regierung stoppt einem Zeitungsbericht zufolge Dollar-Lieferungen
an den Irak und friert die Sicherheitszusammenarbeit ein. Damit wolle
Washington die Regierung in Bagdad zwingen, vom Iran unterstützte Milizen
im Land zu zerschlagen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung
auf irakische und US-Regierungsvertreter. Das US-Finanzministerium
blockiere eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar aus irakischen
Ölverkäufen. Zudem setze Washington die Finanzierung von Programmen zur
Terrorbekämpfung und zur militärischen Ausbildung aus, bis die Milizen
ihre Angriffe einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht
zunächst nicht unabhängig überprüfen. (rtr)
## Nach US-Angriff auf Frachter: Iran fordert UN-Reaktion
Iran hat die Vereinten Nationen zur Verurteilung der Beschlagnahmung seiner
Schiffe durch die USA aufgerufen. Die iranische UN-Mission sandte am
Dienstag einen Brief an die UN und den Sicherheitsrat und forderte eine
„entschiedene und unmissverständliche“ Verurteilung der US-Entscheidung vom
Sonntag, ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff anzugreifen und
zu beschlagnahmen. „Dies stellt einen schweren Verstoß gegen das
Völkerrecht, eine klare Verletzung der Waffenruhe und einen Akt der
Aggression mit den Merkmalen von Piraterie dar“, erklärte die Mission auf
X. „Ein derart rücksichtsloses Vorgehen gefährdet unmittelbar die
internationale Schifffahrt und untergräbt die maritime Sicherheit.“
Washington hatte erklärt, das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade nahe
der Straße von Hormus zu umgehen. (ap)
## USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk
Die USA haben ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und
Komponenten für Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte
nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die
Sanktionsliste. Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure in Iran, in der
Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der
Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und
Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem
Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff. (dpa)
## Hisbollah: Vergeltungsangriff mit Drohnen und Raketen auf den Norden
Israels
Die proiranische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben den Norden
Israels angegriffen. Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen
eine Militäreinrichtung im Norden Israels gerichtet, erklärte die Miliz am
Dienstag. Es handele sich um Vergeltung für einen Verstoß Israels gegen
eine zehntägige Waffenruhe, die am Freitag begonnen hatte. (afp)
## Iran droht mit Beendigung von Ölproduktion in Golfregion bei Angriffen
Die iranischen Revolutionsgarden haben bei Angriffen vom Territorium seiner
Nachbarstaaten aus auf Iran damit gedroht, die Ölproduktion in der
Golfregion zu beenden. „Die südlichen Nachbarn sollten wissen: Wenn ihre
geografische Lage und ihre Einrichtungen dazu genutzt werden, im Dienste
der Feinde Angriffe auf die iranische Nation zu starten, können sie sich
von der Ölförderung im Nahen Osten verabschieden“, zitierte die
Nachrichtenagentur Fars am Dienstag den Kommandeur der Luft- und
Raumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarden, Madschid Mussawi. Die Drohung
erfolgte kurz vor dem Auslaufen einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den
USA und Iran. US-Präsident Donald Trump hatte mit massiven Angriffen
gedroht, sollten die US-Forderungen bis zum Ende der Waffenruhe nicht
erfüllt werden. (afp)
## AP-Informationen: Pakistan-Reise von Vance vorerst abgesagt
US-Vizepräsident J. D. Vance wird nach Angaben aus US-Regierungskreisen
vorerst nicht für mögliche Verhandlungen über ein Waffenruheabkommen mit
dem Iran nach Pakistan reisen. Die Reise nach Islamabad sei abgesagt
worden, teilte eine Gewährsperson am Dienstag mit. Doch könne US-Präsident
Donald Trump seine Meinung jederzeit ändern. Trumps Sondergesandter Steve
Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurden den Angaben zufolge
für (heutigen) Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Washington erwartet, um
über das weitere Vorgehen zu beraten. Die Gewährsperson wollte keine
Einschätzung dazu äußern, was passieren würde, sollte die aktuelle
Waffenruhe in den nächsten Stunden auslaufen. Es war erwartet worden, dass
Vance die US-Delegation in Pakistan anführen würde. (ap)
## Beschädigte Jesus-Statue im Libanon: 30 Tage Haft für zwei israelische
Soldaten
Wegen der Beschädigung einer Jesus-Statue im Libanon müssen zwei
[3][israelische Soldaten] für 30 Tage in Militärhaft. Der Soldat, der die
Statue beschädigt hatte, und der Soldat, der den Vorfall fotografiert
hatte, würden zudem vom Kampfeinsatz abgezogen, erklärte das israelische
Militär am Dienstag. Sechs weitere Soldaten, die vor Ort gewesen seien,
aber nicht eingeschritten oder den Vorfall gemeldet hätten, seien zu
„klärenden Gesprächen“ geladen worden. Nach Angaben der israelischen Armee
wurde die beschädigte Statue „in enger Abstimmung mit der örtlichen
Gemeinde“ ersetzt.
Zuvor hatte ein Bild eines israelischen Soldaten, der im Süden des Libanon
eine Jesus-Statue zerstört, für Wut im Internet gesorgt. Es zeigt einen
israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer
Jesus-Statue einschlägt, die offenbar zuvor schon von ihrem Kreuz geholt
worden war. Die israelische Armee bestätigte, dass das Foto tatsächlich
„einen im Süden des Libanon eingesetzten IDF-Soldaten darstellt“. (afp)
## Iran: Noch keine Entscheidung über Teilnahme an Verhandlungen
Kurz vor Auslaufen der Feuerpause zwischen Iran und den USA hat Teheran
noch nicht entschieden, an direkten Gesprächen mit den USA in Pakistan
teilzunehmen. „Die jetzige Situation ist nicht auf eine Unentschlossenheit
oder Verzögerungstaktik Irans zurückzuführen, sondern auf widersprüchliche
Botschaften, unklare Verhaltensmuster und inakzeptable Handlungen der USA“,
sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai in einem Interview des Staatssenders
Irib. (dpa)
## Vorstoß von EU-Staaten zur Aussetzung des Israel-Abkommens gescheitert
Mehrere europäische Länder, darunter Spanien und Irland, sind mit einem
Vorstoß zur Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel
gescheitert. Bei einem Treffen der EU-Außenminister am Dienstag in
Luxemburg fanden sie nicht die nötige Unterstützung der anderen
Mitgliedstaaten für einen solchen Schritt. Die Befürworter hatten eine
vollständige oder teilweise Aussetzung des Pakts gefordert und dies mit
Bedenken wegen Israels Siedlungen im Westjordanland, der humanitären Lage
im Gazastreifen sowie einem neuen Gesetz zur Todesstrafe begründet.
Spaniens Außenminister José Manuel Albarez hatte gesagt, die
Glaubwürdigkeit Europas stehe auf dem Spiel.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte nach den Beratungen, es gebe
keine ausreichende Unterstützung für eine Aussetzung des seit dem Jahr 2000
geltenden Abkommens. Die Diskussionen über die Beziehungen zu Israel würden
jedoch fortgesetzt. Deutschland und Italien hielten an ihren bisherigen
Positionen fest. Die Bundesregierung setze sich weiterhin für die Schaffung
der Voraussetzungen für eine Zweistaatenlösung mit den Palästinensern ein,
sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul. Dies müsse jedoch durch einen
kritischen und konstruktiven Dialog mit Israel geschehen. Belgiens
Außenminister Maxime Prevot sagte, eine vollständige Aussetzung sei
angesichts der unterschiedlichen Haltungen der europäischen Länder
wahrscheinlich außer Reichweite. (rtr)
22 Apr 2026
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