# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Iran beschießt drei Schiffe in der Straße von Hormus
       
       > Trotz der Verlängerung der Waffenruhe durch Trump verschärft sich die
       > Lage in der Straße von Hormus. Keine Mehrheit in EU für Aussetzung des
       > EU-Israel-Abkommens.
       
 (IMG) Bild: Neueste Wendung: Trump im Weißen Haus
       
       ## Iran bestätigt Verlängerung der Waffenruhe
       
       Iran hat eine von US-Präsident Donald Trump angekündigte Verlängerung der
       Waffenruhe öffentlich zur Kenntnis genommen. Der Sprecher des iranischen
       Außenministeriums, Esmail Baghaei, bestätigte die Verlängerung der
       Waffenruhe in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten
       Stellungnahme. Er äußerte sich nicht explizit dazu, ob Teheran bereit ist,
       an einer neuen Gesprächsrunde mit den Vereinigten Staaten in Islamabad
       teilzunehmen.
       
       Diplomatie sei ein Instrument zur Wahrung nationaler Interessen und der
       nationalen Sicherheit, erklärte der Sprecher. Sobald Iran zu dem Schluss
       komme, dass die Bedingungen erfüllt seien, dieses Instrument zur
       Durchsetzung nationaler Interessen anzuwenden, werde das Land handeln.
       Trump hatte die Verlängerung der Waffenruhe am Dienstag angekündigt und
       erklärt, Pakistan habe als Vermittler um diesen Schritt gebeten. Zugleich
       teilte Trump mit, dass das US-Militär die Blockade gegen iranische Häfen
       fortsetzen werde. (ap)
       
       ## Israel sieht Hisbollah als Hindernis für Frieden mit Libanon
       
       Kurz vor Gesprächen zwischen Israel und dem Libanon hat der israelische
       Außenminister die libanesische Hisbollah als gemeinsamen Feind der beiden
       verfeindeten Staaten bezeichnet. Die von Iran unterstützte Miliz sei „das
       Hindernis für Frieden und Normalisierung der Beziehungen zwischen den
       Ländern“, sagte Gideon Saar nach Angaben seines Büros bei einer
       Veranstaltung zum 78. Jahrestag der israelischen Staatsgründung. „Wir haben
       keine gravierenden Meinungsverschiedenheiten mit dem Libanon. Es gibt
       einige kleinere Grenzstreitigkeiten, die sich beilegen lassen.“ Die
       Hisbollah hat im Libanon eine Art Staat im Staate unter anderem mit
       parallelem Wirtschaftssystem geschaffen. Saar bezeichnete das Nachbarland
       deshalb als „gescheiterten Staat“ und als „de facto unter iranischer
       Besatzung durch die Hisbollah“. Die Schiitenorganisation bedrohe auch die
       Zukunft des Libanon. Für eine friedliche Zukunft gebe es deshalb keine
       andere Möglichkeit, als zusammen gegen die Miliz vorzugehen. (dpa)
       
       ## Staatsmedien: Revolutionsgarde bringt zwei Schiffe unter Kontrolle
       
       Die iranische Revolutionsgarde hat laut einem Bericht des staatlichen
       Fernsehens zwei Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen und unter ihre
       Kontrolle gebracht. Die Schiffe würden nun nach Iran gebracht, berichtete
       das Staatsfernsehen am Mittwoch. Bei den Schiffen handelte es sich den
       Angaben zufolge um die „MSC Francesca“ und die „Epaminondas“. Die USA
       hatten zuvor zwei iranische Schiffe beschlagnahmt. Halbamtliche iranische
       Nachrichtenagenturen berichteten zudem, die Revolutionsgarde habe ein
       drittes Schiff in der Straße von Hormus angegriffen. Zuvor hatte die
       Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) Angriffe auf zwei
       Frachtschiffe in der Straße von Hormus bestätigt. (ap)
       
       ## Militärplaner beraten bei London über Schutz der Straße von Hormus
       
       Großbritannien und Frankreich sprechen mit Militärplanern aus rund 30
       Staaten über Einzelheiten eines Einsatzes für Sicherheit in der Meerenge
       von Hormus – falls und sobald die wichtige Schifffahrtsroute wieder
       geöffnet wird. Bei dem zweitägigen Treffen in einem Kommandozentrum bei
       London gehe es darum, „einen diplomatischen Konsens in einen detaillierten
       militärischen Plan zu übersetzen“, erklärte der britische
       Verteidigungsminister John Healey am Mittwoch.
       
       Der Plan sieht einen internationalen Einsatz vor, der Handelsschiffe
       schützen, Minen räumen und die Lage beruhigen soll. Ob er umgesetzt werden
       kann, hängt davon ab, dass im amerikanisch-israelischen Krieg gegen Iran
       eine nachhaltige Waffenruhe vereinbart wird. Mehrere Länder haben Schiffe
       und Drohnen zur Minenräumung zugesagt. Healey sagte, er sei
       „zuversichtlich, dass in den nächsten zwei Tagen echte Fortschritte erzielt
       werden können“ – trotz aller Skepsis, ob der Plan jemals umgesetzt werden
       kann. (ap)
       
       ## Libanon meldet ein Todesopfer bei Drohnenangriff
       
       Bei einem Drohnenangriff ist im Libanon ein Mensch getötet worden. Die
       staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete, bei dem Angriff
       auf das Dorf Dschabbur im Osten des Landes am Mittwochmorgen hätten zwei
       weitere Menschen Verletzungen erlitten. Das israelische Militär dementierte
       einen Angriff in dem Gebiet. (ap)
       
       ## Iranische Revolutionsgarde feuert auf Frachtschiff
       
       Die [1][iranische Revolutionsgarde] hat in der Straße von Hormus auf ein
       Containerschiff geschossen. Das Schiff wurde beschädigt, wie die
       Seehandelsaufsicht der britischen Marine (UKMTO) mitteilte. Ein Schnellboot
       der Revolutionsgarde habe das Schiff vor dem Beschuss gegen 8 Uhr am
       Mittwochmorgen nicht kontaktiert. Verletzt wurde nach Angaben der UKMTO
       niemand. Das iranische Nachrichtenportal Nour News berichtete hingegen, die
       Revolutionsgarde habe das Feuer auf das Schiff erst eröffnet, nachdem
       dieses Warnungen iranischer Kräfte ignoriert habe. Die halbamtliche
       Nachrichtenagentur Fars bezeichnete den Angriff als rechtmäßige
       Durchsetzung der Kontrolle des Irans über die Straße von Hormus. Die USA
       hatten in den vergangenen Tagen ein iranisches Containerschiff
       beschlagnahmt und im Indischen Ozean einen Öltanker geentert, der mit dem
       iranischen Ölhandel in Verbindung steht. (ap)
       
       ## Trump: Iran „bricht finanziell zusammen“ wegen Blockade der Straße von
       Hormus
       
       Laut US-Präsident Donald Trump steht der Iran wegen der fortdauernden
       Schließung der Straße von Hormus kurz vor dem finanziellen Kollaps. „Der
       Iran bricht finanziell zusammen!“, schrieb Trump am Mittwoch in seinem
       Onlinedienst Truth Social. Die Islamische Republik „hungert nach Geld“,
       fügte Trump hinzu. Dem US-Präsidenten zufolge wolle Teheran eigentlich,
       dass die strategisch wichtige Meerenge „sofort geöffnet wird“. Die
       Islamische Republik habe allerdings erklärt, die Straße von Hormus weiter
       zu blockieren, weil sie damit „ihr Gesicht wahren“ könne, führte Trump
       weiter aus. (afp)
       
       ## Containerschiff vor dem Oman von iranischem Schnellboot beschossen
       
       Ein Containerschiff ist vor der Küste des Omans britischen Behördenangaben
       zufolge von einem iranischen Schnellboot beschossen worden. „Das Schiff
       wurde ohne vorherige Funkwarnung von einem Kanonenboot der Streitkräfte der
       iranischen Revolutionsgarden“ beschossen, erklärte die britische Behörde
       für maritime Sicherheit (UKMTO) am Mittwoch. Das Schiff habe „schwere
       Schäden“ erlitten, die Besatzung sei jedoch „unversehrt“.
       
       Der Vorfall ereignete sich laut UKMTO rund 15 Seemeilen nordöstlich der
       omanischen Küste. Nach Angaben der Sicherheitsfirma Vanguard Tech handelt
       es sich um ein unter liberianischer Flagge fahrendes Schiff, „dem die
       Durchfahrt durch die Straße von Hormus genehmigt worden war“. Die iranische
       Nachrichtenagentur Tasnim berichtete jedoch, das Schiff habe „Warnungen der
       iranischen Streitkräfte ignoriert“. (afp)
       
       ## Iran richtet abermals mutmaßlichen Spion hin
       
       Inmitten einer Serie von Hinrichtungen hat Irans Justiz erneut ein
       Todesurteil aufgrund von Spionagevorwürfen vollstreckt. Ein Mann sei am
       Morgen durch Erhängen hingerichtet worden, berichtete die mit der Justiz
       verbundene Nachrichtenagentur Misan. Irans Justiz hatte ihm Zusammenarbeit
       mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad zur Last gelegt. (dpa)
       
       ## Irans Revolutionsgarden fordern Wachsamkeit trotz Feuerpause
       
       Irans Revolutionsgarden haben nach einer von US-Präsident Donald Trump
       angekündigten Verlängerung der Waffenruhe erhöhte Wachsamkeit gefordert.
       Die iranischen Streitkräfte seien auf dem „Höhepunkt der Bereitschaft“ zur
       Fortsetzung der Kampfhandlungen, hieß es in einer Erklärung der
       Elitestreitmacht. In einer neuen Phase der Eskalation könnten die
       Streitkräfte „vernichtende und für den Feind unvorstellbare Schläge gegen
       die verbleibenden Vermögenswerte“ in der Region ausführen. (dpa)
       
       ## US-Finanzminister bekräftigt wirtschaftlichen Druck auf Iran
       
       US-Finanzminister Scott Bessent hat den wirtschaftlichen Druck auf den Iran
       bekräftigt. In einem Beitrag auf der Plattform X erklärte er am
       Dienstagabend, eine Blockade iranischer Häfen ziele „direkt auf die
       wichtigsten Einnahmequellen des Regimes“, indem sie den Seehandel
       einschränke. Die Öllager auf der Insel Charg würden sich füllen,
       [2][während die anfälligen iranischen Ölfelder stillgelegt würden], schrieb
       der Minister. Die Insel gilt als zentrales Drehkreuz der iranischen
       Ölindustrie, über das rund 90 Prozent der Exporte abgewickelt werden. Zudem
       betonte der Minister, iranische Gelder würden weiterhin eingefroren
       bleiben. Personen oder Schiffe, die den Geldfluss in den Iran
       unterstützten, müssten mit US-Sanktionen rechnen. (ap)
       
       ## SPD-Politiker für Aussetzung des EU-Israel-Abkommens – Kritik an
       Wadephul
       
       Der außenpolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Adis Ahmetović, kritisiert,
       dass Deutschland am Dienstag gegen die Aussetzung des
       Assoziierungsabkommens zwischen der EU und Israel gestimmt hat. „Die
       Bundesregierung verhindert damit aktiv eine geeinte europäische Haltung in
       der Nahostpolitik – gerade auch als Reaktion auf die ‌Destabilisierung
       durch die israelische Regierung im Gazastreifen, im Westjordanland und im
       Libanon“, sagt er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Außenminister
       Johann Wadephul habe auch keine Kompromissvorschläge unterstützt. Dieser
       müsse seine Entscheidung überdenken. „Wir erwarten vom Außenminister
       Klarheit und den Mut, den Weg für europäische Einigkeit freizumachen.“
       Spanien, Irland und Slowenien hatten auf dem EU-Außenministertreffen am
       Dienstag versucht, eine Mehrheit für eine Aussetzung des
       Assoziierungsabkommens zu bekommen. (rtr)
       
       ## Kundgebungen in Teheran – Rakete auf mobiler Rampe gezeigt
       
       Nach der US-Ankündigung einer Verlängerung der Waffenruhe mit Iran ist es
       in der iranischen Hauptstadt Teheran zu Kundgebungen gekommen. Nachdem
       mögliche Gespräche mit den USA in Islamabad gescheitert waren, brachten
       Mitglieder der paramilitärischen Revolutionsgarde bei einer Veranstaltung
       am späten Dienstagabend offenbar eine ballistische Rakete auf einer mobilen
       Abschussrampe mit. Auf den vom Staatsfernsehen ausgestrahlten Aufnahmen
       waren Männer mit Sturmgewehren vom Typ Kalaschnikow zu sehen, die auf einer
       Rakete saßen, die dem Typ Ghadr-110 ähnelte. Solche Raketen können einzelne
       Sprengkörper, sogenannte Streumunition, freisetzen. Iran setzte diese
       während des Kriegs bei Angriffen auf Israel mehrfach ein. (ap)
       
       ## UN-Atomaufsicht begrüßt Verlängerung der Waffenruhe
       
       Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) begrüßt eine Verlängerung der
       Waffenruhe zwischen den USA und Iran. IAEA-Chef Rafael Grossi sagte
       Reportern am späten Dienstagabend (Ortszeit), die Bemühungen zur Beendigung
       des Konflikts zwischen Teheran und Washington seien ein „komplexer
       Prozess“, und es sei wichtig, diesem Prozess Kontinuität zu geben. „Ich
       denke, es ist sehr wichtig, dass es eine Chance für Frieden gibt“, sagte
       er. Grossi, der derzeit für das Amt des nächsten UN-Generalsekretärs
       kandidiert, warnte zudem beide Seiten, dass ein mögliches Friedensabkommen
       von Beginn an die IAEA einbeziehen müsse, um die Kontrolle über das
       iranische Atomprogramm sicherzustellen. Andernfalls, so fügte er hinzu,
       hätte man nur „eine Illusion eines Abkommens“. (ap)
       
       ## Guterres: Verlängerung der Waffenruhe „Schritt zur Deeskalation“
       
       UN-Generalsekretär António Guterres hat die Verlängerung einer Waffenruhe
       zwischen den USA und dem Iran als „wichtigen Schritt zur Deeskalation“
       bezeichnet. Dies werde „kritischen Raum für Diplomatie und
       Vertrauensbildung zwischen Iran und den Vereinigten Staaten“ schaffen,
       sagte sein Sprecher Stéphane Dujarric am Dienstag (Ortszeit). „Wir
       ermutigen alle Seiten, diese Dynamik zu nutzen, von Handlungen abzusehen,
       die die Waffenruhe untergraben könnten, und konstruktiv in Verhandlungen
       einzutreten, um eine nachhaltige und dauerhafte Lösung zu erreichen“, hieß
       es weiter. Der Generalsekretär unterstütze zudem uneingeschränkt Pakistans
       Bemühungen, Gespräche zwischen den USA und Iran zu erleichtern, und hoffe,
       dass diese dazu beitrügen, „Bedingungen für eine umfassende und dauerhafte
       Lösung des Konflikts zu schaffen“, sagte Dujarric. (ap)
       
       ## Verlängerung der Waffenruhe stoppt Ölpreis-Anstieg kaum
       
       Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der
       Waffenruhe mit Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung
       ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps
       Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über 100 Dollar.
       Anschließend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt bei 99 Dollar. Im
       Vergleich zum Vortag entspricht das einem Plus von knapp 4 Prozent. Der
       Anstieg bei der US-Sorte WTI fiel weniger stark aus. (dpa)
       
       ## Trump über Verlängerung der Waffenruhe: Irans Führung „stark zerrüttet“
       
       Nach der angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit Iran hat
       US-Präsident Donald Trump auf angebliche Spannungen innerhalb der
       Islamischen Republik verwiesen. Diese seien „nicht unerwartet“ gekommen.
       Eine Verlängerung der Waffenruhe sei notwendig gewesen, weil die iranische
       Führung „stark zerrüttet“ sei, schrieb Trump in den sozialen Medien. Trump
       hatte während der seit dem 8. April geltenden Waffenruhe wiederholt
       erklärt, sein Team verhandle mit iranischen Vertretern, die auf ein
       Abkommen drängten. Zugleich räumte er ein, dass seine Entscheidung, mehrere
       führende Köpfe der iranischen Regierung zu töten, gewisse Komplikationen
       mit sich gebracht habe. „Wir haben ihre Führer ausgeschaltet, was die
       Dinge, um ehrlich zu sein, auf eine Weise verkompliziert, aber diese Führer
       sind viel rationaler“, sagte Trump am Dienstag in einem Interview mit dem
       Sender CNBC. (ap)
       
       ## Trump droht Iran nach Verlängerung der Waffenruhe
       
       US-Präsident Donald Trump hat Iran nach der Verlängerung der Waffenruhe
       erneut gedroht. Am Dienstagabend erklärte er auf seiner Plattform Truth
       Social, Iran wolle die Straße von Hormus nicht schließen, sondern offen
       halten, um sein Rohöl verkaufen zu können. Sollte er dies zulassen, könne
       es „niemals ein Abkommen mit Iran geben, es sei denn, wir sprengen den Rest
       ihres Landes in die Luft – einschließlich ihrer Führung“, schrieb Trump.
       Unklar ist, ob und wann die Gespräche in der pakistanischen Hauptstadt
       wieder aufgenommen werden könnten. (ap)
       
       ## Trump verlängert vorerst Waffenruhe mit Iran
       
       Kurz vor dem Auslaufen der zweiwöchigen Waffenruhe im Irankrieg hat
       US-Präsident Donald Trump die Feuerpause vorerst verlängert. Er werde die
       Feuerpause so lange verlängern, bis Iran einen Vorschlag zur Beendigung des
       Konflikts vorlege und „die Gespräche in der einen oder anderen Form
       abgeschlossen werden“, erklärte Trump am Dienstag (Ortszeit) in seinem
       Onlinedienst Truth Social. Die US-Blockade iranischer Häfen bleibe
       allerdings bestehen. Teheran äußerte sich zunächst nicht zu der
       Verlängerung der Waffenruhe.
       
       Trump schrieb, dass Pakistan ihn um eine Verlängerung gebeten habe.
       „Angesichts der Tatsache, dass die iranische Regierung wenig überraschend
       ernsthaft zersplittert ist, ist von Feldmarschall Asim Munir und
       Premierminister Shehbaz Sharif aus Pakistan an uns die Bitte herangetragen
       worden, unseren Angriff auf Iran so lange zurückzuhalten, bis deren Führer
       und Vertreter einen einheitlichen Vorschlag ausarbeiten können“, erklärte
       der US-Präsident. Pakistan vermittelt im Krieg zwischen den USA und Iran
       und hatte die beiden Kriegsparteien zu neuen Gesprächen eingeladen.
       
       Pakistans Regierungschef Sharif bedankte sich daraufhin bei Trump für die
       Verlängerung der Waffenruhe und forderte beide Seiten auf, die Gespräche
       fortzusetzen. „Ich hoffe aufrichtig, dass beide Seiten die Waffenruhe
       weiterhin einhalten und während der in Islamabad geplanten zweiten
       Gesprächsrunde ein umfassendes Friedensabkommen für ein dauerhaftes Ende
       des Konflikts abschließen können“, erklärte er im Onlinedienst X. Die
       US-Blockade iranischer Häfen bleibt Trump zufolge indes bestehen. Die
       US-Armee bleibe „in jeder anderen Hinsicht einsatzbereit und fähig“,
       erklärte er. (afp)
       
       ## Bericht: USA stoppen Dollar-Lieferungen an den Irak
       
       Die US-Regierung stoppt einem Zeitungsbericht zufolge ‌Dollar-Lieferungen
       an den Irak und friert die Sicherheitszusammenarbeit ein. Damit wolle
       Washington die Regierung in Bagdad zwingen, vom Iran unterstützte Milizen
       im Land zu zerschlagen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung
       auf irakische und ‌US-Regierungsvertreter. Das US-Finanzministerium
       blockiere eine Bargeldsendung von fast 500 Millionen Dollar ⁠aus irakischen
       Ölverkäufen. Zudem setze Washington die Finanzierung von Programmen zur
       Terrorbekämpfung und zur militärischen ‌Ausbildung aus, ‌bis die ⁠Milizen
       ihre Angriffe einstellen. Die Nachrichtenagentur Reuters kann den Bericht
       ‌zunächst nicht ‌unabhängig überprüfen. (rtr)
       
       ## Nach US-Angriff auf Frachter: Iran fordert UN-Reaktion
       
       Iran hat die Vereinten Nationen zur Verurteilung der Beschlagnahmung seiner
       Schiffe durch die USA aufgerufen. Die iranische UN-Mission sandte am
       Dienstag einen Brief an die UN und den Sicherheitsrat und forderte eine
       „entschiedene und unmissverständliche“ Verurteilung der US-Entscheidung vom
       Sonntag, ein unter iranischer Flagge fahrendes Frachtschiff anzugreifen und
       zu beschlagnahmen. „Dies stellt einen schweren Verstoß gegen das
       Völkerrecht, eine klare Verletzung der Waffenruhe und einen Akt der
       Aggression mit den Merkmalen von Piraterie dar“, erklärte die Mission auf
       X. „Ein derart rücksichtsloses Vorgehen gefährdet unmittelbar die
       internationale Schifffahrt und untergräbt die maritime Sicherheit.“
       Washington hatte erklärt, das Schiff habe versucht, die US-Seeblockade nahe
       der Straße von Hormus zu umgehen. (ap)
       
       ## USA verhängen Sanktionen gegen Irans Waffen-Netzwerk
       
       Die USA haben ein internationales Netzwerk zur Beschaffung von Waffen und
       Komponenten für Iran mit Sanktionen belegt. Das Finanzministerium setzte
       nach eigenen Angaben 14 Personen, Firmen und Flugzeuge auf die
       Sanktionsliste. Betroffen sind den Angaben zufolge Akteure in Iran, in der
       Türkei und in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Sie sollen an der
       Beschaffung oder dem Transport von Material für Irans Raketen- und
       Drohnenprogramme beteiligt gewesen sein. Im Fokus stehen unter anderem
       Bauteile für Drohnen sowie Vorprodukte für Raketentreibstoff. (dpa)
       
       ## Hisbollah: Vergeltungsangriff mit Drohnen und Raketen auf den Norden
       Israels
       
       Die proiranische Hisbollah-Miliz hat nach eigenen Angaben den Norden
       Israels angegriffen. Der Angriff mit Raketen und Drohnen habe sich gegen
       eine Militäreinrichtung im Norden Israels gerichtet, erklärte die Miliz am
       Dienstag. Es handele sich um Vergeltung für einen Verstoß Israels gegen
       eine zehntägige Waffenruhe, die am Freitag begonnen hatte. (afp)
       
       ## Iran droht mit Beendigung von Ölproduktion in Golfregion bei Angriffen
       
       Die iranischen Revolutionsgarden haben bei Angriffen vom Territorium seiner
       Nachbarstaaten aus auf Iran damit gedroht, die Ölproduktion in der
       Golfregion zu beenden. „Die südlichen Nachbarn sollten wissen: Wenn ihre
       geografische Lage und ihre Einrichtungen dazu genutzt werden, im Dienste
       der Feinde Angriffe auf die iranische Nation zu starten, können sie sich
       von der Ölförderung im Nahen Osten verabschieden“, zitierte die
       Nachrichtenagentur Fars am Dienstag den Kommandeur der Luft- und
       Raumfahrtstreitkräfte der Revolutionsgarden, Madschid Mussawi. Die Drohung
       erfolgte kurz vor dem Auslaufen einer zweiwöchigen Waffenruhe zwischen den
       USA und Iran. US-Präsident Donald Trump hatte mit massiven Angriffen
       gedroht, sollten die US-Forderungen bis zum Ende der Waffenruhe nicht
       erfüllt werden. (afp)
       
       ## AP-Informationen: Pakistan-Reise von Vance vorerst abgesagt
       
       US-Vizepräsident J. D. Vance wird nach Angaben aus US-Regierungskreisen
       vorerst nicht für mögliche Verhandlungen über ein Waffenruheabkommen mit
       dem Iran nach Pakistan reisen. Die Reise nach Islamabad sei abgesagt
       worden, teilte eine Gewährsperson am Dienstag mit. Doch könne US-Präsident
       Donald Trump seine Meinung jederzeit ändern. Trumps Sondergesandter Steve
       Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner wurden den Angaben zufolge
       für (heutigen) Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Washington erwartet, um
       über das weitere Vorgehen zu beraten. Die Gewährsperson wollte keine
       Einschätzung dazu äußern, was passieren würde, sollte die aktuelle
       Waffenruhe in den nächsten Stunden auslaufen. Es war erwartet worden, dass
       Vance die US-Delegation in Pakistan anführen würde. (ap)
       
       ## Beschädigte Jesus-Statue im Libanon: 30 Tage Haft für zwei israelische
       Soldaten
       
       Wegen der Beschädigung einer Jesus-Statue im Libanon müssen zwei
       [3][israelische Soldaten] für 30 Tage in Militärhaft. Der Soldat, der die
       Statue beschädigt hatte, und der Soldat, der den Vorfall fotografiert
       hatte, würden zudem vom Kampfeinsatz abgezogen, erklärte das israelische
       Militär am Dienstag. Sechs weitere Soldaten, die vor Ort gewesen seien,
       aber nicht eingeschritten oder den Vorfall gemeldet hätten, seien zu
       „klärenden Gesprächen“ geladen worden. Nach Angaben der israelischen Armee
       wurde die beschädigte Statue „in enger Abstimmung mit der örtlichen
       Gemeinde“ ersetzt.
       
       Zuvor hatte ein Bild eines israelischen Soldaten, der im Süden des Libanon
       eine Jesus-Statue zerstört, für Wut im Internet gesorgt. Es zeigt einen
       israelischen Soldaten, der mit einem großen Hammer auf den Kopf einer
       Jesus-Statue einschlägt, die offenbar zuvor schon von ihrem Kreuz geholt
       worden war. Die israelische Armee bestätigte, dass das Foto tatsächlich
       „einen im Süden des Libanon eingesetzten IDF-Soldaten darstellt“. (afp)
       
       ## Iran: Noch keine Entscheidung über Teilnahme an Verhandlungen
       
       Kurz vor Auslaufen der Feuerpause zwischen Iran und den USA hat Teheran
       noch nicht entschieden, an direkten Gesprächen mit den USA in Pakistan
       teilzunehmen. „Die jetzige Situation ist nicht auf eine Unentschlossenheit
       oder Verzögerungstaktik Irans zurückzuführen, sondern auf widersprüchliche
       Botschaften, unklare Verhaltensmuster und inakzeptable Handlungen der USA“,
       sagte Außenamtssprecher Ismail Baghai in einem Interview des Staatssenders
       Irib. (dpa)
       
       ## Vorstoß von EU-Staaten zur Aussetzung des Israel-Abkommens gescheitert
       
       Mehrere europäische ‌Länder, darunter Spanien und Irland, sind mit einem
       Vorstoß zur Aussetzung des Assoziierungsabkommens der EU mit Israel
       gescheitert. Bei einem Treffen der EU-Außenminister am Dienstag in
       Luxemburg fanden sie nicht die nötige Unterstützung der anderen
       Mitgliedstaaten für einen solchen Schritt. Die Befürworter hatten eine
       vollständige oder teilweise Aussetzung des Pakts gefordert und dies mit
       Bedenken wegen Israels Siedlungen im Westjordanland, der humanitären Lage
       im Gazastreifen sowie einem neuen Gesetz zur Todesstrafe ‌begründet.
       Spaniens Außenminister José Manuel Albarez hatte gesagt, die
       Glaubwürdigkeit Europas stehe auf dem Spiel.
       
       Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas erklärte nach den Beratungen, es gebe
       keine ausreichende Unterstützung für eine Aussetzung des seit dem Jahr 2000
       geltenden Abkommens. Die Diskussionen über die Beziehungen zu Israel würden
       jedoch fortgesetzt. Deutschland und Italien hielten an ihren bisherigen
       Positionen fest. Die Bundesregierung setze sich weiterhin für die Schaffung
       der Voraussetzungen für eine Zweistaatenlösung mit den Palästinensern ein,
       sagte Bundesaußenminister Johann Wadephul. Dies müsse jedoch durch einen
       kritischen und konstruktiven Dialog mit Israel geschehen. Belgiens
       Außenminister Maxime Prevot sagte, eine vollständige Aussetzung sei
       angesichts der unterschiedlichen ‌Haltungen der europäischen Länder
       wahrscheinlich außer Reichweite. (rtr)
       
       22 Apr 2026
       
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