# taz.de -- +++ Nachrichten im Irankrieg +++: Macron telefoniert mit Trump und Peseschkian
       
       > USA und Iran müssten erneut verhandeln, fordert Frankreichs Präsident.
       > Pakistan schlägt ein zweites Treffen vor. Tanker „Rich Starry“ passiert
       > Hormus.
       
 (IMG) Bild: US-Präsident Trump fordert eine 20-jährige Pause der iranischen Urananreicherung, hier beim Blick aus dem Fenster des Weißen Hauses
       
       ## Südkorea kündigt humanitäre Hilfen für Iran an
       
       Die südkoreanische Regierung hat humanitäre Hilfen für die iranische
       Bevölkerung angekündigt. Das Außenministerium in Seoul teilte am Dienstag
       mit, geplant seien Hilfen im Umfang von 500.000 US-Dollar. Diese sollten
       über das Rote Kreuz übermittelt werden, hieß es. Dem vom wieder
       aufgeflammten Konflikt zwischen Israel und der Schiitenmiliz Hisbollah
       betroffenen Libanon sei bereits humanitäre Hilfe im Umfang von zwei
       Millionen Dollar zur Verfügung gestellt worden. Die Hoffnung sei, dass der
       südkoreanische Beitrag helfen könne, die humanitäre Krise in den
       betroffenen Regionen zu lindern, erklärte das Ministerium. (ap)
       
       ## IWF senkt Prognosen für Weltwirtschaft und Deutschland
       
       Der Internationale Währungsfonds (IWF) rechnet mit einem etwas schwächeren
       Wachstum der Weltwirtschaft als bislang. „Erneut droht die Weltwirtschaft
       aus der Bahn zu geraten“, heißt es anlässlich des neuesten Ausblicks der
       Organisation. Waren es vergangenes Jahr noch „höhere Handelsbarrieren und
       verstärkte Unsicherheit“ – das dürfte eine milde Umschreibung für die
       Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump sein – belasten jetzt das
       eingebrochene Angebot von Rohstoffen infolge der blockierten Straße von
       Hormus und die Unsicherheit durch den Krieg. Bei vielen Nationen
       korrigierte der IWF seine Prognosen nach unten – die Annahmen seien
       allerdings nur dann gültig, sofern der Krieg in Dauer, Intensität und
       Umfang begrenzt bleibe und die wirtschaftlichen Störungen bis Mitte 2026
       abklingen würden. Für Deutschland bedeutete dies nur ein Vierteljahr nach
       der jüngsten Anhebung wieder eine Korrektur nach unten: 2026 dürfte die
       deutsche Wirtschaft nun um 0,8 Prozent wachsen – noch im Januar hatten die
       Konjunkturexperten ihre Erwartungen auf 1,1 Prozent nach oben gehievt.
       (dpa)
       
       ## Britische Finanzministerin wirft Trump „Torheit“ vor
       
       Angesichts der gravierenden wirtschaftlichen Folgen des Iran-Krieges hat
       die britische Finanzministerin Rachel Reeves US-Präsident Donald Trump
       „Torheit“ vorgeworfen. „Das ist ein Krieg, den wir nicht begonnen haben. Es
       ist ein Krieg, den wir nicht wollten“, sagte Reeves am Dienstag der Zeitung
       „Daily Mirror“. „Ich bin sehr frustriert und wütend darüber, dass die USA
       in diesen Krieg gezogen sind, ohne einen klaren Exit-Plan, ohne eine klare
       Vorstellung davon, was sie erreichen wollten.“ (afp)
       
       ## US-Erzeugerpreise steigen nach Ausbruch des Iran-Kriegs nicht so stark
       wie gedacht
       
       Trotz ‌des Ölpreisschocks haben ‌die US-Hersteller ihre Preise nicht so
       stark angehoben wie erwartet. Die Erzeugerpreise stiegen im März um 0,5
       Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Arbeitsministerium am Dienstag
       mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten mit
       einem Anstieg von 1,1 Prozent gerechnet. Im Vergleich zum Vorjahresmonat
       legten ‌die Erzeugerpreise um 4,0 Prozent zu. Dies ist der größte Anstieg
       seit Februar 2023. Experten hatten sogar einen Zuwachs von 4,7 Prozent auf
       dem Zettel, nach 3,4 Prozent im Februar. Die Erzeugerpreise dienen als
       frühe Hinweisgeber für die Entwicklung der Verbraucherpreise. (rtr)
       
       ## Bloomberg: Iran erwägt Aussetzung von Lieferungen durch Straße von
       Hormus
       
       Der Iran erwägt einem Bericht ‌der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge,
       keine eigenen Handelsschiffe mehr die Straße von Hormus passieren zu
       lassen. So sollten mögliche Gespräche mit den USA über eine Beendigung des
       Krieges nicht gefährdet werden, meldet Bloomberg. Das US-Militär hat als
       Gegenmaßnahme zur Sperrung der Straße von Hormus durch den Iran seinerseits
       begonnen, den Schiffsverkehr von und nach iranische Häfen zu blockieren.
       Die Verhandlungsteams der USA und des Irans könnten Insidern zufolge noch
       in dieser Woche für Gespräche zur Beendigung des Krieges nach Pakistan
       zurückkehren. (rtr)
       
       ## Erste Hilfslieferungen erreichen Iran auf dem Landweg
       
       Erstmals seit Beginn ‌der Angriffe der USA ‌und Israels Ende Februar haben
       internationale Organisationen Hilfsgüter auf dem Landweg in den Iran
       gebracht. Darunter seien unter anderem Medikamente und Zelte, teilten das
       Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und die Internationale
       Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) am Dienstag
       in Genf mit. Hilfslieferungen über den See- oder Luftweg sind wegen des
       Krieges blockiert, Güter liegen in Depots in Dubai. Helfer beschreiben den
       Bedarf nach den massiven Angriffen auf den Iran seit dem 28. Februar als
       hoch. Derzeit ‌gilt eine zweiwöchige Feuerpause. Die IFRC lieferte nach
       eigenen Angaben rund 200 Trauma-Kits sowie Zelte und Decken auf Lastwagen
       über eine neue Route aus der Türkei.
       
       Die Lkw hätten am Sonntag die iranische Grenze überquert und sollten am
       Dienstag in der Hauptstadt Teheran eintreffen, sagte IFRC-Sprecher Tommaso
       Della Longa. „Für uns ist das sehr wichtig, da es einen neuen Weg
       darstellt, um Hilfe in den Iran zu bringen, und wir sind sehr optimistisch,
       dies auszuweiten“, erklärte er. „Früher war es sehr einfach, ein Flugzeug
       oder ein Boot zu nehmen und innerhalb weniger Stunden Hilfsgüter direkt in
       den Iran zu bringen.“ Das IKRK teilte mit, eine erste Lieferung mit fünf
       Lastwagen aus ‌Jordanien habe den Iran am Montag erreicht. Neun weitere
       sollen im Laufe der Woche folgen. Die Lastwagen des IKRK enthalten
       Hilfsgüter wie Eimer, Decken und Matratzen für rund 25.000 Menschen – unter
       ihnen sind viele Binnenflüchtlinge. (rtr)
       
       ## Macron fordert neue Friedensgespräche zwischen USA und Iran
       
       Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat US-Präsident Donald Trump und
       den iranischen Präsidenten Massud Peseschkian in Telefonaten zur
       Wiederaufnahme der Friedensverhandlungen aufgerufen. Die in Islamabad
       unterbrochenen Verhandlungen müssten wieder aufgenommen, Missverständnisse
       ausgeräumt und weitere Eskalationen vermieden werden, habe er in den
       Telefonaten am Montag gefordert, teilte Macron mit. Es sei von
       entscheidender Bedeutung, dass der Waffenstillstand von allen strikt
       eingehalten werde und auch den Libanon einschließe. „Ebenso wichtig ist es,
       dass die Straße von Hormus so schnell wie möglich bedingungslos, ohne
       Kontrollen und ohne Mautgebühren wieder geöffnet wird“, schrieb Macron auf
       der Plattform X. Unter diesen Voraussetzungen sollten die Verhandlungen mit
       Unterstützung der wichtigsten Beteiligten rasch wieder aufgenommen werden
       können. (dpa)
       
       ## Iran-Krieg befeuert Russlands Öleinnahmen
       
       Russland ‌hat die ‌Einnahmen aus seinem für die eigene Kriegswirtschaft
       wichtigen Ölgeschäft dank der höheren Preise im Zuge des Konflikts im Nahen
       Osten im März wieder kräftig gesteigert. Die Exporterlöse hätten sich im
       vergangenen Monat auf 19 Milliarden Dollar nahezu verdoppelt, teilte die
       Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag in Paris mit. Im ‌Februar
       vor Beginn des Kriegs der USA und Israels gegen den Iran waren sie den
       Angaben zufolge noch auf 9,75 Milliarden Dollar und damit den niedrigsten
       Stand seit Beginn des Ukraine-Kriegs vor vier Jahren gefallen. Die
       Rohölexporte stiegen der IEA zufolge um 270.000 Barrel pro Tag auf 4,6
       Millionen Barrel pro Tag. Dies sei vor allem auf höhere Lieferungen über
       den Seeweg zurückzuführen, da die Druschba-Pipeline durch ‌die Ukraine
       weiterhin außer Betrieb sei. Die russische Rohölproduktion sei im März auf
       8,96 Millionen Barrel pro Tag von 8,67 Millionen im Februar ⁠gestiegen.
       
       Allerdings dürfte Russland kurzfristig Schwierigkeiten haben, die
       Ölproduktion über das Niveau von Anfang des ersten Quartals hinaus zu
       steigern, erklärte die IEA. Grund seien Schäden an der ‌Hafen- und
       ‌Energieinfrastruktur durch ukrainische Angriffe. Die Ukraine hatte ⁠in den
       vergangenen Wochen russische Häfen an der Ostsee und am Schwarzen Meer
       sowie Raffinerien verstärkt mit Drohnenangriffen ‌beschädigt. Sie will
       damit die Einnahmen ‌der Führung in Moskau zur Finanzierung ihres
       Angriffskriegs schwächen. (rtr)
       
       ## Außenminister: Israel will „Frieden und Normalisierung“ mit Libanon
       
       Die israelische Regierung strebt nach den Worten von Außenminister Gideon
       Saar nach Frieden und einer Normalisierung der Beziehungen zum Nachbarland
       Libanon. „Wir wollen Frieden und Normalisierung mit dem Staat Libanon
       erreichen“, sagte Saar am Dienstag bei einer Pressekonferenz wenige Stunden
       vor dem geplanten Beginn von Gesprächen zwischen den Botschaftern beider
       Länder in Washington. Israel und der Libanon „haben keine größeren
       Streitigkeiten untereinander. Das Problem ist die Hisbollah“, sagte der
       Außenminister mit Blick auf die proiranische Miliz im Libanon. Seit Beginn
       des Irankriegs Ende Februar hat die proiranische Hisbollah ihre Angriffe
       auf Israel wieder verstärkt. Israel flog daraufhin massive Luftangriffe auf
       Teile des Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Die
       gegenseitigen Angriffe gingen trotz einer zwischen den USA und dem Iran
       vereinbarten Waffenruhe weiter.
       
       In Washington sollten am Dienstag Verhandlungen zwischen Israel und dem
       Libanon beginnen. Die Gespräche auf Botschafterebene finden im
       US-Außenministerium statt, Vermittler ist US-Außenminister Marco Rubio.
       Über die Ziele herrscht Uneinigkeit: Die libanesische Präsidentschaft will
       über eine Waffenruhe zwischen der Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln.
       Israel schließt dies vorerst aus und fordert zunächst eine Entwaffnung der
       vom Iran finanzierten Miliz. Israel und der Libanon unterhalten bisher
       keine diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im
       Kriegszustand. (afp)
       
       ## Insider: Fokus der Gespräche zu Hormus auf Sanktionen und Sicherheit
       
       Frankreich und ‌Großbritannien wollen bei diplomatischen Treffen in dieser
       Woche über eine mögliche multinationale Mission zur Straße von Hormus
       beraten. Die Gespräche sollten in mehreren Arbeitsgruppen stattfinden, sagt
       eine mit der Angelegenheit vertraute Person. Demnach sollen vor einem für
       Freitag geplanten Treffen unter britischem und französischem Vorsitz
       mehrere Themen erörtert werden. Dazu zählten mögliche Sanktionen gegen den
       Iran und die Zusammenarbeit mit der Industrie zur Sicherung des
       Seeverkehrs. Weitere Themen seien die Wahrung der Freiheit der Schifffahrt,
       Wirtschaftsmaßnahmen gegen den Iran für den Fall einer anhaltenden
       Schließung der Straße von Hormus sowie die Freilassung von Seeleuten und
       festsitzenden Schiffen. (rtr)
       
       ## Rotes Kreuz liefert erstmals wieder Notfallhilfe nach Iran
       
       Das Rote Kreuz hat erstmals seit Kriegsbeginn Notfallhilfe nach Iran
       geschickt. Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) teilte am
       Dienstag mit, es habe die Hilfsgüter an den Iranischen Roten Halbmond
       (IRCS) übergeben. Darunter seien fünf Lkw-Ladungen, die am Montag
       ausgeliefert worden seien. Die Güter, darunter Decken, Kanister, Planen,
       Hygieneartikel und Solarlampen, sollen fast 25.000 Menschen zugute kommen.
       Weitere Hilfen in Form von neun Lkw-Ladungen sollen dem Roten Halbmond im
       Laufe der Woche übergeben werden. (ap)
       
       ## EU-Kommission: Derzeit kein Mangel an Kerosin in EU
       
       ‌In der Europäischen Union gibt es nach Angaben der EU-Kommission derzeit
       keine Anzeichen für einen Mangel an Kerosin. Es könnten jedoch in naher
       Zukunft Versorgungsprobleme auftreten, sagt ein Sprecher der Kommission in
       Brüssel. „Die Rohöllieferungen an die europäischen Raffinerien sind
       weiterhin stabil, zusätzliche Lagerfreigaben sind derzeit nicht
       erforderlich. Dies bleibt jedoch unsere größte Sorge“, sagt der Sprecher.
       Zuvor hatten europäische Fluggesellschaften die EU einem von der
       Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokument zufolge um
       Notfallmaßnahmen gebeten. Als Gründe wurden die Folgen des Irankrieges
       genannt, darunter weitreichende Luftraumsperrungen und die wachsende Sorge,
       es könne zu Engpässen bei dem Treibstoff kommen. (rtr)
       
       ## Katar: Kein Gespräch mit Iran über Stopp der Angriffe gegen Geld
       
       Katar weist Berichte über angebliche Zahlungen an den Iran zur Abwehr von
       Angriffen als falsch zurück. „Es gab absolut keine Gespräche zwischen Katar
       und dem Iran über die Zahlung von Geld, um iranische Angriffe auf Katar zu
       beenden“, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Madschid al-Ansari.
       Behauptungen, es habe solche Gespräche gegeben, seien unwahr. „Es gibt eine
       enge Abstimmung mit Pakistan und den USA, unsere Forderungen werden über
       diese Kanäle vorgebracht“, fügt er vor der Presse hinzu. (rtr)
       
       ## Weltbankvorstand Donohoe warnt vor Folgen
       
       Weltbank-Vorstand Paschal Donohoe warnt angesichts des Irankrieges vor dem
       Verlust von Millionen von Arbeitsplätzen und einem erschwerten Zugang zu
       Essen in Schwellen- und Entwicklungsländern. „Wir sind sehr besorgt über
       die Auswirkungen, die dieser Konflikt auf die Verfügbarkeit und die Preise
       von Lebensmitteln haben könnte“, sagte der Ex-Chef der Eurogruppe der
       Deutschen Presse-Agentur. Nach Angaben des Welternährungsprogramms der
       Vereinten Nationen könnten bis Mitte 2026 bis zu 45 Millionen Menschen
       zusätzlich wegen des Krieges hungern. Im Zuge des Nahost-Konfliktes könnten
       Donohoe zufolge zudem bis zu 15 Millionen Jobs verloren gehen. „Jeder Tag,
       an dem der Konflikt andauert, bringt uns näher an das obere Ende unserer
       Schadensprognosen“, sagte er. (dpa)
       
       ## Tanker „Rich Starry“ passiert Straße von Hormus
       
       Ein Tanker hat die Straße von Hormus durchquert. Die „Rich Starry“
       passierte die Meerenge am Dienstagmorgen, nachdem sie am Montag einen
       Ausfahrtsversuch abgebrochen hatte. Das Schiff, ein Chemikalien- und
       Öltanker, hatte laut dem Schifffahrtsdatenunternehmen Lloyd’s List vor der
       Küste der Vereinigten Arabischen Emirate gewartet. Das US-Militär erklärte
       am Montag, die Blockade gelte nur für Schiffe, die iranische Häfen anlaufen
       oder von dort kommen. Es war zunächst unklar, ob die „Rich Starry“ zuvor im
       Iran angelegt oder iranisches Öl geladen hatte.
       
       Die Kontrollbehörde des US-Finanzministeriums (Ofac) hat das Schiff mit der
       iranischen Schifffahrt in Verbindung gebracht. Es fährt unter der Flagge
       Malawis, eines jener Binnenländer, die häufig im Zusammenhang mit
       sogenannten False-Flag-Operationen genannt werden. Dabei werden Schiffe
       unter ausländischer Flagge registriert, ohne dass die Eigentümer eine
       Verbindung zu diesen Ländern haben, was die Kontrolle erschwert. Die „Rich
       Starry“ war laut Marinetraffic, einem Anbieter von Schifffahrtsanalysen,
       auf dem Weg in den Hafen von Sohar im Oman, außerhalb der Straße von
       Hormus. Lloyd’s List berichtete unter Berufung auf Schiffsregister- und
       Trackingdaten, dass der Tanker einer chinesischen Reederei gehöre und auf
       dem Weg nach China sei. (ap)
       
       ## Italien setzt Verlängerung von Verteidigungsabkommen mit Israel aus
       
       Italien setzt die automatische Verlängerung des Verteidigungsabkommens mit
       Israel aus. Das habe die Regierung „angesichts der aktuellen Lage im Nahen
       Osten“ entschieden, erklärt Ministerpräsidentin Giorgia Meloni in Verona
       italienischen Nachrichtenagenturen zufolge. Details zu dem Abkommen nennt
       sie nicht. (rtr)
       
       ## IEA rechnet wegen Irankrieg mit geringerer Ölnachfrage
       
       Durch die Auswirkungen des Irankriegs geht die internationale
       Energieagentur IEA für dieses Jahr mittlerweile von einer geringeren
       Öl-Nachfrage aus. Aufs Jahr gesehen erwartet die IEA einen
       Nachfragerückgang von 84.000 Barrel pro Tag, wie es in ihrem monatlichen
       Ölmarktbericht heißt. Damit senkt die in Paris ansässige Agentur ihre
       Prognose deutlich. Im März war sie noch davon ausgegangen, dass die
       Nachfrage dieses Jahr um etwa 644.000 Barrel (je 159 Liter) pro Tag steigen
       werde. Allerdings liegen beiden Monatsberichten leicht unterschiedliche
       Werte für die Nachfrage nach Öl im vergangenen Jahr zugrunde. Insgesamt
       geht die Organisation von einer täglichen Rohöl-Nachfrage von gut 100
       Millionen Barrel aus. (dpa)
       
       ## Xi: China wird „konstruktive Rolle“ bei Friedensbemühungen spielen
       
       China wird nach den Worten von Präsident Xi Jinping eine „konstruktive
       Rolle“ bei den Bemühungen um eine Friedenslösung für die Golfregion
       spielen. Die nationale Souveränität der Staaten im Nahen Osten und in der
       Golfregion müsse „respektiert“ werden, forderte Xi laut der staatlichen
       Nachrichtenagentur Xinhua am Dienstag in Peking bei einem Treffen mit dem
       Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al
       Nahyan. „Die Souveränität, Sicherheit und territoriale Integrität der
       Golfstaaten im Nahen Osten sollten aufrichtig geachtet werden“, sagte Xi
       laut dem staatlichen Fernsehsender CCTV. „Die Sicherung der Autorität der
       internationalen Rechtsstaatlichkeit darf nicht bedeuten: ‚Nutze sie, wenn
       es passt, lass‘ es, wenn es nicht passt'“, fügte Xi hinzu. Xi äußerte sich
       erstmals persönlich zum Irankrieg. (afp)
       
       ## Iran: Fehlender US-Wille verhinderte Einigung in Islamabad
       
       Der iranische Präsident Massud Peseschkian macht mangelnden guten Willen
       und Maximalforderungen der USA für das Scheitern eines Abkommens in
       Islamabad am vergangenen Wochenende verantwortlich. Dies äußert er in einem
       Gespräch mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron, wie die
       amtliche iranische Nachrichtenagentur Irna meldet. Europa könne eine
       konstruktive Rolle spielen, um die USA zur Einhaltung des Völkerrechts zu
       bewegen. Drohungen, Druck und militärische Maßnahmen würden die
       „selbstgemachten Probleme“ der USA in der Region nur verschärfen.
       Diplomatie sei der bevorzugte Weg zur Beilegung von Streitigkeiten, erklärt
       Peseschkian demnach weiter. (rtr)
       
       ## Iran schätzt Kriegsschäden auf rund 230 Milliarden Euro
       
       Die iranische Regierung schätzt die Kriegsschäden nach mehr als fünf Wochen
       der Bombardierungen auf umgerechnet gut 229 Milliarden Euro. Es handele
       sich dabei um eine vorläufige Schätzung, sagte Irans Regierungssprecherin
       Fatemeh Mohadscherani der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Ria
       Nowosti in einem Interview. Um das gesamte Ausmaß bewerten zu können,
       sollen der Sprecherin zufolge in einem ersten Schritt die Schäden an
       Gebäuden begutachtet werden. Danach würden wirtschaftliche Verluste und
       ausgefallene Steuereinnahmen analysiert. Irans Regierung werde
       Entschädigungen einfordern. Dies sei auch ein Thema in den Verhandlungen am
       vergangenen Wochenende mit den USA gewesen. (dpa)
       
       ## Inselstaat Tuvalu erklärt Notstand
       
       Der Inselstaat Tuvalu im Pazifik hat wegen Sorgen um seinen
       Treibstoffnachschub den Notstand ausgerufen. Die Maßnahme gelte für zwei
       Wochen und nur für die Hauptinsel Funafuti, erklärte am Montag Staatschef
       Tofiga Vaevalu Falani. Sie sei aufgrund der „zunehmenden Instabilität der
       Stromerzeugungs- und Stromverteilungssysteme sowie der realen Risiken für
       die Kraftstoffversorgung“ getroffen worden. Die Zuverlässigkeit der
       Versorgung mit grundlegenden Dienstleistungen auf Funafuti sei gefährdet.
       Auf Funafuti liegt die Hauptstadt des winzigen Inselstaates, dort leben
       zwei Drittel der insgesamt rund 10.000 Einwohner. Tuvalu arbeitet daran,
       die Energieproduktion von Diesel auf Sonnenkraft umzustellen. 2021 musste
       der Staat noch rund 70 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts für Diesel
       ausgeben, aktuell sind es noch etwa 25 Prozent. (afp)
       
       ## Frankreich: Libanon muss Teil von Waffenruheabkommen sein
       
       Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot hat eine Berücksichtigung
       des Libanons im Waffenruhe-Abkommen im Krieg der USA und Israels gegen den
       Iran gefordert. „Die Waffenruhe muss unbedingt den Libanon miteinschließen,
       der unter keinen Umständen der Sündenbock der israelischen Regierung sein
       darf“, sagte Barrot am Dienstag im französischen Radiosender RFI. Die
       israelischen Angriffe auf den Libanon seien „nicht hinnehmbar“, da sie die
       Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran untergrabten und die militante
       Hisbollah stärkten, sagte Barrot. „Den Libanon zu zerstören, den
       libanesischen Staat anzugreifen, schwächt die Hisbollah nicht – im
       Gegenteil, es stärkt sie.“ (ap)
       
       ## Sánchez betrachtet China als wichtigsten Partner bei Friedenssuche
       
       Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat China zu mehr Einsatz für
       ein Ende des Irankriegs aufgefordert. „Ich finde es sehr schwierig, außer
       China noch andere Gesprächspartner zu finden, die diese im Iran und in der
       Straße von Hormus entstandene Situation lösen können“, sagte Sánchez am
       Dienstag nach einem Treffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping in
       Peking. Er betrachte China als wichtigsten globalen Gesprächspartner, der
       helfen könne, den Krieg im Iran und andere Konflikte wie den Ukraine-Krieg
       zu beenden. Sánchez forderte die Volksrepublik auf, sich stärker
       diplomatisch zu engagieren. Spanien wolle verhindern, dass diejenigen, die
       Verbrechen begehen, straffrei ausgehen. „Das Völkerrecht wird heute
       verletzt, und zwar im Wesentlichen von einem Land: der israelischen
       Regierung“, sagte er und warf Israel Völkermord im Gazastreifen vor. Die
       Reaktion des Iran auf den Krieg sei ebenfalls „absolut illegal“. (ap)
       
       ## China: US-Blockade iranischer Häfen „gefährlich und unverantwortlich“
       
       China hat eine Blockade iranischer Häfen durch die USA als „gefährlich und
       unverantwortlich“ kritisiert. Die USA hätten trotz einer vereinbarten
       Waffenruhe ihre Militärpräsenz verstärkt und eine gezielte Blockade
       verhängt, sagt der Sprecher des Außenministeriums, Guo Jiakun. Dieses
       Vorgehen verschärfe den Konflikt, untergrabe die brüchige Waffenruhe und
       gefährde zudem die Sicherheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus.
       China fordere alle Parteien auf, die Waffenruhe zu ‌achten, auf Dialog zu
       setzen und praktische Schritte zur Deeskalation der Spannungen in der
       Region zu unternehmen. (rtr)
       
       ## Holocaust-Gedenktag in Israel – landesweit heulen Sirenen
       
       Israel gedenkt der sechs Millionen jüdischen Opfer des Holocaust. Für zwei
       Minuten kam am Vormittag das öffentliche Leben zum Erliegen, als landesweit
       Sirenen heulte. Autos hielten an, Fußgänger verharrten in stillem Gedenken.
       Überschattet wird der Gedenktag auch in diesem Jahr durch kriegerische
       Auseinandersetzungen in der Region. Zum Auftakt der Gedenkzeremonien in der
       Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem sagte Staatspräsident Izchak Herzog am
       Montagabend, Israel befinde sich seit dem Hamas-Massaker im israelischen
       Grenzgebiet vor zweieinhalb Jahren im Krieg. Herzog warnte auch vor einer
       weltweiten Welle des Antisemitismus. Er rief Staats- und Regierungschefs
       der Welt zu mutigem Handeln dagegen auf.
       
       Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu warf dem Iran bei der
       Gedenkzeremonie erneut vor, die Vernichtung Israels anzustreben. Er
       bekräftigte, es werde keinen zweiten Holocaust geben und man werde es dem
       Iran nicht erlauben, Atomwaffen zu bekommen. Thema der diesjährigen
       Gedenkveranstaltungen in Yad Vashem ist „die jüdische Familie während des
       Holocaust“. Während der NS-Zeit wurden von 1933 bis 1945 rund sechs
       Millionen Juden ermordet. In Israel leben heute nach Angaben der
       zuständigen Behörde noch rund 109.000 Holocaust-Überlebende. Ihr
       Durchschnittsalter beträgt 88 Jahre. (dpa)
       
       ## Insider: USA und Iran setzen Friedensgespräche in Islamabad fort
       
       Die Verhandlungsteams der USA und des Iran kehren im Laufe dieser Woche für
       Friedensgespräche nach Islamabad zurück, wie vier Insider der
       Nachrichtenagentur Reuters sagen. (rtr)
       
       ## Vance: Papst soll sich auf moralische Fragen konzentrieren
       
       US-Vizepräsident J. D. Vance hat Papst Leo XIV. empfohlen, sich aus der
       amerikanischen Politik herauszuhalten. „In manchen Fällen wäre es das Beste
       für den Vatikan, sich auf moralische Angelegenheiten zu konzentrieren“,
       sagte Vance in einem Interview des Senders Fox News am Montag (Ortszeit).
       Hintergrund ist ein scharfer Schlagabtausch zwischen US-Präsident Donald
       Trump und dem Oberhaupt der Katholischen Kirche. Am Wochenende hatte Leo
       erneut verlangt, die aktuellen Kriege zu beenden und an die Regierenden
       appelliert, Frieden einkehren zu lassen. Trump hatte ihm darauf
       vorgeworfen, eine „schreckliche“ Außenpolitik zu betreiben. Dass sich der
       Papst für die Dinge einsetze, die ihm wichtig sind, sei gut, aber die
       US-Politik solle er dem Präsidenten der Vereinigten Staaten überlassen,
       sagte Vance im Fox-News-Gespräch. (dpa)
       
       ## Medien: USA forderte vom Iran Pause bei Urananreicherung
       
       Die USA haben bei den [1][Verhandlungen mit dem Iran in Pakistan]
       US-Medienberichten zufolge eine 20-jährige Pause der iranischen
       Urananreicherung gefordert. Washington habe Teheran aufgefordert,
       zuzustimmen, 20 Jahre lang kein Uran anzureichern, berichtete das Wall
       Street Journal am Montag (Ortszeit) unter Berufung auf mit den
       US-iranischen Verhandlungen am Wochenende vertraute Kreise.
       
       Im Gegenzug sah der US-Vorschlag demnach eine Lockerung der Sanktionen vor.
       Wie die New York Times berichtete, schlug der Iran daraufhin vor, seine
       nuklearen Aktivitäten fünf Jahre lang auszusetzen. US-Präsident Donald
       Trump hatte zuvor gefordert, dass der Iran sein Atomprogramm vollständig
       einstellt. Die Gespräche zwischen Delegationen beider Länder unter
       pakistanischer Vermittlung über ein Ende des Irankrieges waren am
       Wochenende ohne Ergebnisse zu Ende gegangen. (afp)
       
       ## Ölpreise sinken leicht
       
       Die Ölpreise sind am Dienstag zunächst mit der Hoffnung auf eine Einigung
       zwischen den USA und dem Iran leicht gesunken. Am Morgen wurden für ein
       Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee 98,62 US-Dollar
       gezahlt und damit 0,74 Prozent weniger als am Vortag. Stärker fiel der
       Preis für Rohöl aus den USA. Hier ging die Notierung am Morgen um 1,72
       Prozent auf 97,38 Dollar zurück. Zuletzt haben neue Gespräche zwischen den
       USA und dem Iran nach der Darstellung von US-Vizepräsident J. D. Vance
       „große Fortschritte“ gemacht.
       
       Nach Einschätzung von Analysten der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba)
       ist aber weiter völlig unklar, ob sich in den kommenden Tagen eine Lösung
       des Konflikts finden lasse. Hinzu kommt die Blockade der US-Marine der
       Straße von Hormus, die am Montag begonnen hat. „Die US-Marineaktion wird
       den wirtschaftlichen Druck auf den Iran sicherlich erhöhen“, kommentierten
       Experten des Center for Strategic and International Studies. „Eine
       US-Blockade wird auch den Druck auf die Energiepreise verschärfen und der
       Weltwirtschaft weiteren Schaden zufügen“, heißt es weiter. (dpa)
       
       ## Pakistan schlägt 2. Verhandlungsrunde in Islamabad vor
       
       Pakistan hat eine zweite Verhandlungsrunde zwischen den USA und dem Iran in
       Islamabad in den nächsten Tagen vorgeschlagen. Das sagten zwei
       pakistanische Regierungsvertreter, die anonym bleiben wollten, der
       Nachrichtenagentur AP. Die Gespräche sollten stattfinden, bevor die
       Waffenruhe im Krieg am 22. April ausläuft. Obwohl die erste
       Verhandlungsrunde am vergangenen Wochenende ohne Abkommen zu Ende ging, sei
       diese Teil eines andauernden diplomatischen Prozesses gewesen und keine
       einmalige Angelegenheit.
       
       Aus US-Regierungskreisen verlautete, dass die USA und der Iran vor dem
       Auslaufen der Waffenruhe neue direkte Gespräche in Erwägung zögen und diese
       am Donnerstag stattfinden könnten. Die Gespräche über eine neue
       Verhandlungsrunde seien noch im Gange, hieß es. Ein Diplomat eines der
       vermittelnden Länder im Konflikt zwischen den USA und dem Iran sagte
       hingegen, dass sich die beiden Seiten schon auf eine neue Verhandlungsrunde
       geeinigt hätten. Den Angaben zufolge war Islamabad als erneuter
       Veranstaltungsort im Gespräch. Zudem sei auch Genf eine Option, erklärten
       US-Regierungsvertreter.
       
       US-Präsident Donald Trump hatte am Montag gesagt, dass der Iran angerufen
       habe und die Iraner „einen Deal ausarbeiten“ wollten. Vizepräsident J. D.
       Vance sagte Fox News, dass es bei den Verhandlungen am Wochenende durchaus
       Fortschritte zu der Forderung der USA gegeben habe, dass Atommaterial aus
       dem Iran entfernt werde und es einen Mechanismus gebe, damit der Iran in
       Zukunft kein Uran anreichern könne. „Sie haben sich auf uns zubewegt“,
       sagte Vance. (ap)
       
       ## Lawrow zu Gesprächen über Irankrieg in China
       
       Der russische Außenminister Sergej Lawrow ist am Dienstag zu Gesprächen in
       Peking eingetroffen, um unter anderem vor dem Hintergrund des Krieges in
       der Golfregion die Zusammenarbeit mit China zu intensivieren. In China
       wurden am Dienstag noch weitere Vertreter von Ländern begrüßt, die vom
       Irankrieg und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen betroffen sind, darunter
       der Generalsekretär der Kommunistischen Partei Vietnams, To Lam, und der
       Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohammed bin Sayed Al Nahyan.
       
       Lawrow und Chinas Außenminister Wang Yi wollten in Gesprächen „Meinungen
       austauschen und Positionen koordinieren über die Entwicklung bilateraler
       Beziehungen, die Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen und
       internationale und regionale Angelegenheiten von gemeinsamem Interesse“,
       teile das Außenministerium in Peking im Vorfeld mit. Dem russischen
       Außenministerium zufolge wollten beide über den Krieg in der Ukraine und
       die Situation im Nahen Osten beraten. Chinas Ministerpräsident Li Qiang
       sagte unterdessen dem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate,
       Peking sei bereit, „weiter eine konstruktive Rolle zu spielen und zur
       Wiederherstellung von Frieden und Ruhe in der Golf-Region beizutragen“.
       Peking hatte Berichten zufolte Iran zu den Gesprächen mit den USA gedrängt.
       (afp)
       
       ## Historische Verhandlungen zwischen Israel und Libanon
       
       Israel und Libanon wollen am Dienstag in Washington erstmal seit mehr als
       40 Jahren mit einander verhandeln. Die Gespräche auf Botschafterebene
       finden im US-Außenministerium statt. Über die Ziele herrscht Uneinigkeit:
       Die libanesische Präsidentschaft will über eine Waffenruhe zwischen der
       Hisbollah-Miliz und Israel verhandeln. Israel schließt dies vorerst aus und
       fordert eine Entwaffnung der vom Iran finanzierten Miliz.
       
       Die israelische Armee hatte am Mittwoch nach der Vereinbarung einer
       Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran ihre Angriffe im Libanon verstärkt
       und nach eigenen Angaben zahlreiche Hisbollah-Stellungen ins Visier
       genommen. Israel und der Libanon unterhalten bisher keine formalen
       diplomatischen Beziehungen und befinden sich formell seit 1948 im
       Kriegszustand. Die Hisbollah hat Libanons Regierung aufgefordert, die
       Verhandlungen abzusagen. Die Hisbollah lehnt die von Israel geforderte
       Entwaffnung ab und fordert den kompletten Abzug der israelischen Truppen im
       Land. (afp/dpa/taz)
       
       ## Guterres zu Irankrieg: Einigung nicht über Nacht möglich
       
       UN-Generalsekretär António Guterres hat nach dem Scheitern der
       Friedensverhandlungen zwischen dem Iran und den USA am Wochenende in
       Pakistan zu deren Fortsetzung gemahnt. Auch wenn es keine Einigung gegeben
       habe, so hätten die Gespräche selbst doch die „Ernsthaftigkeit des
       Engagements“ betont und stellten somit einen bedeutenden Schritt hin zu
       einem neuen Dialog dar, teilte der Sprecher des UN-Chefs mit. „Angesichts
       der tief verwurzelten Differenzen kann eine Einigung nicht über Nacht
       erzielt werden, und der Generalsekretär ruft dazu auf, die Gespräche
       konstruktiv fortzusetzen“, so der Sprecher. Zugleich müssten die
       zweiwöchige Waffenruhe eingehalten und die Freiheit der Schifffahrt bewahrt
       bleiben. Dies gelte auch für die Straße von Hormus, wo am Nachmittag eine
       Seeblockade durch die USA begonnen hatte.
       
       „Störungen im Seehandel durch die Straße von Hormus haben bereits weit über
       die unmittelbare Region hinaus direkte Auswirkungen gezeigt und zu einer
       zunehmenden wirtschaftlichen Instabilität sowie zu Unsicherheiten in vielen
       Sektoren weltweit geführt“, teilte der Guterres-Sprecher mit. Die
       Unterbrechung der Lieferungen von Düngemitteln verschärfe zudem die
       Ernährungsunsicherheit für Millionen schutzbedürftiger Menschen weltweit
       und trage zu steigenden Lebenshaltungskosten bei. (dpa)
       
       ## IEA-Chef: April könnte schwieriger werden als März
       
       (AFP) – Der April könnte laut dem Chef der Internationalen Energieagentur
       (IEA), Fatih Birol, für die Energiemärkte und Weltwirtschaft aufgrund des
       Irankrieges ein noch schwierigerer Monat werden als der März. Während im
       März noch Lieferungen aus der Region eingetroffen seien, die „lange vor
       Beginn der Krise verladen wurden“, sei im April „nichts verladen worden“,
       sagte Birol am Montag vor Reportern nach der Frühjahrstagung des
       Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank in Washington. Die
       Welt steht Birol zufolge vor einer großen Herausforderung in Bezug auf
       Energiesicherheit. „Kein Land ist gegen dieses Problem immun“, sagte er.
       „Je länger die Unterbrechung anhält, desto gravierender wird das Problem.“
       
       Der Chef des französischen Energieriesen TotalEnergies, Patrick Pouyanné,
       sagte bei der Frühjahrstagung von IWF und Weltbank, eine Öffnung der Straße
       von Hormus, selbst mit einer Maut, wie vom Iran angestrebt, sei ihrer
       Schließung vorzuziehen. „Die Wiedereröffnung und der freie Verkehr durch
       die Straße von Hormus, selbst wenn man dafür irgendjemandem zahlen muss,
       ist von grundlegender Bedeutung für die Freiheit der Märkte und für die
       globalen Märkte“, sagte Pouyanné. Doch dauerten dieser Krieg und diese
       Blockade länger als drei Monate and, werden „wir mit ernsthaften
       Versorgungsproblemen konfrontiert sein“, insbesondere bei Flugbenzin und
       Diesel.
       
       Seit Beginn des Irankrieges Ende Februar ist die Straße von Hormus, durch
       die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft,
       durch de facto gesperrt, Ölanlagen in mehreren Golfstaaten wurden zudem bei
       Angriffen bechädigt. Diese Entwicklungen ließen weltweit die Öl- und
       Gaspreise in die Höhe schnellen. (afp)
       
       ## Hisbollah-Chef: Verhandlungen mit Israel sind sinnlos
       
       Hisbollah-Chef Naim Kassim hat eine Absage der geplanten Verhandlungen
       zwischen Israel und dem Libanon in den USA gefordert. In einer
       Fernsehansprache am Montag erklärte er, seine schiitische Miliz werde „die
       Frontline sprechen lassen“. Die Hisbollah – mit der Israel ohnehin nicht
       verhandeln will – verweigere sich Gesprächen mit Israel, erklärte Kassim.
       „Diese Verhandlungen sind sinnlos.“ Das für Dienstag geplante Treffen
       zwischen der libanesischen Botschafterin in den USA, Nada Hamadeh Moawad,
       und dem israelischen Botschafter in Washington, Jeciel Leiter, markiert die
       ersten direkten Gespräche zwischen Gesandten der beiden Länder, die keine
       diplomatischen Beziehungen unterhalten, seit Jahrzehnten.
       
       Kassim sprach von einem kostenlosen Entgegenkommen. Die Möglichkeit, sich
       dagegen zu entscheiden, gebe es noch immer. Der Hisbollah-Chef sprach sich
       für eine Rückkehr zu der Waffenruhe zwischen seiner Miliz und Israel vom
       November 2024 aus. Diese war durch indirekte Gespräche unter Vermittlung
       der USA, Frankreichs und der Friedensmission der Vereinten Nationen im
       Libanon zustande gekommen. Kassim kritisierte den libanesischen Präsidenten
       Joseph Aoun, Ministerpräsident Nawaf Salam und dessen Regierungskabinett
       neben der diplomatischen Öffnung gegenüber Israel auch dafür, die
       militärischen Aktivitäten der Hisbollah verboten zu haben. (ap)
       
       ## Israels Armee: Stadt Bint Dschbeil im Südlibanon vollständig
       eingekesselt
       
       Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben die Stadt Bint Dschbeil im
       Süden des Libanon vollständig eingekesselt. „Die Streitkräfte der 98.
       Division haben die Einkesselung der Stadt Bint Dschbeil abgeschlossen und
       mit einem Angriff auf sie begonnen“, teilte der Armeesprecher Avichay
       Adraee am Montag im Onlinedienst X mit. In der vergangenen Woche hatten
       israelische Soldaten demnach bei direkten Gefechten und bei Luftangriffen
       in der Stadt und ihrer Umgebung mehr als hundert Hisbollah-Kämpfer getötet.
       
       Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sagte in einer
       Kabinettssitzung, die Kämpfe im Südlibanon konzentrierten sich seit Sonntag
       auf Bint Dschbeil. „Die Kämpfe gehen weiter. Sie haben nicht aufgehört –
       sie dauern ununterbrochen an. Gestern und heute haben sie sich auf Bint
       Dschbeil konzentriert“, sagte er laut einem am Montag von seinem Büro
       veröffentlichten Video. Die vom Iran unterstützte und mit der
       islamistischen Palästinenserorganisation Hamas verbündete Hisbollah-Miliz
       erklärte, sie liefere sich seit mehreren Tagen Gefechte mit israelischen
       Soldaten in Bint Dschbeil. (afp)
       
       ## Trump: Iran hat angerufen
       
       US-Präsident Donald Trump sagt, ‌der Iran wolle ein Abkommen schließen. Der
       Iran habe „heute Morgen angerufen“ und „möchte eine Einigung ‌erzielen“,
       sagt Trump vor Reportern. Reuters konnte diese Behauptung zunächst nicht
       überprüfen. Trump sagt weiter, er werde keiner Vereinbarung zustimmen, die
       es Teheran ermögliche, Atomwaffen zu besitzen. Die jüngsten Gespräche in
       Pakistan seien in Bezug auf Nuklearfragen ins Stocken geraten und eine
       Blockade von Schiffen, die die Straße von Hormus passieren, habe begonnen.
       (rtr)
       
       14 Apr 2026
       
       ## LINKS
       
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