# taz.de -- Nachrichten im Irankrieg: Iran antwortet auf 15-Punkte-Plan
> Trump drängt auf Verhandlungen, Teheran antwortet über diplomatische
> Kanäle. Zugleich arbeitet Iran an einem Maut-System an der Straße von
> Hormus.
(IMG) Bild: Iran baut offenbar ein Maut-System an der Straße von Hormus auf
## Trump: Kontrolle über Irans Öl ist eine Option
Die USA könnten Präsident Donald Trump zufolge die Kontrolle über das
iranische Öl übernehmen. Dies sei eine Option, sagt Trump bei einer
Kabinettssitzung. Weitere Angaben dazu lehnt er ab. (rtr)
## Iranischer Vertreter bei UN sieht sein Land auf der Siegerstraße
Der iranische UN-Botschafter in Genf sieht sein Land im Krieg gegen die USA
und Israel im Vorteil. Die Kriegsgegner seien bereits von ihren
ursprünglichen Kriegszielen abgerückt, sagte Ali Bahreini am Donnerstag.
Sie versuchten jetzt nur noch, die Straße von Hormus für Schiffe aus
Ländern offenzuhalten, die auf Öllieferungen aus der Region um den
Persischen Golf angewiesen seien. Bahreini sagte, der Iran sei auf „jedes
Szenario“ vorbereitet. Jeder Versuch Israels und der USA, eine
Bodeninvasion im Iran zu starten, wäre ein großer Fehler.
Bahreini versicherte zudem, Irans oberster Führer, Ajatollah Modschtaba
Chamenei, sei sicher und führe das Land. Chamenei ist seit seiner Ernennung
zum Nachfolger seines ermordeten Vaters, Ajatollah Ali Chamenei, nicht in
der Öffentlichkeit aufgetreten und hat sich auch nur indirekt zu Wort
gemeldet. Auf die Frage, warum Chamenei sich nicht blicken lasse, verwies
Bahreini auf „Sicherheitsvorkehrungen, die in dieser besonderen Zeit sehr
notwendig sind“. (ap)
## Trump: Iran lässt zehn Öltanker durch Straße von Hormus
Der Iran hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zehn Öltanker die
Straße von Hormus passieren lassen. Darunter seien Schiffe unter
pakistanischer Flagge gewesen, sagt Trump bei einer Kabinettssitzung im
Weißen Haus. Zugleich wirft er dem Land vor, eine Maut für die Durchfahrt
zu erheben. Dies dürfe der Iran eigentlich nicht tun. Trump hatte am
Dienstag von einem „großen Geschenk“ des Irans im Zusammenhang mit der
Straße von Hormus gesprochen, das sich auf Öl und Erdgas beziehe.
Einzelheiten nannte er nicht. Eine iranische Stellungnahme liegt zunächst
nicht vor. (rtr)
## Ein Toter bei Raketenangriff auf Nordisrael
Im Norden Israels ist nach Behördenangaben ein Mann durch eine aus dem
Libanon abgefeuerte Rakete getötet worden. Der etwa 30-Jährige sei in der
Gegend um die Küstenstadt Nahariya getötet worden, erklärte der
Rettungsdienst Magen David Adom am Donnerstag. Ein weiterer Mann wurde
demnach schwer verletzt. (afp)
## Selenskyj zu Gesprächen in Saudi-Arabien eingetroffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist zu Gesprächen in
Saudi-Arabien eingetroffen. Es seien wichtige Treffen geplant, teilt er auf
der Online-Plattform X mit. Er schätze die Unterstützung derjenigen, die
bereit seien, für die Sicherheit zusammenzuarbeiten. (rtr)
## Huthi-Anführer droht mit Eingreifen in Iran-Krieg
Der Anführer der jemenitischen Huthi-Miliz hat mit einem Eingreifen seiner
Kämpfer in den Iran-Krieg gedroht. „Sollte sich der Konflikt auch nur
ansatzweise so entwickeln, dass eine militärische Reaktion erforderlich
wird, werden wir unverzüglich eingreifen (…), so wie wir es bereits in
früheren Phasen getan haben“, erklärte Abdul Malik al-Huthi am Donnerstag.
Die vom Iran unterstützten Huthis sind wie die islamistische Hamas im
Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen „Achse des
Widerstands“. Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels. (afp)
## Witkoff: Einigung mit dem Iran sehr gut möglich
Der US-Gesandte Steve Witkoff hat bestätigt, dass dem Iran ein
15-Punkte-Plan für ein Waffenruheabkommen unterbreitet worden sei. Es gebe
eine „hohe Wahrscheinlichkeit“, dass eine Einigung erreicht werden könne,
sagte Witkoff am Donnerstag bei einer Kabinettssitzung. Die „Aktionsliste“
Washingtons sei über den Vermittler Pakistan an Teheran weitergeleitet
worden. „Sollte es zu einer Einigung kommen, wäre das großartig für den
Iran, die gesamte Region und die ganze Welt.“ (ap)
## Trump: Iran bettelt um Deal, nicht ich
US-Präsident Donald Trump räumt ein, dass die Iraner „großartig im
Verhandeln“ seien. Er sei sich aber nicht sicher, ob die USA willens seien,
einen „Deal“ mit dem Iran zu schließen. Es seien die Iraner, die um einen
„Deal“ bettelten, nicht er. Man müsse sehen, dass man einen richtigen
„Deal“ erziele und die Straße von Hormus geöffnet werde. Der Iran müsse
einem „Deal“ zustimmen oder sich auf weitere Angriffe einstellen. (rtr)
## Rutte zu Trump-Vorwürfen: Europäer brauchten „Zeit“
Angesichts der scharfen Kritik von US-Präsident Donald Trump an den
europäischen Verbündeten im Zusammenhang mit den Iran-Krieg hat sich
Nato-Generalsekretär Mark Rutte um Vermittlung bemüht. Europa habe „Zeit“
gebraucht, weil die US-Regierung ihre Verbündeten „aus guten Gründen“ nicht
über die Angriffe auf den Iran habe informieren können, sagte Rutte am
Donnerstag in Brüssel. Das habe im Weißen Haus „zu einiger Frustration“
geführt, räumte er ein. Rutte sagte, er verstehe, dass die USA die
Verbündeten vor den Angriffen nicht hätten informieren können. „Ich
kritisiere das nicht.“ Die Europäer hätten daher „etwas Zeit“ gebraucht, um
zusammenzukommen, doch „das passiert jetzt“. (afp)
## Iran übermittelt Antwort auf 15-Punkte-Plan der USA
Der Iran hat nach Angaben der Nachrichtenagentur Tasnim seine Antwort auf
einen 15-Punkte-Vorschlag der USA für ein Ende des Kriegs übermittelt. Dies
sei in der vergangenen Nacht über Mittelsmänner geschehen, erklärte die
Agentur unter Berufung auf eine informierte Quelle. Teheran warte jetzt auf
eine Antwort aus Washington. Laut der „informierten Quelle“ fordert der
Iran ein Ende aller Kampfhandlungen an allen Fronten – und damit auch im
Libanon oder im Irak. Zudem sollen die USA und Israel gezielte Tötungen
einstellen. Der Iran verlangt außerdem Garantien, die einen erneuten Krieg
verhindern sollen.
Als unwahrscheinlich gilt, dass die USA zwei weitere iranische Forderungen
akzeptieren: Kriegsentschädigungen und die Anerkennung iranischer
Hoheitsrechte über die Straße von Hormus, durch die etwa 20 Prozent des
weltweiten Energiehandels laufen. Teheran wirft Washington zudem vor,
lediglich Zeit gewinnen zu wollen: Die USA bereiteten sich im Hintergrund
auf eine Bodenoffensive im Iran vor und versuchten zugleich, den Ölpreis
niedrig zu halten. (dpa)
## Iranischer Insider: US-Vorschlag einseitig, aber Tür für Diplomatie
offen
Ein ranghoher offizieller Vertreter des Iran äußert sich gegenüber der
Nachrichtenagentur Reuters zu einem von Pakistan übermittelten Vorschlag
der USA zur Beendigung des Kriegs. Der Vorschlag sei Mittwochnacht von
hochrangigen iranischen Vertretern und einem Vertreter des Obersten Führers
des Iran „eingehend geprüft worden“. In einer ersten Reaktion sei er als
„einseitig und unfair“ eingestuft worden. „Kurz gesagt sieht der Vorschlag
vor, dass der Iran seine Fähigkeit zur Selbstverteidigung aufgeben würde,
im Austausch für einen vagen Plan zur Aufhebung von Sanktionen.“ Dem
Vorschlag fehlten die Mindestvoraussetzungen für einen Erfolg. Womöglich
könne man dennoch vorankommen, sollte Realismus in Washington vorherrschen.
Es gebe aber „noch keine Vereinbarung für Verhandlungen, und kein Plan für
Gespräche erscheint zum jetzigen Zeitpunkt realistisch“. Die Türkei und
Pakistan versuchten, dabei zu helfen, „eine gemeinsame Basis zwischen dem
Iran und den Vereinigten Staaten zu schaffen und Differenzen abzubauen“.
(rtr)
## Bericht: Mindestens fünf Tote bei israelischen Angriffen auf Libanon
Im Libanon sind bei israelischen Angriffen nach Medienberichten mindestens
fünf Menschen getötet worden. Nach Angaben der libanesischen
Nachrichtenagentur NNA wurden bei einem Angriff auf ein Gebäude in Nabatäa
im Süden des Landes zwei Menschen getötet, drei weitere kamen demnach im
als Hochburg der Hisbollah-Miliz bekannten Bint Dschubail nahe der Grenze
zu Israel ums Leben. Insgesamt tötete die israelische Armee nach eigenen
Angaben seit Beginn des Iran-Kriegs rund 700 Hisbollah-Anhänger. Auf
AFP-Aufnahmen aus Nabatäa war ein schwer beschädigtes Gebäude zu sehen. Aus
den Trümmern stieg Rauch empor, Rettungskräfte und Feuerwehrleute waren im
Einsatz. (afp)
## Iran lässt Öltanker aus Malaysia durch Straße von Hormus
Der Iran lässt nach Angaben der malaysischen Regierung Öltanker aus dem
südostasiatischen Land wieder durch die für den internationalen Seehandel
wichtige Straße von Hormus fahren. Er habe mit dem iranischen Präsidenten
Massud Peseschkian sowie weiteren Staats- und Regierungschefs aus der
Region gesprochen, sagte Malaysias Regierungschef Anwar Ibrahim am
Donnerstag in einer Fernsehansprache. „Wir sind nun dabei, die malaysischen
Öltanker und die beteiligten Arbeiter freizugeben, damit sie ihre Heimreise
fortsetzen können“, fügte er hinzu. (afp)
## Insider: EU fordert wegen Iran-Krieg rasche Befüllung der Gasspeicher
EU-Kommission fordert Insidern zufolge die Mitgliedstaaten auf, ihre
Gasspeicher angesichts des Iran-Kriegs so schnell wie möglich für den
kommenden Winter aufzufüllen. Hintergrund seien die Turbulenzen an den
globalen Energiemärkten, sagen EU-Diplomaten der Nachrichtenagentur
Reuters. Bei einem Treffen hinter verschlossenen Türen ermutigt die
Brüsseler Behörde die Regierungen demnach, bereits im April mit der
Einspeicherung zu beginnen. Zwar betone die Kommission, dass es keine
unmittelbare Gefahr für die europäische Gasversorgung gebe, da die EU vor
allem aus Norwegen und den USA beliefert werde. Ein frühes Auffüllen solle
jedoch den stark gestiegenen Preisen entgegenwirken und einen späteren
Ansturm auf Gas verhindern. (rtr)
## Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile
In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch
herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden. Wie das Medienbüro
der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das
Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Trümmerteile abgefallen. Die
Toten seien pakistanischer und indischer Nationalität. Drei weitere
Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Außerdem wurden den Angaben
zufolge mehrere Autos beschädigt.
Auch andere Golfstaaten meldeten erneuten Beschuss auf ihr Territorium. In
Kuwait seien feindliche Drohnen abgefangen worden, teilte die staatliche
Nachrichtenagentur Kuna mit. Das saudische Verteidigungsministerium
berichtete, Geschosse in der östlichen Region zerstört und abgefangen zu
haben. Auch in Jordanien wurden nach Angaben der staatlichen
Nachrichtenagentur Petra innerhalb der vergangenen 24 Stunden drei Raketen
abgefangen. (dpa)
## Iran meldet neue Angriffswelle
Die staatliche Nachrichtenagentur Irna des Iran meldete unterdessen, die
Revolutionsgarden hätten eine neue Angriffswelle auf die Golfstaaten
gestartet. Dabei seien unter anderem Ziele in Kuwait und das Gouvernement
al-Chardsch in Saudi Arabien ins Visier genommen worden. Dort befindet sich
der auch von den USA genutzte Luftwaffenstützpunkt Prince Sultan Airbase,
der seit Beginn des Iran-Kriegs immer wieder Ziel von Angriffen wurde.
(dpa)
## Nato: US-Waffenlieferungen an die Ukraine laufen trotz Iran-Krieg weiter
Die US-Waffenlieferungen an die Ukraine gehen nach Angaben von
Nato-Generalsekretär Mark Rutte weiter. Die von den Verbündeten finanzierte
entscheidende Unterstützung fließe weiter, sagt Rutte in Brüssel. Die
Zeitung „Washington Post“ hatte berichtet, das Pentagon erwäge wegen des
Kriegs im Iran eine Umleitung von für die Ukraine bestimmten Waffen in den
Nahen Osten. (rtr)
## Golfstaaten: Iran verlangt Maut für Schiffe an Straße von Hormus
Der Iran verlangt nach Angaben des Golfkooperationsrats eine Art Maut für
eine sichere Passage von Schiffen durch die Straße von Hormus. Das sagte
Dschasem Mohammed al-Budaiwi, der Generalsekretär des Bündnisses, am
Donnerstag. Auch Experten der Schifffahrtsseite „Lloyd’s List“ berichteten,
dass mindestens zwei Schiffe in chinesischen Yuan bezahlt hätten, um die
Meerenge zum Persischen Golf passieren zu können. Schiffe müssten der
iranischen Revolutionsgarde in jedem Fall Verzeichnisse ihrer Ladung,
Angaben zur Besatzung und ihrem Ziel vorlegen müssen. Die Rede sei auch von
einer sogenannten „geopolitischen Überprüfung“. „Zwar zahlen nicht alle
Schiffe eine direkte Abgabe, doch mindestens zwei Schiffe haben dies getan,
und die Zahlung erfolgt in Yuan“, berichtete „Lloyd’s List“.
Das Parlament in Teheran arbeite derzeit daran, eine Gesetzesgrundlage für
diese Abgaben zu schaffen, zitierten die iranischen Nachrichtenagenturen
Fars und Tasnim am Donnerstag den Abgeordneten Mohammadresa Resaei Kutschi.
Mit dem geplanten Gesetz werde die Souveränität, Kontrolle und Aufsicht des
Irans über die Straße von Hormus formalisiert und gleichzeitig eine
Einnahmequelle geschaffen, sagte Kutschi laut den Agenturen, die beide der
iranischen Revolutionsgarde nahestehen. Auch in anderen Korridoren müssten
für Waren Transitgebühren gezahlt werden, begründete er den Schritt. „Wir
sorgen für ihre Sicherheit, und es ist nur natürlich, dass Schiffe und
Öltanker solche Gebühren zahlen sollten.“ (ap)
## Trump: Iran „fleht“ um Deal
US-Präsident Donald Trump hat Aussagen aus dem Iran widersprochen, wonach
es keine laufenden Verhandlungen mit Washington über ein Kriegsende geben
soll. „Sie „flehen“ uns an, einen Deal abzuschließen“, behauptete Trump am
Donnerstag auf Truth Social und bezeichnete die iranischen
Verhandlungsführer als „seltsam“. Gleichwohl drohte er: „Sie sollten besser
bald ernst werden, bevor es zu spät ist, denn sobald das geschieht, gibt es
KEIN ZURÜCK, und das wird nicht schön werden!“ (dpa)
## Kreise: Pakistan setzt sich für Schutz von Araghtschi und Ghalibaf ein
Pakistan hat sich Sicherheitskreisen zufolge für den Schutz zweier
Spitzenvertreter des iranischen Machtapparats eingesetzt. Geheimdienste des
Landes sollen demnach bei den USA dafür geworben haben, den iranischen
Außenminister Abbas Araghtschi sowie den Parlamentspräsidenten Mohammed
Bagher Ghalibaf nicht anzugreifen. Hintergrund soll demnach sein, dass die
beiden iranischen Vertreter mögliche Friedensgespräche anführen könnten,
hieß es. Laut den pakistanischen Sicherheitskreisen könnten mehrere
Gesprächsrunden vor einer möglichen Einigung in der zweiten Aprilhälfte
nötig sein. Pakistans Außenminister Ishaq Dar hatte Vermittlungsbemühungen
seines Landes zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran bestätigt. In
diesem Kontext sei auch ein 15-Punkte-Plan von den Vereinigten Staaten
geteilt und vom Iran erwogen worden, schrieb der Minister auf der Plattform
X. (dpa)
## Russland weist Bericht über Drohnen-Lieferung an den Iran zurück
Moskau hat einen Bericht über eine russische Drohnen-Lieferung an den Iran
als „Lüge“ zurückgewiesen. „Die Medien verbreiten so viele Lügen … Schenken
Sie ihnen keine Beachtung“, sagte am Donnerstag Kreml-Sprecher Dmitri
Peskow auf eine entsprechende Frage der Nachrichtenagentur AFP in Moskau.
Zuvor hatte die „Financial Times“ unter Berufung auf westliche
Geheimdienstmitarbeiter berichtet, dass Russland Drohnen nach Teheran
bringe und die Lieferung bis Ende März abgeschlossen werden solle. (afp)
## Pakistans Außenminister bestätigt indirekte Verhandlungen zwischen
Washington und Teheran
Nach widersprüchlichen Äußerungen über diplomatische Bemühungen für ein
Ende des Iran-Krieges hat Pakistans Außenminister Ischak Dar indirekte
Verhandlungen zwischen Washington und Teheran unter pakistanischer
Vermittlung bestätigt. „In der Tat finden indirekte Gespräche zwischen den
USA und dem Iran statt, wobei Pakistan Botschaften übermittelt“, erklärte
Dar am Donnerstag im Onlinedienst X. Weitere Spekulationen über
„Friedensgespräche“ seien „unnötig“. (afp)
## Israel: Marinekommandeur der iranischen Revolutionsgarden bei
Luftangriff getötet
Israel hat nach eigenen Angaben bei einem Luftangriff den Marinekommandeur
der iranischen Revolutionsgarden getötet. Aliresa Tangsiri sei vergangene
Nacht bei einem „präzisen und tödlichen Einsatz“ getötet worden, sagte der
israelische Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag in einer
Videoerklärung. Ihm zufolge wurden dabei auch „hochrangige Offiziere des
Marinekommandos ausgeschaltet“. Tangsiri war Katz zufolge „direkt für den
terroristische Einsatz verantwortlich, bei dem die Straße von Hormus mit
Minen ausgelegt und für den Schiffsverkehr blockiert wurde“. (afp)
## Kanada ruft G7 zu gemeinsamer Anstrengung für Deeskalation im Iran-Krieg
auf
Kanada hat die G7-Staaten zu einer gemeinsamen Anstrengung für eine
Deeskalation im Iran-Krieg aufgerufen. Es müsse sichergestellt werden, dass
sich alle „gemeinsam für eine Deeskalation und die Öffnung der Straße von
Hormus einsetzen“, sagte die kanadische Außenministerin Anita Anand am
Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP zum Auftakt eines
G7-Außenministertreffens im Cernay-la-Ville bei Paris. Auf Einladung der
französischen G7-Präsidentschaft kommen die Außenminister von sieben großen
Industriestaaten dort zusammen, um insbesondere über den Iran-Krieg und die
Lage in der Ukraine zu beraten. (afp)
## Iran: Mehr als 1.900 Tote seit Kriegsbeginn
Im Iran sind seit Beginn der israelischen und US-Luftangriffe Ende Februar
dem stellvertretenden Gesundheitsminister Ali Dschafarian zufolge mehr als
1.900 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien 240 Frauen und mehr
als 200 Kinder, sagte Dschafarian dem arabischen Sender Al Jazeera. Mehr
als 24.800 Menschen seien verletzt worden. Die gegenseitigen Angriffe
gingen unterdessen weiter. Israel meldete intensiven Raketenbeschuss aus
dem Iran, auch in den Golfstaaten schlugen wieder Geschosse aus dem Iran
ein. (dpa)
## Trump kritisiert ausbleibende Hilfe der Nato-Länder
US-Präsident Donald Trump hat sich erneut verärgert über die seiner Meinung
nach ausbleibende Hilfe anderer Nato-Länder im Krieg gegen den Iran
gezeigt. „Die Nato-Staaten haben absolut nichts unternommen, um gegen den
wahnsinnigen Iran zu helfen, der nun militärisch dezimiert ist“, schrieb er
am Donnerstagmorgen (Ortszeit) in Versalien auf seiner Plattform Truth
Social. Zudem drohte er indirekt, diese fehlende Unterstützung nicht zu
vergessen: „Die USA brauchen nichts von der Nato, aber „vergessen Sie
niemals“ diesen äußerst wichtigen Zeitpunkt!“. Was genau er erwartet, ging
aus dem Post nicht hervor. (dpa)
## Sieben Raketenangriffe Irans auf Israel binnen Stunden
Intensiver Raketenbeschuss Israels aus dem Iran: In mindestens sieben
Wellen binnen weniger Stunden flogen am Morgen nach Militärangaben
iranische Geschosse auf den jüdischen Staat. In zahlreichen Gebieten
Israels – darunter im Großraum Tel Aviv, Jerusalem sowie im Norden des
Landes – gab es Raketenalarm. Nach Angaben von Armee und Rettungskräften
kam es an mehreren Orten zu Einschlägen. Es gab Berichte zu Verletzten in
Tel Aviv sowie in einer arabischen Ortschaft östlich der Küstenmetropole.
Auch vom Libanon aus gab es in der Nacht und am Morgen erneut Beschuss des
israelischen Nordens. (dpa)
## Blatt: USA erwägen Umleitung von Ukraine-Militärhilfe nach Nahost
Die US-Regierung erwägt einem Zeitungsbericht zufolge, für die Ukraine
bestimmte Waffen in den Nahen Osten umzuleiten. Grund dafür sei, dass der
Krieg im Iran Bestände des US-Militärs an besonders wichtiger Munition
verbrauche, berichtet die „Washington Post“ unter Berufung auf drei mit der
Angelegenheit vertraute Personen. (rtr)
## Israelischer Soldat bei Kämpfen im Südlibanon gefallen
Beim Vorrücken der israelischen Armee im Südlibanon ist ein Soldat getötet
worden. Der 21-Jährige sei „im Kampf im Südlibanon gefallen“, erklärte die
israelische Armee am Donnerstag. Verteidigungsminister Israel Katz hatte am
Dienstag angekündigt, dass die Armee beim Vorgehen gegen die pro-iranische
Hisbollah-Miliz im Libanon die Kontrolle über das Gebiet bis zum Fluss
Litani übernehmen wolle. (afp)
## Teheran bestreitet Gespräche mit den USA
Trotz anderslautender Darstellungen der US-Regierung hat das iranische
Außenministerium laufende Verhandlungen mit Washington über ein Kriegsende
dementiert. „Ich erkläre mit Nachdruck, dass es keine Verhandlungen oder
Gespräche mit der amerikanischen Seite gegeben hat“, sagte Außenminister
Abbas Araghtschi am Mittwochabend im Staatsfernsehen. Die USA hätten in den
vergangenen Tagen über Vermittler Botschaften überbringen lassen, auf die
man mit der Bekanntgabe eigener Positionen oder Warnungen reagiert habe,
erklärte er. „Das ist weder Verhandlung noch Dialog. Es ist lediglich ein
Austausch von Botschaften.“
Er lehnte zugleich Gespräche mit Washington ab. „Wir haben nicht die
Absicht, zu verhandeln – bisher haben keine Verhandlungen stattgefunden,
und ich glaube, dass unsere Haltung vollkommen prinzipientreu ist“, sagte
er weiter. Davor hatte der iranische Präsidialamtssprecher Elias
Hasrat[1][i im Rundfunk Irib in Bezug auf Verhandlungen von einer „Lüge“
gesprochen]. Der Feind stecke in einer Sackgasse, habe keine
Errungenschaften vorzuweisen und stehe international in der Kritik, sagte
er am Mittwochnachmittag. (dpa)
## Pakistan: Israel nimmt Araghtschi und Kalibaf von Todesliste
Israel hat nach einer Intervention Pakistans nach Angaben aus Islamabad den
iranischen Außenminister Abbas Araghtschi und [2][Parlamentspräsident
Mohammed Baker Kalibaf] von einer Liste potenzieller Angriffsziele
genommen. „Die Israelis hatten ihre Koordinaten und wollten sie
ausschalten“, sagt ein Vertreter der pakistanischen Regierung der
Nachrichtenagentur Reuters. „Wir haben den USA gesagt, wenn diese auch noch
ausgeschaltet werden, gibt es niemanden mehr, mit dem man reden kann.“
Daraufhin hätten die USA die Israelis gebeten, von dem Vorhaben abzulassen.
Bei den Angriffen des israelischen und des US-Militärs, die am 28. Februar
begonnen haben, wurden etliche Mitglieder der iranischen Führung gezielt
getötet. Unter den Getöteten sind Ajatollah Ali Chamenei, der
jahrzehntelang geistliches und politisches Oberhaupt war, der Chef des
Nationalen Sicherheitsrates, Ali Laridschani, sowie etliche
Führungspersönlichkeiten der Sicherheitskräfte. (rtr)
## Weißes Haus droht Iran mit „Hölle“ und spricht weiter von „produktiven“
Verhandlungen
Das Weiße Haus hat Iran mit einem noch härteren militärischen Vorgehen
gedroht, falls Teheran ein Abkommen zur Beendigung des Kriegs verweigern
sollte. „Präsident Trump blufft nicht, und er ist bereit, die Hölle zu
entfesseln“, sagte seine Sprecherin Karoline Leavitt am Mittwoch in
Washington. Zugleich unterstrich sie, die Verhandlungen mit Teheran „dauern
an“ und seien „produktiv“. In Richtung Teheran sagte Leavitt: „Sollte Iran
die Realität der gegenwärtigen Lage nicht akzeptieren, sollte er nicht
begreifen, dass er militärisch besiegt wurde und dies auch weiterhin sein
wird, wird Präsident Trump dafür sorgen, dass er härter getroffen wird als
je zuvor.“ Iran solle sich im Umgang mit Trump „nicht noch einmal
verrechnen“. (afp)
## Zwei Tote in Abu Dhabi durch herabfallende Raketenteile
In der emiratischen Hauptstadt Abu Dhabi sind zwei Menschen durch
herabfallende Trümmerteile einer Rakete getötet worden. Wie das Medienbüro
der Stadt mitteilte, wurde eine ballistische Rakete durch das
Luftabwehrsystem abgefangen. Dabei seien die Trümmerteile abgefallen. Drei
weitere Menschen seien bei dem Vorfall verletzt worden. Außerdem wurden den
Angaben zufolge mehrere Autos beschädigt. Auch andere Golfstaaten meldeten
erneuten Beschuss auf ihr Territorium. In Kuwait seien feindliche Drohnen
abgefangen worden, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Kuna mit. Das
saudische Verteidigungsministerium berichtete, Geschosse in der östlichen
Region zerstört und abgefangen zu haben. (dpa)
## Mindestens sechs Verletzte in Israel nach neuen iranischen
Raketenangriffen
Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel sind mindestens sechs
Menschen verletzt worden. Sanitäter hätten sechs Menschen medizinisch
versorgt, die leicht verletzt worden seien, sagte ein Sprecher des
israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom am Donnerstag. Zudem wurde
im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von Schäden an mehreren Häusern in der
zentralisraelischen Stadt Kafr Kassem berichtet. Deren Bürgermeister
Haitham Taha zufolge wurden die Schäden durch iranische Streumunition
verursacht.
Die israelische Armee teilte mit, dass Rettungskräfte des
Heimatfrontkommandos zu einem Einschlagort „in Zentralisrael“ gerufen
worden seien. Die Armee hatte zuvor in drei separaten Erklärungen binnen
anderthalb Stunden vor Raketenbeschuss aus Iran gewarnt. Die
Verteidigungssysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzufangen, hieß es
in den Erklärungen. Anschließend wurde Entwarnung gegeben und mitgeteilt,
dass die Bevölkerung „in allen Landesteilen nun die Schutzräume verlassen
darf“. Im gesamten Zentrum des Landes heulten die Luftschutzsirenen,
darunter auch in Jerusalem und im Westjordanland. Nach der letzten Warnung
waren auch in Tel Aviv Explosionen zu hören. Die iranischen Angriffe
erfolgten mehr als 14 Stunden nachdem die israelische Armee zuletzt
anfliegende Raketen aus Iran gemeldet hatte. (afp)
## China dringt auf sofortige Waffenruhe im Nahen Osten
China ruft alle Parteien im Krieg zwischen den USA und Israel sowie Iran
auf, die Angriffe einzustellen. China dringe auf eine Lösung des Konflikts
durch Dialog und auf die Vermeidung einer Eskalation, sagt der Sprecher des
Verteidigungsministeriums, Jiang Bin, vor der Presse in Peking. Die
chinesische Führung werde an einer Deeskalation arbeiten. Entscheidend sei
eine sofortige Waffenruhe. (rtr)
## Warnungen vor Beschuss in Gegend von Tel Aviv und Jerusalem
Kurz nach Beginn der Morgendämmerung am Donnerstag hat es in Israel
Luftalarm gegeben. Betroffen waren die Gegenden von Tel Aviv und Jerusalem.
Auch im besetzten Westjordanland wurde vor Beschuss gewarnt. Das
israelische Militär berichtete, Iran habe Raketen auf das Land abgefeuert.
Zuvor war es ungewöhnlich lange ruhig geblieben – der erste Luftalarm des
Tages in Israel erfolgte nach mehr als 14 Stunden Pause. Nach Angaben von
Rettungskräften wurden mindestens fünf Menschen bei einem Raketenangriff in
der Stadt Kfar Kassim verletzt. Der Sanitäter Tomer Gussman sprach nach der
Ankunft vor Ort von Chaos. Die Opfer hätten sich in einem Haus befunden,
teilte Gussman laut einer Stellungnahme des israelischen Rettungsdiensts
mit. (ap)
## Trump beharrt weiter auf Verhandlungswillen der Iraner
US-Präsident Donald Trump ist weiterhin von der Verhandlungsbereitschaft
Irans überzeugt. Bei einer Spendenveranstaltung für Republikaner in der
Hauptstadt Washington sagte Trump, Iran sei weiterhin daran interessiert,
ein Abkommen zu schließen. „Sie wollen unbedingt einen Deal machen, aber
sie haben Angst, das zu sagen, weil sie glauben, sonst von ihrem eigenen
Volk getötet zu werden“, sagte Trump über die iranische Führung. Der
Präsident fügte hinzu: „Sie haben auch Angst, dass wir sie töten.“ Trump
sagte außerdem spöttisch, dass niemand Iran führen wolle, aus Furcht, von
den Vereinigten Staaten getötet zu werden. (ap)
## US-Militär: Mehr als 10.000 Ziele im Irankrieg getroffen
Die US-Streitkräfte haben im bisherigen Verlauf des Krieges gegen Iran
eigenen Angaben zufolge mehr als 10.000 Ziele getroffen. Der Chef des für
den Nahen Osten zuständigen Regionalkommandos des US-Militärs, Brad Cooper,
machte die Angaben in einem Video, das am Donnerstag veröffentlicht wurde.
„Wenn man unsere Erfolge mit denen unseres israelischen Verbündeten
kombiniert, haben wir zusammen noch Tausende weitere Ziele getroffen“,
sagte Cooper.
„Unsere Präzisionsangriffe haben die iranischen Luftabwehrsysteme
überwältigt, und unsere Kampfeinsätze zeigen spürbare Wirkung“, sagte er
weiter und fügte hinzu, dass die USA 92 Prozent der größten Schiffe der
iranischen Marine zerstört hätten. „Damit haben sie nun die Fähigkeit
verloren, nennenswert maritime Macht und Einfluss in der Region und
weltweit auszuüben“, erklärte Cooper. Iran kontrolliert den Persischen Golf
allerdings weiterhin über Drohnen- und Raketenangriffe auf Schiffe in der
Straße von Hormus. Cooper betonte außerdem, dass die USA mehr als zwei
Drittel der iranischen Munitionsfabriken getroffen hätten. „Wir sind auf
dem Weg, Irans gesamtes militärisches Produktionssystem vollständig zu
eliminieren“, sagte er. (ap)
## Iran: Heftige Angriffe rund um Isfahan gemeldet
Aktivisten in Iran berichteten am frühen Donnerstagmorgen von heftigen
Angriffen rund um Isfahan, etwa 330 Kilometer südlich der Hauptstadt
Teheran. Die reformorientierte Zeitung Ham Mihan meldete online Angriffe in
der Region. Die halbamtliche Nachrichtenagentur Fars, die der
paramilitärischen Revolutionsgarde nahesteht, teilte mit, die Angriffe
hätten zwei Wohngebiete getroffen, ohne weitere Details zu nennen. Zuvor
hatte das israelische Militär mitgeteilt, eine „umfangreiche Welle von
Angriffen“ im gesamten Iran, darunter auch Isfahan, durchgeführt zu haben.
Isfahan beherbergt eine große iranische Luftwaffenbasis, weitere
militärische Einrichtungen sowie einen der Nuklearstandorte, die während
des zwölf Tage andauernden Krieges zwischen Israel und Iran im Juni von den
USA bombardiert wurden. (ap)
## Australien schränkt Einreisebedingungen für Iraner ein
Australien hat vorübergehend die Einreise bestimmter Iraner eingeschränkt –
aus Sorge, dass sie wegen des Krieges nicht in ihre Heimat zurückkehren
können oder wollen. „Wenn es zu einem plötzlichen Konflikt wie jetzt mit
Iran kommt, gibt es viele Menschen, die ein Visum erhalten haben, und die,
würden sie jetzt einen Antrag stellen, tatsächlich nicht mehr berechtigt
wären“, sagte Einwanderungsminister Tony Burke am Donnerstag im Parlament.
Die Einschränkungen gelten ab sofort für sechs Monate für Inhaber des
sogenannten Iranian-Visitor-Visums (Subclass 600). Diese Visa wurden an
mehr als 7.000 Iraner vergeben, die Australien aus touristischen,
geschäftlichen oder familiären Gründen besuchen wollten. Die Behörden
wollen die sechs Monate laut eigenen Angaben nutzen, um die Visumanträge
neu zu prüfen. Eine unbekannte Anzahl von Antragstellern werde von den
Beschränkungen ausgenommen. (ap)
## Pistorius: bereit zur Absicherung einer Waffenruhe
Verteidigungsminister Boris Pistorius hat einen Beitrag Deutschlands zur
Absicherung einer Waffenruhe im Irankrieg in Aussicht gestellt. „Dieser
Krieg ist eine Katastrophe für die Volkswirtschaften der Welt. Die
Auswirkungen sind schon jetzt nach wenig mehr als zwei Wochen klar“, warnte
er bei einem Treffen mit seinem australischen Kollegen Richard Marles in
der Hauptstadt Canberra. Nötig sei eine diplomatische Lösung „so schnell
wie möglich“, sagte Pistorius. Er richtete diese Forderung vor allem an den
Iran, aber auch die USA. „Wir sind vorher nicht konsultiert worden. Es ist
nicht unser Krieg. Und darum wollen wir in diesen Krieg auch nicht
reingezogen werden, um das glasklar zu machen“, sagte Pistorius.
Er kritisierte das Vorgehen der USA kurz darauf im National Press Club
Australiens auch grundsätzlich: „Es gibt keine Strategie, es gibt kein
klares Ziel – und aus meiner Sicht das Schlimmste: Es gibt keine
Ausstiegsstrategie.“ Instabilität in der Nahostregion hätte Auswirkungen
auf die gesamte Welt. „Und deswegen sind wir bereit, jeden Frieden
abzusichern“, sagte Pistorius. Und: „Wenn wir zu einer Waffenruhe kommen,
werden wir jeden Einsatz für eine Absicherung des Friedens diskutieren,
insbesondere um den freien Seeverkehr in der Straße von Hormus
abzusichern.“ (dpa)
## Israelische Armee startet neue Angriffswelle auf den Iran
Die israelische Armee hat eigenen Angaben zufolge „großangelegte“ Angriffe
in weiten Teilen des Iran ausgeführt. Dabei sei „Infrastruktur des
iranischen Terrorregimes“ anvisiert worden, erklärte die israelische Armee
am Donnerstagmorgen. Unter anderem hätten die israelischen Streitkräfte die
Stadt Isfahan im Zentrum Irans attackiert. (afp)
## US-Verteidigungsminister Hegseth betet bei Gottesdienst für Gewalt
Bei einem christlichen Gottesdienst im Pentagon hat
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth für Gewalt gegen diejenigen gebetet,
„die keine Gnade verdienen“. Bei seinem ersten monatlichen Gottesdienst
seit Beginn des Irankriegs betete er, dass „jede Kugel ihr Ziel trifft“.
Hegseth beruft sich als Chef der Streitkräfte häufig auf seinen
evangelikalen Glauben und zeichnet dabei das Bild einer christlichen
Nation, die ihre Feinde mit militärischer Stärke besiegen will. „Lasst jede
Kugel ihr Ziel treffen gegen die Feinde der Rechtschaffenheit und unserer
großen Nation“, betete Hegseth während des live übertragenen
Gottesdienstes. „Gebt ihnen Weisheit bei jeder Entscheidung, Ausdauer für
die bevorstehende Prüfung, unerschütterliche Einheit und überwältigende,
entschlossene Gewaltanwendung gegen diejenigen, die keine Gnade verdienen.“
(ap)
## Kuwait: Sechs Menschen wegen mutmaßlichen Attentatsplans festgenommen
In Kuwait sind sechs Menschen wegen eines mutmaßlichen Komplotts zur Tötung
von Führungskräften des Golfstaats festgenommen worden. Das
Innenministerium teilte mit, die Verdächtigen stünden mutmaßlich in
Verbindung mit der von Iran unterstützten Hisbollah-Miliz und hätten
Anschläge geplant. Die Festgenommenen hätten gestanden, Spionage betrieben
und sich einer Terrorgruppe angeschlossen zu haben, hieß es weiter. Der
Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben. Fünf der Festgenommenen
seien kuwaitische Staatsbürger. Zudem seien 14 weitere Mitglieder der
Gruppe identifiziert worden, die das Land verlassen hätten: fünf Kuwaiter,
zwei Iraner und zwei Libanesen sowie weitere fünf Kuwaiter, denen die
Staatsbürgerschaft entzogen wurde. (ap)
## Huthi-Miliz will sich nicht am Irankrieg beteiligen
Die Huthi-Miliz im Jemen will sich nach eigenen Angaben nicht am Irankrieg
gegen die USA und Israel beteiligen. Drei Vertreter der Miliz sagten der
Nachrichtenagentur AP, die Gruppe sei historisch und religiös mit Iran
verbunden, der ein Verbündeter Jemens sei. Die Entscheidung über eine
Kriegsteilnahme liege jedoch ausschließlich bei Jemen. Die Huthi-Vertreter
wollten anonym bleiben, da sie nicht befugt waren, mit den Medien zu
sprechen. Während des Krieges zwischen Israel und der
militant-islamistischen Hamas im Gazastreifen griffen die Huthi immer
wieder Frachtschiffe im Roten Meer an und feuerten auch Raketen und Drohnen
auf Israel ab. (ap)
## Polizei: Hisbollah schießt Streumunition auf Israels Norden
Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Polizeiangaben eine
Grenzstadt in Israel mit Streumunition beschossen. „Vor einer kurzen Zeit
haben Hisbollah-Terroristen ihre Version von Raketen mit Streumunition auf
ein Wohngebiet im Norden abgefeuert“, sagte ein israelischer
Polizeisprecher in Kiriat Schmona. Das Geschoss sei in der Nähe eines
Spielplatzes eingeschlagen, es sei niemand verletzt worden.
Sprengstoffexperten hätte die gefährlichen Teile der Munition gesichert und
eingesammelt. Die Hisbollah teilte derweil mit, sie habe israelische
Soldaten in Kiriat Schmona mit Drohnen angegriffen. Ein Sprecher der
Organisation dementierte den Einsatz von Streumunition gegen Israel. (dpa)
## Insider: Iran fordert Einbeziehung des Libanon in Waffenruhe
Iran macht Insidern zufolge die Einbeziehung Libanons zur Bedingung für
ein mögliches Waffenruheabkommen mit den USA und Israel. Teheran habe
Vermittlern mitgeteilt, dass ein Ende des Krieges an einen Stopp der
israelischen Offensive gegen die Hisbollah-Miliz geknüpft sei, sagen sechs
mit dem Vorgang vertraute Personen. Ein hochrangiger iranischer Vertreter
erklärt der Nachrichtenagentur Reuters, die Regierung in Teheran prüfe
derzeit noch einen US-Vorschlag zur Beendigung des regionalen Konflikts.
Stellungnahmen der beteiligten Regierungen liegen zunächst nicht vor. (rtr)
## Pentagon gibt Rüstungsaufträge zur Erhöhung der Raketenproduktion
bekannt
Das US-Verteidigungsministerium hat angesichts des Irankrieges mehrere
Vereinbarungen zur Steigerung der Raketenproduktion bekanntgegeben. Ziel
sei es, die „industrielle Basis auf Kriegszeit“ einzustellen, erklärte das
Pentagon am Mittwoch. Mit den Konzernen Lockheed Martin und BAE Systems sei
eine Vervierfachung der Produktion von Komponenten des THAAD-Systems
beschlossen worden, das im Nahen Osten vermehrt zur Abwehr ballistischer
Raketen zum Einsatz kommt. Auch die Produktion taktischer ballistischer
Raketen soll beschleunigt werden. Lockheed Martin bestätigte den Auftrag
und erklärte, dieser beruhe auf einer früheren Vereinbarung mit der
US-Armee im Wert von 4,94 Milliarden Dollar (4,27 Milliarden Euro) aus dem
vergangenen Jahr.
Das Unternehmen Honeywell gab derweil bekannt, seine Produktionskapazität
von Navigationssystemen und Raketenantrieben mit mehrjährigen Investitionen
in Höhe von 500 Millionen Dollar (umgerechnet rund 433 Millionen Euro)
auszubauen. US-Präsident Donald Trump hatte die US-Rüstungsindustrie im
Zusammenhang mit dem Irankrieg zuletzt zu einer deutlich höheren Produktion
gedrängt. Hintergrund sind Sorgen in der US-Regierung, durch den Irankrieg
könnten sich die Waffenlager rasant leeren. (afp)
## Selenskyj setzt auf Waffenpartnerschaft mit Golfstaaten
Die Ukraine verhandelt nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
mit den Staaten der Golfregion über eine Waffenpartnerschaft. Diese hätten
wegen des Irankriegs größtes Interesse an der ukrainischen Expertise bei
der Drohnenbekämpfung, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. „Die
Ukraine schlägt eine für beide Seiten vorteilhafte Partnerschaft vor: Wir
können diejenigen stärken, die uns stärken können“, sagte er. Als
Gegenleistung sei Kyjiw an Flugabwehrwaffen und Geld [3][für den eigenen
Abwehrkrieg gegen Russland interessiert], machte er deutlich. Das
neuerliche Angebot Selenskyjs an die Golfstaaten, bei der Drohnenabwehr zu
helfen, hängt seinen Angaben nach auch mit der Blockadehaltung Ungarns
zusammen, das die Auszahlung eines EU-Milliardenkredits an die Ukraine
verhindert. Daher müsse Kyjiw weitere Möglichkeiten zur eigenen Stärkung
suchen. „Der Nahe Osten und der Golf sind aus unserer Sicht eine richtige
Perspektive und eine echte Chance, uns zu verstärken“, sagte Selenskyj.
(dpa)
## Trumps Sprecherin äußert sich nicht zu Details in US-Plan
Das Weiße Haus hält sich bedeckt zu Medienberichten über Einzelheiten eines
Plans, den die US-Regierung Teheran zur Beendigung des Krieges vorgelegt
haben soll. Regierungssprecherin Karoline Leavitt sagte, sie habe Berichte
über einen 15-Punkte-Plan gesehen. „Das Weiße Haus hat diesen vollständigen
Plan nie bestätigt“, fügte sie hinzu. Sie warnte Reporter bei einer
Pressekonferenz davor, über „spekulative“ Punkte oder Pläne aus anonymen
Quellen zu berichten. Manche Aspekte stimmten, sagte sie zugleich. Die
diplomatischen Gespräche gingen weiter, ergänzte Leavitt und bezeichnete
diese als „produktiv“.
Zuvor hatte Ägypten Berichte über einen US-Plan bestätigt. „Es gibt von den
USA einen Entwurf für einen Plan, der der iranischen Seite übermittelt
wurde und der nun geprüft wird“, sagte Ägyptens Außenminister Badr
Abdel-Atti. Über die darin enthaltenen Punkte, die teilweise bereits von
Medien veröffentlicht wurden, könne er aber nicht sprechen. Man hoffe, dass
es bald direkte Gespräche mit den beteiligten Seiten geben werde. Ägypten
versuche, unter anderem zusammen mit Pakistan und der Türkei zu vermitteln.
Offiziell dementiert Irans politische und militärische Führung weiterhin
jegliche Art von Verhandlungen mit den USA. Es werde keinen Deal geben und
man werde sich nicht mit der US-Regierung arrangieren, hieß es. Der
Sprecher des Präsidialamtes, Elias Hasrati, sagte im staatlichen Rundfunk
Irib: „Die entsprechenden Nachrichten sind alle nur eine Lüge.“ Der Feind
stecke in einer Sackgasse fest, habe keine Errungenschaften vorzuweisen und
stehe auch international in der Kritik. (dpa)
## Selenskyj: Russland versucht USA im Irankrieg zu erpressen
Russland versucht nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj, die USA zu erpressen. Die Regierung in Moskau biete an, den
Austausch von militärischen Geheimdienstinformationen mit dem Iran zu
stoppen, sagt Selenskyj der Nachrichtenagentur Reuters. Im Gegenzug solle
Washington der Ukraine keine Geheimdienstdaten mehr zur Verfügung stellen.
Dies gehe aus Berichten der ukrainischen Geheimdienste hervor, erklärt er
weiter. Zudem enthalten Selenskyj zufolge einige iranische Drohnen, die bei
Angriffen auf US-Ziele im Nahen Osten eingesetzt werden, russische
Bauteile. Russland weist eine Unterstützung des Irans im Krieg gegen die
USA und Israel zurück. (rtr)
## Israel verzeichnet mehr Blutspenden seit Kriegsbeginn
Seit Beginn des Irankriegs spenden die Menschen in Israel mehr Blut. So
strömten Menschen am Mittwoch in eine Feuerwache in Zentralisrael, um Blut
für den israelischen Rettungsdienst zu spenden. „Leider befinden wir uns in
einer Situation, in der Raketen und Geschosse direkt über unseren Köpfen
einschlagen, und ein Teil der Bevölkerung ist auf Blutspenden angewiesen“,
sagte einer der Spender, Amit Israel. Der israelische Rettungsdienst Magen
David Adom nimmt täglich Blutspenden entgegen und gab an, dass die Zahl der
Spender seit Kriegsbeginn gestiegen sei. Gaya Levi Adam, die für die
Spenden zuständig ist, sagte, die Menge der täglich an Krankenhäuser
gelieferten Blutkonserven sei von etwa 1.200 Einheiten vor dem Krieg auf
bis zu 1.700 in den vergangenen Wochen angewachsen. (ap)
## Iran pocht auf Kontrolle der Straße von Hormus
Iran beharrt auf einer vollständigen Kontrolle über die Schifffahrt in der
Straße von Hormus. Ein Sprecher des Zentralkommandos der Streitkräfte
erklärte laut Nachrichtenagentur Tasnim, die Lage in der Meerenge werde
nicht zum vorherigen Zustand zurückkehren: „Es wird geschehen, was wir
wollen.“ Allen Schiffen mit Verbindungen zu den USA oder Israel bleibe die
Passage untersagt, so der Sprecher. „Die Entscheidung über die Erteilung
einer Transitgenehmigung liegt bei uns.“ Laut der iranischen UN‑Vertretung
dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen
Aktionen gegen Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an
alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den
zuständigen Behörden abstimmen. (dpa)
## Israels Außenminister an UN: Hisbollah zu Terrororganisation erklären
Israels Außenminister Gideon Saar hat in einem Schreiben an den
UN-Sicherheitsrat gefordert, die Angriffe der Hisbollah gegen sein Land zu
verurteilen und die proiranische Miliz als Terrororganisation einzustufen.
Seit dem 2. März habe die Hisbollah mehr als 3.500 Raketen und Drohnen auf
Israel abgefeuert, schrieb Saar auf der Plattform X. Die Hisbollah-Angriffe
richteten sich gegen dieselben Einwohner, die die Regierung nach dem
Terrorangriff der Hamas am 7. Oktober 2023 aus Nordisrael evakuiert habe,
so Saar. Bereits damals hatte die Hisbollah Gemeinden und zivile
Einrichtungen beschossen. Der UN-Sicherheitsrat solle von der libanesischen
Regierung die Entwaffnung der Hisbollah und anderer bewaffneter Gruppen
verlangen, schrieb Saar weiter. Außerdem solle er die Rolle des Iran als
Bedrohung für Frieden und Sicherheit in der Region thematisieren. (dpa)
## Irankrieg: Guterres ernennt Sondergesandten
Bei seinen Bemühungen um eine Lösung im Irankrieg hat UN-Generalsekretär
António Guterres einen Sondergesandten für den Konflikt ernannt. Der
Franzose Jean Arnault werde die Anstrengungen der Vereinten Nationen im
Hinblick auf den Konflikt und seine Folgen leiten, sagte der UN-Chef in New
York. Arnault hat zuvor unter anderem als UN-Gesandter für Afghanistan,
Kolumbien und Bolivien gearbeitet. „Dieser Krieg ist außer Kontrolle
geraten“, so Guterres. Er rief die USA und Israel auf, den Krieg zu beenden
und forderte Iran dazu auf, die Angriffe auf Nachbarstaaten einzustellen.
(dpa)
26 Mar 2026
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