# taz.de -- Warnstreik am BER: Flugbetrieb lahmgelegt
> Kein Passagierflug startet oder landet seit dem Morgen am Flughafen BER.
> Grund ist ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi.
(IMG) Bild: Menschenleer: der bestreikte Flughafen BER
dpa | Aufgrund eines Warnstreiks der Gewerkschaft Verdi fällt seit dem
Morgen und [1][den ganzen Tag über der gesamte Passagierflugverkehr am
Hauptstadtflughafen BER aus]. Der Arbeitskampf sei am frühen Morgen
planmäßig angelaufen, sagte Verdi-Verhandlungsführer Holger Rößler. Der
Ausstand soll demnach bis zum Betriebsende um Mitternacht andauern.
In den Terminals war am Morgen entsprechend wenig los. „Alle Passagiere
wurden von ihren Airlines rechtzeitig informiert und sind gar nicht erst
zum Flughafen gekommen“, sagte eine Sprecherin der Flughafengesellschaft
Berlin-Brandenburg (FBB). „Die Flüge wurden umgebucht oder alternative
Reisewege angeboten.“ Betroffen sind den Betreibern zufolge rund 445
Flugbewegungen mit etwa 57.000 Passagieren.
Aufgerufen zum Warnstreik sind rund 2.000 Beschäftigte der
Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB). Darunter sind
Mitarbeiter*innen bei der Feuerwehr, der Verkehrsleitung oder dem
Terminalmanagement.
Die Aufrechterhaltung des Flugbetriebs gilt deshalb als nicht möglich, auch
wenn andere wichtige Bereiche wie die Bodenverkehrsdienste oder die
Sicherheitskontrollen [2][von Dienstleistern erfüllt werden, die nicht
bestreikt werden.]
## Verkehrssenatorin mahnt beide Seiten zu rascher Einigung
Die FBB kritisierte den Arbeitskampf als unverhältnismäßig, „gerade in
einer durch den Irankrieg ohnehin sehr angespannten Lage“, wie
Flughafenchefin Aletta von Massenbach bereits vor einigen Tagen mitteilte.
„Die nächste Verhandlungsrunde ist bereits fest für den 25. März angesetzt.
Wir sind zuversichtlich, dass eine Einigung zustande kommt.“
Verkehrssenatorin Ute Bonde hatte beide Tarifparteien am Vortag dazu
aufgerufen, aufeinander zuzugehen und rasch zu einer Lösung im
Tarifkonflikt zu kommen.
Die Arbeitgeberseite hat in der zweiten Gesprächsrunde vergangene Woche ein
erstes Angebot unterbreitet, das aus Sicht der Gewerkschaft aber nicht weit
genug geht. [3][Verdi fordert für die FBB-Beschäftigten unter anderem 6
Prozent mehr Geld,] mindestens jedoch 250 Euro zusätzlich pro Monat je
Gruppe beziehungsweise Stufe. Außerdem will sie einen zusätzlichen freien
Tag für Gewerkschaftsmitglieder durchsetzen. Die Laufzeit soll 12 Monate
betragen.
18 Mar 2026
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