# taz.de -- Nach der Wahl in Baden-Württemberg: Merz erklärt die FDP für tot
       
       > Die FDP war einst der Lieblingspartner der CDU. Nach der Landtagswahl in
       > Baden-Württemberg sagt CDU-Chef Merz den Liberalen jetzt Lebewohl.
       
 (IMG) Bild: FDP-Parteivorsitzender Christian Dürr und der FDP-Spitzenkandidat, Hans-Ulrich Rülke, gehen ab
       
       dpa/taz | Das FDP-Debakel bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg hat aus
       Sicht von CDU-Chef Friedrich Merz das Schicksal der Liberalen bundesweit
       besiegelt. „Die FDP ist nun seit gestern endgültig sozusagen von der
       politischen Bühne in Deutschland verschwunden. Sie wird keine Rolle mehr
       spielen“, sagte Merz in Berlin nach Beratungen der Führungsgremien der CDU.
       
       Die FDP stürzte in Baden-Württemberg nach dem vorläufigen Endergebnis von
       10,5 auf 4,4 Prozent ab und flog damit aus dem Landtag, in dem sie seit der
       ersten Wahl nach dem Krieg kontinuierlich vertreten war.
       
       Die Pleite des einstigen Wunschkoalitionspartners der Union könne man
       bedauern, aber vier Prozent seien ‌für die FDP zu wenig und diese vier
       Prozent würden der CDU fehlen, sagte Merz. „Und deswegen möchte ich auch
       gerne alle Wählerinnen und Wähler der FDP auffordern, jetzt die CDU in
       Rheinland-Pfalz zu wählen, damit es einen entsprechenden Wechsel im Amt des
       Ministerpräsidenten geben kann.“ In Rheinland-Pfalz wird am 22. März ein
       neuer Landtag gewählt.
       
       Unterdessen will FDP-Chef Christian Dürr trotz Kritik aus den eigenen
       Reihen nach der verlorenen Wahl der liberalen Nischenpartei weiter
       vorstehen. „Die FDP muss sich erneuern. Ich will diese Erneuerung weiter
       vorantreiben“, sagte Dürr in Berlin. „Uns war klar, dass das ein harter und
       steiniger Weg wird.“ Auch Generalsekretärin Nicole Büttner werde ihre
       Arbeit fortsetzen.
       
       Der aus Niedersachsen kommende Dürr hatte den Parteivorsitz im vergangenen
       Jahr übernommen. Er folgte Christian Lindner nach, der sich nach dem
       Scheitern der FDP an der Fünf-Prozent-Hürde bei der Bundestagswahl im
       Februar aus der Politik zurückzog. Nach der Wahl im Südwesten gab Dürr das
       Offensichtliche zu Protokoll: „Wir sind als FDP noch nicht an dem Punkt, wo
       wir wieder erfolgreich Wahlen bestreiten können.“
       
       9 Mar 2026
       
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