# taz.de -- Massenflucht in Libanon: Zurück im Krieg
       
       > Zehntausende Menschen fliehen im Libanon vor israelischen Bomben. Die
       > Notunterkünfte sind voll, viele übernachten in Autos oder auf den
       > Straßen.
       
 (IMG) Bild: Weil der Platz in dern Notunterkünften nicht reicht, verbringen viele Geflüchtete, wie hier in Beirut, die Nächte auf der Straße
       
       Nur in Socken sei er mitten in der Nacht aus seiner Wohnung gerannt, sagt
       Jamal Seifeddine. „Ich bin geflohen, weil sie überall um mich herum
       bombardiert haben. Bumm, bumm, bumm“, sagt er und macht hektische
       Handbewegungen.
       
       Um 2.40 Uhr am Montagmorgen hallten dumpfe Knalle durch Beirut. Ein Dutzend
       israelischer Bombardierungen im südlichen Beirut, den Vororten genannt
       Dahiye, rissen die Menschen aus dem Schlaf. [1][Zuvor hatte die Hisbollah –
       als Reaktion auf Israels Angriff auf Iran – Raketen auf Haifa geschossen].
       Ziel war laut der Miliz der Marinestützpunkt in Haifa. Es war das erste Mal
       seit über einem Jahr, dass die Hisbollah Israel beschoss, denn eigentlich
       galt seit dem 27. November 2024 ein Waffenstillstand. Israels Militär hatte
       diesen allerdings fast täglich verletzt und vor allem in Südlibanon
       angegriffen. Der Hisbollah drohte Israel im Falle eines Raketenangriffs mit
       der Ausweitung des Krieges.
       
       Die Hisbollah befindet sich außerdem in einem Machtkampf mit der neuen
       Regierung, die seit Januar 2025 im Amt ist und ankündigte, die Miliz zu
       entwaffnen. Die erste Phase der Entwaffnung im Südlibanon wurde im Januar
       für abgeschlossen erklärt, doch im Norden stockte der Plan. Dass die
       Hisbollah nun wieder aus dem Südlibanon Raketen auf Israel abschießen kann,
       zeigt, dass nicht alle Waffen konfisziert wurden.
       
       Die libanesische Regierung kündigte am Montag an, militärische Aktivitäten
       der Hisbollah zu verbieten. „Die Hisbollah muss ihre illegalen Waffen
       abgeben und politische Partei bleiben“, sagte Premierminister Nawaf Salam
       am Montag. Doch ein hartes Vorgehen birgt für die Regierung auch Risiken:
       Es drohen Gefechte zwischen Armee und Hisbollah, konfessionelle Spannungen
       könnten eskalieren.
       
       Viele Libanes*innen, vor allem in Südlibanon, fühlen sich nun nicht mehr
       ausreichend geschützt: Schiit*innen sehen sich Israels ultrarechter
       Regierung schutzlos ausgeliefert, auch andere Bewohnende sehen sich weder
       durch das libanesische Militär, noch die UN-Truppen der Unifil-Mission vor
       israelischen Angriffe geschützt.
       
       Seit Montag hat Israel [2][Angriffswarnungen für mehr als 100 libanesische
       Dörfer und Städte] ausgerufen und die Bewohnenden vertrieben. Dabei waren
       durch den jüngsten Krieg 2024 laut UN-Angaben bereits über 64.000 Menschen
       binnen vertrieben. Durch die Angriffe dieser Woche mussten nochmal mehr als
       58.000 Menschen, darunter schätzungsweise 16.000 Kinder, fliehen, zählt die
       Krisenmanagementeinheit der Regierung. Nur: Das sind die Zahlen der
       Menschen, die in Notunterkünften registriert sind. Anders als die Menschen
       in Israel hat Libanon keine Frühwarnsysteme, keine Bunker oder Schutzräume.
       
       ## Die Nacht auf der Straße
       
       Der 43-jährige Seifeddine steht in Beiruts Downtown vor dem „Ei“, eine
       ovale Betonstruktur, die in den 1960ern ein Kino werden sollte. Der
       Bürgerkrieg stoppte den Bau, bei Protesten gegen die Regierung im Jahr 2019
       sprühten Protestierende bunte Graffitis an die mit Schusslöchern
       durchbohrte Ruine. Seifeddine weiß nicht, wo er die Nacht verbringen soll.
       „Meine Eltern sind schon tot, auch mein Bruder ist gestorben. Ich habe
       niemanden, deshalb bin ich hier hergekommen.“ Auf seinem Motorrad liegt
       eine Plastiktüte, darin ein graues T-Shirt, ein Pulli, dicke Socken, eine
       Sporthose und eine Wasserflasche. Er sei nochmal nach Hause gefahren, um
       seine Turnschuhe zu holen, Wasser und die Klamotten. Auch die Metalltür zum
       Gebäude habe er verriegelt. „Ich habe Angst vor Dieben.“ Seit seiner Flucht
       habe er kein Auge zugemacht. „Ich werde wohl auf dem Gehweg schlafen“, sagt
       er.
       
       Das Bildungsministerium hat zwar angeordnet, alle Schulen zu schließen und
       als Notunterkünfte zu nutzen. Doch der Platz reicht nicht aus. Wie
       Seifeddine verbringen viele Geflüchtete die Nächte auf der Straße.
       
       Neben Seifeddine sitzen zwei Männer in einem alten, weißen Van. Sie rauchen
       Zigaretten und trinken Espresso aus Pappbechern. „Wir warten darauf, dass
       die Bombardierungen aufhören“, sagt der Mann auf dem Fahrersitz, der
       61-jährige Hussein Ezzad Schaeib. Er fährt den Van der informellen Linie
       Nummer 4, auf einer festgelegten Route zwischen der Dahiye in Südbeirut und
       Hamra in Nordbeirut. Sobald die Bombenanschläge vorbei sind, möchte er
       zurück. Es gebe noch Kund*innen, die in die hauptsächlich schiitischen
       Stadtviertel rein- und rausfahren würden, um Sachen zu holen, sagt er.
       „Aber die Viertel sind leer, über Nacht bleibt keiner.“ Im Norden gebe es
       kaum Kunden, die würden zur Sicherheit in den Häusern bleiben.
       
       Schaeib ist auf das Geld angewiesen. Er zeigt auf die Sitzbank hinter sich.
       Seit einer Woche lebe er in dem Van. „Ich konnte meine Miete nicht zahlen,
       habe nicht genügend Arbeit.“ Der kleine Bus mit Sitzbänken und Klappsitzen
       gehört nicht ihm, er hat ihn gemietet.
       
       Libanon ist seit 2019 in einer tiefen Wirtschaftskrise. Der Krieg ab
       Oktober 2023 hat die wirtschaftliche Lage nochmal verschlimmert. Und nun
       kommt der Kriegsalltag mit voller Wucht wieder. Schaeib versucht, trotzdem
       Humor zu behalten. Er bietet an, gemeinsam seinen Vorrat an Bananen zu
       essen. „Wir lieben das Leben. Aber es ist nicht sicher, hier zu leben.“
       
       ## Staatliche Strukturen fehlen
       
       Auf dem Beifahrersitz sitzt Ahmad Ibrahim. „Ich habe versucht, in den
       Schulen unterzukommen, aber sie lehnen alleinstehende Männer ab.“ Er sei
       unverheiratet, in den Unterkünften gebe es viele Frauen, die Kopftuch
       tragen und ungern unter fremden Männern seien. „Der Staat hat entschieden,
       die Schulen zu öffnen, aber die Direktoren der Schulen entscheiden, wen sie
       aufnehmen“, erklärt er. Die Notunterkünfte bevorzugten Familien. „Die
       Menschen haben voreinander Angst.“
       
       Ibrahim hat eine Leidenschaft für Literatur, besonders für Shakespeare und
       die Romantik, weibliche Dichter:innen und islamische Geschichte. Früher
       habe er Songtexte für Musiker geschrieben, aber das habe nicht viel Geld
       gebracht. Mittlerweile arbeitet er in einem Schreibwarenladen. „Aber jetzt
       gibt es keine Kunden, die haben andere Sorgen.“
       
       Beide Männer kommen aus dem Viertel Hay al-Salloum. Es ist ein ärmeres
       Viertel, neben dem Beiruter Flughafen. Die Stadtverwaltung dort [3][kümmert
       sich nicht] besonders um Angelegenheiten wie Müllabfuhr, Wasserversorgung
       oder wenn heftige Regen die Straßen überschwemmen. Staatliche Strukturen
       fehlen. Die kommunale Arbeit wurde Parteien überlassen, insbesondere der
       Hisbollah.
       
       Die Parteien teilen sich die Viertel und Dörfer anhand konfessioneller
       Linien auf. So kommt es, dass Menschen aufgrund ihrer Konfession auf die
       entsprechend geprägte politische Partei angewiesen sind, wenn sie Jobs
       brauchen, Krankenhausrechnungen nicht zahlen können oder Strom aus
       Generatoren und Wasserlieferungen im Sommer benötigen.
       
       Israel bombardiert hauptsächlich die schiitisch geprägten Orte, in denen
       die meisten Anhänger und Mitglieder der Hisbollah wohnen. Dort leben aber
       auch Schiit*innen, die in anderen Landesteilen aufgrund ihrer Konfession
       keine Wohnung oder Häuser finden. Angst und Ablehnung gegenüber anderen
       Konfessionen ist in Libanon mit seinen 18 Religionsgemeinschaften über 30
       Jahre Ende des Bürgerkriegs noch groß. Im Süden des Landes, im Osten in
       Baalbek sowie in Südbeirut leben hauptsächlich Schiiten. Aber auch
       geflüchtete Syrer*innen sowie Arbeiter*innen aus den Philippinen
       oder Sudan wohnen in ärmeren Teilen der Dahiye, weil sie woanders die Miete
       nicht zahlen können.
       
       Rund [4][11.000 Menschen], darunter viele in Libanon lebende Syrer*innen,
       flohen alleine am Montag über die Landgrenze nach Syrien, melden syrischen
       Behörden. Im Oktober 2024 bombardierte die israelische Luftwaffe die Straße
       am Grenzübergang zweifach, um Waffenschmuggel aus Iran über Syrien nach
       Libanon zu unterbinden. Längst sind die Krater gestopft, die Löcher neu
       asphaltiert. Der Machtwechsel in Syrien im Dezember 2024 erleichtert es
       nun, in das Land einzureisen. Die neue Übergangsregierung versucht auch,
       den Waffenschmuggel der Hisbollah zu unterbinden. Das syrische
       Verteidigungsministerium erklärte am Mittwoch, Truppen an die Grenzen zu
       Libanon und Irak geschickt zu haben, um Schmuggel zu „bekämpfen“.
       
       ## Gefahr für die Zivilbevölkerung
       
       Die 30-jährige Amani Abd al-Rahman kommt aus dem Dorf Majdal Anjar an der
       Grenze zu Syrien. Sie arbeitet in der deutsch-libanesischen Initiative
       [5][Haddak] und als Sozialarbeiterin in Notunterkünften in der Bekaa-Region
       im Osten des Landes. Bereits im Krieg 2024 verteilte sie Sachspenden und
       leistete psychosoziale Unterstützung. Schon damals sagte sie der taz: „Ich
       habe den Krieg mit Israel 2006 erlebt. Ich habe das Gefühl, dass dieser
       Krieg härter ist als der von 2006. Es könnte sein, dass ich mein Zuhause
       verlassen muss.“ Dieses Mal habe der Krieg „von Anfang an sehr stark
       begonnen“. Sie lebt in Saadnayel, rund 50 Kilometer von der Grenze
       entfernt. Dort sei es „noch sicher, weshalb viele Menschen, besonders aus
       der Baalbek-Region, hierhin fliehen“.
       
       Familien nehmen zwar Geflüchtete auf, aber „nicht viele, weil einige hier
       auch Angst haben“. Israel bombardiert immer mit der Begründung,
       Hisbollah-Mitglieder anzugreifen. Doch die Organisation ist nicht nur
       Miliz, sondern auch eine politische Partei und betreibt
       Wohlfahrtsorganisationen. Niemand kann prüfen, wer wie affiliert ist.
       Deshalb stehen Schiit*innen in Libanon unter Generalverdacht.
       
       Gleichzeitig steigen die Mieten stark, erzählt Abd al-Rahman. „Deshalb
       finden viele Vertriebene keine Unterkunft. Viele gehen in die Moschee und
       fragen dort nach Hilfe oder einem Platz zum Bleiben.“ Langsam koordinierten
       sich die Hilfsorganisationen, doch auch Abd al-Rahman, die normalerweise
       arme Menschen in der Gegend mit Decken oder Essen versorgt, arbeitet
       zurzeit nicht. „Ich weiß nicht, was als Nächstes passieren wird.
       Hoffentlich wird alles sehr bald enden.“
       
       Es besteht große Gefahr für die Zivilbevölkerung, warnte die
       Menschenrechtsorganisation [6][Human Rights Watch] am Montag. Seit dem 7.
       Oktober 2023 habe das israelische Militär in Libanon zahlreiche Verstöße
       gegen das Kriegsrecht begangen und „blieb dabei völlig ungestraft“. Dazu
       zählten Angriffe auf Journalisten, Zivilisten, Sanitäter, Finanzinstitute,
       Einrichtungen des Wiederaufbaus und UN-Friedenstruppen sowie der
       rechtswidrige Einsatz von weißem Phosphor in bewohnten Gebieten.
       
       Zwischen September und November 2024 wurden durch Israels Kriegsführung in
       Libanon Tausende von Gebäuden zerstört und ganze Grenzdörfer in Schutt
       gelegt. Über 4.000 Menschen wurden getötet, über 16.600 verletzt, zählte
       Libanons Gesundheitsministerium auf. Die Hisbollah wiederum hatte bei ihren
       Angriffen auf Nordisrael ebenfalls keine ausreichenden Vorkehrungen zum
       Schutz der Zivilbevölkerung getroffen, hatte Sprengwaffen in bewohnten
       Gebieten eingesetzt und die israelische Bevölkerung nicht wirksam vor den
       Angriffen gewarnt, so Human Rights Watch.
       
       Obwohl die Situation in Libanon dem heftigen Krieg im September 2024
       ähnelt, gibt es nun kein organisiertes Krisenmanagement. Der Staat kann
       kaum Hilfe leisten: Korruption und Misswirtschaft ziehen sich durch alle
       Bereiche, sogar das Gesundheitssystem. Die neue Regierung hat angekündigt,
       dagegen vorzugehen. Ministerpräsident Nawaf Salam versucht in der Justiz,
       den Stadtverwaltungen und den Kommunen staatliche Strukturen zu etablieren.
       Doch zusätzlich zu diesen Schwierigkeiten steckt Libanon noch tief in der
       Staatsverschuldung. 
       
       ## Evakuierungswarnungen im Fernsehen
       
       Marie Madeleine Bejjani erklärt am Telefon, warum die Hilfe so
       unkoordiniert ist – trotz Erfahrungen aus den vorherigen Jahren. Bejjani
       arbeitet für die Welthungerhilfe in Libanon, sie leitet ein vom deutschen
       Entwicklungsministerium finanziertes Projekt.„Dieses Mal ist es heftiger
       als noch 2024. Wir sind selbst damit beschäftigt, unsere Kolleg*innen
       von lokalen Partnerorganisationen in Sicherheit zu bringen.“ Normalerweise
       helfen sie Menschen in Beirut und Südlibanon, bezahlte Arbeit zu finden.
       Nun überlegen sie, wo ihr Team am sichersten ist und wie sie im Rahmen des
       Programms Nothilfe leisten können. „Wir können Menschen, die bombardiert
       werden, gerade nicht sagen, dass wir ihnen mit ihrem Garten und Gemüseanbau
       helfen.“ Sie müssten sich erst einen neuen Überblick verschaffen.
       
       Auch in nicht schiitischen Gegenden haben die Menschen Angst. Bejjani lebt
       in den Bergen, in der Nähe der US-amerikanischen Botschaft. Sie fürchtet
       sich vor Anschlägen in ihrer Nähe. „All unsere Nachbarn haben ihre Häuser
       verlassen.“ Sie selbst habe überlegt, zu fliehen. „Doch wir haben so viele
       Geflüchtete, die alle nach Unterkünften suchen.“
       
       Als eine schwangere Freundin mit Kindern ihr erzählte, dass sie die Nacht
       in Beirut auf der Straße der Strandpromenade verbringen werde, holte
       Bejjani die Familie zu sich. Sie selbst hat Kinder und muss auch als Mutter
       funktionieren – eine vielfache Belastung. „Ich versuche, stark zu bleiben.
       Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht, wie ich meinen Kindern die lauten
       Anschläge erklären soll, die sie hören.“ Sie überlege sich Ausreden für die
       Knalle, beispielsweise, dass etwas vom Gebäude gefallen sei. „Die Leute in
       Libanon sind müde und haben Angst. Wir sind es gewohnt, angegriffen zu
       werden, noch bevor wir geboren werden. Doch obwohl wir erschöpft sind,
       sehen wir die Widerstandsfähigkeit und die Verbundenheit der
       Libanes*innen zu ihrem Land.“
       
       Zurück auf dem Märtyrerplatz in Beirut. Dort ist Zeinat Dhaimy gerade
       angekommen. Sie sitzt in einem Auto, gemeinsam mit ihrer Schwester, Mutter,
       Vater und Oma. Die Familie war am frühen Morgen aus der Stadt Tyros
       losgefahren, doch die sonst zweistündige Fahrt dauerte wegen der Staus 18
       Stunden, erzählt sie. Die Familie habe die Evakuierungswarnung im Fernsehen
       gesehen.F
       
       Die israelische Armee postet vor Angriffen ungenaue Karten mit roten
       Markierungen auf der Plattform X, die dann von lokalen libanesischen Medien
       und Whatsapp-Kanälen weitergegeben werden. Nicht alle Warnungen werden
       online gestellt, Anwohnende berichten von Anrufen des israelischen Militärs
       auf ihren Handys.
       
       „Uns wurde faktisch mit dem Tod gedroht, sollten wir unser Haus nicht
       verlassen“, sagt Dhaimy. „Dann hörten wir Geräusche von Raketen, haben
       Angst und Panik bekommen.“ Die Familie verließ ihr Zuhause so überstürzt,
       dass sie nur das Nötigste mitnehmen konnten. „Wir haben unsere Kleidung,
       unser Zuhause und unsere Erinnerungen zurückgelassen“, sagt sie. Tyros
       liegt eigentlich weit weg von der Grenze zu Israel. Dhaimy hatte nicht
       damit gerechnet, fliehen zu müssen. Sie beschreibt die Zerstörung in Tyros
       und erwähnt insbesondere eine Straße am Stadtmarkt, die getroffen wurde.
       „Wir haben genau diese Straße heute passiert. Wären wir aufgehalten worden,
       wären wir jetzt tot.“
       
       5 Mar 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [4] https://www.unhcr.org/news/briefing-notes/unhcr-mobilizing-across-region-middle-east-crisis-escalates
 (DIR) [5] https://www.facebook.com/p/Haddak-Germany-100070283432916/?_rdr
 (DIR) [6] https://www.hrw.org/news/2026/03/02/lebanon/israel-civilians-at-grave-risk-of-abuse
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Julia Neumann
       
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 (DIR) Libanon
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 (DIR) Schwerpunkt Nahost-Konflikt
       
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