# taz.de -- Unendliche Suche nach Atommüllendlager: Regierung streicht zeitliches Ziel für Standortentscheidung
> Ursprünglich sollte bis 2031 ein Standort für ein Endlager für
> radioaktive Abfälle gefunden werden. Das Bundesumweltministerium kassiert
> die Vorgabe.
(IMG) Bild: Atommüll strahlt sehr, sehr lange. Auch die Suche nach einem Endlager dauert ewig
afp Das Bundesumweltministerium nennt kein zeitliches Ziel mehr für die
Entscheidung über das geplante Atommüllendlager. Das geht aus einem
Referentenentwurf hervor, der dem Deutschlandfunk am Mittwoch vorlag.
Darin ist das ursprüngliche Zieljahr 2031 ersatzlos gestrichen. Es habe
sich als nicht realistisch erwiesen, heißt es zur Begründung. Eine
gesetzliche Frist sei nicht mit den Anforderungen an das Auswahlverfahren
für den bestmöglichen Standort kompatibel.
Bereits vor zwei Jahren war bekannt geworden, dass die Suche nach einem
Standort bis in die 2070er Jahre andauern könnte. Dies hatte ein Gutachten
im Auftrag des Bundesamtes für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung
ergeben. Das Bundesumweltministerium hatte daraufhin eigentlich Maßnahmen
zur Beschleunigung des Verfahrens angekündigt.
Noch im November hatte [1][Bundesumweltminister Carsten Schneider] (SPD)
erklärt, den [2][Entscheidungsprozess bei der Suche nach einem Standort für
ein Atommüllendlager beschleunigen zu wollen.] Ihm sei wichtig, bei der
Suche „ab 2027 deutlich schneller voranzukommen“, hatte Schneider erklärt.
Für Anfang 2026 kündigte er die Vorlage eines entsprechenden Gesetzentwurfs
an.
4 Mar 2026
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