# taz.de -- Stetige Verteuerung: Deutschlandticket-Abos sinken nach Preiserhöhung leicht
> Zahlen aus Hamburg zeigen: Zum Jahreswechsel kündigten viele Menschen das
> Deutschlandticket, nachdem sein Preis auf 63 Euro erhöht worden war.
(IMG) Bild: U- und S-Bahnhof Landungsbrücken in Hamburg: Das Deutschlandticket wurde im Mai 2023 als Nachfolger des 9-Euro-Tickets eingeführt
dpa | Nach der Preiserhöhung des Deutschlandtickets ist die Zahl der
Abonnenten beim Hamburger Verkehrsverbund (HVV) im Monatsvergleich leicht
gesunken. Im Januar verfügten 1,24 Millionen Menschen über ein
Deutschlandticket des HVV, wie der Verkehrsverbund auf Anfrage der
Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Im Vergleich zum Dezember 2025
entspricht das einem geringen Rückgang um 0,5 Prozent.
Zu der Entwicklung teilte der HVV mit: „Vor einem Jahr (im Januar 2025) gab
es einen Effekt in gleicher Größenordnung, auch damals war der [1][Preis
des Deutschlandtickets gestiegen].“ Im Jahresverlauf wurde der Rückgang
demnach kompensiert: Die aktuelle Abonnentenzahl liegt mit 1,24 Millionen
über dem Vorjahreswert von nahezu 1,23 Millionen.
Das [2][Deutschlandticket] wurde im Mai 2023 als Nachfolger des
9-Euro-Tickets eingeführt. Besitzer der Fahrkarte können den öffentlichen
Nahverkehr in ganz Deutschland nutzen, Fernverkehrszüge sind aber fast
immer ausgenommen. Der Preis des Tickets stieg zum Jahreswechsel von 58 auf
63 Euro.
Im Gebiet des HVV wohnen laut Website mehr als 1,8 Millionen Hamburger,
nahezu 1,2 Millionen Schleswig-Holsteiner und mehr als 600.000
Niedersachsen. In Schleswig-Holstein gehören die Kreise Steinburg,
Pinneberg, Segeberg, Stormarn und Herzogtum Lauenburg zum HVV. In
Niedersachsen sind die Landkreise Stade, Harburg und Lüneburg regulär Teil
des Verbunds.
Der HVV nimmt an, dass die Zahl der Deutschlandticket-Abonnenten in den
nächsten Monaten wieder zunehmen wird, wie es in einer Stellungnahme heißt.
## Branchenverband erwartete keine Kündigungswelle
Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen, der die Interessen öffentlicher
Verkehrsunternehmen vertritt, hatte gegen Ende Januar mitgeteilt, der
Verband rechne nicht mit einer Kündigungswelle beim Deutschlandticket.
Die Kündigungsquote habe zwischen Dezember und Januar bei rund 5,75 Prozent
gelegen, teilte der Verband mit. Das sei ein üblicher Wert zum
[3][Jahreswechsel]. Im Fall der vorigen Preiserhöhung lag die Quote demnach
bei rund 8 Prozent.
27 Feb 2026
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