# taz.de -- Kolumne Szene
       
 (DIR) Mit Goethe-Blick: Warum sich Besuche bei ÄrztInnen lohnen
       
       Sogar eine leichte Sehschwäche ist manchmal für etwas gut. Wer hätte
       gedacht, dass ein Termin zur Untersuchung dem Tag so eine schöne Wendung
       geben kann?
       
 (DIR) Ist Neukölln wirklich so schlimm?: Das Reizwort Neukölln
       
       In der U-Bahn gibt es Ablehnung gegenüber der Umgebung. Aber ist das
       eigentlich wirklich das eigene Gefühl?
       
 (DIR) Menschen, die auf Tiere blicken: Selbstgewählte, manische Unfreiheit
       
       Ob im Zoo oder im Internet – im Tier kann man sich selbst erkennen. Wie
       eins zu laufen kann sogar manchmal vor dem Umfallen bewahren.
       
 (DIR) Am Laternenpfahl: Ein ziemlich grausiger Fund
       
       Lebendig ist er noch, der Mann, den der Spaziergänger vor der Kirche liegen
       sieht. Immerhin. Eigenes Geld hat er sogar auch.
       
 (DIR) Morgens auf dem Amt: I love Einbürgerung
       
       Endlich ist der Antrag durch. Die letzten Monate waren ein Kampf gegen
       dessen Ablehnung gewesen. Sogar miesgelaunte Beamte sind daher heute egal.
       
 (DIR) Beobachtungen am Ufer: Für den männlichen Blick gemacht
       
       Am Kiosk am Schlachtensee schaut man auf das bunte Treiben auf dem Wasser.
       Und diskutiert über Mode, Blicke und darüber, wer sich davon gestört fühlt.
       
 (DIR) Schwimmen vor der Skyline: Ein einziger Sommer
       
       Für einen Sommer wurde der Vorplatz der Volksbühne zum Schwimmbad für alle.
       Unsere Autorin genießt die letzte Gelegenheit und zieht ein paar Bahnen.
       
 (DIR) Kindliche Kleintierforschung: Paul pfeift sich eins
       
       Käfer, Waldmäuse, keine Spinnen – bei der Erkundung der Wesen, die gern im
       Garten herumkrabbeln, kommt einem auch mal Mozart in den Sinn.
       
 (DIR) Dirk von Lowtzow und ein Felltier: Eine Katze prescht vor
       
       In der Kreuzberger Nacht sind alle Katzen graumeliert. Oder sind es nur die
       Geister des Undergrounds, die sich dem Neuen, Dunklen da entgegenstemmen?
       
 (DIR) Am Rand der Marathon-Strecke: Engel bei Kilometer 25
       
       Die Cappuccini werden kalt, und die Straßen lassen sich noch lange nicht
       einfach so überqueren. Dafür haben wir die schnellste Frau von allen
       gesehen.
       
 (DIR) Was Bayern-Fans nie erleben werden: Summende Handflächen
       
       Im Stadion kochen die Emotionen. Da kann man sich schon mal ein paar Katzen
       einbilden.
       
 (DIR) Erhörte Gespräche: Der Halbsatzmann
       
       Aus manchen belauschten Gesprächen wird man schlauer. Aber nicht aus allen,
       und manchmal muss man mit dem Unwissen einfach leben.
       
 (DIR) Schräger Vogel: Die Fremde im Treppenhaus
       
       Mehr Empathie mit dem Federvieh. Wenn sich die armen Tierchen verflogen
       haben und nicht mehr weiterwissen, ist Gefahr im Verzug.
       
 (DIR) Existenzphilosophie am Sandkasten: Steinzeit ist vor Gott geboren
       
       Wie Kinder den Erwachsenen beim Denken die Synapsen weiten können. Ein
       Nachmittag beim Buddeln mit Lunchbox und Wasserflasche.
       
 (DIR) Menschen in der U-Bahn: Die Gespenster der U8
       
       Manche Leute in der U-Bahn sehen aus wie aus dem Sumpf gestiegen. Ist das
       schon das Symptom einer Psychose? Nur wer hat die? Die Realität selbst?
       
 (DIR) Begegnungen auf Reisen: Es regnet und wir haben uns nichts zu sagen
       
       Manche Treffen mit fremden Menschen können bereichernd sein. Andere eben
       nicht. Da hilft nur schlafen gehen.
       
 (DIR) Auf den Drahtseilen meines Gewissens: Das, was nicht sterben darf
       
       Woraus ist unser Bewusstsein, ist unser Rückgrat gemacht? Treffen sich vier
       und erkunden das eigene Gewissen.
       
 (DIR) Begegnung am Wahlwerbestand: Die Wut muss raus
       
       Wer demokratisch gewählt wurde, kommt als Kooperationspartner infrage?
       Darüber gehen die Meinungen auseinander am Stand vom BSW.
       
 (DIR) Wahlkampf mit allen Mitteln: Berliner Zähne
       
       In Mariendorf und Tempelhof-Ost steht das Thema Verkehrspolitik hoch im
       Kurs. Chaos gibt es dort auf den Straßen genug.
       
 (DIR) Und dann war die Frau weg: Schwalbenkarma
       
       Die letzten Schwalben am Berliner Himmel können ganz wehmütig stimmen –
       trotz Vogelmist. Wann sie wohl dieses Jahr verschwinden?
       
 (DIR) Fisch essen in Hamburg: Zwischen Schlager und Scholle
       
       Wenn sich nichts verändert hat, kann man schon mal nostalgisch werden.
       Vielleicht liegt’s aber auch an Andrea Berg.
       
 (DIR) Brazilian Waxing: Landing Strip
       
       Auf einer Liege, nackt, unter kaltem Neonlicht und Schmerzen antizipierend,
       kann einem schon mal ein bisschen schwitzig werden.
       
 (DIR) Dank der Ernte: Zentnerweise Äpfel und die Sache mit dem Schlüssel
       
       Eine reiche Apfelernte stellt einen auch vor zahlreiche logistische
       Schwierigkeiten. Oma und Opa aber manövrieren erfolgreich um die
       Hindernisse.
       
 (DIR) Morgendliche Runden: An sich selbst vorbeilaufen
       
       Bin ich eigentlich noch ganz? Gedanken eines Morgens, an dem man seinem
       Konterfei auf der Straße begegnet.
       
 (DIR) Vor der Wahl in Sachsen-Anhalt: Unter der Regenbogenflagge
       
       Noch bevor die AfD in Sachsen-Anhalt haushoch gewinnt, steht in Berlin eine
       Gruppe von Männern unter einer Flagge. Mit grimmigen Gesichtern holen sie
       tief Luft.
       
 (DIR) Das Leben der Bundesligamaskottchen: Rote Linien
       
       Es gibt Dinge, über die man besser keine Witze macht. Zum Beispiel über den
       Berliner Fußball und mögliche zarte Bande zwischen Braunbär und Ritter.
       
 (DIR) Prekäres Leben mit gebrochener Hand: Angst im Kopf
       
       Überforderung, Hitze: Eine sinnlose und verlorene Auseinandersetzung mit
       einem Sessel führt zu künstlerischer Unproduktivität und einem Finanzloch.
       
 (DIR) Begegnungen mit Fremden: Wenn die Kinder aus dem Haus sind
       
       Was tun, wenn die Stille im leeren Haus drückt? Wie findet man neue Hobbys,
       Freunde oder Kollegen? Vielleicht im öffentlichen Nahverkehr
       
 (DIR) E-Mobilität verplant: Zählerstand null
       
       An der Berliner Schönstraße werden Straßenlaternen zu E-Ladesäulen. Aber
       eine von ihnen nutzt niemand.
       
 (DIR) In der Berliner Arminiusmarkthalle: Ruhig, fast ausgestorben
       
       Kurz Teil eines Stücks sein: Wie auf einer Theaterbühne von Christoph
       Marthaler fühlt es sich beim zünftigen Mittagessen in der Markthalle in
       Moabit an.
       
 (DIR) In der Amerika-Gedenkbibliothek: Heinrich Böll trägt selten Bommelmütze
       
       Mitten in Berlin steht die freundlichste Umerziehungsmaßnahme der Welt.
       Wären alle Menschen dort regelmäßig Gast, wäre sie eine bessere.
       
 (DIR) Kreuzberger Nachbarschaft: Rapunzel
       
       Nichts und niemand kann Rapunzel aufhalten, sich die Haare zu kämmen. Ein
       Privatschauspiel im Innenhof.
       
 (DIR) Geschmack wie in El Salvador: Unser Platz
       
       Nicht mehr nur trockenes Buschwerk: Wie verwandelt wirkt der Zickenplatz in
       Berlin-Kreuzberg, als Laura dort ihren Geburtstag feiert.
       
 (DIR) Antizyklisch unterwegs: Der nächste Winter kommt bestimmt
       
       In Berlin-Schöneberg ist ein kleiner Superman im Einsatz und geht einer
       seltsamen Begebenheit auf den Grund.
       
 (DIR) Im Hospiz: Jetzt schon?
       
       Nach dem Umzug ins Wenckebachkrankenhaus fragt sich unser Autor, was er
       noch machen möchte. Freunde noch einmal sehen oder Texte schreiben zum
       Beispiel.
       
 (DIR) Kollateralschaden des Komforts: Neue Sitzordnung
       
       Die strengen Regeln am Flughafen und beim Billigflieger sind keine
       Schikanen, sondern nur ein ungünstiger Nebeneffekt. Das behauptet zumindest
       die KI.
       
 (DIR) Was Autos so schnell macht: Im Wüstensand so flink wie nix
       
       Ganz schön viel Tier steckt in so einem Auto, nicht nur Pferdestärken,
       sondern auch Kamelhaar. Das lernt unser Autor in der Straßenbahn.
       
 (DIR) Plötzlich unbeweglich: Wie ein Reh im Handylicht
       
       Oft schon ist unser Autor beim Einkaufen versehentlich in andere Menschen
       hineingerannt, weil sie ohne Vorwarnung vor ihm stehengeblieben sind.
       
 (DIR) Gemischtes Fitnessstudio: Sie sind keine Muskelprotze
       
       Der Wechsel ins gemischte Fitnessstudio ist ein Gewinn und alle Vorurteile
       erweisen sich als haltlos. Beim Zuschauen kann man sogar etwas lernen.
       
 (DIR) Klimakterium in der S-Bahn: Der Name ist Programm
       
       Wenn Wechseljahre und Hitzetage aufeinander fallen, braucht es ein
       vorbereitendes Programm für innen und außen.
       
 (DIR) Fahrräder im Regionalexpress: Eine Nacht im Schloss
       
       Mit Rädern in den Regio zu kommen, ist ein vergebliches Unterfangen. Auch
       die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich für unsere Autorin
       schwierig.
       
 (DIR) Tempelhofer Feld in Berlin: Ein Applaus für die Sonne
       
       Kommen jetzt die Zombies? Erst fühlt es sich dystopisch an, dann folgt die
       Euphorie: Alle wollten in Berlin gemeinsam die Sonnenfinsternis beobachten.
       
 (DIR) Nachtzüge durch Europa: Eingehüllt in fremdes Bettzeug
       
       Wenn man den Nachtzug inmitten der Dunkelheit wechseln muss, wird das
       Fremde plötzlich hautnah.
       
 (DIR) Lauschig auf der Roten Insel: Was für ein schöner Abend
       
       Allen geht es gut: Ein Radfahrer verliert seinen Pullover nicht, ein
       Jugendlicher feiert seinen Geburtstag, Wein trägt zu noch tieferer
       Entspannung bei.
       
 (DIR) Berliner Zootiere: Symbiose
       
       Ist jede Symbiose nur eine Täuschung? Gedanken übers Vertrauen und Trauen,
       die Tiere und die Menschen an sich.
       
 (DIR) Per Fahrrad an die Ostsee: Mit Quallen schwimmen
       
       Zwischen Fernweh und Strandfreuden: Ganz basale Erlebnisse im Nahverkehr
       und bei einem Fahrradausflug von Berlin über Wolgast bis nach Usedom.
       
 (DIR) Urlaub mit Kindern: Dalmatische Elegie
       
       Auch auf der kroatischen Insel Brač ist es heiß, der Sohn hat schlechte
       Laune und die Mountainbikes plätten einfach nicht den Berg.
       
 (DIR) Anfang August, 13 Jahre später: Post aus der Vergangenheit
       
       Plötzlich sind sie wieder da, dank eines Briefs mit extralanger
       Zustellzeit: die Spaghettireste, die Schlittenfahrten, die besonderen
       Momente aus der Zeit mit kleinen Kindern.
       
 (DIR) Poesie des Aufschubs: Gleich geht’s los. Gleich geht’s los. Gleich geht’s los
       
       Die Freibadwiese ist längst eine Wüste, die Kioskschlange endlos. Während
       am Beckenrand ein Kind ausharrt und auf den perfekten Moment wartet.
       
 (DIR) Besuch in der Vergangenheit: Um 90° gedreht
       
       Zurück im Elternhaus: Zwischen aufgetauchten Kindheitserinnerungen,
       strengen Alltagsregeln und vertrauten Geräuschen wirkt die Abwesenheit
       nach.