# taz.de -- Kolumne Szene
       
 (DIR) Kreuzberger Nachbarschaft: Rapunzel
       
       Nichts und niemand kann Rapunzel aufhalten, sich die Haare zu kämmen. Ein
       Privatschauspiel im Innenhof.
       
 (DIR) Geschmack wie in El Salvador: Unser Platz
       
       Nicht mehr nur trockenes Buschwerk: Wie verwandelt wirkt der Zickenplatz in
       Berlin-Kreuzberg, als Laura dort ihren Geburtstag feiert.
       
 (DIR) Antizyklisch unterwegs: Der nächste Winter kommt bestimmt
       
       In Berlin-Schöneberg ist ein kleiner Superman im Einsatz und geht einer
       seltsamen Begebenheit auf den Grund.
       
 (DIR) Im Hospiz: Jetzt schon?
       
       Nach dem Umzug ins Wenckebachkrankenhaus fragt sich unser Autor, was er
       noch machen möchte. Freunde noch einmal sehen oder Texte schreiben zum
       Beispiel.
       
 (DIR) Kollateralschaden des Komforts: Neue Sitzordnung
       
       Die strengen Regeln am Flughafen und beim Billigflieger sind keine
       Schikanen, sondern nur ein ungünstiger Nebeneffekt. Das behauptet zumindest
       die KI.
       
 (DIR) Was Autos so schnell macht: Im Wüstensand so flink wie nix
       
       Ganz schön viel Tier steckt in so einem Auto, nicht nur Pferdestärken,
       sondern auch Kamelhaar. Das lernt unser Autor in der Straßenbahn.
       
 (DIR) Plötzlich unbeweglich: Wie ein Reh im Handylicht
       
       Oft schon ist unser Autor beim Einkaufen versehentlich in andere Menschen
       hineingerannt, weil sie ohne Vorwarnung vor ihm stehengeblieben sind.
       
 (DIR) Gemischtes Fitnessstudio: Sie sind keine Muskelprotze
       
       Der Wechsel ins gemischte Fitnessstudio ist ein Gewinn und alle Vorurteile
       erweisen sich als haltlos. Beim Zuschauen kann man sogar etwas lernen.
       
 (DIR) Klimakterium in der S-Bahn: Der Name ist Programm
       
       Wenn Wechseljahre und Hitzetage aufeinander fallen, braucht es ein
       vorbereitendes Programm für innen und außen.
       
 (DIR) Fahrräder im Regionalexpress: Eine Nacht im Schloss
       
       Mit Rädern in den Regio zu kommen, ist ein vergebliches Unterfangen. Auch
       die Suche nach einer Unterkunft gestaltet sich für unsere Autorin
       schwierig.
       
 (DIR) Tempelhofer Feld in Berlin: Ein Applaus für die Sonne
       
       Kommen jetzt die Zombies? Erst fühlt es sich dystopisch an, dann folgt die
       Euphorie: Alle wollten in Berlin gemeinsam die Sonnenfinsternis beobachten.
       
 (DIR) Nachtzüge durch Europa: Eingehüllt in fremdes Bettzeug
       
       Wenn man den Nachtzug inmitten der Dunkelheit wechseln muss, wird das
       Fremde plötzlich hautnah.
       
 (DIR) Lauschig auf der Roten Insel: Was für ein schöner Abend
       
       Allen geht es gut: Ein Radfahrer verliert seinen Pullover nicht, ein
       Jugendlicher feiert seinen Geburtstag, Wein trägt zu noch tieferer
       Entspannung bei.
       
 (DIR) Berliner Zootiere: Symbiose
       
       Ist jede Symbiose nur eine Täuschung? Gedanken übers Vertrauen und Trauen,
       die Tiere und die Menschen an sich.
       
 (DIR) Per Fahrrad an die Ostsee: Mit Quallen schwimmen
       
       Zwischen Fernweh und Strandfreuden: Ganz basale Erlebnisse im Nahverkehr
       und bei einem Fahrradausflug von Berlin über Wolgast bis nach Usedom.
       
 (DIR) Urlaub mit Kindern: Dalmatische Elegie
       
       Auch auf der kroatischen Insel Brač ist es heiß, der Sohn hat schlechte
       Laune und die Mountainbikes plätten einfach nicht den Berg.
       
 (DIR) Anfang August, 13 Jahre später: Post aus der Vergangenheit
       
       Plötzlich sind sie wieder da, dank eines Briefs mit extralanger
       Zustellzeit: die Spaghettireste, die Schlittenfahrten, die besonderen
       Momente aus der Zeit mit kleinen Kindern.
       
 (DIR) Poesie des Aufschubs: Gleich geht’s los. Gleich geht’s los. Gleich geht’s los
       
       Die Freibadwiese ist längst eine Wüste, die Kioskschlange endlos. Während
       am Beckenrand ein Kind ausharrt und auf den perfekten Moment wartet.
       
 (DIR) Besuch in der Vergangenheit: Um 90° gedreht
       
       Zurück im Elternhaus: Zwischen aufgetauchten Kindheitserinnerungen,
       strengen Alltagsregeln und vertrauten Geräuschen wirkt die Abwesenheit
       nach.
       
 (DIR) Hamburger Dom: Hände hoch, wer noch kann
       
       Dreimal im Jahr treffen sich auf dem Hamburger Heiliggeistfeld die
       Kirmeswütigen. Warum nur will halb Norddeutschland dort seine Endorphine
       verpulvern?
       
 (DIR) Beschimpft in Hochkultur: Réservé aux piétons
       
       Die Berliner Umgangssprache hat viele Lehnwörter aus dem Französischen. Im
       Original klingen sie alle eleganter, sogar wenn sie schimpfend gebraucht
       werden.
       
 (DIR) Tennis auf Helgoland: Spiel, Satz – und wer siegt?
       
       Bei einem Tennisturnier unter Feriengästen sorgen zwei ungleiche
       Spieler:innen auf dem Platz für Aufregung. Eine Erklärung entspannt die
       Gemüter.
       
 (DIR) Trauer nach dem Anschlag: Am Sonntag danach
       
       Erst am nächsten Morgen hat unsere Autorin von dem Anschlag auf den
       Berliner CSD gehört. Den Tag über suchte sie zu Hause mit ihrer Freundin
       Trost.
       
 (DIR) Traurige Bücher: Herta und Gisbert
       
       Gute Geschichten sind oft ein bisschen traurig. Die meisten von ihnen kann
       man in der Bibliothek finden, wie die von der Giraffe, die immer kleiner
       wird.
       
 (DIR) L'amour, l'amour: Die Stadt der Liebe
       
       Verliebt in Berlin? Ach nee, doch nicht. Viel lieber wäre man zumindest
       einmal dort, wo sich alle die ganze Zeit küssen.
       
 (DIR) Kieselsteine sind wie Ringe: Sie watscheln nebeneinander
       
       Im Zoo bemerkt unsere Autorin Ähnlichkeiten zwischen menschlichem und
       tierischem Verhalten. Vor allem mit einer Karawane Pinguine kann sie sich
       identifizieren.
       
 (DIR) Quer über den Antonplatz in Berlin: Rolling immer, Absteigen nimmer
       
       Um den Ersatzverkehr der Tram zu umgehen, kann man zu Fuß gehen. Oder aber
       man bewegt sich per Longboard durch die Stadt, trotz aller Hindernisse.
       
 (DIR) Die Hoffnung ruht auf Specki: Der Hamster
       
       Für zwei Wochen ist die Hamsterdame Specki mit ihrem Terrarium zu Gast im
       Co-Working-Space. Obwohl sie sich selten sehen lässt, verwandelt sie alles.
       
 (DIR) Das Wechselgeld von neulich: Immer nur zum Ehrenspäti
       
       Es gibt sie noch, die guten Menschen. Zu finden sind sie zum Beispiel im
       Spätkauf an der Berliner Chausseestraße.
       
 (DIR) Klavierspielerin am Wannsee: Kunst kennt keine Grenzen
       
       Sein Instrument ist das menschliche Ego, sein Genre die Macht: Szenen einer
       Partnerschaft vor großbürgerlicher Kulisse.
       
 (DIR) In der S-Bahn nach Strausberg: Niemand sagt Danke
       
       Wer mit schierer Willenskraft die Mitreisenden in die richtige Bahn lenkt,
       darf sich schon mal ein bisschen Anerkennung wünschen.
       
 (DIR) Im Krankenhaus: Die Uhr zeigt halb acht
       
       Auf der Palliativstation ist alles entspannter und die Pflegekräfte geben
       sich besonders viel Mühe. Nur die Zeitzonen scheinen sich zu verschieben.
       
 (DIR) Ungewöhnliche Begegnung der jungen Art: Mäuse und Schwestern
       
       Bei einer Sommerparty im Garten kann man zur blauen Stunde interessante
       Berufe kennenlernen.
       
 (DIR) Abkühlung: Ein Hoch auf das Grundwasser
       
       Das altmodische grüne Ding im Wendehammer tut seinen Dienst an heißen
       Sommertagen in der Großstadt.
       
 (DIR) Endlos in der Schleife: Perfekter Kundenservice
       
       Horst heißt der smarte KI-Assistent des KFZ-Betriebs. Trainiert scheint er
       vor allem darauf zu sein, lästige Kundenanfragen abzufangen.
       
 (DIR) Radfahren am Sommermorgen: Um 5.30 Uhr auf dem Elsterradweg
       
       Wer zu unchristlicher Uhrzeit auf dem Fahrrad unterwegs ist, sieht die Welt
       neu: Lianen in Leipzig, Bienen im Birnbaum und ziellose Zeit überall.
       
 (DIR) In Mathe vor der Tür: Im Keller lachen
       
       Am Abendbrottisch geht es um die Wurst. Um Leberwurst aus der Eberswalder
       Wurstfabrik genauer gesagt. Gegessen hat die allerdings vermutlich keiner.
       
 (DIR) Auf dem Schulweg lesen: Der schlingernde Schüler
       
       Für heute gerettet: Wenn der Handynacken von übermäßiger Lektüre herrührt,
       sind die Kids eben doch alright.
       
 (DIR) Das Päckchen der Nachbarin: Eine Beule wird bleiben
       
       Gegen die Hitze hilft Rote-Beete-Suppe und ein Freund mit gut gedämmter
       Wohnung, zumindest ein Wochenende lang. Zurück zu Hause sorgt ein Paketbote
       für Aufregung.
       
 (DIR) Radfahren bei 40 Grad: Seifenspritzer und geschmolzenes Gummi
       
       Hitzewelle in Berlin. Da kann einer als Radfahrerin schnell mal schwindelig
       werden. Oder man hat Glück und bekommt eine Erfrischung spendiert.
       
 (DIR) Weddinger Pfandflaschendelirium: Plein und Pein im Pfandroulette
       
       Großer Bahnhof im Edeka-Markt an der Müllerstraße. Bei der
       Pfandflaschenrückgabe in Berlin-Wedding sind zehn Euro wie ein Jackpot in
       der Spielbank.
       
 (DIR) Ein Gartenmöbel, das verbindet: Es lebe der Monobloc
       
       Seit den 1970er Jahren steht er auf Balkonen und vor Imbissbuden. Der
       Monobloc ist ein praktischer Klassiker, der mehr Beachtung verdient
       
 (DIR) Analog vs. digital: Waterdating
       
       Kennenlernen außerhalb des Internets – gibt es das noch? Ja, beim Schwimmen
       im See beispielsweise, dank laminierter Visitenkarten.
       
 (DIR) Berliner Seen, nein danke: Das große Seegrausen
       
       Warum nur wollen alle unbedingt zwischen Boomboxgedröhn und Steroid-Mücken
       auf toten Wurzeln herumliegen? Unser Autor bleibt lieber zu Hause.
       
 (DIR) Essen und denken: Lammkopfsuppe
       
       Nächtliches Essen und kluge Komplimente führen im nächtlichen Berlin zu
       nostalgischen Gedanken über Erscheinung und Wesen der Menschen.
       
 (DIR) Im Glaskasten nach oben: Vorsicht an den Türen
       
       Einer ist schon drin. Im Aufzug an einem U-Bahnhof in Berlin-Kreuzberg
       kommt es zu einer Begegnung zwischen zwei Menschen.
       
 (DIR) Wohin im Ernstfall?: Auswandern als Partyspiel
       
       Auswandern als Ultima Ratio. Die Frage ist, wohin und ob es dort dann
       wirklich besser ist. Unsere Autorin bricht ihren Versuch ab und kommt
       zurück nach Berlin.
       
 (DIR) Düsseldorfbesuch mit Farbexplosion: Wolfgang Welt macht Disco
       
       In Düsseldorf wird des Popautors Wolfgang Welt gedacht. Draußen sorgt
       derweil ein Gewitter für echtes Feuerwerk.
       
 (DIR) Fête de la Musique in Berlin: Witzeln bis man Ohr wird
       
       Die Fête de la Musique kann auch ein Wortspielhöllenritt sein. Manchmal
       läuft aber eine Waschmaschine, und das ist auch schön.
       
 (DIR) Vorsicht in der nächtlichen S-Bahn: Wahrscheinlich falscher Alarm
       
       War der Rock vielleicht gar nicht nass? Und sind die Warnungen vor den
       Folgen künstlicher Intelligenz vielleicht auch übertrieben?