# taz.de -- Kolumne Szene
       
 (DIR) Übers Glück des Tanzens: Morgens, nach dem Rausch
       
       Mit Bewegungen in den Tag zu starten beglückt das Gemüt und schärft die
       Sinne für Neues und Altes in der eigenen Stadt.
       
 (DIR) Bücher, so viele Bücher: Zu viel Besitz macht nervös
       
       Wohin mit all den Büchern, die schon gelesen sind und die nie mehr
       irgendwer aufschlagen wird? Im Hausflur abgelegt finden sie vielleicht neue
       Besitzer.
       
 (DIR) Yoga nach Hartmut Rosa: Zwischen „Handeln“ und „Vollziehen“
       
       Echte Energie kommt laut Hartmut Rosa aus emotionaler Verbundenheit.
       Manchmal reicht eine improvisierte Yogastunde, um diese herzustellen.
       
 (DIR) Im Improtheaterkurs: Meckerndes Meerschweinchen
       
       Zwischen Gruppentherapie und Hubschrauberimprovisation: Ein Neuköllner
       Volkshochschulkurs zeigt, wie leicht die schwersten drei Worte fallen
       können.
       
 (DIR) Waschen und abschalten: Zeit der Schleuderträume
       
       Die Maschine zentrifugiert, der Trockner wirbelt. Ein Ausflug in den
       Waschsalon bietet Raum für Schleuder- und Gedankengänge.
       
 (DIR) Artenvielfalt in der Stadt: Innerterrestrisches Leben
       
       In der Stadt gibt es im Sommer einiges an Bioptopen zu entdecken. Schade,
       dass man kein Mikroskop dabeihat.
       
 (DIR) Krähen und Greifvögel: Hitchcock 2.0
       
       Auf Schildern und in Foren wird vor Attacken von Krähen, Bussarden und
       Steinadlern gewarnt, die sich Hitchcock nicht besser hätte ausdenken
       können.
       
 (DIR) Baustelle in Berlin-Charlottenburg: Lauf Jonas, lauf
       
       Monatelang tut sich nichts auf der Baustelle in Berlin-Charlottenburg.
       Interessant wird sie erst wieder, als zwei Jungs dort herumturnen.
       
 (DIR) Mit dem Nachtbus nach Hause: Kreuzberger Nacht in der N8
       
       Im Berliner Nachtbus N8 sind alle mit sich selbst beschäftigt, um nicht
       hinzufallen, wach zu bleiben oder klarzukommen. Ein kleiner Junge fällt da
       nicht weiter auf.
       
 (DIR) Der Geschmack von Pastéis de Nata: Und die kalten Kacheln auf der warmen Haut
       
       Mit der Pastelaria von Belém kann die portugiesische Bäckerei im Kiez nicht
       mithalten. Aber sie weckt Erinnerungen an einen heißen Nachmittag in
       Lissabon.
       
 (DIR) S-Bahn-Verkehr: Cola und Radieschen
       
       Im Frühling haben Tinder und Co ausgedient. Die Öffentlichen werden wieder
       zum Dating-Portal.
       
 (DIR) Nächtliche Roller-Raudis: Instant-Karma für den König der Welt
       
       Highspeed auf zwei Rädern in Berlin-Wedding: Am Klang erkennt man bereits
       deutlich die Vierstelligkeit des entstandenen Sachschadens.
       
 (DIR) Freilaufende Troubadixe: Sie röhren unablässig
       
       Im Hamburger Stadtraum scheinen sich Sangeskünstler:innen ganz
       besonders wohl zu fühlen. Pausenlos beschallen sie den Balkon unserer
       Autorin.
       
 (DIR) Besuch auf dem Land: Oh, wie herrlich! Frischluft!
       
       Vom Hochbett aus ist die Aussicht am schönsten. Vorsicht jedoch an der
       Leiter beim Herunterklettern – sonst landet der Fuß womöglich, wo er nie
       hinwollte.
       
 (DIR) Der Kanzler in der Oper: Viel mehr als das Wort
       
       Das Publikum hält den Atem an, als Ehrendirigent Zubin Mehta Beethoven
       anstimmen lässt. Auch ein Gast oben im Rang ist sichtlich bewegt.
       
 (DIR) Chattie um Rat fragen: Wegen Koks auseinander gelebt
       
       Wie hoch ist der Eintritt vom besten Club der Welt? Darüber schnacken Bro
       und Digger im 44 Brekkie. Und essen am Wochenende schon mal im Borchardts.
       
 (DIR) Zu Besuch bei Ludwig Zwo: Das Erbe der Nachtschwalbe
       
       Während des Immobilienchecks bei Bajuwarenkönig Ludwig Zwo können samtene
       Treppen auch einen Wettstreit anregen. Oder man isst lieber ein Eis.
       
 (DIR) Warten mit dem Uhu: Am Zaubergleis
       
       Klar, dass Nacht ist, wenn der Großstadtmensch einer imposanten Eule
       begegnet. Oder war beim Treffen auf dem S-Bahnsteig noch ganz anderes im
       Spiel?
       
 (DIR) Das zukünftige Ex-Rad: Noch eine Abschiedsrunde drehen
       
       Was hat man nicht alles gemeinsam erlebt! Sich vom liebgewonnenen Fahrrad
       zu trennen, fühlt sich so an, als würde eine Liebesbeziehung zu Ende gehen.
       
 (DIR) Frisch Aufgebrühtes aus dem Sandkasten: Und jetzt ist Teatime
       
       Pfefferminz, Fenchel oder Hagebutte? Welcher Tee passt wohl am besten zu
       Matschmuffins mit Kastanienblätter-Bröseln und Kieselstein-Topping?
       
 (DIR) Tiktok-Kids kapern ehemaligen Kampftag: Lauwarmes Bier mit Panoramablick auf die Apokalypse
       
       Wer nach Neukölln am 1. Mai über Kreuzberg per Fahrrad fahren möchte, für
       den gibt es kein Entkommen. Eindrücke aus einer urbanen Wohlandsmüllhalde.
       
 (DIR) Aus Alt mach Neu: Die Flipflops
       
       Wegwerfen, weil nicht mehr im Trend? Nicht nötig, solange es gute Ideen und
       eine Brotschneidemaschine gibt, weiß die Tochter unseres Autors.
       
 (DIR) Freundschaft im Alter: Drei von der Grabstelle
       
       Damals gingen sie vielleicht nebeneinander die Gleise entlang. Heute führt
       ihr gemeinsamer Weg sie zum Grab des einen, der nicht mehr dabei sein kann.
       
 (DIR) Allein ist auch mal schön: Männer im schlechtesten Alter
       
       Zwischen Mitte 40 und Mitte 50 macht Dating wenig Spaß, finden zwei Frauen
       in der Kaffeeschlange. Für männliche Singles haben sie sogar ein neues Wort
       erfunden.
       
 (DIR) Verpulverte Endorphine: Hände hoch, wer noch kann
       
       Bis in die Wohnung unserer Autorin sind die Schreie von der Hamburger
       Kirmes zu hören, wo sich Menschen halsbrecherischen Fahrgeschäften
       hingeben.
       
 (DIR) Halluzinieren mit einem im Tee: Eingepflanzte Vorurteile
       
       Wer vor Nussläden zu viel Zucker konsumiert, kann sein konspiratives Wunder
       erleben. Darauf einen Schluck!
       
 (DIR) Erscheinung am Bahngleis: Er trägt den Vogelschwarm wie ein Kostüm
       
       LSD-Erscheinung oder Touri-Falle? Die Algorithmusjünger saugen dem Gott der
       Finsternis den Content ab.
       
 (DIR) Unerzähltes aus dem zweiten Stock: Wollen Sie noch etwas trinken?
       
       Ein Unbekannter bittet um Hilfe. Die Angelegenheit ist schnell erledigt,
       doch was sich hinter der Geschichte verbirgt, bleibt offen.
       
 (DIR) Innenleben der Eierschachtel: Dem Floh nachgeben
       
       Den Verlockungen im Supermarkt zu widerstehen, ist mit leerem Magen
       ungleich schwieriger. Schon gar, wenn einen der Kassierer auf Ideen bringt.
       
 (DIR) Spaß ist, was ihr draus macht: Sex und Softdrinks
       
       Ein Fanta-Date ist eine gute Erfrischung für die Durststrecke vor der
       nächsten großen Liebe. Aber wie wäre es zur Abwechslung mal mit Cola oder
       Sprite?
       
 (DIR) Im Regen am Maybachufer: High und heiser
       
       Ohne Stimme auf dem Flohmarkt verkaufen wollen, ist ambitioniert. Für echte
       Gespräche reicht es mitunter trotzdem.
       
 (DIR) Großstadtbegegnungen: Mitten rein ins Gespräch
       
       Bei manchen Alltagsbegegnungen wird gleich das ganze Leben ausgeschüttet.
       Nur wenn’s um Politik geht, dann muss man gleich schnell wieder los.
       
 (DIR) Wärmende Tüte von der Bude: Dreie sind noch da
       
       An manchen Orten gelten Gesetze, die keine Wetter-App erfasst. Man muss
       bloß im richtigen Moment dort sein.
       
 (DIR) Treiben im Café: Kein Ort zum Schreiben
       
       Unter Menschen schreiben kann unsere Autorin nicht. Viel zu anregend ist
       das, was im Schöneberger Café um sie herum passiert.
       
 (DIR) Brotesser lieben diesen Trick: Toast Bread Packaging Trimmer
       
       Selbstwirksamkeit in der Küche kann einfach sein – und innovativ. Kennen
       Sie Toastbrotverpackungsbeschneider? Eine Küchenglosse.
       
 (DIR) Kunst am Straßenrand: Blicke durchs Pappmaché
       
       Die Berliner Allee in Berlin-Weißensee ist kein Ort für Ästheten – bis ein
       filigraner rosa Rüssel und zwei wachsame Augen die Tristesse durchbrechen.
       
 (DIR) Aprilwetter: Die Zu-Verschenken-Kiste schwimmt an uns vorbei
       
 (DIR) Frühstück bei McDonald's: Zwanzig Jahre später
       
       Zug verpasst. Ungeschminkt, in Winterjacke nach einer durchwachten Nacht
       auf dem Bahnhof. Ausgerechnet bei McDonald's ein Augenblick der Sehnsucht.
       
 (DIR) Berliner beim Bergsteigen: Bärbel, deine Welt sind die Berge
       
       Wenn man mit Turnschuhen das Gebirge betritt, ist der Abstieg manchmal
       weiter entfernt als gedacht. Wie gut, wenn man den Heiland trifft. Oder
       Bärbel.
       
 (DIR) Tanz und Kochideen: Als Versöhnung Baba Ghanoush
       
       Sich nach einem Streit mit einem Essen zu entschuldigen, scheint unserer
       Autorin eine gute Idee. Etwas mit Auberginen muss es sein!
       
 (DIR) Erinnerung an die Love Parade: Kopfschmerzen
       
       Ohne Geld feiern und Spaß haben? Das geht, wenn man sich zu helfen weiß –
       weitgehend.
       
 (DIR) Feiertage ohne Familie: Die Wahrheit über Ostern
       
       Manchmal kann sogar die Rebellin kleine Einsamkeiten empfinden. Oder
       zumindest darüber nachdenken.
       
 (DIR) Ein imaginärer Hund auf Probe: Hobby Dogging
       
       Nach „Hobby Horsing“ kommt jetzt der neue Trend: „Hobby Dogging“. Er könnte
       Eltern helfen, den Hundewunsch der Kinder auf die Probe zu stellen.
       
 (DIR) Rosalía und der Berliner Halbmarathon: Glücklich für sie und ihr sechstes Mal
       
       Jedes Jahr kommt E. nach Berlin, um die 21 Kilometer des Halbmarathons zu
       laufen. Beim Anfeuern klingt Rosalías „Berghain“ im Kopf mit.
       
 (DIR) Sensationelle Begegnung: Das klappt mit uns beiden
       
       Wer mal eben eine Pause im Café einlegt, kann dort zu ganz neuen Einsichten
       gelangen. Über Dates etwa.
       
 (DIR) Kindergeburtstage in der Großstadt: Auf Schatzsuche im Sandkasten
       
       Wer bei der urbanen Schnitzeljagd mit Kindern Schätze verbuddelt, darf
       nicht traurig sein, wenn die Kinder beim Buddeln etwas anderes zutage
       fördern.
       
 (DIR) Konzertbesuche Ü50: Die letzten der Ausgeher
       
       Auf Berliner Konzerten fallen die älteren Semester auf. Doch wie nur kann
       man sich ihnen anschließen?
       
 (DIR) Drogen per Taxi: Kaltakquise per Briefkasten
       
       Wenn der Drogentaxi-Flyer scheinbar wahllos in einem Briefkasten in
       Weißensee landet: Auch Dealer haben Öffnungszeiten.
       
 (DIR) Damals in Berlin: Echt jetze?
       
       Manche Straßenszenen werden nicht alt. Erinnerungen an einen Kreuzberger
       Dialog.