# taz.de -- Deutsche-Bank-Tochter kündigt Konten: Postbank wirft Antifaschisten raus
       
       > Die Postbank kündigt Konten der Berliner VVN-BdA. Ausgerechnet die
       > Tochter der NS-belasteten Deutschen Bank erschwert den Antifaschisten die
       > Arbeit.
       
 (IMG) Bild: Die Postbank hält die Gründe für die Kontokündigung vorerst geheim: Filiale am Willy-Brandt-Platz in Essen
       
       Die Postbank hat dem Berliner Landesverband der [1][Vereinigung der
       Verfolgten des Naziregimes/Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten
       (VVN-BdA) und drei seiner Vereine die Konten gekündigt]. Ob das im
       Zusammenhang mit der US-Sanktionsliste oder der Geschäftspolitik der
       Postbank steht, ist unklar. „Wir kennen die Gründe der Kündigungen nicht“,
       sagte Markus Tervooren, Geschäftsführer des Berliner VVN-BdA.
       
       Vor Kurzem sorgte die Kündigung von Konten der Gefangenenhilfsorganisation
       Rote Hilfe für Aufsehen, die mit der US-Sanktionsliste im Zusammenhang
       stehen. Diese führt eine Gruppierung namens „Antifa Ost“ auf. Die Sparkasse
       Göttingen hatte vor Gericht ihre Kündigung auch mit Verbindungen zu solchen
       Gruppen begründet. [2][Sie muss die Konten aber vorläufig weiterführen, hat
       das Landgericht Göttingen in einem Eilverfahren entschieden]. Die
       endgültige Entscheidung steht noch aus.
       
       Möglich sei, dass die Kündigungen der Postbank ebenfalls im Zusammenhang
       mit der US-Sanktionsliste stehen, sagte Tervooren. Es könne aber auch sein,
       dass die Postbank ihre Kundenbestände bereinigt und die VVN-BdA deshalb
       loswerden wolle. Sie versucht, profitabler zu werden. Banken dürfen
       Geschäftsbeziehungen jederzeit ohne Angabe von Gründen beenden, Sparkassen
       wegen ihres öffentlich-rechtlichen Charakters nicht. Mit Verantwortlichen
       der Postbank zu sprechen, sei bislang nicht möglich gewesen, sagte
       Tervooren. „Wir prüfen, ob wir juristisch gegen die Kündigungen vorgehen.“
       
       ## Postbank und Deutsche Bank schweigen
       
       Der Landesverband hat auch ein Konto bei der Sparkasse, die drei Vereine
       nicht. „Wir müssen schnell eine Lösung finden“, sagte Tervooren. Er
       kritisiert, dass die Postbank als Tochterunternehmen der [3][Deutschen
       Bank] mit den Kündigungen die antifaschistische Arbeit erschwert. Die
       Deutsche Bank war an den Verbrechen des NS-Regimes beteiligt und hat davon
       profitiert.
       
       Die Postbank will sich auf taz-Anfrage nicht zu den Kündigungen äußern. Sie
       nimmt auch keine Stellung zu der Kritik des VVN-BdA, dass sie als Tochter
       der NS-belasteten Deutschen Bank die Konten von Organisationen kündigt, die
       antifaschistisch tätig sind. Die Deutsche Bank will mit Hinweis auf die
       Antwort der Postbank keine Stellungnahme abgeben.
       
       11 Feb 2026
       
       ## LINKS
       
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       ## AUTOREN
       
 (DIR) Anja Krüger
       
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