# taz.de -- Drehbuchautor im Iran festgenommen: Co-Autor von Oscar-nominiertem Film im Iran festgenommen
       
       > Mehdi Mahmoudian schrieb mit am Drehbuch des oscarnominierten
       > Politthrillers „Ein einfacher Unfall“. Jetzt wurde er im Iran inhaftiert.
       
 (IMG) Bild: Der Spielfilm „Ein einfacher Unfall“ ist für einen Oscar nominiert, Co-Autor Mehdi Mahmoudian wurde jetzt festgenommen
       
       Im Iran ist ein Co-Autor des [1][oscarnominierten Politthrillers „Ein
       einfacher Unfall“] festgenommen worden. Wie das iranische Onlineportal
       Emtedad berichtete, habe der Autor und Journalist Mehdi Mahmoudian nach
       seiner Inhaftierung inzwischen Kontakt zu seiner Familie aufnehmen können.
       Die Vorwürfe gegen ihn seien bislang unbekannt, hieß es unter Berufung auf
       seinen Anwalt. Als möglicher Grund für die Festnahme gilt ein Schreiben,
       das Mahmoudian gemeinsam mit weiteren Persönlichkeiten unterzeichnet hatte
       und in dem die blutigen Repressionen im Iran Anfang Januar verurteilt
       wurden.
       
       Eine dramatische Wirtschaftskrise und sehr hohe Inflation hatten Ende
       Dezember Proteste im Iran ausgelöst. In den Metropolen kam es am 8. und 9.
       Januar dann zu Massenprotesten, die brutal niedergeschlagen wurden. Dabei
       sollen Tausende Menschen getötet worden sein.
       
       Auch der iranische Regisseur des Film „Ein einfacher Unfall“, [2][Jafar
       Panahi (65), hatte zum Auftakt des Europäischen Filmpreises Mitte Januar in
       Berlin] mit einem dramatischen Appell an die Lage in seinem Heimatland
       erinnert. „Wenn Gewalt unbeantwortet bleibt, wird sie normalisiert“, sagte
       Panahi unter anderem. Und wenn sie normalisiert werde, breite sie sich aus
       und werde ansteckend.
       
       Panahi gewann mit seinem jüngsten Film „Ein einfacher Unfall“ die Goldene
       Palme in Cannes und geht damit bei den Oscars in der Sparte für den Besten
       Internationalen Film für Frankreich ins Rennen. Er setzt sich darin mit
       Erlebnissen im Gefängnis und der Gewalt des iranischen Regimes auseinander.
       Während der Regisseur im Ausland weilte, verhängte ein Revolutionsgericht
       in Teheran in Abwesenheit gegen ihn eine Haftstrafe. (dpa)
       
       2 Feb 2026
       
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