# taz.de -- Friedensgespräche für die Ukraine: Nächste Runde am nächsten Mittwoch
       
       > Ukraines Präsident Selenskyj kündigt eine zweite Runde von
       > Direktgesprächen mit Russland ab dem 4. Februar an. Das ist drei Tage
       > später als zunächst geplant.
       
 (IMG) Bild: Russland, Ukraine und die USA wollen ab Mittwoch in Abu Dhabi verhandeln, verkündet Präsident Selenskyj
       
       dpa/rtr | Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die nächste
       Gesprächsrunde mit Russland in Abu Dhabi über eine Beendigung des
       russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine für den kommenden Mittwoch
       angekündigt. „Die Termine für die nächsten trilateralen Treffen stehen fest
       – 4. und 5. Februar in Abu Dhabi“, [1][teilte er mit]. Es habe einen
       entsprechenden Bericht seines Verhandlungsteams erhalten.
       
       Trilaterale Gespräche – also zwischen ukrainischen und russischen
       Vertretern sowie US-Unterhändlern – hatte es vergangenes Wochenende bereits
       in Abu Dhabi gegeben. Danach war zunächst dieser Sonntag als Termin für
       eine Fortsetzung genannt worden. Die Regierungen in Moskau und Kyjiw hatten
       den Termin zwar angekündigt, aber – wie schon vorige Woche – weder einen
       genauen Ort noch einen Zeitpunkt genannt.
       
       „Die Ukraine ist bereit für eine substanzielle Diskussion, und wir sind an
       einem Ergebnis interessiert, das uns einem echten und würdigen Ende des
       Krieges näher bringt“, teilte Selenskyj jetzt mit.
       
       Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor. Der Sekretär des
       russischen Sicherheitsrates, Sergej Schoigu, traf derweil zu Gesprächen mit
       dem chinesischen Außenminister Wang Yi ‌in China ein.
       
       ## Russische Angriffspause endet am Sonntag
       
       Unklar blieb auch, ob die russische [2][Pausierung der Angriffe auf die
       Energieinfrastruktur] nun ebenfalls über Sonntag hinaus fortgesetzt werden
       könnte oder nicht. Russland hatte einer Bitte von US-Präsident Donald Trump
       zugestimmt, auf neue Angriffe gegen Energieanlagen vorübergehend zu
       verzichten, auch um eine gute Grundlage für die Verhandlungen in Abu Dhabi
       zu schaffen.
       
       Neue Meldungen über russische Angriffe auf ukrainische Energieanlagen gab
       es am Sonntag zunächst nicht. Nach einem Blackout am Samstag durch einen
       Ausfall von Leitungen dauerten die Arbeiten zur Wiederherstellung der
       Versorgung an. Im ganzen Land gab es Behörden zufolge weiter
       Notabschaltungen.
       
       Kyjiws Bürgermeister Vitali Klitschko berichtete, dass immer mehr Häuser
       wieder an die Heizungsversorgung angeschlossen würden. Demnach waren am
       Morgen noch rund 1.000 Häuser in der Hauptstadt ohne Wärmeversorgung, nach
       3.500 Häusern am Vorabend.
       
       Bei einem russischen Drohnenangriff in der Stadt Dnipro wurden nach
       Behördenangaben in der Nacht zu Sonntag zwei Menschen getötet. Ein Mann und
       eine Frau starben, wie Militärgouverneur Olexander Hanscha mitteilte. Es
       sei ein Feuer ausgebrochen. Ein Haus sei zerstört, zwei weitere Gebäude
       seien beschädigt worden. Die ukrainischen Luftstreitkräfte meldeten
       insgesamt 90 russische Drohnenangriffe im Land, insgesamt habe es gut ein
       Dutzend Einschläge gegeben.
       
       Bei zwei russischen Drohnenangriffen in der Stadt Saporischschja wurden
       nach Behördenangaben am Sonntag mindestens sechs Menschen verletzt. Ein
       Angriff traf eine Geburtsklinik und traf zwei Schwangere, die sich dort
       gerade zur Untersuchung aufhielten, berichteten ukrainische Medien.
       
       1 Feb 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://x.com/ZelenskyyUa/status/2017906757511659583
 (DIR) [2] /Kritische-Lage-der-nuklearen-Sicherheit/!6150176
       
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