# taz.de -- Fußballbundesliga und Kälte: Träumen Bundesligaspieler von warmen Hallen?
> Der 20. Spieltag der Fußball-Bundesliga der Männer begann eher
> schleppend. Kein Wunder bei der Kälte. Oder plagen gar düstere Gedanken
> die Spieler?
(IMG) Bild: Ein Tee hilft immer gegen Kälte – Bremens Stadionsprecher bei der Partie am Samstag gegen Mönchengladbach
Neben Nervosität herrschte an diesem Spieltag vor allem Wetter. Das ist
wenig überraschend, denn der Winter besteht im Kern aus Unseligkeit. Dass
dazu auch Kälte, Schnee und Eis gehören, hatte man allerdings in den
letzten Jahren weitgehend vergessen.
Und so ist zu vermuten, dass auch die Bundesligaspieler die Bilder von
hilflos auf Bürgersteigen dahinschlitternden Menschen sowie überlasteten
Notaufnahmen in den Nachrichten gesehen hatten und entsprechend
beschlossen, auf gar keinen Fall zu denjenigen gehören zu wollen, für die
der Tag mit geschienten, vergipsten oder womöglich gar zusammengenagelten
Knochen enden würde.
Das war an sich keine schlechte Idee, blöderweise kam an diesem Samstag
mutmaßlich auch noch der Vorsatz dazu, keinen vielleicht am Ende den
Abstieg oder das Verpassen der internationalen Wettbewerbe bewirkenden
Fehler zu machen – was 14 Spieltage vor Saisonende ein wenig irrational
anmutet, andererseits hatte sich in den ersten Januar-Wochen schon
eindrücklich gezeigt, dass dieses 2026 das Zeug dazu hat, das Jahr zu
werden, in dem wirklich jeder Irrsinnsgedanke umgesetzt werden könnte.
Sicherheitshalber nur ein bisschen den Ball hin und her zu schieben und
sich dabei düsteren Gedanken über die Zukunft der Menschheit oder des
eigenen Vereins hinzugeben, schien der passende Spieltagsplan zu sein. Und
so passierte 25 Minuten lang in den Stadien von Frankfurt, Leipzig, Bremen,
Hoffenheim und Augsburg exakt gar nichts, bis der Leverkusener Arthur
schließlich das sehr hübsch anzusehende erste Tor schoss.
## Der Traum von der wohltemperierten Halle
Andererseits: Natürlich weiß niemand ganz genau, was Bundesligaspieler
denken, vielleicht war allen auch einfach bloß kalt gewesen, oder sie
hatten schlecht geschlafen. Man kennt das ja, Wetter macht unangenehme
Dinge mit Menschen und sie außerdem nervös.
Vielleicht hatten die Kicker aber auch bloß, während sie misstrauisch den
Rasen betrachteten, davon geträumt, sich eine andere Sportart ausgesucht zu
haben. Natürlich eine, die zumindest im Winter in wohltemperierten Hallen
ausgeübt wird, begleitet von Ovationen nicht tiefgefrorener Fans.
Oooops, gab es ja schon mal, der letzte DFB-Hallenpokal ist allerdings nun
auch schon wieder 25 Jahre und 17 Tage her. Gewonnen hat damals übrigens
keiner der großen Favoriten, sondern (im Finale gegen Werder) die SpVgg
Unterhaching, die mittlerweile in der Regionalliga Bayern spielt.
Beziehungsweise nicht spielt, denn in der 4. bayerischen Liga geht der
Spielbetrieb erst am 20. Februar wieder los.
1 Feb 2026
## AUTOREN
(DIR) Elke Wittich
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