# taz.de -- Durchsuchung bei Berliner Neonazi: Er hielt den Hammer in der Hand
       
       > Im Frühling haben Neonazis des Dritten Wegs den „Fischladen“ in der
       > Rigaer Straße attackiert. Nun gab es eine Razzia beim Neonazi Erik S.
       
 (IMG) Bild: Protest gegen Neonazis in Marzahn
       
       Es war der Vormittag des 29. Mai 2025, als sich eine Gruppe Neonazis vom
       Dritten Weg bis ins autonome Kerngebiet in der Rigaer Straße vorwagte. Auf
       Fahrrädern und mit Hämmern bewaffnet näherten sie sich der linken
       Szenekneipe „Fischladen“. Sie scheiterten daran, in die Kneipe
       einzudringen, schlugen stattdessen auf das Gebäude ein und klauten ein
       Transparent. Anschließend flohen sie auf Fahrrädern.
       
       Für den Neonazi Erik S. hat die Aktion nun Konsequenzen. Wie die
       Staatsanwaltschaft der taz bestätigte, haben Beamt:innen des
       Staatsschutzes am Donnerstagmorgen in dieser Sache die Wohnung von Erik S.
       in der Thulestraße in Pankow durchsucht. Vorgeworfen wird ihm laut
       Staatsanwaltschaft gemeinschaftliche Sachbeschädigung mit dem Ziel,
       politisch Andersdenkende zu schädigen. Die Polizei habe Beweismittel
       sichergestellt. Verhaftet wurde Erik S. allerdings nicht.
       
       [1][Auf der Rechercheplattform Aus dem Weg sind Fotos zu finden], die
       offenbar unmittelbar nach dem Angriff entstanden sind, und die S. in der
       Rigaer Straße auf dem Fahrrad, mit einem Hammer in der Hand zeigen sollen.
       Die Nazis hatten sich allerdings auch keine Mühe gemacht, ihre Tat zu
       vertuschen. Noch am Abend veröffentlichten sie ein Bild auf Telegram, auf
       dem sie auf Fahrrädern unmittelbar in der Nähe der Rigaer Straße posieren.
       Lediglich ihre Gesichter verdecken sie mit Parteiflyern. Dazu die Caption:
       „In der Gemeinschaft waren unsere Nationalrevolutionäre am heutigen Tage
       wieder sportlich mit dem Fahrrad auf Tour in der Berliner Großstadt“.
       
       Erik S. ist in der sogenannten Nationalrevolutionären Jugend (NRJ) aktiv,
       der Jugendorganisation des Dritten Wegs. Laut der Rechercheplattform Aus
       dem Weg wohnt er in Pankow bei seinen ebenfalls rechtsextremen Eltern. Wie
       das gesamte Umfeld aus der NRJ gilt er als kampfsportaffin und
       gewaltbereit. Seit Jahren erscheint er auf neonazistischen Demonstrationen
       und wird von Antifas [2][mit verschiedenen Angriffen auf politisch
       Andersdenkende in Verbindung gebracht].
       
       29 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.ausdemweg.net/29-mai-2025-iii-weg-provokation-in-friedrichshain/
 (DIR) [2] https://kontrapolis.info/9887/
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Timm Kühn
       
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