# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Papst kritisiert anhaltende Angriffe auf die Ukraine
> Papst Leo XIV. ruft zu Frieden und „Respekt vor den Völkern“ auf. Der
> US-Sondergesandte Witkoff kündigt weitere Ukraine-Gespräche in Abu Dhabi
> an.
(IMG) Bild: Papst Leo XIV. spricht beim traditionellen Sonntagssegen zu den Gläubigen auf dem Petersplatz im Vatikan am 25.1
[1][Papst Leo XIV.] hat Russlands [2][Kriegsführung gegen die Ukraine]
scharf kritisiert. „Auch in diesen Tagen wird die Ukraine von anhaltenden
Angriffen heimgesucht, ganze Bevölkerungsgruppen sind dadurch der
winterlichen Kälte ausgesetzt“, sagte er am Sonntag beim Mittagsgebet auf
dem Petersplatz.
„Die Fortsetzung der Kampfhandlungen mit ihren immer schwerwiegenderen
Folgen für die Zivilbevölkerung vertieft die Kluft zwischen den Völkern und
rückt einen gerechten und dauerhaften Frieden in die Ferne“, mahnte Leo. Er
verfolge die Ereignisse mit großer Trauer und sei in Gedanken und im Gebet
bei den Leidenden. „Ich appelliere an alle, ihre Bemühungen zur Beendigung
dieses Krieges weiter zu intensivieren.“
Ausdrücklich rief der Papst zum Friedensgebet für die Ukraine, den Nahen
Osten und alle Regionen auf, „wo man sich leider für Interessen bekämpft,
die nicht die der Menschen sind“, sagte Leo. „Frieden wird durch den
Respekt vor den Völkern aufgebaut!“, unterstrich der Papst vor Tausenden
Menschen auf dem Petersplatz. (kna)
## Witkoff: Direkte Gespräche sollen fortgesetzt werden
In der kommenden Woche sind nach US-Angaben weitere [3][Gespräche zur
Beendigung des Ukraine-Kriegs] in den Vereinigten Arabischen Emiraten
geplant. Zu den am vergangenen Freitag und Samstag abgehaltenen
trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington schrieb der
US-Sondergesandte Steve Witkoff auf der Plattform X, diese seien „sehr
konstruktiv“ gewesen. Es seien Pläne gemacht worden, „die Gespräche nächste
Woche in Abu Dhabi fortzusetzen.“
Bei den Verhandlungen geht es darum, einen Weg zur Beendigung des von
Kremlchef Wladimir Putin im Februar 2022 befohlenen Angriffskriegs gegen
die Ukraine zu finden. Russland fordert von der Ukraine für ein Ende der
Gewalt die Abtretung von Gebieten sowie den Verzicht auf einen
Nato-Beitritt und eine schlagkräftige Armee. Vor allem einen weiteren
Rückzug aus den bislang nicht von russischen Militärs besetzten Gebieten
hat die Ukraine abgelehnt. Die USA wollen als Vermittler beide Seiten zu
Kompromissen bewegen. (dpa)
## Selenskyj beschreibt Gespräche als konstruktiv
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte die trilateralen
Verhandlungen am Samstagabend als konstruktiv gelobt. Es seien Diskussionen
über mögliche Parameter für ein Ende des Krieges geführt worden, teilte
Selenskyj am Samstag mit. In Abu Dhabi hatten Vertreter der Regierung von
US-Präsident Donald Trump erstmals gleichzeitig mit Unterhändlern aus der
Ukraine und Russland verhandelt.
Alle Beteiligten hätten vereinbart, ihren Hauptstädten über jeden Aspekt
der Verhandlungen Bericht zu erstatten und das weitere Vorgehen mit ihren
jeweiligen Staatschefs abzustimmen, schrieb Selenskyj auf der Plattform
Telegram. Die Militärvertreter hätten zudem Themen für ein mögliches
nächstes Treffen identifiziert, das bereits in der kommenden Woche
stattfinden könnte. Der ukrainische Präsident sagte, es herrsche Einigkeit
darüber, dass die USA den Prozess zur Beendigung des Krieges überwachen und
kontrollieren und echte Sicherheit gewährleisten müssten.
Die USA bestätigten, dass ihr Vermittler Steve Witkoff, der Schwiegersohn
von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, Heeresminister Dan Driscoll
und US-Luftwaffengeneral Alexus Grynkewich an den Gesprächen teilnahmen.
Zum ukrainischen Team gehörten Verteidigungsratschef Rustem Umerow,
Generalstabschef Andrij Hnatow und Präsidialamtsleiter Kyrylo Budanow. Die
russische Delegation wurde nach Kremlangaben von Admiral Igor Kostjukow
geleitet. (ap)
25 Jan 2026
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