# taz.de -- Ferndiagnose für Trump bei Insta: Gefährlich in jedem Fall
       
       > Wie steht es um Trumps Gesundheitszustand und Zurechnungsfähigkeit?
       > Schlecht, analysiert eine Instagram-Seite. Kompetent, aber nicht
       > unironisch.
       
 (IMG) Bild: Mit oder ohne Demez: Trump am 21. Januar auf dem Weg zum Weltwirtschaftsforum in Davos
       
       Das Ganze ist wahrscheinlich schon ein wenig geschmacklos. Was nicht heißt,
       dass es nicht funktioniert, wenn der Instagrammer [1][@epistemiccrisis] die
       neusten Trump-Auftritte analysiert, um darin Zeichen zu erkennen, in
       [2][welchem Stadium seiner Demenz] sich der 47. Präsident der Vereinigten
       Staaten befindet.
       
       „Ich bin Arzt für Physiotherapie mit […] 14 Jahren Erfahrung in der
       häuslichen Gesundheitsversorgung und behandle geriatrische Patienten mit
       Demenz – Patienten wie diesen Typen.“ Mit diesen Worten und einem
       Fingerdeut auf Trump beginnt jedes Video.
       
       Dann beginnt die Analyse: Mal spricht der @epictemiccrisis über Trumps
       Gang, mal über die Körperhaltung, mal über seine Sprache oder blaue Flecken
       an seinen Händen. Alles seien bombensichere Anzeichen dafür, dass Trump an
       [3][frontotemporaler Demenz] erkrankt sei – dabei schrumpfen Frontal- und
       Temporallappen des Gehirns.
       
       [4][Beim Auftritt in Davos vor wenigen Tagen sieht @epistemiccrisis ein
       Symptom nach dem anderen]. Es beginnt schon nach der Landung mit dem
       Helikopter, wo Trump kaum in einer geraden Linie den roten Teppich
       entlanggehen kann. Oder seinen demenztypischen vorgebeugten Haltung am
       Rednerpult, auf das er sich stützen muss.
       
       ## Hohes Sturzrisiko
       
       „Das deutet darauf hin, dass ein Patient zumindest unbewusst weiß, dass
       sein Sturzrisiko hoch ist.“ Auch seine verwirrte Rede, in der Trump davon
       faselt, dass Nato-Länder ihn „Daddy“ genannt haben, und in der er Grönland
       mit Island verwechselt, sollen Aufschluss geben.
       
       Auch wenn sich @epistemiccrisis um Professionalität bemüht, kann er sich
       den ironischen Ton nicht verkneifen: Man merkt ihm an, dass er kein
       Trump-Fan ist.
       
       In einigen Videos erklärt er, dass er selbst Teil der MAGA-Sekte, wie er
       sie nennt, gewesen sei und es sich deswegen zur Aufgabe gemacht habe, ihre
       Illusion zu brechen. Ob eine leicht schadenfreudige Ferndiagnose der
       tugendhafteste Weg dafür ist? Den fast 600.000 Follower_innen scheint es
       nichts auszumachen. Und klar ist außerdem: Egal ob mit oder ohne Demenz:
       Trump ist gefährlich.
       
       4 Feb 2026
       
       ## LINKS
       
 (DIR) [1] https://www.instagram.com/epistemiccrisis/
 (DIR) [2] https://orf.at/stories/3418517/
 (DIR) [3] https://www.deutsche-alzheimer.de/demenz-wissen/frontotemporale-demenz
 (DIR) [4] https://www.instagram.com/p/DT0Lk_dEVv2/?hl=en
       
       ## AUTOREN
       
 (DIR) Valérie Catil
       
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