# taz.de -- Trumps Interesse an Grönland: Diese Gebiete haben die USA schon gekauft
       
       > Von Alaska bis Florida: Durch spektakuläre Ankäufe haben die USA ihre
       > Landkarte verändert. Und auch Grönland weckt nicht zum ersten Mal ihr
       > Interesse.
       
 (IMG) Bild: US-Präsident Trump will sich Grönland unter den Nagel reißen
       
       dpa | US-Präsident Donald Trump hat zuletzt immer wieder deutlich gemacht,
       [1][dass er Grönland besitzen will]. Dabei sprach er auch von „Erwerb“. Der
       Kauf zusätzlichen Territoriums ist in der 250-jährigen US-Geschichte kein
       Novum. In der Vergangenheit haben die Vereinigten Staaten für bestimmte
       Gebietserweiterungen immer wieder Geld in die Hand genommen.
       
       Dabei warf Washington mehrmals schon auch ein Auge auf [2][Grönland, die
       größte Insel der Welt]: Nach dem Zweiten Weltkrieg etwa bot die
       US-Regierung unter Harry S. Truman Dänemark Gold im Wert von 100 Millionen
       Dollar. Die Insel sei doch „völlig wertlos“, so das Argument. Zu einem Kauf
       kam es damals nicht. In anderen Fällen waren die US-Kaufambitionen
       erfolgreicher.
       
       ## 1803: USA verdoppeln mit Louisiana-Ankauf ihre Landfläche
       
       Für ein Schnäppchen von 15 Millionen Dollar geht 1803 das riesige Areal von
       mehr als 2 Millionen Quadratkilometern, das vom Mississippi bis zu den
       Rocky Mountains reicht, von Frankreich an die USA. Das damalige
       US-Territorium wird damit verdoppelt. Heute entspricht das Gebiet rund
       einem Viertel der US-Fläche und ist viel größer als der gleichnamige
       Bundesstaat.
       
       ## 1819: Florida-Vertrag mit Spanien regelt Grenzen in Nordamerika
       
       Washington erhält im Jahr 1819 für 5 Millionen Dollar Florida von Spanien
       und verzichtet im Gegenzug auf eigene Ansprüche im heutigen Texas. Damit
       gehörten seinerzeit alle westlich von Louisiana gelegenen Gebiete von Texas
       bis nach Kalifornien der spanischen Krone.
       
       ## 1848: USA verleiben sich von Mexiko Kalifornien und Co ein
       
       Nach dem Krieg mit den USA tritt im Jahr 1848 das mittlerweile von Spanien
       losgelöste [3][Mexiko] unter anderem die heutigen US-Bundesstaaten
       Kalifornien, Nevada, Utah, New Mexico sowie große Teile von Arizona und
       Colorado ab. Die US-Regierung zahlt 15 Millionen Dollar und verpflichtet
       sich, die Schulden der US-Staatsbürger gegenüber Mexiko zu begleichen. 1854
       zahlen die USA für weitere Gebiete in Arizona und New Mexico 10 Millionen
       Dollar.
       
       ## 1867: Von Russland erhalten die USA Alaska
       
       Die Regierung von Präsident Andrew Johnson erwirbt 1867 für einen
       Spottpreis von 7,2 Millionen Dollar Alaska von Russland. Danach kommt auch
       der Gedanke zum Erwerb Grönlands und Islands auf, die beide damals zu
       Dänemark gehören. Es wird aber kein formelles Angebot unterbreitet.
       
       ## Strategisch wichtige Jungferninseln von Dänemark gekauft
       
       1917 kaufen die USA unter Präsident Woodrow Wilson den Dänen die in der
       Karibik gelegenen Inseln Saint Croix, Saint John und Saint Thomas – damals
       Dänisch-Westindien – für Gold im Wert von 25 Millionen Dollar ab. Die
       Amerikaner befürchten, dass die Deutschen nach einer Invasion Dänemarks im
       Ersten Weltkrieg die Kontrolle über die Inseln erlangen könnten.
       
       14 Jan 2026
       
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