# taz.de -- Proteste in den USA: Wie leistet Minneapolis Widerstand gegen ICE?
> Nach der Tötung von Renée Good trotzen immer mehr US-Amerikaner der
> Abschiebepolitik von Donald Trump. Was wollen sie dem Präsidenten
> entgegensetzen?
Vergangene Woche haben Beamte der US-Abschiebebehörde ICE in Minneapolis
[1][eine Frau erschossen] – die Videos verbreiteten sich rasend schnell.
Darauf erkennt man, dass Renée Good keineswegs im Begriff war, einen
ICE-Polizisten zu überfahren – was aber Trump und seine Leute nicht davon
abhielt, sie trotzdem als „Terroristin“ zu betiteln. Die Regierung schickte
zudem tausend ICE-Beamte mehr nach Minneapolis, wo sie sich auf die Suche
nach Migranten ohne Papiere machen sollen.
Gleichzeitig demonstrieren nach der Tötung am helllichten Tage Zehntausende
gegen das brutale Vorgehen von ICE, in etlichen US-Städten, aber vor allem
auch in Minneapolis selbst. Sie fordern ein Ende der brutalen Suchaktionen
nach Migranten, die in den USA vor allem liberale Gemeinden treffen. In
Minneapolis formieren sich die Menschen derzeit zum [2][Widerstand gegen
Trumps Politik]. Während viele sich ICE auf friedliche Weise in den Weg
stellen sollen, gibt es aber auch einige, die bereits von einem drohenden
Bürgerkrieg sprechen.
Darüber hinaus stellt sich die Frage, wie stabil die Regierung von Trump
ist. Die Beliebtheitswerte des Präsidenten sind einigermaßen im Keller, was
vor allem an den hohen Lebenshaltungskosten liegt. Doch während viele
MAGA-Wähler sich für mehr Abschiebungen aussprechen, gerät auch das
[3][brutale Vorgehen von ICE] immer mehr in die Kritik. Anzeichen also,
dass die Republikaner bei den Midterm-Wahlen im Herbst Verluste einfahren
könnten.
taz-Autor Sebastian Moll ist am vergangenen Wochenende nach Minneapolis
gefahren, um mit jenen zu sprechen, die aktuell Widerstand gegen Trumps
Abschiebepolitik leisten. Was er dort gehört und erlebt hat, erzählt er
taz-Auslandsredakteur Leon Holly in der neuen Folge der Fernverbindung.
Diese Folge wurde aufgezeichnet am 13. Januar 2026 um 15 Uhr
mitteleuropäischer Zeit.
[4][Fernverbindung] – Der Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche auf
taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
14 Jan 2026
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