# taz.de -- Innenminister nach Strom-Blackout: „Wir schlagen zurück“
       
       > Bundesinnenminister Alexander Dobrindt will nach dem Berliner
       > Stromausfall stärker gegen Linksextremisten vorgehen. Er kündigt ein
       > Maßnahmenpaket an.
       
 (IMG) Bild: Alexander Dobrindt (CSU) will mehr Personal für Nachrichtendienste und digitale Befugnisse
       
       dpa | Nach dem Anschlag auf das Berliner Stromnetz kündigt
       Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ein stärkeres Vorgehen gegen
       Linksextremisten an. „Wir schlagen zurück – und überlassen den
       Linksextremisten und Klimaextremisten nicht das Feld“, sagte der
       [1][CSU-Politiker der Bild am Sonntag]. Sicherheit habe oberste Priorität.
       
       Das Maßnahmenpaket sehe neben einer personellen Aufstockung der
       Nachrichtendienste vor allem eine Ausweitung digitaler Befugnisse vor, um
       die Szene besser auszuleuchten und digitale Spuren schneller verfolgen zu
       können. Konkrete Zahlen und Details wurden nicht genannt.
       
       Im Berliner Südwesten war es nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke
       [2][zu einem großflächigen Stromausfall gekommen.] Rund 100.000 Menschen
       hatten zwischenzeitlich keinen Strom. Mitten im Winter fielen Heizungen
       aus, Internet und Mobilfunk gingen nicht.
       
       Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe hat die Ermittlungen übernommen. In
       einem Bekennerschreiben hatte eine der linksextremistischen
       „Vulkangruppen“, die seit 2011 vor allem in Berlin und Brandenburg immer
       wieder Brandanschläge auf die öffentliche Infrastruktur verübt haben
       sollen, die Tat für sich reklamiert.
       
       ## „Kann jederzeit an anderen Orten passieren“
       
       „Was in Berlin passiert ist, kann jederzeit an anderen Orten passieren – in
       Köln, in Stuttgart, in München“, sagte der Vorsitzende des Deutschen
       Beamtenbunds dbb, Volker Geyer, der Rheinischen Post. Nötig sei eine
       Überprüfung der Kontrollmechanismen und Vorgaben für Betreiber kritischer
       Infrastruktur. Damit sind Einrichtungen gemeint, deren Ausfall zu Notlagen
       führen würde.
       
       Der Bundestag berät derzeit über eine Reform gesetzlicher [3][Regelungen
       zum Schutz kritischer Infrastruktur.] Nach dem Vorschlag der
       Bundesregierung sollen Betreiber Störfälle künftig melden müssen und Pläne
       zum Umgang mit jedem denkbaren Risiko entwickeln. Dobrindt sieht das
       sogenannte Kritis-Dachgesetz laut Bild am Sonntag als zweite Säule zur
       Absicherung.
       
       Der Deutsche Städtetag fordert zudem eine „nationale Blackout-Reserve“ des
       Bundes mit mobilen Kraftwerken. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der
       Polizei (GdP), Jochen Kopelke, plädierte bei The Pioneer für ein
       Sondervermögen von 100 Milliarden Euro für zehn Jahre, um Personal,
       Ausstattung und Schutz kritischer Infrastruktur wie Energieanlagen und
       Unterseekabel zu stärken.
       
       Berlin hatte nach dem Brandanschlag eine Großschadenslage ausgerufen,
       Notunterkünfte eingerichtet und die Bundeswehr um Hilfe gebeten. Erst nach
       mehreren Tagen konnten am Mittwoch wieder alle Haushalte versorgt werden.
       
       Berlins Regierungschef Kai Wegner (CDU) geriet in die Kritik, weil er zu
       Beginn des Stromausfalls [4][eine Stunde Tennis spielen gegangen war] und
       das auf Nachfrage nicht angegeben hatte.
       
       11 Jan 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) [2] /Blackout-im-Berliner-Suedwesten/!6143683
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 (DIR) [4] /Tennis-Affaere-im-Stromausfall/!6143841
       
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       demokratieschädlich.