# taz.de -- Seenotrettung von Sea Watch: Wie rettet man Menschen auf dem Mittelmeer?
       
       > Die NGO Sea Watch hilft Migranten in Not auf dem Mittelmeer. Kürzlich gab
       > es einen Vorfall mit der libyschen Küstenwache, ein Schuss fiel. Was war
       > da los?
       
       2015 und 2016 waren die tödlichsten Jahre für Migranten und Migrantinnen
       auf dem Mittelmeer. Doch auch heute noch sterben jährlich tausende Menschen
       bei dem Versuch, über den Seeweg nach Europa zu kommen. Die Europäische
       Union will die Migration unbedingt unterbinden – dafür arbeitet sie auch
       mit der libyschen Küstenwache zusammen, die immer wieder Migranten
       misshandelt oder auf die Rettungsschiffe der Hilfsorganisationen schießt.
       
       Auch auf anderem Wege wird den Helfern ihr Einsatz erschwert. So achten die
       italienischen Behörden etwa penibel genau auf die Mülltrennung an Bord,
       wobei im schlimmsten Fall der Entzug der Flagge droht. Oder sie schreiben
       fest, dass Rettungsschiffe, nachdem sie Migranten und Migrantinnen gerettet
       haben, sofort einen Hafen ansteuern müssen, ohne dass sie weitere Menschen
       aufsammeln dürfen. Dieser zugewiesene Hafen liegt dann auch gerne mal
       weiter entfernt als nötig.
       
       Trotzdem gibt es NGOs, die sich der Rettung von Geflüchteten auf dem
       Mittelmeer verschrieben haben. [1][taz-Auslandsredakteur Fabian Schroer
       konnte die Organisation Sea Watch eine Woche lang bei ihrer Vorbereitung
       und dann eine weitere Woche bei einem Einsatz auf hoher See begleiten.]
       Dort hat er erlebt, wie die Crew Geflüchtete aus dem Meer rettet, und
       [2][wie bedrohlich der Kontakt mit der libyschen Küstenwache sein kann].
       
       Wer auf so engem Raum eine so intensive Erfahrung mit einer Rettungscrew
       erlebt, der stellt sich als Journalist notwendigerweise Fragen zur eigenen
       Distanz zum Geschehen. Wie weit darf ich mich in den Alltag an Bord
       integrieren? Und wie viel Abstand kann ich wahren, wenn es um die Rettung
       von Menschenleben geht? Darüber spricht [3][Fabian Schroer] in dieser Folge
       der Fernverbindung mit seinem taz-Kollegen im Auslandsressort, [4][Leon
       Holly].
       
       „Fernverbindung“ – Der neue Auslands-Podcast der taz erscheint jede Woche
       auf taz.de und überall, wo es Podcasts gibt.
       
       2 Oct 2025
       
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