# taz.de -- Trumps Zusage zur Waffenlieferungen: Nervenaufreibendes Hin und Her
       
       > Vor gut einer Woche wollte er keine Abwehrraketen schicken, jetzt erwägt
       > Trump es doch. Für die Ukraine ist die Hilfe aus den USA
       > kriegsentscheidend.
       
 (IMG) Bild: Mit oder ohne Waffen der USA – die Ukraine will weiter gegen den russischen Bombenterror kämpfen
       
       Sollte Donald Trump endlich kapiert haben, was die wahren Absichten Moskaus
       in der Ukraine sind? Zumindest rhetorisch rüstet der US-Präsident merklich
       auf. Vorbei die Zeiten der „guten, ertragreichen“ Telefonate mit dem netten
       Wladimir. Stattdessen habe Putin „Blödsinn“ geredet, der letztlich
       bedeutungslos sei, so Trump – eine Einschätzung, die ja oft genug auch auf
       ihn selbst zutrifft.
       
       Der [1][in der vergangenen Woche verhängte Lieferstopp] von noch unter Joe
       Biden bereits zugesagten Waffen ist Schnee von gestern. Jetzt, so die
       Ankündigung, sollen Kyjiw doch Patriot-Luftabwehrraketen zur Verfügung
       gestellt werden. Daraus aber einen echten Sinneswandel Trumps ableiten zu
       wollen, wäre vorschnell. Die Ukraine firmiert für ihn nach wie vor unter
       „ferner liefen“. Davon mal abgesehen: Vorläufig ist ja noch gar kein
       Kriegsgerät in der Ukraine eingetroffen.
       
       Dabei würde es genügen, Äußerungen aus Russland zur Kenntnis und ernst zu
       nehmen, um einsehen zu müssen, wohin die Reise geht. In der vergangenen
       Woche ließ Russlands Außenminister [2][Sergei Lawrow] die Öffentlichkeit
       erneut wissen, unter welchen Vorbedingungen man über einen Frieden zu
       verhandeln bereit sei.
       
       Darunter finden sich so altbekannte Forderungen wie die Anerkennung der
       vier teilweise besetzten ukrainischen Gebiete [3][Luhansk], Donezk, Cherson
       und [4][Saporischschja], die Aufhebung aller Sanktionen gegen Russland und
       – nicht zu vergessen – die Entmilitarisierung und Entnazifizierung der
       Ukraine. Gewohnt drastisch formulierte es der Ex-Präsident und derzeit
       Vizechef des Sicherheitsrates [5][Dmitri Medwedjew], der erklärtermaßen
       weiterkämpfen will, um die Ukraine „zurückzuerobern“ und für den Sieg zu
       arbeiten.
       
       Für den Sieg arbeiten will allerdings noch immer auch die Mehrheit der
       Ukrainer*innen entschlossen. Und das, obwohl das Land einem veritablen
       Bombenterror ausgesetzt ist, wie zuletzt auch die Stadt [6][Luzk im Westen]
       des Landes. Noch hoffen die Menschen – vor allem auch auf militärische
       Unterstützung aus den USA.
       
       9 Jul 2025
       
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 (DIR) Barbara Oertel
       
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