# taz.de -- Besprühung des Brandenburger Tors: Prozess nach 90 Minuten ausgesetzt
       
       > Die Letzte Generation besprühte im September das Brandenburger Tor. Zwei
       > Aktivisten stehen vor Gericht. Ein Bericht beendet die Verhandlung.
       
 (IMG) Bild: Kleine Stickarbeit eines Angeklagten zur Farbattacke gegen das Brandenburger Tor. Der Prozess musste vertagt werden
       
       Berlin taz | Die vielen Menschen vor dem Amtsgericht Tiergarten in Berlin
       konnten bald wieder gehen. Zwei Aktivisten der Letzten Generation, 20 und
       21, saßen am Dienstag, ein halbes Jahr nachdem sie mutmaßlich das
       Brandenburger Tor mit orange Farbe besprüht hatten, nur kurz auf der
       Anklagebank.
       
       Zusammen mit zwölf weiteren Aktivist:innen sollen sie am 17. September
       2023 die Säulen des Brandenburger Tors mit mit Farbe aufgefüllten
       Feuerlöschern besprüht haben, um [1][auf die Klimakrise aufmerksam zu
       machen]. Aber der Prozess wegen „gemeinschädlicher Sachbeschädigung“ gegen
       die zwei Heranwachsenden wurde vertagt.
       
       Bereits eineinhalb Stunden nach Prozessbeginn wurde die Verhandlung bis auf
       Weiteres ausgesetzt. Einer der beiden Verteidiger:innen trug vor dem
       Gericht den Bericht eines Sachverständigen vor, in dem es hieß, dass der
       geschätzte finanzielle Schaden von über 115.000 Euro an dem Denkmal durch
       eine unsachgemäßige Reinigung entstanden sei.
       
       Wären die Verantwortlichen bei der Reinigung angemessen vorgegangen, würde
       der Schaden bloß bei maximal 25.000 Euro liegen, so der Verteidiger. Das
       Gericht und die Staatsanwaltschaft müssen den Bericht nun zuerst prüfen und
       entscheiden, ob sie ein entsprechendes Gutachten beantragen.
       
       Einer der beiden Angeklagten sagte der Presse, er habe Angst vor einem
       harten Urteil: „Aber ich stehe zu meinem Protest!“ Beide Aktivisten trugen
       [2][Kleidung mit orange Flecken], die sie auch bei der Aktion getragen
       haben sollen: „Der Protest geht auch im Gerichtssaal weiter“, sagten sie.
       In ihrem Protest vor Gericht waren über zwanzig weitere Mitglieder der
       [3][Letzten Generation] zugegen. Neben der Anklage gegen die zwei
       Aktivisten gibt es drei weitere Verfahren gegen mutmaßliche Mittäter:innen.
       
       26 Mar 2024
       
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