# taz.de -- Koalitionsträume der FDP: Merz erwidert die Avancen nicht
       
       > Der FDP-Generalsekretär Djir-Sarai wirbt für eine schwarz-gelbe
       > Koalition. Doch der CDU-Chef reagiert kühl auf die Schmeicheleien aus der
       > FDP.
       
 (IMG) Bild: Zeigt der FDP die kühle Schulter: Friedrich Merz (CDU)
       
       Berlin taz | Friedrich Merz hat auf die Lockrufe aus der FDP für ein
       schwarz-gelbes Bündnis sehr reserviert reagiert. Die FDP müsse bei der
       nächsten Bundestagswahl aus eigener Kraft dafür sorgen, „dass wir eine
       rechnerische Mehrheit haben“, sagte der [1][CDU-Chef] am Montag in Berlin:
       „Dann könnten wir sprechen.“ Einen Koalitionswahlkampf werde man aber
       nicht führen, sondern voraussichtlich auch um FDP-Wähler werben. Auf
       besondere Rücksicht dürfe die [2][FDP] nicht hoffen, betonte der
       CDU-Vorsitzende.
       
       FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hatte am Sonntag einmal mehr für ein
       Bündnis mit der Union geworben. Seine Partei hätte teilweise grundsätzlich
       andere Vorstellungen als ihre Koalitionspartner und stünde inhaltlich näher
       bei CDU und CSU, sagte Djir-Sarai der Bild am Sonntag. Am Montag
       verteidigte er seine Äußerungen: Kritik an den Ampelpartnern müsse möglich
       sein, die FDP sei schließlich nicht mit SPD und Grünen fusioniert.
       
       ## Koalitionspartner rufen zur Vernunft
       
       SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert rief die FDP am Montag zu einem
       konstruktiven Kurs in der Ampelkoalition auf. Grünen-Chefin Ricarda Lang
       äußerte Unverständnis über die Diskussion. Regierungssprecher Steffen
       Hebestreit tat Djir-Sarais Aussagen über die Ampelkoalition als
       „politische Nickeligkeiten“ ab: „Die muss man hinnehmen, aber man muss sie
       nicht ernst nehmen“, sagte Hebestreit am Montag in Berlin.
       
       Die FDP machte am Montag unterdessen gegen Ursula von der Leyen Front. Es
       sei noch „völlig offen“, ob die FDP eine zweite Amtszeit der
       EU-Kommissionspräsidentin unterstützen werde, sagte die
       FDP-Europaspitzenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann am Montag in
       Berlin. FDP-Fraktionschef Christian Dürr kritisierte ihren
       wirtschaftspolitischen Kurs: als Kommissionschefin stehe sie „leider für
       Bürokratie und gegen wirtschaftliche Dynamik“.
       
       20 Feb 2024
       
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