# taz.de -- Neues EU-Förderprojekt: 6,9 Milliarden für den Wasserstoff
       
       > Die EU-Kommission genehmigt ein neues Förderprojekt: Bis zu 6,9
       > Milliarden Euro fließen in mehr als dreißig Wasserstoff-Projekte.
       
 (IMG) Bild: Energiesystem de rZukunft: Elektrolyseur für die Herstellung von grünem Wasserstoff in NRW
       
       Berlin dpa | Deutschland und andere EU-Staaten können ein europäisches
       Wasserstoffvorhaben mit bis zu 6,9 Milliarden Euro unterstützen. Die
       EU-Wettbewerbshüter haben am Donnerstag grünes Licht für die
       milliardenschwere Förderung zur Unterstützung der Energiewende gegeben, wie
       die EU-Kommission mitteilte.
       
       Die Behörde geht davon aus, dass durch die Förderung zusätzlich private
       Investitionen von rund 5,4 Milliarden Euro mobilisiert werden dürften.
       Staatshilfe unterliegt in der EU strengen Regeln, um Wettbewerbsverzerrung
       zu vermeiden.
       
       Das Vorhaben mit dem Namen „IPCEI Hy2Infra“ war von Deutschland gemeinsam
       mit sechs weiteren EU-Staaten vorbereitet worden. Es besteht den Angaben
       zufolge aus 33 Einzelprojekten von 32 Unternehmen. Aus Deutschland
       beteiligt sich etwa [1][der Energiekonzern RWE]. Die teilnehmenden Firmen
       sollen auch mit externen Partnern wie potenziellen Abnehmern und
       Universitäten in ganz Europa zusammenarbeiten.
       
       Die zuständige EU-Kommissarin Margrethe Vestager sagte, dass beispielsweise
       Teilnehmer des „Westdeutschen Clusters“ drei [2][Elektrolyseure] im
       Rhein-Ruhr-Gebiet bauen. Mit diesen Geräten wird Wasserstoff gewonnen. Mit
       erneuerbaren Energien betrieben, soll Wasserstoff aus Elektrolyseuren etwa
       eine klimafreundliche Alternative zu Gas sein oder [3][als Kraftstoff für
       Lkw] benutzt werden.
       
       ## Europäischer Wasserstoff ab 2027 verfügbar
       
       Vestager teilte mit, bis Mitte 2027 werde der erzeugte Wasserstoff
       Unternehmen der Stahl-, Zement-, Chemie- und Raffineriebranche sowie der
       Mobilitätsbranche zur Verfügung stehen. Damit sollen klimaschädliche
       CO2-Emissionen erheblich reduziert werden. Teil des Vorhabens ist den
       Angaben zufolge auch ein Offshore-Pipeline-Projekt in Deutschland, durch
       das Wasserstoff [4][mit Windenergie von der Nordsee] erzeugt werden soll.
       
       Weil die Produktion von Wasserstoff offiziell als gemeinsames europäisches
       Interesse bestimmt wurde, ist das Vorhaben als sogenanntes „Important
       Project of Common European Interest“ (IPCEI) ins Leben gerufen worden.
       Dadurch gelten weniger strenge Regeln, wenn Unternehmen mit Staatsgeldern
       unterstützt werden. Ein ähnliches IPCEI gibt es etwa zur Unterstützung der
       europäischen Batterieindustrie.
       
       15 Feb 2024
       
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