# taz.de -- Projekt der Bundesregierung: Wenn plötzlich alle von Peru reden
       
       > Hubert Aiwanger und eine Ex-AfDlerin reden neuerdings über „Radwege in
       > Peru“. Die benutzen sie nur, um etwas völlig anderes anzugreifen.
       
 (IMG) Bild: Zwischen Agrardiesel und Radwegen in Peru besteht für manche ein Zusammenhang – ist das schon whataboutism?
       
       „Stop mit dem Wahnsinn!“ Dieses Treckerplakat fiel am Montag am Aachener
       Tivoli-Stadion gleich auf. Nun sind die Wirte des Landes keine Germanisten.
       Aber Internationalisten? Der Hauptredner überraschte jedenfalls bei seiner
       Ampel-Attacke, statt für ölige Dieselbeihilfen gebe sie Geld lieber „für
       Radwege in Peru“ aus. Jubelnder Applaus.
       
       [1][Radwege in Peru?] Auch der Kollege der Lokalzeitung ist ratlos. Aber in
       Bayern hatte gleichzeitig Hubert Aiwanger, ja: „Radwege in Peru“ gegeißelt.
       Was ist da los?
       
       Im Netz findet sich die Rede der einstigen AfDlerin Joana Cotar, die im
       Bundestag gerade die Klimaprojekte der Regierung verhöhnt hatte, etwa,
       klar: wegen der „Radwege in Peru“. Der Lokalkollege meldet zurück, mehrere
       Medien hätten kürzlich berichtet, dass die Bundesrepublik Millionen „für
       Radwege in Peru und andere fragwürdige Projekte“ ausgeben wolle.
       
       Aha, peruanische Radwege sind offenbar eine Chiffre für den Ampel-Hass von
       [2][AfD] über [3][Freie Wähler] bis hin zu den [4][Bauern], von
       wohlmeinenden Blättern orchestriert. Nur: Wie mag es sich in Peru so
       radeln? Weiß das jemand?
       
       20 Feb 2024
       
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