# taz.de -- Schwere Kämpfe im Kongo: Kongo erhebt Vorwürfe gegen Ruanda
       
       > Eine neue M23-Rebellenoffensive im Osten Kongos wirft die „patriotischen“
       > Milizen zurück. Die Regierung wirft Ruanda die Entsendung von Truppen
       > vor.
       
 (IMG) Bild: Ortszentrum von Kitshanga, zuletzt mehrfach heftig umkämpft
       
       Berlin taz | Im Umland der Millionenstadt Goma im Osten der Demokratischen
       Republik Kongo spitzen sich die Kämpfe zwischen der von Ruanda
       unterstützten, Tutsi-geführten Rebellenbewegung M23 (Bewegung des 23. März)
       und den von der kongolesischen Armee unterstützten paramilitärischen
       „Wazalendo“-Milizen („Patrioten“) zu.
       
       Augenzeugen bestätigten am Samstag die Rückeroberung der Stadt Kitshanga in
       den Masisi-Bergen nordwestlich von Goma durch die M23. Es soll massive
       Plünderungen gegeben haben, berichteten kongolesische Medien.
       
       Kitshanga war im Januar [1][an die M23 gefallen], aber Anfang Oktober
       [2][von Wazalendo-Kämpfern besetzt] worden, die den Ort daraufhin der
       Regierungsarmee übergaben. Eine weitere Wazalendo-Offensive war daraufhin
       jedoch gescheitert und nun holt die M23 verlorene Gebiete wieder zurück. Es
       soll auf beiden Seiten Hunderte Tote geben.
       
       Die Eskalation erhöht das Risiko einer direkten Konfrontation zwischen den
       Armeen Kongos und Ruandas. Nach [3][kongolesischen Berichten] erklärte
       Verteidigungsminister Jean-Pierre Bemba in einer Kabinettssitzung in der
       Hauptstadt Kinshasa am vergangenen Freitag, Ruandas Armee habe nahe Goma
       die Grenze überschritten und entsende Verstärkung für die M23-Rebellen.
       
       Die M23-Rebellen hatten zuvor der kongolesischen Armee vorgeworfen, die
       Wazalendo sowie verbündete ruandische Hutu-Milizen auszurüsten.
       
       Die Kämpfe werden von massiven Fluchtbewegungen begleitet. Die humanitäre
       UN-Koordinationsstelle Ocha [4][vermeldete am 17. Oktober] 145.000 neue
       Vertriebene seit 1. Oktober. Das war vor den neuen Kämpfen um Kitshanga, wo
       mehrere Zehntausend Menschen leben. Laut Ocha besteht in weiten Gebieten
       für die internationalen Hilfswerke, die in der Provinzhauptstadt Goma ihre
       Basis haben, kein Zugang zu Hilfsbedürftigen.
       
       24 Oct 2023
       
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 (DIR) [4] https://reliefweb.int/report/democratic-republic-congo/republique-democratique-du-congo-nord-kivu-flash-update-3-deterioration-de-la-situation-humanitaire-dans-les-territoires-de-masisi-et-rutshuru-nord-kivu-17-octobre-2023
       
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