# taz.de -- Kommission zur Gaspreisbremse: Einmalzahlung und Preisdeckel
       
       > Die Expertenkommission rät der Bundesregierung zu einem Stufenmodell bei
       > der Gaspreisbremse. Kanzler Scholz wird den Vorschlag am Vormittag
       > erhalten.
       
 (IMG) Bild: Wie teuer wird das Heizen in diesem Winter?
       
       Berlin dpa | Zur Entlastung der Gaskunden will die Expertenkommission der
       Bundesregierung ein Stufenmodell vorschlagen. Dieses sieht zum einen in
       diesem Jahr eine Einmalzahlung in Höhe einer monatlichen Abschlagzahlung
       vor, zum anderen sind im kommenden Jahr für Wirtschaft und Verbraucher
       Kontingente zu gedeckelten Preisen vorgesehen, wie die Deutsche
       Presse-Agentur am Montag aus Kommissionskreisen erfuhr.
       
       Die Vorsitzenden der [1][Kommission zur Gaspreisbremse] wollen den in einer
       Tagung am Wochenende erarbeiteten Vorschlag am Vormittag an Kanzler Olaf
       Scholz übergeben und dann der Öffentlichkeit vorstellen.
       
       Wie die dpa aus Kommissionskreisen erfuhr, schlägt das Gremium für Dezember
       eine Einmalzahlung vor. Für Industrie-Gaskunden solle es ab Januar für 16
       Monate für 70 Prozent des Vorjahresverbrauchs einen festen und damit
       gedeckelten Preis von 7 Cent pro Kilowattstunde geben. Für private
       Haushalte sowie kleine und mittlere Unternehmen solle es ab März für 14
       Monate einen Deckel von 80 Prozent des Vorjahresverbrauchs für 12 Cent
       geben.
       
       Die Gaspreisbremse soll ein zentrales Rettungsinstrument der
       Bundesregierung in der Energiekrise sein. Sie soll einerseits die Gaspreise
       für Bürger und Betriebe erträglicher machen, andererseits aber Anreize zum
       Energiesparen geben. Die Ampelkoalition hat einen „Abwehrschirm“ mit bis zu
       200 Milliarden Euro angekündigt, um Verbraucher und Unternehmen zu stützen.
       Daraus soll [2][auch die Gaspreisbremse finanziert] werden.
       
       Die Aufgaben der Kommission mit Vertretern aus Verbänden, Gewerkschaften,
       Wissenschaft und Bundestag reichen über die Gaspreisbremse hinaus. Die
       Mitglieder sollen auch das Ausmaß der Preisanstiege durch den Wegfall
       russischer Gaslieferungen bis zum Frühjahr 2024 bewerten.
       
       Neben nationalen Entlastungsmöglichkeiten sollen sie auch „Optionen zur
       Abfederung der Preisentwicklung auf europäischer Ebene unter
       Berücksichtigung der Preisbildung an den Weltmärkten“ prüfen. Für den 17.
       und den 24. Oktober sind weitere Sitzungen geplant. Die endgültigen
       Arbeitsergebnisse sollen bis Ende des Monats vorliegen.
       
       10 Oct 2022
       
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