# taz.de -- Podcast „Weißabgleich“: Von wegen „westliche Werte“
       
       > Die Luftbrücke nach Kabul ist beendet, zurück bleiben tausende
       > Afghan*innen. Wer das von hier beobachtet, kann nur verzweifeln.
       
 (IMG) Bild: Was sind die viel beschworenen „westlichen Werte“, fragen sich Lin Hierse und Malaika Rivuzumwami
       
       Berlin taz | Die Bundeswehr hat ihren Evakuierungseinsatz in Afghanistan
       beendet. Die letzten deutschen Soldaten sind auf dem Weg nach Hause und
       zurück bleiben tausende Afghaninnen und Afghanen, auf der Flucht vor den
       Taliban. Unter ihnen, so schätzt das Auswärtige Amt, sind allein 10.000
       sogenannte Ortskräfte, die eigentlich berechtigt wären, nach Deutschland
       auszureisen. Sie sind an bürokratischen Hürden gescheitert, konnten den
       Flughafen nicht erreichen oder wurden am Gate abgewiesen. Was nun aus ihnen
       wird, kann niemand sagen.
       
       Hier in Deutschland stellt sich bei vielen Menschen unterdessen
       Verzweiflung ein. In den sozialen Netzwerken äußern viele ihre Wut. [1][Sie
       sind wütend] auf die Bundesregierung, die sich in Ausreden flüchtet, man
       habe die Lage unterschätzt. Sie sind auch wütend auf Politiker*innen
       der Union, [2][die fürchten, die Aufnahme von Geflüchteten würde ihre
       eigene Wählerschaft verunsichern]. Es sind Politiker*innen, die ihr eigenes
       Machtinteresse über die allgemeinen Menschenrechte stellen.
       
       In der neuen Folge des taz-Podcast „Weißabgleich“ greifen die
       taz-Redakteurinnen Lin Hierse und Malaika Rivuzumwami diese Gefühle auf.
       Sie fragen sich, was die viel beschworenen „westlichen Werte“ angesichts
       der Katastrophe in Afghanistan eigentlich wert sind. Sie reden darüber,
       wieso die Bilder von US-Soldaten, die afghanische Babys evakuieren, nicht
       heroisch sind. Und sie beleuchten das Narrativ, [3][2015] sei eine deutsche
       Glanzleistung in Sachen Menschenfreundlichkeit gewesen.
       
       „[4][Weißabgleich]“ Der taz-Podcast über den nicht-weißen Blick auf Politik
       und Alltag immer monatlich auf taz.de, Spotify, Deezer und iTunes.
       
       29 Aug 2021
       
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