# taz.de -- Podcast „Bundestalk“: Verändert die Flut den Wahlkampf?
       
       > In der Flutkatastrophe fahren Union, SPD und Grüne verschiedene
       > Strategien und bleiben beim Thema Klima.
       
 (IMG) Bild: Baerbock, Scholz, Laschet: Wen spült das Hochwasser bei der Bundestagswahl nach oben?
       
       Berlin taz | Eigentlich heißt es, Katastrophen sind die Stunde der
       Exekutive. Aber Armin Laschet, der Kanzlerkandidat der Union, zeigt ein
       [1][bemerkenswertes Talent für unglückliche Auftritte]. Mit der
       verheerenden Flut rückt die Klimakatastrophe wieder in den Fokus. Ist das
       jetzt die Stunde der Grünen? Oder kann die SPD mit Olaf Scholz und seiner
       Verlässlichkeit punkten?
       
       Abseits der Ausfälle des Kanzlerkandidaten hat die Union wenig anzubieten:
       „Was ist beim Thema Klima [2][schief gegangen] und was muss mehr kommen?
       Die Union ist da einfach wahnsinnig blank. Sie hat in ihrem Programm zwar
       drinstehen ‚Wir müssen mehr machen‘, aber das ist es auch schon. Wie das
       gemacht werden soll – dazu steht überhaupt nichts drin. Alles was man
       bisher konkret hätte machen können, hat die Union immer abgelehnt. Wenn sie
       jetzt kommt und sagt ‚Da muss mehr passieren‘, ist das einfach nicht
       glaubwürdig.“, fasst Malte Kreuzfeldt zusammen.
       
       Jasmin Kalarickal kritisiert das zurückhaltende Auftreten der Partei, die
       sich gemeinhin den Klimaschutz auf die Fahne schreibt: „Die Grünen sind
       auch relativ verhalten. Da sieht man ihre Schwierigkeit, dass sie um diese
       Selbstverständlichkeit herumlavieren, dass wir, um Klimaneutralität
       erreichen zu wollen, auch wirklich an unsere Gewohnheiten ranmüssen:
       [3][Wie viel Fleisch wir essen], wie wir leben, wie wir konsumieren. Das
       wollen sie einfach nicht aussprechen.“
       
       Dabei wäre jetzt die Chance da, mit Alternativlosigkeit Politik zu machen.
       „Man hat bisher immer nur gesehen, was Klimaschutz kostet und jetzt sieht
       man so richtig, was kein Klimaschutz kostet. Nicht in anderen Ländern und
       nicht weit weg.“ sagt Malte Kreuzfeldt in der Hoffnung, dass die
       Hochwasserkatastrophe ein Bewusstsein für die Klimakrise bei den
       Wähler*innen schafft.
       
       „Aber wird es wirklich so sein, dass die Leute diese [4][Flutkatastrophe]
       mit der Klimakrise zusammendenken? Die Widerstände, das anzuerkennen, sind
       noch groß.“ sagt Jasmin Kalarickal. [5][Für Olaf Scholz scheinen ein paar
       Gummistiefel-Auftritte auszureichen]. Die SPD kann seinen Zustimmungswerten
       beim Steigen zusehen.
       
       „[6][Bundestalk]“ Der politische taz-Podcast vor der Bundestagswahl, alle
       zwei Wochen auf taz.de, Spotify, Deezer und iTunes.
       
       26 Jul 2021
       
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 (DIR) Stefan Reinecke
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