# taz.de -- Hausprojekt Rigaer94 in Berlin: Großeinsatz am 11. März
       
       > Wie erwartet wird ein Brandschutzexperte das Gebäude begutachten,
       > geschützt von der Polizei. Nun ist auch der Termin bekannt geworden.
       
 (IMG) Bild: Bisher meist eine verschlossene Tür: Eingang zur Rigaer94
       
       Berlin dpa/taz | Das linke Hausprojekt Rigaer94 in Berlin-Friedrichshain
       soll am 11. und 12. März [1][von einem Brandschutz-Experten untersucht]
       werden. Die Bewohner seien angeschrieben und informiert worden, sagte der
       Anwalt des Eigentümers, Alexander von Aretin, am Sonntag.
       
       Sie müssten laut Aretin dafür sorgen, dass der Sachverständige an beiden
       Tagen ab 8 Uhr ins Haus kommt, auch der Zutritt zu den Wohnungen sollte
       gewährt werden, sagte der Anwalt der Deutschen Presse-Agentur. Etwaige
       Mängel beim Brandschutz sollten festgestellt werden. Innenverwaltung,
       Eigentümer und Polizei hätten sich verständigt. Zuvor hatten Rbb und
       Berliner Morgenpost über den Termin berichtet.
       
       Die Polizei kündigte am Sonntag an, sie werde den Gutachter begleiten und
       schützen. Einem entsprechenden Ersuchen werde entsprochen, sagte ein
       Sprecher. Das in Teilen besetzte Haus gilt als eines der letzten Symbole
       der linksextremen Szene in Berlin.
       
       Der Anwalt sagte weiter, auch das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg sei
       informiert worden. Die Brandschutz-Untersuchung sei eine Anordnung des
       Amtes. Es habe sich aber noch nicht geäußert, ob Vertreter am 11. und 12.
       März vor Ort sein wollten.
       
       Bereits nach Gerichtsentscheidungen Mitte Februar zugunsten des Eigentümers
       hatte Anwalt von Aretin angekündigt, dass spätestens bis Mitte März ein
       Brandschutz-Gutachter und ein Vertreter des Besitzers unter Polizeischutz
       das bislang meist verbarrikadierte Haus untersuchen sollen.
       
       ## Widerstand ist bereits angekündigt
       
       Der Polizei dürfte damit erneut ein Großeinsatz bevorstehen. Immer wieder
       kam es in der Rigaer Straße zu Gewaltausbrüchen und Angriffen auf
       Polizisten. Angehörige der linksradikalen Szene hatten nach den
       Gerichtsentscheidungen bereits Gegenwehr angekündigt. Es gebe nur eine
       Antwort, „Widerstand auf der Straße“, hieß es im Internet. Aktivisten
       befürchten, dass der Brandschutz lediglich als Vorwand genutzt werden soll,
       [2][um das Haus räumen zu lassen].
       
       Laut Eigentümer-Anwalt soll der Gutachter das Gebäude mit Vorderhaus,
       Seitenflügel und Hinterhaus auf mögliche Brandgefahr untersuchen. Es gehe
       um mögliche illegale Wanddurchbrüche, Falltüren, fehlerhaft verlegte
       Elektroleitungen, Sicherheitstore und Brandbeschleuniger. Das
       [3][Verwaltungsgericht hatte die Polizei verpflichtet,] den
       Sachverständigen beim Betreten des Hauses zu schützen.
       
       28 Feb 2021
       
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