# taz.de -- Streit um Radwege in Berlin: Mehr Platz auf der Oberbaumbrücke
       
       > Ein Radaktivist hat mit seinem Einspruch Erfolg: Die Radwege auf der
       > Oberbaumbrücke zwischen Friedrichshain und Kreuzberg sollen breiter
       > werden.
       
 (IMG) Bild: Wird wieder Baustelle: die Oberbaumbrücke in Berlin
       
       Berlin taz | Der Fahrradaktivist Jens Blume hat mit seinem Widerspruch
       gegen die Verkehrsführung auf der Oberbaumbrücke einen Teilerfolg erzielt.
       Über Twitter veröffentlichte Blume, der sich bei Changing Cities e. V.
       engagiert, am Montagnachmittag ein Schreiben der Verkehrslenkung Berlin,
       die zur Senatsverkehrsverwaltung gehört. Darin heißt es, der von Blume als
       [1][zu schmal kritisierte Radstreifen] werde auf 3 Meter verbreitert. Hinzu
       komme zwischen Radstreifen und der Kfz-Spur ein 1 Meter breiter
       Sicherheitsstreifen.
       
       Das Schreiben ist gleichzeitig die formale Erwiderung der
       Verkehrsverwaltung auf Blumes Widerspruch gegen die Umgestaltung. Diesen
       hatte er Ende Oktober eingereicht. Weil Mitarbeiter der Verwaltung zwar das
       Gespräch mit ihm gesucht hatten, eine offizielle Antwort jedoch
       ausgeblieben war, hatte Blume am Samstag eine Anfechtungsklage an das
       Verwaltungsgericht geschickt und auch diesen Schritt per Twitter geteilt.
       
       In der Begründung teilt die Verkehrslenkung mit, bei der Sanierung der
       Oberbaumbrücke ab Mai 2019 seien die Straßenmarkierungen „falsch
       aufgebracht“ worden. Dadurch habe sich eine Breite von weniger als 2 Metern
       ergeben, die eigentlich angeordnet gewesen sei.
       
       Durch die Neumarkierung werde nun auch der einspurige, aber überbreite
       Kfz-Streifen schmaler. Blume hatte kritisiert, dass die Überbreite
       AutofahrerInnen zu Überholvorgängen verleite, bei denen dann auch der
       Radstreifen regelwidrig überfahren werde.
       
       ## Radstreifen mit Pollern?
       
       Der zweiten Forderung Blumes – der Radstreifen müsse mit Pollern oder
       anderen baulichen Maßnahmen gegen ein Überfahren durch Kfz geschützt werden
       – entsprach die Verwaltung vorerst nicht. Die Verkehrslenkung teilte mit,
       sie werte dies als gesonderten Antrag. Eine Entscheidung dazu erfolge erst
       nach der Neumarkierung. Es sei abzuwarten, wie sich die „Verkehrs- und
       mögliche Gefahrenlage“ dadurch entwickle.
       
       10 Mar 2020
       
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