# taz.de -- Reaktion auf Trumps Nahost-Plan: Abbas will keinen Kontakt mehr
> Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hat den Abbruch aller Beziehungen zu
> Israel und den USA angekündigt. Er wirft ihnen vor, internationales Recht
> zu brechen.
(IMG) Bild: Abbas hatte die politischen Beziehungen zur US-Regierung bereits im Dezember 2017 abgebrochen
Kairo dpa | Wegen des [1][umstrittenen Nahost-Plans] von US-Präsident
Donald Trump hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas den Abbruch aller
Beziehungen zu Israel und den USA bekräftigt. Er habe zwei Nachrichten an
die USA und Israel geschickt, sagte Abbas am Samstag bei einem kurzfristig
angesetzten Treffen der Arabischen Liga in Kairo. Es werde keine
Beziehungen zu beiden Staaten mehr geben, weil frühere Abmachungen und
internationales Recht nicht eingehalten würden. Dies gelte auch für
Sicherheitsabkommen, betonte Abbas.
Abbas hatte die politischen Beziehungen zur US-Regierung bereits im
Dezember 2017 abgebrochen, als Reaktion auf die Ankündigung von
US-Präsident Donald Trump, die US-Botschaft nach Jerusalem zu verlegen.
Abbas hatte bereits in der Vergangenheit einen Stopp der
Sicherheitskoordination mit Israel ausgerufen. Ähnliche Drohungen des
Palästinenserpräsidenten sind allerdings nicht umgesetzt worden. Vor allem
die Sicherheitszusammenarbeit mit Israel ging de facto weiter.
Am Dienstag hatte US-Präsident Trump einen Plan vorgestellt, der den
Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern lösen will. Der Plan stieß
[2][international auf ein geteiltes Echo], weil er die Palästinenser zu
erheblichen Zugeständnissen an Israel zwingt, Israel die Annexion des
Jordantals und von Siedlungen erlaubt, einen Palästinenserstaat an harte
Auflagen knüpft und den Traum der Palästinenser von einer Hauptstadt im
historischen Ost-Jerusalem zunichte macht.
1 Feb 2020
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