# taz.de -- Reaktion auf erhöhte Terrorgefahr: Ob rein oder raus, ist egal
       
       > An den Außengrenzen der europäischen Union gelten ab Freitag neue Regeln.
       > Auch EU-Bürger werden nun systematisch überprüft.
       
 (IMG) Bild: Flüchtlinge an der EU-Außengrenze zu Griechenland
       
       Potsdam dpa | Als Reaktion auf die hohe Terrorgefahr verschärfen die
       EU-Staaten die Kontrollen an den Außengrenzen. Bei allen Passagieren, die
       aus Ländern außerhalb des Schengen-Raums an deutschen Flug- und Seehäfen
       einreisen, werden ab Freitag die biometrischen Daten aus den Reisepässen
       mit einer Fahndungsdatei abgeglichen, wie die Bundespolizei am Donnerstag
       in Potsdam mitteilte.
       
       Die neuen Regeln waren nach den Anschlägen von Paris im November 2015 von
       der EU-Kommission vorgeschlagen worden. Vor etwa einem Monat wurde die
       Überarbeitung des Schengener Grenzkodexes von den EU-Staaten beschlossen.
       
       Bislang mussten an den EU-Außengrenzen lediglich die Daten von
       Nicht-EU-Bürgern systematisch mit allen Sicherheitsdatenbanken abgeglichen
       werden – und dies auch nur bei der Einreise. Die neuen Regeln werden nun
       auch für die Ausreise aus der EU sowie für alle EU-Bürger gelten. Sie
       sollen nach Angaben der Bundespolizei auch zu einem schengenweit
       einheitlich hohen Kontrollniveau beitragen. Zum Schengen-Raum gehören die
       meisten EU-Staaten und etwa auch die Schweiz und Norwegen.
       
       Alle Mitgliedstaaten seien verpflichtet, ihr Einreisemanagement
       entsprechend anzupassen, teilte die Bundespolizei mit. Durch die Kontrollen
       solle verhindert werden, dass Menschen einreisen, die die öffentliche
       Ordnung oder innere Sicherheit bedrohen. Die Bundespolizei kündigte an,
       alles zu unternehmen, um Auswirkungen auf den Flugverkehr und Wartezeiten
       für die Reisenden so verträglich wie möglich zu halten.
       
       7 Apr 2017
       
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