# taz.de -- Nach dem „Landesverrat“-Skandal: Kanzleramt suchte Medienquellen
       
       > Neben dem Verfassungsschutz haben auch Kanzleramt und Innenministerium
       > nach den Quellen von Journalisten gesucht. Die Konsequenzen sind unklar.
       
 (IMG) Bild: Wer waren die Geheimnisverräter?
       
       Berlin dpa | Auch das Bundeskanzleramt und das Innenministerium haben laut
       Tagesspiegel Medienberichte [1][auf Geheimschutzverstöße untersuchen
       lassen]. So gab es nach Tagesspiegel-Informationen im Jahr 2014 zwei
       interne „Prüfvorgänge“ der Geheimschutzbeauftragten des Kanzleramts, bei
       denen Journalistenquellen eine Rolle spielten. Beide hätten sich auf
       Presseberichte über Dokumente gestützt, die amtlich als Verschlusssachen
       (VS) eingestuft worden seien.
       
       In einem Fall vom Mai 2014 sei es um nachrichtendienstliche Informationen
       gegangen, die von der Regierung als „geheim“ eingestuft worden seien, dem
       zweithöchsten Geheimhaltungsgrad. In einem zweiten Verfahren vom Juni 2014
       habe geheimes Material ausländischer Stellen im Mittelpunkt der
       Berichterstattung gestanden.
       
       Das Innenministerium habe für den Zeitraum zwei Pressegeheimschutzverstöße
       gemeldet, schreibt das Blatt. Die Dokumente dazu seien mit dem niedrigsten
       Geheimhaltungsgrad „VS – nur für den Dienstgebrauch“ versehen.
       
       Welche Inhalte und Folgen die Geheimschutzverfahren gehabt hätten, teilt
       die Bundesregierung nicht mit. Auch nicht, auf welche Medienberichte oder
       Veröffentlichungen welcher Journalisten sie sich bezögen. Dies würde zu
       einer „Vertiefung des Geheimschutzverstoßes“ führen, heißt es.
       
       4 Aug 2015
       
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