# taz.de -- GUantanamo-Häftliunge: Rüttgers lehnt Aufnahme ab
       
       > NRW-Ministerpräsident Rüttgers will keine Guantanamo-Häftlinge in seinem
       > Land haben. NRW-Innenminister Wolf (FDP) hingegen könnte es sich
       > vorstellen - unter Bedingungen.
       
 (IMG) Bild: Rüttgers hat sich festgelegt und findet, die USA sei selber in der Pflicht.
       
       BERLIN afp | Nach den Innenministern mehrerer unionsgeführter Bundesländer
       hat auch Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) die
       Aufnahme von Häftlingen aus dem US-Gefangenenlager Guantanamo abgelehnt.
       Natürlich müsse man unter Freunden hilfreich sein, aber zuerst einmal seien
       die USA gefordert zu sagen, wohin die Häftlinge sollten, sagte Rüttgers am
       Sonntag im Deutschlandfunk. "Insofern sehe ich keinen Anlass, jetzt
       Häftlinge nach Nordrhein-Westfalen zu holen."
       
       Zuvor hatte sich bereits NRW-Integrationsminister Armin Laschet (CDU) gegen
       die Aufnahme von Insassen aus dem Lager in Kuba ausgesprochen. Die Frage
       könnte in der schwarz-gelben Koalition des Bundeslands für neuen Streit
       sorgen, denn der nordrhein-westfälische Innenminister Ingo Wolf (FDP) hatte
       grundsätzliche Bereitschaft für eine Aufnahme signalisiert, wenn auch unter
       Bedingungen.
       
       In Guantanamo wurden nach den Anschlägen vom 11. September 2001
       schätzungsweise 800 Gefangene interniert. US-Präsident Barack Obama will
       das Lager schließen, den Termin musste er auch wegen der Schwierigkeit,
       Aufnahmeländer zu finden, mehrfach verschieben. Derzeit werden in
       Guantanamo noch rund 180 Terrorverdächtige festgehalten. Das
       Bundesinnenministerium prüft nach eigenen Angaben derzeit die Aufnahme von
       Gefangenen. Berichten zufolge soll es sich um zwei Palästinenser und einen
       Syrer handeln.
       
       11 Apr 2010
       
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