# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Russland kündigt erste Diesellieferung in die USA an
> In St. Petersburg trifft US-Unterhändler Witkoff Kremlchef Putin. Moskau
> lässt US-Amerikaner frei und gibt Details für Diesellieferung bekannt.
(IMG) Bild: Witkoff und Putin reden wieder miteinander
## Treffen Putins mit Trump-Gesandtem Witkoff beendet
Die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir
Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach
Kremlangaben beendet. Das Treffen im Konstantinpalast in St. Petersburg
habe etwa drei Stunden gedauert, meldeten Staatsmedien nach Kremlangaben.
Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Witkoff übergab nach seinen
Gesprächen in Oslo am Vortag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj und Europäern Dokumente mit neuen Vorschlägen für eine
Friedenslösung, wie er selbst sagte.
Er äußerte bei dem Treffen mit Putin seine Hoffnung auf die Wiederaufnahme
von Dreiergesprächen zwischen Russen und Ukrainern unter US-Vermittlung. Es
gebe derzeit ein Momentum für die Beendigung des Krieges, sagte Witkoff. Er
hoffe auf konkrete Schritte für einen Friedensprozess. Putin selbst dankte
zum Auftakt des Treffens US-Präsident Donald Trump erneut, dass er sich um
eine Beendigung des Ukraine-Krieges bemühe. Mit am Verhandlungstisch saßen
auch Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow und sein Beauftragter
für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew. (dpa)
## Russischer Kampfjet in Exklave Kaliningrad abgestürzt
In der russischen Exklave Kaliningrad ist ein Kampfjet vom Typ Suchoi
Su-30 abgestürzt. Der Unfall ereignete sich während eines Trainingsflugs,
meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das
Verteidigungsministerium in Moskau. Die Besatzung habe sich mit dem
Schleudersitz retten können, es gebe keine Verletzten. Zur Absturzursache
äußert sich das Ministerium zunächst nicht. (rtr)
## Kreml: Dreiertreffen mit USA und China möglich
Ein trilaterales Treffen zwischen den USA, Russland und China ist aus Sicht
des Kremls möglich. „Von drei Seiten gibt es die Auffassung, dass es gut
wäre, sich zu treffen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen
Staatsfernsehen. Russland strebt ein solches Treffen am Rande des Gipfels
der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen
Shenzhen im November an. Eine klar festgelegte Tagesordnung gebe es noch
nicht. Die USA wollten demnach über nukleare Abrüstung sprechen, das wolle
China aber nicht. Russland sei dazu und zu anderem bereit, sagte Peskow.
Nach dem Treffen mit Putin wird Witkoff nun erneut in Oslo erwartet, um von
Putins Reaktion zu berichten. Inhalte der neuen Vorschläge sind bisher
nicht bekannt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte lediglich, dass Putin sie
prüfen werde. Auch nach Treffen in der Vergangenheit zwischen Witkoff und
Putin gab es in der Regel wenig Konkretes. (dpa)
## Trump lobt Freilassung von US-Amerikaner durch Putin
US-Präsident Donald Trump hat die Freilassung des seit Jahren inhaftierten
Amerikaners Stephen Hubbard durch Kremlchef Wladimir Putin gelobt. „Für
diese Freilassung war kein „Austausch“ erforderlich“, teilte Trump in
seinem sozialen Netzwerk Truth Social mit. Die USA hätten keine
Gegenleistung erbringen müssen. Trump sprach von „einer für Russland
beispiellosen Situation“. Putin hatte unlängst bereits einen anderen
US-Amerikaner freigelassen, ohne – wie sonst üblich – im Gegenzug die
Freilassung eines Russen zu verlangen.
Trump sagte, dass er Putin um die Freilassung Hubbards bei ihrem jüngsten
Telefonat gebeten habe. „Stephen ist auf dem Weg nach Hause“, erklärte er.
Putin hatte kurz zuvor bei einem Treffen mit Trumps Unterhändler Steve
Witkoff in St. Petersburg erklärt, dass Hubbard auf dem internationalen
Flughafen Pulkowo sei. Witkoff sollte von dort nach den Unterredungen mit
Putin wieder abfliegen. (dpa)
## EU verlangt von SpaceX volle Starlink-Dienste für Ukraine
Die EU hat die Berichte über eine von SpaceX-Gründer Elon Musk angeordnete
Drosselung des Satelliteninternets Starlink für die Ukraine als „äußerst
besorgniserregend“ bezeichnet und einen sofortigen Kurswechsel gefordert.
„SpaceX muss die vollständigen Dienste für die Ukraine dringend
wiederherstellen, denn die Ukraine benötigt diese kritischen Verbindungen“,
sagte ein Sprecher der von Ursula von der Leyen geführten EU-Kommission in
Brüssel. Die Ukraine brauche das Satelliteninternet, um ihre Soldaten
miteinander in Verbindung zu halten, ihre Bürger zu schützen und die
Drohnen zu steuern, die sie zur Verteidigung ihres Staatsgebiets benötige.
Der Sprecher ergänzte, dass der Krieg in der Ukraine zeige, wie stark
Europas Sicherheit vom Weltraum abhänge. Deshalb arbeite die EU unter
anderem aktiv an der Entwicklung und dem Aufbau eines neuen
Satellitennetzwerks mit dem Namen IRIS2. Die Konstellation werde aus mehr
als 300 Satelliten bestehen und solle sowohl für zivile als auch für
militärische Zwecke bestmögliche sichere Satellitenverbindungen
bereitstellen. „Wir werden die Ukraine selbstverständlich vollständig daran
beteiligen“, betonte der Sprecher. (dpa)
## Kreml: Fortschritt bei Ukraine-Regelung „theoretisch möglich“
Ein Fortschritt bei der Beilegung des Ukraine-Konflikts ist dem Kreml
zufolge „theoretisch möglich“. Russland prüfe die US-Vorschläge, vieles
hänge jedoch von der Ukraine ab, meldet die Nachrichtenagentur Interfax
unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau. Sollte Kiew nicht die
notwendigen Entscheidungen treffen, werde sich die Lage für das Land
verschlechtern. Die Gespräche zwischen Präsident Wladimir Putin und dem
US-Sondergesandten Steve Witkoff seien demnach ernsthaft und ausführlich.
Ein Dreiertreffen zwischen Putin, US-Präsident Donald Trump und dem
chinesischen Staatschef Xi Jinping sei möglich, es gebe dafür jedoch noch
keine konkrete Agenda. (rtr)
## Erste Diesellieferung in die USA am Donnerstag
Russland hat die erste Dieselverschiffung in die USA für den Donnerstag
angekündigt. „Dieser Tanker wird eine Ladefähigkeit von 40.000 Tonnen
haben“, sagte Vizeregierungschef Alexander Nowak vor Journalisten, wie die
russische Nachrichtenagentur Interfax meldete. Weitere Lieferungen werden
demnach folgen. Die Vertragsunterzeichnung stehe kurz vor dem Abschluss.
Nowak schloss dabei Dieselexporte auch in andere Länder nicht aus. Das
hänge jedoch von den russischen Raffineriekapazitäten ab. „Planmäßig
erreichen wir erst gegen Ende des Jahres das volle Produktionsvolumen und
dann können auch andere Länder die Mengen erhalten, die sie früher
erhielten“, erklärte er.
Anfang Oktober 2026 vereinbarten US-Präsident Donald Trump und Kremlchef
Wladimir Putin Diesellieferungen aus Russland in die USA, wofür Washington
bestehende Russland-Sanktionen vorübergehend aussetzte. Der Deal löste
international scharfe Kritik aus – von der EU, der Ukraine, der
Bundesregierung und sogar Teilen des US-Kongresses –, während Moskau ihn
begrüßte. Russische Ölraffinerien werden regelmäßig von ukrainischen
Kampfdrohnen angegriffen. Durch die Reparaturen sind die russischen
Produktionskapazitäten eingeschränkt, woraufhin Moskau Exportstopps von
Benzin und auch Diesel verhängte. Trump kritisierte daher mehrfach die
ukrainischen Attacken und macht Kiew vor den Kongresswahlen Anfang November
für steigende Spritpreise verantwortlich. (dpa)
## Merz: Von Russland geht klar die größte Gefahr für Deutschland aus
Die größte Gefahr für Deutschland geht nach den Worten von Bundeskanzler
Friedrich Merz (CDU) derzeit klar von Russland aus. „Meine größte Sorge im
Moment ist nicht unsere Wirtschaft, nicht die USA oder China, sondern die
Einwirkung Russlands auf unsere Gesellschaft“, sagte Merz am Mittwoch in
Berlin. Er verwies auf Sabotageakte und hybride Angriffe auf
Kommunikationssysteme, aber auch auf Bemühungen zu einer Destabilisierung
Deutschlands. „Diese Angriffe finden jeden Tag statt“, warnte Merz bei
einem Auftritt auf dem Forum „Global Dialogue“. Ihre Bedeutung werde in
Deutschland immer noch unterschätzt. „Das sind fundamentale Angriffe“,
sagte der Kanzler.
Als ein Beispiel nannte er erneut den offensichtlich gescheiterten
russischen Angriff auf ukrainische Frachtmaschinen auf dem Leipziger
Flughafen im August. Merz verurteilte auch erneut das russische Vorgehen in
der Ukraine, gegen die Russland „seit fünf Jahren einen brutalen Krieg
führt“. Dieser sei zudem „eine Bedrohung unserer Sicherheit“, bekräftigte
der Kanzler weiter. Ausdrücklich bekannte sich Merz zu den laufenden
Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. „Aber eine Kapitulation
der Ukraine ist keine Option“, dies zu verhindern „ist in unser aller
Interesse“, stellte er klar. (afp)
## Putin schlägt Treffen mit Trump in China vor
Der russische Präsident Wladimir Putin schlägt ein Treffen mit US-Präsident
Donald Trump in China vor. Dies erklärt er beim Empfang des
US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg, wie das russische
Staatsfernsehen berichtet. Der Kreml hatte die Möglichkeit eines
Dreiertreffens zwischen ihm, Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi
Jinping am Rande des Apec-Gipfels im kommenden Monat ins Spiel gebracht.
Zudem bietet der russische Staatschef Gespräche über eine Wiederaufnahme
der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington an.
(rtr)
## Russland lässt Ukraine-Kämpfer aus den USA frei
In St. Petersburg haben die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit
Kremlchef Wladimir Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die
Ukraine begonnen. Zum Auftakt gab Putin die Freilassung eines
US-Amerikaners bekannt, der 2024 zu langer Haft verurteilt worden war, weil
er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische
Truppen gekämpft haben soll.
Stephen Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg,
sagte der Präsident der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
Witkoff dankte Putin für die Freilassung. Er will nach den Unterredungen
mit dem russischen Präsidenten von Pulkowo abreisen. Putin selbst dankte
US-Präsident Donald Trump erneut, dass er sich um eine Beendigung des
Ukrainekriegs bemühe. Dazu sollte ihn Witkoff über seine Ukraine-Gespräche
am Vortag in Oslo informieren, wie der Kremlchef im Konstantinpalast sagte.
(dpa)
## Merz an Trump: Kapitulation der Ukraine ist keine Option
Kanzler Friedrich Merz hat betont, dass eine Kapitulation der Ukraine keine
Option ist. Mit Blick auf den Druck der USA auf Kyjiw sagt Merz, dass
Deutschland und die Europäer jederzeit zu Gesprächen bereit seien. „Wir
leisten der Ukraine keine Unterstützung, um diesen Krieg in die Länge zu
ziehen“, betont er. „Aber eine Kapitulation – oder gar eine bedingungslose
Kapitulation der Ukraine – kommt nicht infrage“, sagt der Kanzler. „Denn
das wäre eine Kapitulation von uns allen.“ Deshalb werde man die Ukraine im
eigenen Interesse weiter unterstützen. (rtr)
## Moskau meldet Festnahme von Ex-Bundeswehr-Soldat – Söldner?
Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat die Festnahme eines deutschen
Staatsangehörigen gemeldet, der aus den ukrainischen Streitkräften
geflüchtet sein soll. Er sei als ausländischer Söldner und Scharfschütze
desertiert, nachdem er das versprochene Geld nicht erhalten habe, teilte
der FSB nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass
mit. Es werde über die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Söldnertums
entschieden, hieß es. Der Mann soll laut dem Bericht von 1996 bis 2010 in
der Bundeswehr gedient haben.
Die russischen Geheimdienstangaben sind von unabhängiger Seite nicht
überprüfbar. Wo der Verdächtige festgenommen wurde, teilte der FSB nicht
mit. Den Angaben nach soll er als Bundeswehrsoldat in den Jahren 2004 bis
2010 auch in Afghanistan und Somalia im Einsatz gewesen sein und nach
seiner Entlassung in Syrien als Söldner gekämpft haben. Von 2016 bis 2018
sei der deutsche Staatsbürger als Scharfschütze in einer der territorialen
Verteidigungseinheiten der ukrainischen Streitkräfte tätig gewesen.
Angeblich war er an der Frontlinie im Gebiet Donezk im Einsatz, das damals
teils von prorussischen Separatisten kontrolliert wurde. 2025 sei er zum
Zweck des Geldverdienens erneut in die Ukraine eingereist und habe einen
Vertrag über den Militärdienst für drei Jahre abgeschlossen. (dpa)
## Vier Tote bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine
Bei einer neuen Welle russischer Angriffe auf die Ukraine sind nach
Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Zwei Menschen
starben beim Einschlag einer Drohne in ein 24-stöckiges Gebäude in Kyjiw,
zwei weitere in der nordöstlichen Region Charkiw, wie Ministerpräsident
Serhij Korezkyj am Mittwoch mitteilte. Russland habe seit Dienstagabend
„unaufhörlich“ Energieanlagen, Bahnanlagen, Einkaufszentren und Wohngebäude
angegriffen, erklärte Korezkyj. Betroffen waren demnach Energieanlagen in
den Regionen Kyjiw, Wolhynien, Odessa und Mykolajiw.
Auch ein Einkaufszentrum in Uman und ein Universitätsgebäude in
Krementschuk wurden getroffen. Im Schwarzen Meer wurde nach Angaben des
Regierungschefs zudem ein Handelsschiff von einer Drohne angegriffen. Bei
den Todesopfern in der Region Charkiw handelte es sich nach Angaben des
Regionalverwaltungschefs Oleh Synjehubow um ein älteres Paar. Ihre Leichen
seien nach der Zerstörung ihres Hauses aus den Trümmern geborgen worden.
Elf weitere Menschen wurden in der Region nach Behördenangaben verletzt.
Der ukrainische Stromversorger DTEK meldete wegen der Angriffe
außerplanmäßige Stromabschaltungen in Teilen Kyjiws. In anderen Stadtteilen
gab es demnach bereits geplante Stromabschaltungen. (afp)
## Antikorrutionsbehörde: Ermittler durchsuchen Zentralbank in Kyjiw
Laut der ukrainischen Antikorruptionsbehörde durchsuchen Ermittler die
Räumlichkeiten der Zentralbank sowie die Privatwohnung eines Mitarbeiters.
In einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung heißt es, dass es bislang
keine Festnahmen gab und gegen niemanden formell ein Verdacht geäußert
werde. Die Zentralbank bestätigte, dass Ermittlungen der
Antikorruptionsbehörde in den Räumlichkeiten der Bank liefen. Der Betrieb
werde dort normal fortgesetzt. (rtr)
## Rubio: Entscheidung über Starlink-Drosselung in der Ukraine liegt bei
SpaceX
US-Außenminister Marco Rubio hat erklärt, dass Entscheidungen über den
Zugang der Ukraine zum Satellitennetzwerk Starlink beim Betreiber SpaceX
und dessen Chef Elon Musk liegen. Die US-Regierung habe darauf keinen
Einfluss, sagte Rubio am Mittwoch auf einer Indienreise. Seine Äußerungen
deuten darauf hin, dass Musk den Dienst für Kyjiw eigenmächtig
eingeschränkt haben könnte. Sie kommen zudem einer Kehrtwende in der
Argumentation der US-Regierung gleich.
Die Zeitung Wall Street Journal hatte am Dienstag berichtet, Musk habe eine
Drosselung einer militärischen Starlink-Version angeordnet, auf die die
Ukraine zur Abwehr russischer Raketenangriffe angewiesen ist. Dem Bericht
zufolge soll sich Musk zuvor mit US-Präsident Donald Trump und Vertretern
des Weißen Hauses abgesprochen haben. „Ich weiß nicht, ob wir im Vorfeld
von dieser Entscheidung wussten. Aber das ist unerheblich“, sagte Rubio vor
Journalisten. „Letztlich wird dies durch einen privaten kommerziellen
Vertrag geregelt – darüber, wie deren Ausrüstung genutzt werden darf und
welche Geschwindigkeiten erlaubt sind.“ SpaceX und Musk reagierten zunächst
nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters. (rtr)
## Russland: Drohnen über Region um St. Petersburg abgeschossen
Russland hat nach eigenen Angaben drei Drohnen über der Region Leningrad
abgeschossen. Das teilt Regionalgouverneur Alexander Drosdenko mit. Die
Region im Nordwesten Russlands umschließt die Stadt St. Petersburg, wo für
den Vormittag ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem
US-Sondergesandten Steve Witkoff geplant ist. (rtr)
## Wirtschaftsprognose: Ukraine „mit dem Rücken zur Wand“
Wegen der massiven russischen Angriffe verdüstern sich die wirtschaftlichen
Aussichten der Ukraine laut einer neuen Prognose immer mehr. Die Wirtschaft
des Landes stehe „mit dem Rücken zur Wand“, heißt es in der jüngsten
Analyse des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche
(wiiw). Das auf Zentral- und Osteuropa spezialisierte Institut senkte seine
Erwartung für das diesjährige ukrainische Wirtschaftswachstum auf 0,6
Prozent. Das ist um 0,4 Prozentpunkte niedriger als in der vorigen Prognose
von Juli.
Die Wachstumsrate für 2027 wurde ebenfalls um 0,4 Prozentpunkte nach unten
revidiert und liegt nun bei erwarteten 2,1 Prozent – falls die Ukraine
genug finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Ausland erhalte,
hieß es. Dies erscheint jedoch zunehmend ungewiss, schrieben die Fachleute.
„Der fünfte Kriegswinter dürfte die Ukraine vor eine harte Bewährungsprobe
stellen“, sagte Olga Pindyuk, eine Ukraine-Expertin des Instituts.
Russische Luftangriffe haben ukrainische Energieanlagen und Infrastruktur
sowie Verladeeinrichtungen am Schwarzen Meer zerstört. Getreideexporte
brachen laut dem Institut im August um 70 Prozent im Vergleich zum Juli
ein. Auch die Stahlindustrie leide massiv unter den Angriffen. Die starke
Teuerung und hohen Zinsen bremsten die Wirtschaft zusätzlich, hieß es.
Russland kämpfe ebenfalls mit den Folgen seines Angriffskriege, hieß es vom
wiiw. Doch Russland-Experte Vasily Astrov stellte klar: „Auch im nächsten
Jahr wird Präsident Putin keinerlei Probleme haben, den Krieg gegen die
Ukraine zu finanzieren.“ Der Staat könne sich weiter Geld bei inländischen
Banken leihen. Die Wachstumsprognose des Instituts für Russland liegt bei
0,6 Prozent für 2026 und 1,3 Prozent für 2027. Ukrainische Drohnenangriffe
auf russische Raffinerien haben zu einer Treibstoffkrise geführt, die die
Inflation anheizt. Moskau verhängte ein Exportverbot für Treibstoffe.
Dadurch profitiere das Land weniger stark von den derzeit hohen
Weltmarktpreisen, so die Wiener Ökonomen. Die russische Industrie habe
zusätzlich mit westlichen Sanktionen zu kämpfen. (dpa)
## Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht
Die Bundeswehr sieht sich laut einem Medienbericht durch mögliche russische
Sabotageakte direkt bedroht. In einem internen Papier, aus dem am Mittwoch
die Süddeutsche Zeitung zitierte, werde diese Gefahr erstmals als
„erheblich“ eingestuft, heiße es in dem Text, der demnach auch dem WDR
vorliegt. Dies ist die zweithöchste Gefahren-Kategorie der Streitkräfte.
Verwiesen werde auf mehrere aktuelle Drohnenfunde. Genannt würden der
offensichtlich fehlgeschlagene Anschlag vom August auf dem Flughafen
Leipzig/Halle sowie ein weiterer Fund in der Nähe eines
Luftwaffenstützpunktes in Wunstorf. Diese Drohne sollte demnach
möglicherweise gegen Flugzeuge der Bundeswehr eingesetzt werden. In Leipzig
war von einem mutmaßlichen russischen Angriff auf dort parkende ukrainische
Transportflugzeuge ausgegangen worden.
„Die Vorfälle unterstreichen, dass Russland seit geraumer Zeit nahezu
sicher über die Fähigkeit und sehr wahrscheinlich jetzt auch über die
gesteigerte Absicht verfügt, gegen Kräfte und Einrichtungen der Bundeswehr,
aber auch Partner wie der Ukraine in Deutschland vorzugehen“, heißt es laut
SZ in der Analyse. Das Ziel sei demnach „sehr wahrscheinlich eine
Zersetzungsabsicht, die sich aktuell auf die politische und
gesamtgesellschaftliche Schwächung der deutschen Unterstützung für die
Ukraine fokussiert“. (afp)
## Russland greift erneut Frachtschiff vor Odessa an
Wenige Stunden vor dem geplanten Treffen von Russlands Präsident Wladimir
Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff hat Russland nach eigenen
Angaben erneut ein Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff
mit militärischer Ausrüstung für die Ukraine sei auf dem Weg in den Hafen
von Odessa getroffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau
mit. Zudem haben die russischen Streitkräfte demnach Lager für Drohnen in
der zentralukrainischen Stadt Poltawa beschossen. Darüber hinaus sei ein
Umspannwerk in Kyjiw getroffen worden. Dieses versorge den ukrainischen
Verteidigungs- und Industriesektor sowie Logistikzentren mit Strom. Putin
und Witkoff kommen im Tagesverlauf in St. Petersburg zusammen. Nach
Unterredungen Witkoffs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
am Dienstag in Oslo soll über Wege zu einem Ende des Ukraine-Kriegs
gesprochen werden. (rtr)
## Deutsch-russischer Austausch seit Ukrainekrieg drastisch zurückgegangen
Ob Handel, Flugreisen oder Zuzüge: Der deutsch-russische Austausch hat
als Folge des anhaltenden Krieges gegen die Ukraine drastisch abgenommen.
Im ersten Halbjahr 2026 importierte Deutschland 96,4 Prozent weniger Waren
aus Russland als im Vergleichszeitraum 2021 vor dem Krieg, wie das
Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Der Wert der Einfuhren sank
von 15,0 Milliarden auf gut 0,5 Milliarden Euro. Die deutschen Ausfuhren
nach Russland brachen im selben Zeitraum um 73,1 Prozent ein – von gut 12,7
auf 3,4 Milliarden Euro.
Die Sanktionen der Europäischen Union haben die Handelsstruktur
grundlegend verändert. Waren im Vorkriegszeitraum vor allem Erdöl und
Erdgas die wichtigsten Importgüter, sind es nun Nahrungs- und Futtermittel,
Metalle und chemische Erzeugnisse. Bei den Exporten dominieren inzwischen
pharmazeutische Erzeugnisse, die mehr als 40 Prozent der Lieferungen
ausmachen.
Die wirtschaftliche Entflechtung zeigt sich auch bei den Unternehmen. Die
Zahl der von Russland aus kontrollierten Firmen in Deutschland sank von 229
im Jahr 2021 auf 76 im Jahr 2024. Ihr Umsatz brach von knapp 25,4 auf 8,4
Milliarden Euro ein. Umgekehrt ging die Zahl der von deutschen Investoren
kontrollierten Unternehmen in Russland im selben Zeitraum von 481 auf 290
zurück. Der dort erzielte Jahresumsatz fiel von rund 38 auf 13 Milliarden
Euro. (rtr)
## Auch Russland meldet neue Angriffe aus der Ukraine
Auch die Ukraine setzt nach russischen Angaben ihre Angriffe fort. Ein
19-Jähriger sei bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der westrussischen
Region Brjansk getötet worden, teilt Regionalgouverneur Jegor Kowaltschuk
auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zwei weitere Menschen seien
bei dem Vorfall verletzt worden. Die Angaben lassen sich von der
Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht unabhängig überprüfen. (rtr)
## Rubio: Ukraine-Gespräche zwischen Selenskyj und Witkoff „positiv“
US-Außenminister Marco Rubio hat die Gespräche zwischen dem
US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj über ein Ende des Ukrainekriegs als „positiv“ bewertet. Witkoff
reise nun nach Russland weiter, um dort die in Oslo besprochenen Vorschläge
vorzustellen, sagte Rubio am Mittwoch bei einem Besuch in Indien. „Es war
positiv, nichts Unerwartetes, nichts Überraschendes“, sagte Rubio. Mit den
in Oslo besprochenen Ideen könne Witkoff nun nach St. Petersburg reisen und
sie „mit der russischen Seite teilen“. „Dann werden wir sehen, ob wir
Fortschritte machen können“, fügte der US-Außenminister hinzu.
Rubio räumte zugleich die Schwierigkeiten bei der Suche nach einer
Friedenslösung ein. „Wäre dieser Krieg leicht zu lösen, wäre er schon
längst gelöst worden“, sagte er. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters
soll Witkoff am Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.
Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, soll per
Video zugeschaltet werden. Witkoff hatte sich am Dienstag in Oslo mit
Selenskyj getroffen. Ein US-Regierungsvertreter sprach anschließend von
„sehr produktiven und konstruktiven Diskussionen“ und „bedeutenden
Fortschritten“. Ziel der weiteren Beratungen sei es, den Weg für direkte
Gespräche zwischen Kyjiw, Moskau und Washington zu ebnen.
Rubio wies zudem eine Verantwortung der US-Regierung für die Drosselung der
von der Ukraine genutzten Satelliten-Kommunikationsdienste Starlink und
Starshield zurück. Trump habe davon im Voraus nichts gewusst und könne dem
Betreiber SpaceX und dessen Chef Elon Musk keine Anweisungen erteilen,
sagte er. (afp)
## Während US-Vermittlungen neue russische Angriffe auf Ukraine
Mitten in der Pendeldiplomatie von US-Vermittler Steve Witkoff hat Russland
erneut Ziele in der Ukraine angegriffen. Bei einem Drohnenangriff in der
Nähe von Charkiw kamen in der Nacht zwei Menschen ums Leben, wie
Regionalgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mitteilt. In der Hauptstadt
Kyjiw habe ein russischer Luftangriff ein Wohnhochhaus und Teile der
Verkehrsinfrastruktur getroffen, erklärt Bürgermeister Vitali Klitschko.
Bei einem weiteren Angriff auf eine Universität in Krementschuk in der
Region Poltawa wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei Menschen
verletzt. Am Mittwoch ist ein Treffen des US-Sondergesandten Witkoff mit
dem russischen Staatschef Wladimir Putin in Russland geplant. Am Dienstag
sprach Witkoff in Norwegen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj. (rtr)
## Støre: „bedeutsame Fortschritte“
Im Ringen um Frieden in der Ukraine reist US-Unterhändler Steve Witkoff
nach seinem jüngsten Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern von Oslo weiter nach Russland.
Witkoff werde heute für Gespräche mit der russischen Führung nach St.
Petersburg fliegen, sagte der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre
am gestrigen Abend. Dabei wolle der Vertraute von US-Präsident Donald Trump
den Russen jene Vorschläge präsentieren, „die europäische und amerikanische
Kollegen erarbeitet haben“.
Die US-Regierung hoffe darauf, dass der ausgearbeitete Friedensvorschlag
„den Weg zu direkten trilateralen und dann auch breiter angelegten
multilateralen Verhandlungen ebnet“, sagte ein US-Beamter dem
Nachrichtenportal „Axios“. Die Ukraine habe in Oslo neue Ideen und
Vorschläge präsentiert, die im Detail besprochen worden seien. Es habe
„bedeutsame Fortschritte“ und „starke Übereinstimmungen auf Arbeitsebene“
gegeben.
Støre äußerte die Hoffnung, dass Witkoffs Termin in St. Petersburg „ein
Treffen auf höchster politischer Ebene“ vorbereiten könnte – also eine
Zusammenkunft zwischen Spitzenvertretern der Ukraine, Russlands und der
USA, wie sie der ukrainische Präsident Selenskyj schon mehrmals
vorgeschlagen hat. Bislang war Russlands Regierung stets dagegen oder
empfahl als Treffpunkt Moskau, was für die Ukraine inakzeptabel ist. (dpa)
## Drosselung von Starlink soll Musk angeordnet haben
Der Gründer der US-Weltraumfirma SpaceX, Elon Musk, soll Medienberichten
zufolge hinter der Drosselung des Satelliteninternets Starlink für die
Ukraine stehen. Das berichten das Wall Street Journal und der Sender CBS
News unter Berufung auf angeblich mit der Sache vertraute Personen. Das
Weiße Haus und Musk hatten Vorwürfe einer gezielten Funktionseinschränkung
zuvor zurückgewiesen. Musk habe im Vorfeld der Entscheidung mehrere
Gespräche mit Regierungsvertretern geführt, berichtete CBS News. Er wollte
demnach Klarheit darüber gewinnen, wo Präsident Donald Trump in dieser
Angelegenheit steht.
Laut dem Wall Street Journal telefonierten Musk und Trump dann nach der
Drosselung auch direkt miteinander. Der Satellitendienst Starlink gehört
zur Firma SpaceX, deren Besitzer Musk ist. Seit rund einer Woche wird aus
der Ukraine über Probleme beim Einsatz des Satelliteninternets von Starlink
berichtet. Demnach verloren Flugobjekte ihre Verbindung, wenn sie sich
schneller als 160 Kilometer pro Stunde – teils auch weniger schnell –
bewegten. Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte, dadurch würden
ukrainische Drohnen sowohl bei der Abwehr russischer Jetdrohnen als auch
bei eigenen Angriffen auf mittlere Distanzen behindert. (dpa)
## Trump drängt Selenskyj zu Abkommen mit Russland
[1][US-Präsident Donald Trump] hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland gedrängt. Selenskyj
müsse mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin „ein Abkommen
schließen“, sagte Trump am Dienstag in Washington. Dies sei auch in
Selenskyjs eigenem Interesse. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff reist
nach seinem Gespräch mit Selenskyj in Oslo nach Russland weiter, wo er am
Mittwoch Kreml-Chef Wladimir Putin treffen will.
Trump sagte, Selenskyj müsse die Bereitschaft zeigen, „diesen Krieg zu
beenden“. Andernfalls werde es „sehr schlimm ausgehen“, warnte der
US-Präsident. Die USA hätten der Ukraine viel gegeben und im Gegenzug
nichts erhalten. Die Beziehungen zwischen Kyjiw und Washington hatten sich
in den vergangenen Wochen stark verschlechtert. So hatte Trump ein Abkommen
mit Moskau über die Lieferung von Dieselkraftstoff geschlossen und geplante
Sanktionen gegen Russland ausgesetzt. Zudem forderte Trump die Ablösung des
ukrainischen Präsidenten. (afp)
## Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten
US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach
eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers
Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte
Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober
2024 in Moskau wegen angeblichen „Söldnertums“ für die Ukraine zu einer
Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden. Trump sagte, er habe
„ausführlich“ mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete
an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der
Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.
Die Inhaftierung Hubbards durch Russland war nach dem Großangriff auf die
Ukraine im Februar 2022 zunächst geheimgehalten worden. Nach mehr als
zweijähriger Inhaftierung wurde er dann vor Gericht gestellt. Die
russischen Ermittler gaben an, der frühere Lehrer sei einem ukrainischen
Verteidigungsbataillon beigetreten und hatte dafür „mindestens tausend
Dollar“ Sold pro Monat erhalten. Er selbst bestritt die Vorwürfe. Zur Zeit
seiner Verurteilung war Hubbard 72 Jahre alt. Ein früherer ukrainischer
Mitgefangener berichtete im Herbst 2024, der US-Bürger sei wie viele andere
Inhaftierte mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden. (afp)
## Selenskyj: Kyjiw muss bei möglichem Ukraine-Gipfel von Putin, Trump und
Xi dabei sein
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines
Landes [2][an einem möglichen Ukraine-Gipfeltreffen von US-Präsident Donald
Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi
Jinping] gefordert. Gespräche über die Zukunft der seines Landes seien „nur
akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen“, sagte Selenskyj am
Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo.
Putin strebt laut einem US-Zeitungsbericht ein Treffen mit Trump und Xi am
Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec)
am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen an. Trump hatte sich am
Montag offen für einen solchen Dreiergipfel gezeigt: „Ich würde es tun“,
sagte der US-Präsident vor Journalisten in Washington. Vereinbart sei das
Treffen aber noch nicht.
Selenskyj sagte in Oslo, er wisse nicht, worum es bei dem Dreiergipfel
gehen werde, „das ist ihre Sache“. Aber „natürlich“ müsse die Ukraine
vertreten sein, wenn es um ihre Zukunft gehe. „Das ist absolut klar“, fügte
er hinzu. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hatte zuvor gewarnt,
ein solches Dreiertreffen würde lediglich Putin „ermutigen, diesen Krieg
fortzusetzen“. (afp)
## Norwegen und Finnland nach Ukraine-Gespräche zuversichtlich
Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Oslo äußern sich Norwegen und
Finnland positiv. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärt, auf
inhaltlicher und technischer Ebene seien in der vergangenen Woche hinter
den Kulissen große Fortschritte erzielt worden. Man habe einige Ansätze für
eine Friedenslösung gefunden, die nun in St. Petersburg weiterverfolgt
werden sollen. Dorthin wird Witkoff dem norwegischen Ministerpräsidenten
Jonas Gahr Stoere zufolge morgen reisen, um sich mit der russischen Führung
zu treffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet die
Reisepläne ebenfalls unter Berufung auf einen Insider. Stoere bezeichnet
die Gespräche in Oslo als gut und konstruktiv. (rtr)
## Selenskyj dankt den USA für neue Geheimdienstinformationen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt den USA dafür, dass
die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und [3][Frühwarnungen vor
russischen Angriffen] mit ballistischen Raketen wiederaufgenommen worden
sei. Auf einer Pressekonferenz in Oslo nach Gesprächen mit US-Unterhändlern
sagt Selenskyj, die Ukraine verliere den Krieg gegen Russland nicht. Kyjiw
beklage jedoch den Verlust von Menschenleben und sei entschlossen, Wege zum
Frieden zu finden. Er bekräftigt die Hoffnung der Ukraine, bei einem
trilateralen Spitzentreffen Schlüsselfragen für ein Ende des Krieges zu
erörtern. (rtr)
## Bulgarien lehnt Beteiligung an neuer EU-Finanzhilfe für Kyjiw ab
Bulgarien wird sich nach den Worten von Regierungschef Rumen Radew nicht
mehr an einer neuen Finanzhilfe der Europäischen Union (EU) für die Ukraine
beteiligen. Beim jüngsten EU-Gipfel forderte der ukrainische Präsident
Wolodymyr Selenskyj von der EU weitere 70 Milliarden Euro für das kommende
Jahr, um im Abwehrkampf gegen Russlands Angriffskrieg bestehen zu können.
„Wie kommt euch das vor dem Hintergrund von all dem, das in Europa
geschieht, vor? Bulgarien kann auf keiner Weise an diesen 70 Milliarden
beteiligt sein“, sagte Radew vor Journalisten in der Kleinstadt Twardiza,
wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA berichtete.
Der bulgarische Regierungschef erinnerte daran, dass die EU der Ukraine im
vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 bewilligt
hatte. Für dieses Darlehen hatten drei EU-Staaten – Ungarn, Tschechien und
die Slowakei – ausgehandelt, nicht an den Kosten beteiligt zu werden.
Bulgarien war allerdings daran noch beteiligt. Der Ukrainekrieg erschöpfe
die europäischen Volkswirtschaften und führe zu sozialer Spannung und
politischer Instabilität, sagte Radew. Er rief zu einem möglichst baldigen
Ende des Krieges auf. „Der Ausgang wird nicht mit militärischen Mitteln
erreicht werden.“ (dpa)
## Nato verstärkt Überwachung in der Schwarzmeerregion
Die Nato baut ihre Überwachungskapazitäten in der Schwarzmeerregion aus,
nachdem dort mehrere Schiffe getroffen wurden. Die Botschafter des
Militärbündnisses hätten im Nordatlantikrat über die Sicherheit in dem
Gebiet beraten, teilt eine Sprecherin auf der Plattform X mit. Die Allianz
habe ihre Präsenz an der Ostflanke bereits verstärkt, unter anderem mit
Systemen zur Drohnenabwehr. Nun würden zusätzliche Ressourcen in die Region
entsandt, um Überwachung, Aufklärung und Spurensicherung zu unterstützen.
(rtr)
21 Oct 2026
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