# taz.de -- +++ Nachrichten im Ukraine-Krieg +++: Russland kündigt erste Diesellieferung in die USA an
       
       > In St. Petersburg trifft US-Unterhändler Witkoff Kremlchef Putin. Moskau
       > lässt US-Amerikaner frei und gibt Details für Diesellieferung bekannt.
       
 (IMG) Bild: Witkoff und Putin reden wieder miteinander
       
       ## Treffen Putins mit Trump-Gesandtem Witkoff beendet
       
       Die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit Kremlchef Wladimir
       Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine sind nach
       Kremlangaben beendet. Das Treffen im Konstantinpalast in St. Petersburg
       habe etwa drei Stunden gedauert, meldeten Staatsmedien nach Kremlangaben.
       Über Ergebnisse wurde zunächst nichts bekannt. Witkoff übergab nach seinen
       Gesprächen in Oslo am Vortag mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
       Selenskyj und Europäern Dokumente mit neuen Vorschlägen für eine
       Friedenslösung, wie er selbst sagte.
       
       Er äußerte bei dem Treffen mit Putin seine Hoffnung auf die Wiederaufnahme
       von Dreiergesprächen zwischen Russen und Ukrainern unter US-Vermittlung. Es
       gebe derzeit ein Momentum für die Beendigung des Krieges, sagte Witkoff. Er
       hoffe auf konkrete Schritte für einen Friedensprozess. Putin selbst dankte
       zum Auftakt des Treffens US-Präsident Donald Trump erneut, dass er sich um
       eine Beendigung des Ukraine-Krieges bemühe. Mit am Verhandlungstisch saßen
       auch Putins außenpolitischer Berater Juri Uschakow und sein Beauftragter
       für internationale wirtschaftliche Zusammenarbeit, Kirill Dmitrijew. (dpa)
       
       ## Russischer Kampfjet in Exklave Kaliningrad abgestürzt
       
       In ‌der russischen Exklave Kaliningrad ist ein Kampfjet vom Typ Suchoi
       Su-30 abgestürzt. Der Unfall ereignete sich während eines Trainingsflugs,
       meldet die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf das
       Verteidigungsministerium in Moskau. Die Besatzung habe sich mit dem
       Schleudersitz retten können, es gebe keine Verletzten. Zur Absturzursache
       äußert sich das Ministerium zunächst nicht. (rtr)
       
       ## Kreml: Dreiertreffen mit USA und China möglich
       
       Ein trilaterales Treffen zwischen den USA, Russland und China ist aus Sicht
       des Kremls möglich. „Von drei Seiten gibt es die Auffassung, dass es gut
       wäre, sich zu treffen“, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow dem russischen
       Staatsfernsehen. Russland strebt ein solches Treffen am Rande des Gipfels
       der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) im chinesischen
       Shenzhen im November an. Eine klar festgelegte Tagesordnung gebe es noch
       nicht. Die USA wollten demnach über nukleare Abrüstung sprechen, das wolle
       China aber nicht. Russland sei dazu und zu anderem bereit, sagte Peskow.
       
       Nach dem Treffen mit Putin wird Witkoff nun erneut in Oslo erwartet, um von
       Putins Reaktion zu berichten. Inhalte der neuen Vorschläge sind bisher
       nicht bekannt. Kremlsprecher Dmitri Peskow sagte lediglich, dass Putin sie
       prüfen werde. Auch nach Treffen in der Vergangenheit zwischen Witkoff und
       Putin gab es in der Regel wenig Konkretes. (dpa)
       
       ## Trump lobt Freilassung von US-Amerikaner durch Putin
       
       US-Präsident Donald Trump hat die Freilassung des seit Jahren inhaftierten
       Amerikaners Stephen Hubbard durch Kremlchef Wladimir Putin gelobt. „Für
       diese Freilassung war kein „Austausch“ erforderlich“, teilte Trump in
       seinem sozialen Netzwerk Truth Social mit. Die USA hätten keine
       Gegenleistung erbringen müssen. Trump sprach von „einer für Russland
       beispiellosen Situation“. Putin hatte unlängst bereits einen anderen
       US-Amerikaner freigelassen, ohne – wie sonst üblich – im Gegenzug die
       Freilassung eines Russen zu verlangen.
       
       Trump sagte, dass er Putin um die Freilassung Hubbards bei ihrem jüngsten
       Telefonat gebeten habe. „Stephen ist auf dem Weg nach Hause“, erklärte er.
       Putin hatte kurz zuvor bei einem Treffen mit Trumps Unterhändler Steve
       Witkoff in St. Petersburg erklärt, dass Hubbard auf dem internationalen
       Flughafen Pulkowo sei. Witkoff sollte von dort nach den Unterredungen mit
       Putin wieder abfliegen. (dpa)
       
       ## EU verlangt von SpaceX volle Starlink-Dienste für Ukraine
       
       Die EU hat die Berichte über eine von SpaceX-Gründer Elon Musk angeordnete
       Drosselung des Satelliteninternets Starlink für die Ukraine als „äußerst
       besorgniserregend“ bezeichnet und einen sofortigen Kurswechsel gefordert.
       „SpaceX muss die vollständigen Dienste für die Ukraine dringend
       wiederherstellen, denn die Ukraine benötigt diese kritischen Verbindungen“,
       sagte ein Sprecher der von Ursula von der Leyen geführten EU-Kommission in
       Brüssel. Die Ukraine brauche das Satelliteninternet, um ihre Soldaten
       miteinander in Verbindung zu halten, ihre Bürger zu schützen und die
       Drohnen zu steuern, die sie zur Verteidigung ihres Staatsgebiets benötige.
       
       Der Sprecher ergänzte, dass der Krieg in der Ukraine zeige, wie stark
       Europas Sicherheit vom Weltraum abhänge. Deshalb arbeite die EU unter
       anderem aktiv an der Entwicklung und dem Aufbau eines neuen
       Satellitennetzwerks mit dem Namen IRIS2. Die Konstellation werde aus mehr
       als 300 Satelliten bestehen und solle sowohl für zivile als auch für
       militärische Zwecke bestmögliche sichere Satellitenverbindungen
       bereitstellen. „Wir werden die Ukraine selbstverständlich vollständig daran
       beteiligen“, betonte der Sprecher. (dpa)
       
       ## Kreml: Fortschritt bei Ukraine-Regelung „theoretisch möglich“
       
       ‌Ein Fortschritt bei der Beilegung des Ukraine-Konflikts ist dem Kreml
       zufolge „theoretisch möglich“. Russland prüfe die US-Vorschläge, vieles
       hänge jedoch von der Ukraine ab, meldet die Nachrichtenagentur Interfax
       unter Berufung auf das Präsidialamt in Moskau. Sollte Kiew nicht die
       notwendigen Entscheidungen treffen, werde sich die Lage für das Land
       verschlechtern. Die Gespräche zwischen Präsident Wladimir Putin und dem
       US-Sondergesandten Steve Witkoff seien demnach ernsthaft und ausführlich.
       Ein Dreiertreffen zwischen Putin, US-Präsident Donald Trump und dem
       chinesischen Staatschef Xi Jinping sei möglich, es gebe dafür jedoch noch
       keine konkrete Agenda. (rtr)
       
       ## Erste Diesellieferung in die USA am Donnerstag
       
       Russland hat die erste Dieselverschiffung in die USA für den Donnerstag
       angekündigt. „Dieser Tanker wird eine Ladefähigkeit von 40.000 Tonnen
       haben“, sagte Vizeregierungschef Alexander Nowak vor Journalisten, wie die
       russische Nachrichtenagentur Interfax meldete. Weitere Lieferungen werden
       demnach folgen. Die Vertragsunterzeichnung stehe kurz vor dem Abschluss.
       Nowak schloss dabei Dieselexporte auch in andere Länder nicht aus. Das
       hänge jedoch von den russischen Raffineriekapazitäten ab. „Planmäßig
       erreichen wir erst gegen Ende des Jahres das volle Produktionsvolumen und
       dann können auch andere Länder die Mengen erhalten, die sie früher
       erhielten“, erklärte er.
       
       Anfang Oktober 2026 vereinbarten US-Präsident Donald Trump und Kremlchef
       Wladimir Putin Diesellieferungen aus Russland in die USA, wofür Washington
       bestehende Russland-Sanktionen vorübergehend aussetzte. Der Deal löste
       international scharfe Kritik aus – von der EU, der Ukraine, der
       Bundesregierung und sogar Teilen des US-Kongresses –, während Moskau ihn
       begrüßte. Russische Ölraffinerien werden regelmäßig von ukrainischen
       Kampfdrohnen angegriffen. Durch die Reparaturen sind die russischen
       Produktionskapazitäten eingeschränkt, woraufhin Moskau Exportstopps von
       Benzin und auch Diesel verhängte. Trump kritisierte daher mehrfach die
       ukrainischen Attacken und macht Kiew vor den Kongresswahlen Anfang November
       für steigende Spritpreise verantwortlich. (dpa)
       
       ## Merz: Von Russland geht klar die größte Gefahr für Deutschland aus
       
       Die größte Gefahr für Deutschland geht nach den Worten von Bundeskanzler
       Friedrich Merz (CDU) derzeit klar von Russland aus. „Meine größte Sorge im
       Moment ist nicht unsere Wirtschaft, nicht die USA oder China, sondern die
       Einwirkung Russlands auf unsere Gesellschaft“, sagte Merz am Mittwoch in
       Berlin. Er verwies auf Sabotageakte und hybride Angriffe auf
       Kommunikationssysteme, aber auch auf Bemühungen zu einer Destabilisierung
       Deutschlands. „Diese Angriffe finden jeden Tag statt“, warnte Merz bei
       einem Auftritt auf dem Forum „Global Dialogue“. Ihre Bedeutung werde in
       Deutschland immer noch unterschätzt. „Das sind fundamentale Angriffe“,
       sagte der Kanzler.
       
       Als ein Beispiel nannte er erneut den offensichtlich gescheiterten
       russischen Angriff auf ukrainische Frachtmaschinen auf dem Leipziger
       Flughafen im August. Merz verurteilte auch erneut das russische Vorgehen in
       der Ukraine, gegen die Russland „seit fünf Jahren einen brutalen Krieg
       führt“. Dieser sei zudem „eine Bedrohung unserer Sicherheit“, bekräftigte
       der Kanzler weiter. Ausdrücklich bekannte sich Merz zu den laufenden
       Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden. „Aber eine Kapitulation
       der Ukraine ist keine Option“, dies zu verhindern „ist in unser aller
       Interesse“, stellte er klar. (afp)
       
       ## Putin schlägt Treffen mit Trump in China vor
       
       Der russische Präsident Wladimir Putin schlägt ein Treffen mit US-Präsident
       Donald Trump in China vor. Dies erklärt er beim Empfang des
       US-Sondergesandten Steve Witkoff in St. Petersburg, wie das russische
       Staatsfernsehen berichtet. Der Kreml hatte die Möglichkeit eines
       Dreiertreffens zwischen ihm, Trump und dem chinesischen Präsidenten Xi
       Jinping am Rande des Apec-Gipfels im kommenden Monat ins Spiel gebracht.
       Zudem bietet der russische Staatschef Gespräche über eine Wiederaufnahme
       der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Washington an.
       (rtr)
       
       ## Russland lässt Ukraine-Kämpfer aus den USA frei
       
       In St. Petersburg haben die Gespräche von US-Unterhändler Steve Witkoff mit
       Kremlchef Wladimir Putin über den russischen Angriffskrieg gegen die
       Ukraine begonnen. Zum Auftakt gab Putin die Freilassung eines
       US-Amerikaners bekannt, der 2024 zu langer Haft verurteilt worden war, weil
       er als Söldner an der Seite der ukrainischen Streitkräfte gegen russische
       Truppen gekämpft haben soll.
       
       Stephen Hubbard sei bereits auf dem Flughafen Pulkowo in St. Petersburg,
       sagte der Präsident der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge.
       Witkoff dankte Putin für die Freilassung. Er will nach den Unterredungen
       mit dem russischen Präsidenten von Pulkowo abreisen. Putin selbst dankte
       US-Präsident Donald Trump erneut, dass er sich um eine Beendigung des
       Ukrainekriegs bemühe. Dazu sollte ihn Witkoff über seine Ukraine-Gespräche
       am Vortag in Oslo informieren, wie der Kremlchef im Konstantinpalast sagte.
       (dpa)
       
       ## Merz an Trump: Kapitulation der Ukraine ist keine Option
       
       Kanzler Friedrich Merz hat betont, dass eine Kapitulation der Ukraine keine
       Option ist. Mit Blick auf den Druck der USA auf Kyjiw sagt Merz, dass
       Deutschland und die Europäer jederzeit zu Gesprächen bereit seien. „Wir
       leisten der Ukraine keine Unterstützung, um diesen Krieg in die Länge zu
       ziehen“, betont er. „Aber eine Kapitulation – oder gar eine bedingungslose
       Kapitulation der Ukraine – kommt nicht infrage“, sagt der Kanzler. „Denn
       das wäre eine Kapitulation von uns allen.“ Deshalb werde man die Ukraine im
       eigenen Interesse weiter unterstützen. (rtr)
       
       ## Moskau meldet Festnahme von Ex-Bundeswehr-Soldat – Söldner?
       
       Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat die Festnahme eines deutschen
       Staatsangehörigen gemeldet, der aus den ukrainischen Streitkräften
       geflüchtet sein soll. Er sei als ausländischer Söldner und Scharfschütze
       desertiert, nachdem er das versprochene Geld nicht erhalten habe, teilte
       der FSB nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass
       mit. Es werde über die Einleitung eines Strafverfahrens wegen Söldnertums
       entschieden, hieß es. Der Mann soll laut dem Bericht von 1996 bis 2010 in
       der Bundeswehr gedient haben.
       
       Die russischen Geheimdienstangaben sind von unabhängiger Seite nicht
       überprüfbar. Wo der Verdächtige festgenommen wurde, teilte der FSB nicht
       mit. Den Angaben nach soll er als Bundeswehrsoldat in den Jahren 2004 bis
       2010 auch in Afghanistan und Somalia im Einsatz gewesen sein und nach
       seiner Entlassung in Syrien als Söldner gekämpft haben. Von 2016 bis 2018
       sei der deutsche Staatsbürger als Scharfschütze in einer der territorialen
       Verteidigungseinheiten der ukrainischen Streitkräfte tätig gewesen.
       Angeblich war er an der Frontlinie im Gebiet Donezk im Einsatz, das damals
       teils von prorussischen Separatisten kontrolliert wurde. 2025 sei er zum
       Zweck des Geldverdienens erneut in die Ukraine eingereist und habe einen
       Vertrag über den Militärdienst für drei Jahre abgeschlossen. (dpa)
       
       ## Vier Tote bei erneuten russischen Angriffen auf die Ukraine
       
       Bei einer neuen Welle russischer Angriffe auf die Ukraine sind nach
       Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Zwei Menschen
       starben beim Einschlag einer Drohne in ein 24-stöckiges Gebäude in Kyjiw,
       zwei weitere in der nordöstlichen Region Charkiw, wie Ministerpräsident
       Serhij Korezkyj am Mittwoch mitteilte. Russland habe seit Dienstagabend
       „unaufhörlich“ Energieanlagen, Bahnanlagen, Einkaufszentren und Wohngebäude
       angegriffen, erklärte Korezkyj. Betroffen waren demnach Energieanlagen in
       den Regionen Kyjiw, Wolhynien, Odessa und Mykolajiw.
       
       Auch ein Einkaufszentrum in Uman und ein Universitätsgebäude in
       Krementschuk wurden getroffen. Im Schwarzen Meer wurde nach Angaben des
       Regierungschefs zudem ein Handelsschiff von einer Drohne angegriffen. Bei
       den Todesopfern in der Region Charkiw handelte es sich nach Angaben des
       Regionalverwaltungschefs Oleh Synjehubow um ein älteres Paar. Ihre Leichen
       seien nach der Zerstörung ihres Hauses aus den Trümmern geborgen worden.
       Elf weitere Menschen wurden in der Region nach Behördenangaben verletzt.
       Der ukrainische Stromversorger DTEK meldete wegen der Angriffe
       außerplanmäßige Stromabschaltungen in Teilen Kyjiws. In anderen Stadtteilen
       gab es demnach bereits geplante Stromabschaltungen. (afp)
       
       ## Antikorrutionsbehörde: Ermittler durchsuchen Zentralbank in Kyjiw
       
       Laut der ukrainischen Antikorruptionsbehörde durchsuchen Ermittler die
       Räumlichkeiten der Zentralbank sowie die Privatwohnung eines Mitarbeiters.
       In einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung heißt es, dass es bislang
       keine Festnahmen gab und gegen niemanden formell ein Verdacht geäußert
       werde. Die Zentralbank bestätigte, dass Ermittlungen der
       Antikorruptionsbehörde in den Räumlichkeiten der Bank liefen. Der Betrieb
       werde dort normal fortgesetzt. (rtr)
       
       ## Rubio: Entscheidung über Starlink-Drosselung in der Ukraine liegt bei
       SpaceX
       
       US-Außenminister Marco ‌Rubio hat erklärt, dass Entscheidungen ‌über den
       Zugang der Ukraine zum Satellitennetzwerk Starlink beim Betreiber SpaceX
       und dessen Chef Elon Musk liegen. Die US-Regierung habe darauf keinen
       Einfluss, sagte Rubio am Mittwoch auf einer Indienreise. Seine Äußerungen
       deuten darauf hin, dass Musk den Dienst für Kyjiw eigenmächtig
       eingeschränkt haben könnte. Sie kommen zudem einer Kehrtwende in der
       Argumentation der US-Regierung gleich.
       
       Die Zeitung Wall Street Journal hatte am Dienstag berichtet, Musk habe eine
       Drosselung einer militärischen Starlink-Version angeordnet, ‌auf die die
       Ukraine zur Abwehr russischer Raketenangriffe angewiesen ist. Dem Bericht
       zufolge soll sich Musk zuvor mit US-Präsident Donald Trump und Vertretern
       des Weißen Hauses abgesprochen haben. „Ich weiß nicht, ob wir im Vorfeld
       von dieser Entscheidung wussten. Aber das ist unerheblich“, sagte Rubio vor
       Journalisten. „Letztlich wird dies durch einen privaten kommerziellen
       Vertrag geregelt – darüber, wie deren Ausrüstung genutzt werden darf und
       welche Geschwindigkeiten erlaubt sind.“ SpaceX und Musk reagierten zunächst
       nicht auf Anfragen der Nachrichtenagentur Reuters. (rtr)
       
       ## Russland: Drohnen über Region um St. Petersburg abgeschossen
       
       Russland hat nach eigenen Angaben drei Drohnen über der Region Leningrad
       abgeschossen. Das teilt Regionalgouverneur Alexander Drosdenko mit. Die
       Region im Nordwesten Russlands umschließt die Stadt St. Petersburg, wo für
       den Vormittag ein Treffen zwischen Präsident Wladimir Putin und dem
       US-Sondergesandten Steve Witkoff geplant ist. (rtr)
       
       ## Wirtschaftsprognose: Ukraine „mit dem Rücken zur Wand“
       
       Wegen der massiven russischen Angriffe verdüstern sich die wirtschaftlichen
       Aussichten der Ukraine laut einer neuen Prognose immer mehr. Die Wirtschaft
       des Landes stehe „mit dem Rücken zur Wand“, heißt es in der jüngsten
       Analyse des Wiener Instituts für Internationale Wirtschaftsvergleiche
       (wiiw). Das auf Zentral- und Osteuropa spezialisierte Institut senkte seine
       Erwartung für das diesjährige ukrainische Wirtschaftswachstum auf 0,6
       Prozent. Das ist um 0,4 Prozentpunkte niedriger als in der vorigen Prognose
       von Juli.
       
       Die Wachstumsrate für 2027 wurde ebenfalls um 0,4 Prozentpunkte nach unten
       revidiert und liegt nun bei erwarteten 2,1 Prozent – falls die Ukraine
       genug finanzielle und militärische Unterstützung aus dem Ausland erhalte,
       hieß es. Dies erscheint jedoch zunehmend ungewiss, schrieben die Fachleute.
       „Der fünfte Kriegswinter dürfte die Ukraine vor eine harte Bewährungsprobe
       stellen“, sagte Olga Pindyuk, eine Ukraine-Expertin des Instituts.
       Russische Luftangriffe haben ukrainische Energieanlagen und Infrastruktur
       sowie Verladeeinrichtungen am Schwarzen Meer zerstört. Getreideexporte
       brachen laut dem Institut im August um 70 Prozent im Vergleich zum Juli
       ein. Auch die Stahlindustrie leide massiv unter den Angriffen. Die starke
       Teuerung und hohen Zinsen bremsten die Wirtschaft zusätzlich, hieß es.
       
       Russland kämpfe ebenfalls mit den Folgen seines Angriffskriege, hieß es vom
       wiiw. Doch Russland-Experte Vasily Astrov stellte klar: „Auch im nächsten
       Jahr wird Präsident Putin keinerlei Probleme haben, den Krieg gegen die
       Ukraine zu finanzieren.“ Der Staat könne sich weiter Geld bei inländischen
       Banken leihen. Die Wachstumsprognose des Instituts für Russland liegt bei
       0,6 Prozent für 2026 und 1,3 Prozent für 2027. Ukrainische Drohnenangriffe
       auf russische Raffinerien haben zu einer Treibstoffkrise geführt, die die
       Inflation anheizt. Moskau verhängte ein Exportverbot für Treibstoffe.
       Dadurch profitiere das Land weniger stark von den derzeit hohen
       Weltmarktpreisen, so die Wiener Ökonomen. Die russische Industrie habe
       zusätzlich mit westlichen Sanktionen zu kämpfen. (dpa)
       
       ## Bericht: Bundeswehr sieht sich durch russische Sabotage direkt bedroht
       
       Die Bundeswehr sieht sich laut einem Medienbericht durch mögliche russische
       Sabotageakte direkt bedroht. In einem internen Papier, aus dem am Mittwoch
       die Süddeutsche Zeitung zitierte, werde diese Gefahr erstmals als
       „erheblich“ eingestuft, heiße es in dem Text, der demnach auch dem WDR
       vorliegt. Dies ist die zweithöchste Gefahren-Kategorie der Streitkräfte.
       Verwiesen werde auf mehrere aktuelle Drohnenfunde. Genannt würden der
       offensichtlich fehlgeschlagene Anschlag vom August auf dem Flughafen
       Leipzig/Halle sowie ein weiterer Fund in der Nähe eines
       Luftwaffenstützpunktes in Wunstorf. Diese Drohne sollte demnach
       möglicherweise gegen Flugzeuge der Bundeswehr eingesetzt werden. In Leipzig
       war von einem mutmaßlichen russischen Angriff auf dort parkende ukrainische
       Transportflugzeuge ausgegangen worden.
       
       „Die Vorfälle unterstreichen, dass Russland seit geraumer Zeit nahezu
       sicher über die Fähigkeit und sehr wahrscheinlich jetzt auch über die
       gesteigerte Absicht verfügt, gegen Kräfte und Einrichtungen der Bundeswehr,
       aber auch Partner wie der Ukraine in Deutschland vorzugehen“, heißt es laut
       SZ in der Analyse. Das Ziel sei demnach „sehr wahrscheinlich eine
       Zersetzungsabsicht, die sich aktuell auf die politische und
       gesamtgesellschaftliche Schwächung der deutschen Unterstützung für die
       Ukraine fokussiert“. (afp)
       
       ## Russland greift erneut Frachtschiff vor Odessa an
       
       Wenige Stunden vor dem geplanten Treffen von Russlands Präsident Wladimir
       Putin mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff hat Russland nach eigenen
       Angaben erneut ein Frachtschiff im Schwarzen Meer angegriffen. Das Schiff
       mit militärischer Ausrüstung für die Ukraine sei auf dem Weg in den Hafen
       von Odessa getroffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau
       mit. Zudem haben die russischen Streitkräfte demnach Lager für Drohnen in
       der zentralukrainischen Stadt ‌Poltawa beschossen. Darüber hinaus sei ein
       Umspannwerk in Kyjiw getroffen worden. Dieses versorge den ukrainischen
       Verteidigungs- und Industriesektor sowie Logistikzentren mit Strom. Putin
       und Witkoff kommen im Tagesverlauf in St. Petersburg zusammen. Nach
       Unterredungen Witkoffs mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
       am Dienstag in Oslo soll über Wege zu einem Ende des Ukraine-Kriegs
       gesprochen werden. (rtr)
       
       ## Deutsch-russischer Austausch seit Ukrainekrieg drastisch zurückgegangen
       
       Ob Handel, ‌Flugreisen oder Zuzüge: Der deutsch-russische ‌Austausch hat
       als Folge des anhaltenden Krieges gegen die Ukraine drastisch abgenommen.
       Im ersten Halbjahr 2026 importierte Deutschland 96,4 Prozent weniger Waren
       aus Russland als im Vergleichszeitraum 2021 vor dem Krieg, wie das
       Statistische Bundesamt am Mittwoch mitteilte. Der Wert der Einfuhren sank
       von 15,0 Milliarden auf gut 0,5 Milliarden Euro. Die deutschen Ausfuhren
       nach Russland brachen im selben Zeitraum um 73,1 Prozent ein – von gut 12,7
       auf 3,4 Milliarden Euro.
       
       Die ‌Sanktionen der Europäischen Union haben die Handelsstruktur
       grundlegend verändert. Waren im Vorkriegszeitraum vor allem Erdöl und
       Erdgas die wichtigsten Importgüter, sind es nun Nahrungs- und Futtermittel,
       Metalle und chemische Erzeugnisse. Bei den Exporten dominieren inzwischen
       pharmazeutische Erzeugnisse, die mehr als 40 Prozent der Lieferungen
       ausmachen.
       
       Die wirtschaftliche Entflechtung zeigt sich auch bei den Unternehmen. Die
       Zahl der von Russland aus kontrollierten Firmen in Deutschland sank von 229
       im Jahr 2021 auf 76 im Jahr 2024. Ihr Umsatz brach von knapp 25,4 auf 8,4
       Milliarden Euro ein. Umgekehrt ging die Zahl der von deutschen Investoren
       kontrollierten Unternehmen in Russland im selben Zeitraum von 481 ‌auf 290
       zurück. Der dort erzielte Jahresumsatz fiel von rund 38 auf 13 Milliarden
       Euro. (rtr)
       
       ## Auch Russland meldet neue Angriffe aus der Ukraine
       
       Auch die Ukraine setzt nach russischen Angaben ihre Angriffe fort. Ein
       19-Jähriger sei bei einer Drohnenattacke auf ein Auto in der westrussischen
       Region Brjansk getötet worden, teilt Regionalgouverneur Jegor Kowaltschuk
       auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zwei weitere Menschen ‌seien
       bei dem Vorfall verletzt worden. Die Angaben lassen sich von der
       Nachrichtenagentur Reuters zunächst nicht unabhängig überprüfen. (rtr)
       
       ## Rubio: Ukraine-Gespräche zwischen Selenskyj und Witkoff „positiv“
       
       US-Außenminister Marco Rubio hat die Gespräche zwischen dem
       US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
       Selenskyj über ein Ende des Ukrainekriegs als „positiv“ bewertet. Witkoff
       reise nun nach Russland weiter, um dort die in Oslo besprochenen Vorschläge
       vorzustellen, sagte Rubio am Mittwoch bei einem Besuch in Indien. „Es war
       positiv, nichts Unerwartetes, nichts Überraschendes“, sagte Rubio. Mit den
       in Oslo besprochenen Ideen könne Witkoff nun nach St. Petersburg reisen und
       sie „mit der russischen Seite teilen“. „Dann werden wir sehen, ob wir
       Fortschritte machen können“, fügte der US-Außenminister hinzu.
       
       Rubio räumte zugleich die Schwierigkeiten bei der Suche nach einer
       Friedenslösung ein. „Wäre dieser Krieg leicht zu lösen, wäre er schon
       längst gelöst worden“, sagte er. Nach Angaben eines US-Regierungsvertreters
       soll Witkoff am Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen.
       Der Schwiegersohn von US-Präsident Donald Trump, Jared Kushner, soll per
       Video zugeschaltet werden. Witkoff hatte sich am Dienstag in Oslo mit
       Selenskyj getroffen. Ein US-Regierungsvertreter sprach anschließend von
       „sehr produktiven und konstruktiven Diskussionen“ und „bedeutenden
       Fortschritten“. Ziel der weiteren Beratungen sei es, den Weg für direkte
       Gespräche zwischen Kyjiw, Moskau und Washington zu ebnen.
       
       Rubio wies zudem eine Verantwortung der US-Regierung für die Drosselung der
       von der Ukraine genutzten Satelliten-Kommunikationsdienste Starlink und
       Starshield zurück. Trump habe davon im Voraus nichts gewusst und könne dem
       Betreiber SpaceX und dessen Chef Elon Musk keine Anweisungen erteilen,
       sagte er. (afp)
       
       ## Während US-Vermittlungen neue russische Angriffe auf Ukraine
       
       Mitten in der Pendeldiplomatie von US-Vermittler Steve Witkoff hat Russland
       ‌erneut Ziele in der Ukraine angegriffen. Bei einem Drohnenangriff in der
       Nähe von Charkiw kamen in der Nacht zwei Menschen ums Leben, wie
       Regionalgouverneur Oleh Synjehubow auf Telegram mitteilt. In der Hauptstadt
       Kyjiw habe ein russischer Luftangriff ein ‌Wohnhochhaus und Teile der
       Verkehrsinfrastruktur getroffen, erklärt Bürgermeister Vitali Klitschko.
       Bei einem weiteren Angriff ⁠auf eine Universität in Krementschuk in der
       Region Poltawa wurden nach Angaben der örtlichen Behörden zwei ‌Menschen
       verletzt. ‌Am Mittwoch ist ein ⁠Treffen des US-Sondergesandten Witkoff mit
       dem russischen Staatschef Wladimir Putin ‌in Russland geplant. ‌Am Dienstag
       sprach Witkoff in Norwegen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
       ‌Selenskyj. (rtr)
       
       ## Støre: „bedeutsame Fortschritte“
       
       Im Ringen um Frieden in der Ukraine reist US-Unterhändler Steve Witkoff
       nach seinem jüngsten Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
       Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern von Oslo weiter nach Russland.
       Witkoff werde heute für Gespräche mit der russischen Führung nach St.
       Petersburg fliegen, sagte der norwegische Regierungschef Jonas Gahr Støre
       am gestrigen Abend. Dabei wolle der Vertraute von US-Präsident Donald Trump
       den Russen jene Vorschläge präsentieren, „die europäische und amerikanische
       Kollegen erarbeitet haben“.
       
       Die US-Regierung hoffe darauf, dass der ausgearbeitete Friedensvorschlag
       „den Weg zu direkten trilateralen und dann auch breiter angelegten
       multilateralen Verhandlungen ebnet“, sagte ein US-Beamter dem
       Nachrichtenportal „Axios“. Die Ukraine habe in Oslo neue Ideen und
       Vorschläge präsentiert, die im Detail besprochen worden seien. Es habe
       „bedeutsame Fortschritte“ und „starke Übereinstimmungen auf Arbeitsebene“
       gegeben.
       
       Støre äußerte die Hoffnung, dass Witkoffs Termin in St. Petersburg „ein
       Treffen auf höchster politischer Ebene“ vorbereiten könnte – also eine
       Zusammenkunft zwischen Spitzenvertretern der Ukraine, Russlands und der
       USA, wie sie der ukrainische Präsident Selenskyj schon mehrmals
       vorgeschlagen hat. Bislang war Russlands Regierung stets dagegen oder
       empfahl als Treffpunkt Moskau, was für die Ukraine inakzeptabel ist. (dpa)
       
       ## Drosselung von Starlink soll Musk angeordnet haben
       
       Der Gründer der US-Weltraumfirma SpaceX, Elon Musk, soll Medienberichten
       zufolge hinter der Drosselung des Satelliteninternets Starlink für die
       Ukraine stehen. Das berichten das Wall Street Journal und der Sender CBS
       News unter Berufung auf angeblich mit der Sache vertraute Personen. Das
       Weiße Haus und Musk hatten Vorwürfe einer gezielten Funktionseinschränkung
       zuvor zurückgewiesen. Musk habe im Vorfeld der Entscheidung mehrere
       Gespräche mit Regierungsvertretern geführt, berichtete CBS News. Er wollte
       demnach Klarheit darüber gewinnen, wo Präsident Donald Trump in dieser
       Angelegenheit steht.
       
       Laut dem Wall Street Journal telefonierten Musk und Trump dann nach der
       Drosselung auch direkt miteinander. Der Satellitendienst Starlink gehört
       zur Firma SpaceX, deren Besitzer Musk ist. Seit rund einer Woche wird aus
       der Ukraine über Probleme beim Einsatz des Satelliteninternets von Starlink
       berichtet. Demnach verloren Flugobjekte ihre Verbindung, wenn sie sich
       schneller als 160 Kilometer pro Stunde – teils auch weniger schnell –
       bewegten. Präsident Wolodymyr Selenskyj beklagte, dadurch würden
       ukrainische Drohnen sowohl bei der Abwehr russischer Jetdrohnen als auch
       bei eigenen Angriffen auf mittlere Distanzen behindert. (dpa)
       
       ## Trump drängt Selenskyj zu Abkommen mit Russland
       
       [1][US-Präsident Donald Trump] hat den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr
       Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung mit Russland gedrängt. Selenskyj
       müsse mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin „ein Abkommen
       schließen“, sagte Trump am Dienstag in Washington. Dies sei auch in
       Selenskyjs eigenem Interesse. Trumps Sondergesandter Steve Witkoff reist
       nach seinem Gespräch mit Selenskyj in Oslo nach Russland weiter, wo er am
       Mittwoch Kreml-Chef Wladimir Putin treffen will.
       
       Trump sagte, Selenskyj müsse die Bereitschaft zeigen, „diesen Krieg zu
       beenden“. Andernfalls werde es „sehr schlimm ausgehen“, warnte der
       US-Präsident. Die USA hätten der Ukraine viel gegeben und im Gegenzug
       nichts erhalten. Die Beziehungen zwischen Kyjiw und Washington hatten sich
       in den vergangenen Wochen stark verschlechtert. So hatte Trump ein Abkommen
       mit Moskau über die Lieferung von Dieselkraftstoff geschlossen und geplante
       Sanktionen gegen Russland ausgesetzt. Zudem forderte Trump die Ablösung des
       ukrainischen Präsidenten. (afp)
       
       ## Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten
       
       US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach
       eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers
       Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, sagte
       Trump am Dienstag in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober
       2024 in Moskau wegen angeblichen „Söldnertums“ für die Ukraine zu einer
       Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden. Trump sagte, er habe
       „ausführlich“ mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete
       an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der
       Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.
       
       Die Inhaftierung Hubbards durch Russland war nach dem Großangriff auf die
       Ukraine im Februar 2022 zunächst geheimgehalten worden. Nach mehr als
       zweijähriger Inhaftierung wurde er dann vor Gericht gestellt. Die
       russischen Ermittler gaben an, der frühere Lehrer sei einem ukrainischen
       Verteidigungsbataillon beigetreten und hatte dafür „mindestens tausend
       Dollar“ Sold pro Monat erhalten. Er selbst bestritt die Vorwürfe. Zur Zeit
       seiner Verurteilung war Hubbard 72 Jahre alt. Ein früherer ukrainischer
       Mitgefangener berichtete im Herbst 2024, der US-Bürger sei wie viele andere
       Inhaftierte mit Essensentzug und Elektroschocks gefoltert worden. (afp)
       
       ## Selenskyj: Kyjiw muss bei möglichem Ukraine-Gipfel von Putin, Trump und
       Xi dabei sein
       
       Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine Teilnahme seines
       Landes [2][an einem möglichen Ukraine-Gipfeltreffen von US-Präsident Donald
       Trump, dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi
       Jinping] gefordert. Gespräche über die Zukunft der seines Landes seien „nur
       akzeptabel, wenn wir am Verhandlungstisch sitzen“, sagte Selenskyj am
       Dienstag bei einem Besuch in der norwegischen Hauptstadt Oslo.
       
       Putin strebt laut einem US-Zeitungsbericht ein Treffen mit Trump und Xi am
       Rande des Gipfels der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec)
       am 18. und 19. November im chinesischen Shenzhen an. Trump hatte sich am
       Montag offen für einen solchen Dreiergipfel gezeigt: „Ich würde es tun“,
       sagte der US-Präsident vor Journalisten in Washington. Vereinbart sei das
       Treffen aber noch nicht.
       
       Selenskyj sagte in Oslo, er wisse nicht, worum es bei dem Dreiergipfel
       gehen werde, „das ist ihre Sache“. Aber „natürlich“ müsse die Ukraine
       vertreten sein, wenn es um ihre Zukunft gehe. „Das ist absolut klar“, fügte
       er hinzu. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hatte zuvor gewarnt,
       ein solches Dreiertreffen würde lediglich Putin „ermutigen, diesen Krieg
       fortzusetzen“. (afp)
       
       ## Norwegen und Finnland nach Ukraine-Gespräche zuversichtlich
       
       Nach einem ‌Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj
       und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Oslo äußern sich Norwegen und
       Finnland positiv. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärt, auf
       inhaltlicher und technischer Ebene seien in der vergangenen Woche hinter
       den Kulissen große Fortschritte erzielt worden. Man habe einige Ansätze für
       eine Friedenslösung gefunden, die nun in St. Petersburg weiterverfolgt
       werden sollen. Dorthin wird Witkoff dem norwegischen Ministerpräsidenten
       Jonas Gahr Stoere zufolge morgen reisen, um sich mit der russischen Führung
       zu treffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet die
       Reisepläne ebenfalls unter Berufung auf einen Insider. Stoere bezeichnet
       die Gespräche in Oslo als gut und konstruktiv. (rtr)
       
       ## Selenskyj dankt den USA für neue Geheimdienstinformationen
       
       ‌Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj dankt den USA dafür, dass
       die Weitergabe von Geheimdienstinformationen und [3][Frühwarnungen vor
       russischen Angriffen] mit ballistischen Raketen wiederaufgenommen worden
       sei. Auf einer Pressekonferenz in Oslo nach Gesprächen mit US-Unterhändlern
       sagt Selenskyj, die Ukraine verliere den Krieg gegen Russland nicht. Kyjiw
       beklage jedoch den Verlust von Menschenleben und sei entschlossen, Wege zum
       Frieden zu finden. Er bekräftigt die Hoffnung der Ukraine, bei einem
       trilateralen Spitzentreffen Schlüsselfragen für ein Ende des Krieges zu
       erörtern. (rtr)
       
       ## Bulgarien lehnt Beteiligung an neuer EU-Finanzhilfe für Kyjiw ab
       
       Bulgarien wird sich nach den Worten von Regierungschef Rumen Radew nicht
       mehr an einer neuen Finanzhilfe der Europäischen Union (EU) für die Ukraine
       beteiligen. Beim jüngsten EU-Gipfel forderte der ukrainische Präsident
       Wolodymyr Selenskyj von der EU weitere 70 Milliarden Euro für das kommende
       Jahr, um im Abwehrkampf gegen Russlands Angriffskrieg bestehen zu können.
       „Wie kommt euch das vor dem Hintergrund von all dem, das in Europa
       geschieht, vor? Bulgarien kann auf keiner Weise an diesen 70 Milliarden
       beteiligt sein“, sagte Radew vor Journalisten in der Kleinstadt Twardiza,
       wie die bulgarische Nachrichtenagentur BTA berichtete.
       
       Der bulgarische Regierungschef erinnerte daran, dass die EU der Ukraine im
       vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 bewilligt
       hatte. Für dieses Darlehen hatten drei EU-Staaten – Ungarn, Tschechien und
       die Slowakei – ausgehandelt, nicht an den Kosten beteiligt zu werden.
       Bulgarien war allerdings daran noch beteiligt. Der Ukrainekrieg erschöpfe
       die europäischen Volkswirtschaften und führe zu sozialer Spannung und
       politischer Instabilität, sagte Radew. Er rief zu einem möglichst baldigen
       Ende des Krieges auf. „Der Ausgang wird nicht mit militärischen Mitteln
       erreicht werden.“ (dpa)
       
       ## Nato verstärkt Überwachung in der Schwarzmeerregion
       
       Die Nato baut ihre Überwachungskapazitäten in der Schwarzmeerregion aus,
       nachdem dort mehrere Schiffe getroffen wurden. Die Botschafter des
       Militärbündnisses hätten im Nordatlantikrat über die Sicherheit in dem
       Gebiet beraten, teilt eine Sprecherin auf der Plattform X mit. Die Allianz
       habe ihre Präsenz an der Ostflanke bereits verstärkt, unter anderem mit
       Systemen zur Drohnenabwehr. Nun würden zusätzliche Ressourcen in die Region
       entsandt, um Überwachung, Aufklärung und Spurensicherung zu unterstützen.
       (rtr)
       
       21 Oct 2026
       
       ## LINKS
       
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 (DIR) Steve Witkoff
 (DIR) Wladimir Putin
 (DIR) Wolodymyr Selenskyj
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 (DIR) Russland
       
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       Ein Sachbuch zeichnet das Leid von vier Familien nach, die bis heute
       hoffen.