# taz.de -- elektronische Musik
(DIR) Nachruf auf Rapper Sensational: Die Großen des Hip-Hops schätzten ihn sehr
Kompromisslos bis zum Schluss, war der Rapper Sensational ein genialer
Brückenbauer, der auch gern mit Elektronikproduzenten arbeitete. Ein
Nachruf.
(DIR) Musik in der Ukraine: Krieg ist eine äußerst komplexe Störung der Realität
Gianmarco Del Re hat für sein Buch „Ukrainian Field Notes“ mehr als 300
Interviews geführt. Sein Werk ist Grundlagenforschung zum Sound des
Krieges.
(DIR) Inklusive Dancefloor-Compilation: Alle ziehen an einem Strang
„Superbrains Volume 2“ ist eine Dancefloor-Compilation der Initiative
„IckmachWelle“. Sie bringt Menschen mit und ohne Behinderung zum Tanzen.
(DIR) Das 13. „Heroines of Sound Festival“: Topfpflanze im Noisegewitter
Das „Heroines of Sound Festival“ hat in seiner 13. Ausgabe einen Klangbogen
von Francis Bacon bis Brausepulver gespannt. Das meiste ist kurzweilig.
(DIR) Album von Lee Perry und Mouse On Mars: Lees letztes Hosianna
Noch vor seinem Tod nahm die Dubikone Lee Perry mit dem Duo Mouse On Mars
das Album „Spatial, no Problem.“ auf: Krautelektro trifft auf karibischen
Spuk.
(DIR) Neues Album von Boards of Canada: Sie bleiben lieber offline
Niemand sonst klingt so schwindelig wie Boards of Canada. Kommende Woche
erscheint nach 13-jähriger Pause das neue Album des schottischen
Elektronik-Duos.
(DIR) Album von Dälek und Charles Hayward: Die sehr ähnliche Kälte des Sounds
Der experimentelle HipHop von Dälek kratzte immer schon am Postpunk. Wie
auch der britische Drummer Charles Hayward, mit dem der US-Act jetzt ein
Album rausbringt.
(DIR) Tallinn Music Week: Anbrummen gegen die Weltlage
Experimentelle Klangkunst, Chorgesang, produktive Reibung: In Tallinn laden
zwei Festivals zum Speed-Dating mit der vielfältigen Musikszene des Landes.
(DIR) Neues Album von Apparat: Drei Jahre Psychoanalyse und ein fehlendes Stromkabel
Vom Technoproduzenten zum Singer-Songwriter. Der Berliner Produzent Sascha
Ring setzt mit seinem neuen Album „A Hum of Maybe“ auf Pathos und Hymnen.
(DIR) Nachruf auf Komponistin Éliane Radigue: Das Brummen wehen lassen
Die Komponistin Éliane Radigue war eine Drone-Pionierin, die sich gegen
dogmatische Männer durchsetzen musste. Sie wurde 94 Jahre alt.
(DIR) Komponistin über elektronische Musik: „Es ist, als würdest du einen neuen Stern entdecken“
Für das Porträt der Dichterin Sor Juana: Das Marsyas Baroque Ensemble hat
bei der Komponistin Dorothée Hahne elektronische Intermezzi in Auftrag
gegeben.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Dylan ehren, Noise erleben und Jazz feiern
Die Band Absolutely Sweet Marie ehrt Bob Dylan mit Free Jazz, das Netzwerk
Fem*noise dreht elektronisch auf, und das Jazzfest Berlin hebt auch ab.
(DIR) Avantgarde-Musikfestival in Apulien: Dissonanzen und Ökosysteme
Beim Avant Festival im süditalienischen Lecce kommen Klassikfans zusammen.
Und die, die ihre Synapsen gern von dissonanten Klängen durchpusten lassen.
(DIR) Zwischen Avantgarde und Dancefloor: Es fehlte zum Genießen nur das heimische Sofa
Entdeckungsreisen durch Nebelschwaden: Das Festival Berlin Atonal ist ein
schwer greifbares Kulturmonstrum. Fünf Tage mit Sound, Club und mehr.
(DIR) Neue Musik in Berlin: Direkt auf den Körper zielen
Mit ihrer EP „Motherland“ legt die Jazzmusikerin Marie Tjong Ayong ihr
Solo-Debüt vor. Komplexe Polyrhythmen treffen auf äußerst tanzbare Beats.
(DIR) Konzert von Sofia Isella in Berlin: Etwas Düsteres, das aber aufputscht
Sie spielt alleine Gitarre, Violine und Klavier: Der einzige Berliner
Auftritt von US-Musikerin Sofia Isella während ihrer Europa-Tour war dufte.
(DIR) Musikerin Jens Ausderwäsche: Sie pflegt lieber Marotten statt Selbstoptimierung
Wenn dem Kapitalismus die Schminke zerläuft, hilft nur Schrulligkeit.
Diesem Motto folgt die Musikerin Jens Ausderwäsche aus Chemnitz.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Auf Klangabenteuer
Diese Woche erklingen neue Dodo-Sounds, Dudelsack vor Industriekulisse, und
experimentelle elektronische Sounds auf dem Detect Classic Festival.
(DIR) Feiern in Berlin: Auf dem Dancefloor ist viel Love
Vom Kindergeburtstag in den Erwachsenenclub: Beim Berliner Wochenende voll
wohltemperierter Euphorie ist die Welt mal fast in Ordnung. Oder?
(DIR) Cooler linker Musiker Richard Pinhas: Hier steppt und zuckt der Cyborg
Zwischen Programmierung und Empfindung: Das musikalische Universum des
Musikers Richard Pinhas und seiner Band Heldon wird neu entdeckt.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Fühlbare Resonanz
Der Kiezsalon bespielt den ältesten Wasserturm der Stadt, beim
Psicotrópicos-Festival steht der experimentierfreudige Hermeto Pascoal auf
der Bühne.
(DIR) Sexismus in der Techno-Szene: Hang the cis-DJs
Flinta* DJs kämpfen in der elektronischen Musikszene mit Diskriminierung.
Sie reagieren darauf mit gegenseitigem Empowerment und Workshops.
(DIR) Festival für elektronische Musik: Zwischen Bandsalat und Schlafforschung
Das Berliner Elektronik-Festival „Heroines of Sound“ reichte von
atmosphärisch dicht bis einschläfernd. Welche Eindrücke überwogen dieses
Jahr?
(DIR) Clubnacht mit Kyjiwer Club K41 und CTM: Die zerstörte Erde schreit
Die Zusammenarbeit „Disturbed Ground“ des Kyjiwer Clubs K41 („∄“) mit dem
Berliner CTM Festival übersetzt den Ukrainie-Krieg in quälende Frequenzen.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Magnetische Tage
Fünf Stunden Splitter Orchester, die Gaswerk Music Days, ein Auftritt von
Vanishing Twin und Live-Improvisation stehen diese Woche auf dem Programm.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Heldinnische Klänge
Die Heroinen elektronischer Tonkunst sind zurück, inklusive Traumforschung
und Schlafkonzert. In der Galiläakirche trifft Filmmusik auf Noise und
Impro.
(DIR) Album „Hymnal“ von Lyra Pramuk: An der Sonne lecken
Transkünstler:in Lyra Pramuk mischt auf ihrem Album „Hymnal“ fragile
Zukunftsmusik mit menschlichen Empfindungen. Stimmen stöhnen
Unverständliches.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Rhythmen der Zukunft
Auf „New Environments & Rhythm Studies“ spielt sich Andrew Pekler in
Sci-Fi-Sounds hinein und würdigt dabei Elektro-Größen wie Delia Derbyshire.
(DIR) Selbstfahrende Fahrzeuge von Tesla: Ein Weg weg vom Privatauto
In Texas fahren seit Sonntag Tesla-Robotaxis durch die Stadt. Auch hier
könnte das für mehr Sicherheit sorgen – und Privatautos überflüssig machen.
(DIR) Leiterin über Avantgarde-Festival: „Experimentell ist bei uns das soziale Miteinander“
Jeanne-Marie Varain kuratiert das Avantgarde-Festival im Dorf Schiphorst
bei Hamburg. Ihr Wunsch ist, sich auf Dinge einzulassen, die es noch nie
gab.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Kontraste feiern
Ein Klaviergipfeltreffen mit Aimard und Benjamin, eine 30 Jahre-Feier für
das Label Planet Mu und ganz viel Liebe mit Sofi Jeannin gibt es diese
Woche.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Modulierend durchs Paradies
Zum Kiezsalon ertönt der Dudelsack, die Reihe Ciclo Modular aus Chile kommt
nach Berlin und bei Paradise Must Be Nice entstehen neue Klangwelten.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Modulares Hören
Mit ihrer LP „Tet 41“ legt JakoJako ein Konzeptalbum vor: Per
Modularsynthesizer sendet sie elektronische Schwebeklänge in Richtung
Kosmische Musik.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Strudel aus Kraut und Jazz
Im Berlin Jazzanova Recording Studio enstand „Valonia“, das neue Album der
Band C.A.R aus Köln. Es glänzt mit flirrenden und geisterhaften Tönen.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Mit David Lynch in der Geisterbahn
Unheimliche Klangwelten sind Hüma Utku Metier. Ihr neues Album „Dracones“
setzt sich mit Dämonen und Entfremdung auseinander – aber auch mit Liebe.
(DIR) Jamie xx: „Politik inspiriert mich eigentlich zu überhaupt nichts“
Der britische Produzent und DJ Jamie xx geht mit seinem Album „In Waves“
auf Tour. Hier spricht er über Gegenwart, Nostalgie und Partys ohne Drogen.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Unerhört im Club
Sich beim Tanz blamieren war noch nie so schön: Impérieux setzt auf seinem
Album „Rezil“ Casio-Synthesizer und den ein oder anderen schrägen Ton ein.
(DIR) Operette „Ab in den Ring!“: Zwischen Rave und Commedia dell’Arte
Die Operette hat eine subversive Vergangenheit. An der Deutschen Oper
Berlin holt das Kollektiv tutti d*amore sie aus der walzerseligen
Piefigkeit.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: A Darker Summer
Auf „Girls Gang“ bewegen sich Dina Summer geschmeidig zwischen Dark-Wave,
Synthie-Pop und Post-Punk. Ihr Spiel mit den 80ern klingt düsterer als
sonst.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Implodieren, ohne zu zerbrechen
Im Januar widmet sich das CTM-Festival wieder der experimentellen Musik,
das Konzertprojekt CROC erforscht Verlust und Selbsttranszendenz.
(DIR) Netflix-Doku „Avicii – I’m Tim“: Seine Melodien bleiben für immer
Bisher unveröffentlichtes Behind-The-Scenes-Material zeichnet die
unvergleichliche Karriere des schwedischen Künstlers Avicii nach.
(DIR) Tarwater-Konzert in Berlin: Ständig in Bewegung
Das Duo Tarwater und das Quartett The Morning Stars brachten im
Hebbel-Theater Hits und ließen es knistern und knacken. Genaues Hinhören
war angesagt.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Mit Nachhall
Chikiss ist zurück: Auf „Between Time And Laziness“ verwebt die
belarussischen Musikerin Wave, Synth, und Folk. Eine vielseitige Platte,
die Trost spendet.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Epischer Aufbau
Mit nunaciertem Anschlag und subtilen Akkordvariationen lassen Andrea Belfi
und Jules Reidy Schlagzeug auf Gitarre treffen. Eine verzerrt-meditative
EP.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: In feinstem Stoff
Organza Ray haben ihrer neuen Single den wärmenden Namen „I Wear Your Coat
Inside Me“ gegeben. Am Sonntag sind sie bei „biegungen“ im ausland zu
hören.
(DIR) Debütalbum von Saul: Wenn Mama dich hält
Der Flaneur hat’s schwer: „Homecoming“, der Berliner Autor Fabian Saul,
debütiert als elektronischer Chansonnier mit einem Soloalbum.
(DIR) Nachruf auf Phil Lesh von Grateful Dead: Der mit dem singenden Bass
Er ließ die Grateful-Dead-Idee einfach immer weiterleben. Phil Lesh, der
Bassist der legendären US-Avantgarderock-Band, ist 84-jährig gestorben.
(DIR) Konzertempfehlungen für Berlin: Folkig und verzückt
Der Kiezsalon kehrt mit Folk in den Prenzlauer Berg zurück, das Trio Extra
spielt bei Jazzexzess und fastmusic stellt sein Minimal-Pop-Debüt vor.
(DIR) Neue Musik aus Berlin: Drei Tage im Trio
Für das Album „Disparaître“ traf sich das Johannes Brecht Trio zur
Jamsession. Das Ergebnis: Spannungsgeladene Synergie zwischen Elektronik
und Jazz.
(DIR) Festival Meakusma in Eupen: Wo Bassboxen die Stars sind
Um froh zu sein, bedarf es wenig mehr als des Wummerns eines Soundsystems.
Eindrücke vom Musikfestival Meakusma im belgischen Eupen.