# taz.de -- Für Wohnraum, Bildung und Renten: Aufruf zu koordinierten Demonstrationen in Europa
> Hohe Mieten und steigende Preise: Gewerkschaften und Mietervereine aus
> sieben europäischen Ländern rufen zu gemeinsamen Protesten im November
> auf.
(IMG) Bild: Heraus zur paneuropäischen Demonstrationsbewegung im November
afp | Gewerkschaften und Mietervereine aus sieben europäischen Ländern
haben zu gemeinsamen [1][Demonstrationen] gegen die hohen
Lebenshaltungskosten und Wohnraummangel aufgerufen. In einem ungewöhnlichen
Schritt kündigten Vertreter von Organisationen aus Belgien, Großbritannien,
Spanien, Frankreich, Griechenland, Italien und Portugal am Dienstag in
Paris „koordinierte Demonstrationen“ an dem Wochenende vom 20. bis 22.
November an. Sie hofften, dass „Millionen“ Menschen auf die Straßen gehen,
erklärten sie.
In einem „entscheidenden Moment“ der in Europa herrschenden Kaufkraftkrise
„haben wir uns entschlossen, uns abzustimmen, um gemeinsam voranzukommen“,
sagte Carme Arcarazo, Sprecherin des Gesamtverbandes spanischer
Mietervereine. Die wichtigsten Forderungen seien eine „Garantie des Rechts
auf Wohnen“ und „die Kontrolle der Preise für Wohnraum, Lebensmittel und
Energie“.
Hinzu kommen allgemeinere soziale und politische Forderungen wie Lohn- und
Rentenerhöhungen, „hochwertige öffentliche Dienstleistungen“ [2][wie etwa
Bildung] und Gesundheitsversorgung.
„Millionenfach werden wir auf die Straßen gehen und zeigen, dass die Völker
regieren müssen und nicht die Milliardäre“, sagte Benjamin Ball, einer der
Koordinatoren der sogenannten Gelbwesten [3][in Frankreich], der ebenfalls
an der Versammlung teilnahm.
In Frankreich hatten in den vergangenen Wochen hunderttausende Menschen
gegen gestiegene Lebenshaltungskosten und Missstände im Bildungssystem
demonstriert. [4][In Spanien] sorgte im September die [5][Zwangsräumung der
Wohnung der 87-jährigen Rentnerin] Maricarmen Abascal für landesweite
Proteste gegen die Wohnungskrise. [6][Die Mieten in Portugal] stiegen
binnen zehn Jahren um 124 Prozent an. Das ist etwa doppelt so stark wie der
EU-Durchschnitt.
4 Nov 2026
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