# taz.de -- Grüngasquote für fossile Heizungen: Teures Täuschungsmanöver
> Die Bundesregierung hat eine Grüngasquote für Heizbrennstoffe eingeführt.
> Stattdessen sollte sie eine Abwrackprämie für fossile Heizungen anbieten.
(IMG) Bild: Es wird sehr teuer werden in Zukunft die Gasspeicher zu füllen – und schlecht fürs Klima
[1][Umwelt- und Verbraucherverbände warnen mit Nachdruck vor dem Irrweg,]
den die schwarz-rote Bundesregierung mit der Einführung der sogenannten
Grüngasquote geht – und sie haben völlig recht. Diese Quote sieht vor, dass
ab 2028 Gas und Öl für fossile Heizungen einen bestimmten Anteil angeblich
klimafreundlicher Brennstoffe enthalten müssen, etwa Bio-Methan. Die
„grünen“ Gase oder Öle verdienen diesen Namen aber nicht. Denn sie sind
nicht so klimafreundlich, wie die Bezeichnung suggeriert, und sie führen zu
erheblichen ökologischen Schäden, weil die erforderlichen Pflanzen in
Monokulturen angebaut werden.
Die [2][Einführung der „Grüngasquote“] fürs fossile Heizen ist eine üble
Finte der schwarz-roten Bundesregierung bei der Abwicklung des
Heizungsgesetzes der Ampel. Sie will den Eindruck erwecken, dass die
Klimaziele eingehalten werden können, [3][auch wenn der Betrieb von Gas-
und Ölheizungen unbegrenzt möglich bleibt]. Doch das wird die Grüngasquote
nicht erreichen – schon weil sie für die Industrie als Großverbraucher
nicht gilt. Zudem ist völlig ungewiss, woher die gewaltigen Mengen an
„grünen“ Brennstoffen überhaupt kommen sollen. Sicher ist dagegen, dass sie
sehr teuer sind.
Den Preis für dieses Täuschungsmanöver zahlen künftige Generationen, die
mit den dramatischen Folgen der Erderhitzung klarkommen müssen.
Verbraucher:innen werden schon in wenigen Jahren mit den absehbar
immens steigenden Kosten fürs Heizen mit Gas oder Öl kämpfen. Besonders
bitter ist das für Mieter:innen, die keinen Einfluss auf die Art ihres
Heizens haben, und jene, die sich von der Regierung blenden lassen. Im
ersten Halbjahr 2026 wurden, trotz Klimakrise und Warnungen etwa von
Verbraucherschützer:innen, immer noch mehr als 130.000 neue Gasheizungen
verkauft.
Dass angeblich grüne Brennstoffe keine Lösung sind, kann nur eins heißen:
Die Bundesregierung muss sich korrigieren. Sie sollte eine Abwrackprämie
für Öl- und Gasheizungen einführen, statt den Bürger:innen Sand in die
Augen zu streuen.
2 Nov 2026
## LINKS
(DIR) [1] https://www.dnr.de/sites/default/files/2026-11/261029_gemeinsame_stellungnahme_gruengasquote.pdf
(DIR) [2] /Die-Zukunft-des-Heizens/!6223743
(DIR) [3] /Gebaeudemodernisierungsgesetz/!6195269
## AUTOREN
(DIR) Anja Krüger
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(DIR) Katherina Reiche
(DIR) Heizung
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