# taz.de -- Blockade von Rheinmetall-Werk in Berlin: Mit Klebstoff gegen Rüstungsproduktion
       
       > Am Dienstagmorgen wurde vor dem Firmengelände des Rüstungskonzerns
       > Rheinmetall demonstriert. Neun Personen hatten sich auf der Straße
       > festgeklebt.
       
 (IMG) Bild: Ende einer polizeilichen Maßnahme
       
       dpa | Vor dem [1][Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in
       Berlin-Wedding] haben sich am Dienstagmorgen mehrere Menschen auf der
       Straße festgeklebt. Einsatzkräfte der Polizei wurden um 5.30 Uhr alarmiert
       und begannen vor Ort, Demonstranten von der Straße zu lösen, wie eine
       Polizeisprecherin sagte.
       
       Von 11 Protestierenden haben sich nach ihren Angaben 9 auf der Fahrbahn
       festgeklebt. Die Polizei sei zwischenzeitlich mit etwa 90 Kräften vor Ort
       gewesen, so die Sprecherin. Es werde wegen Nötigung sowie wegen des
       Verwendens verfassungswidriger Kennzeichen aufgrund von Ausrufen ermittelt.
       
       Rheinmetall hatte im Sommer dieses Jahres die Rüstungsproduktion am
       Standort des ehemaligen Werks des Autozulieferers Pierburg aufgenommen.
       Statt Autoteile werden dort nun Patronenhülsen hergestellt. Seither gab es
       immer wieder Proteste gegen das Werk, an denen sich auch die Aktivistin
       Greta Thunberg beteiligte.
       
       Zu der Aktion am Dienstag vor dem Rheinmetall-Gelände hatte nach eigenem
       Bekunden die Gruppe [2][„Peacefully Against Genocide“] aufgerufen (deutsch:
       „friedlich gegen Völkermord“). Es habe auch vor anderen Rüstungsstandorten
       in unterschiedlichen Bundesländern ähnliche Aktionen gegeben, teilte die
       Gruppe mit. Mehr als 70 Menschen hätten sich insgesamt an den Aktionen
       beteiligt. Sie wolle damit gegen Waffenlieferungen aus Deutschland an die
       israelische Armee protestieren.
       
       Es ist nicht das erste Mal, dass die Gruppe in Berlin mit solchen Aktionen
       protestiert. In den vergangenen Monaten kam es deswegen mehrfach zu
       Polizeieinsätzen vor dem Rheinmetall-Gelände. Im März protestierte dieselbe
       Gruppe wie am Dienstag mit einer Aktion auf dem Dach der Fabrik. Im Juli
       fanden an dreitägigen Aktionstagen die bisher größten Proteste gegen die
       Rheinmetall-Fabrik statt.
       
       20 Oct 2026
       
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