# taz.de -- Gerüchte um Robert Habeck: Er will keine neue Partei gründen
> Der ehemalige Wirtschaftsminister muss sich in einer ARD-Sendung nochmal
> zu den Grünen bekennen. In die Politik will er „im Moment“ nicht noch mal
> zurück.
(IMG) Bild: Nur noch Posterboy und Buchautor? Robert Habeck bei einem Literatur-Festival in Köln im Juli
dpa | Der frühere Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) hat Gerüchte
dementiert, er wolle eine neue Partei gründen. „Da ist nichts dran“, sagte
der 57-Jährige am späten Abend in der ARD-Sendung „Caren Miosga“.
Miosga sprach Habeck in der Sendung auf ein Gerücht an, von dem die beiden
Journalisten Robin Alexander und Dagmar Rosenfeld in ihrem Polit-Podcast
„Machtwechsel“ berichtet hatten: Es solle im politischen Berlin
Spekulationen geben, Habeck und der frühere Verkehrsminister Volker Wissing
(früher FDP, heute parteilos) könnten eine neue Partei gründen,
möglicherweise auch mit jemandem, der aus der CDU austrete. „Das ist etwas,
was auf der Gerüchte-Ebene durchaus durch Berlin geistert“, heißt es dort.
## „Nein, da ist nichts dran“
Dieses Gerücht habe er im Vorfeld der Sendung „ungefähr hundert Mal“
gehört, sagte Habeck. Sehr viele Leute hätten ihm Nachrichten geschickt und
gefragt, ob etwas dran sei an den Spekulationen. „Nein, und ich kann das
auch lang begründen, warum ich diese Idee für Unsinn halte. Aber wenn Sie
es kurz haben wollen: Nein, da ist nichts dran“, bekräftigte er.
Auf Miosgas Abschlussfrage, ob er seiner Partei treu bleibe, antwortete
Habeck klipp und klar: „Ja.“
## „Kein Verlangen, in die Politik zurückzugehen“
Zuvor hatte Miosga den ehemaligen Wirtschaftsminister und Vizekanzler der
Ampelkoalition gefragt, [1][ob er zurück in die Politik wolle]. „Das kann
ich mir im Moment nicht vorstellen“, antwortete er. „Es gibt keine Pläne,
es gibt keine Strategien, und es gibt auch kein Verlangen, in die Politik
zurückzugehen.“
Am Donnerstag erscheint Habecks neues Buch „Arctic Meltdown. Die
Neuvermessung der Welt“, in dem er sich mit dem Interesse der Weltmächte an
der Arktis auseinandersetzt. Er werde in den kommenden Wochen und Monaten
gut beschäftigt sein, den Diskurs darüber auf diversen Bühnen darzustellen,
sagte er. Und was komme danach? „Schreibe ich vielleicht das nächste“,
sagte Habeck.
28 Sep 2026
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