# taz.de -- Wahl in Russland: Wahlkommission verkündet Sieg der Regierungspartei
> Die Wahlkommission teilt mit, dass Einiges Russland die Wahl für sich
> entschieden hat. Mit dem Ergebnis sichert sich die Regierungspartei 355
> der 450 Sitze.
(IMG) Bild: Gespielte Spannnung, als die vorläufigen Ergebnisse der Parlamentswahl veröffentlicht werden. Im Bild: Dmitri Medwedew (M. l.) und Sergei Lawrow (M. r.)
rtr/afp | Die russische Regierungspartei Einiges Russland hat nach
offiziellen Angaben die Parlamentswahl klar für sich entschieden. Dies
teilte die Zentrale Wahlkommission am Montag nach Auszählung von mehr als
95 Prozent der Stimmen mit. Demnach kam die Partei auf 57,83 Prozent der
Stimmen nach 49,8 Prozent bei der vergangenen Wahl zum Unterhaus des
Parlaments, der Staatsduma, im Jahr 2021.
Kritiker werfen der russischen Führung vor, in dem streng kontrollierten
politischen System keine abweichenden Meinungen zu dulden. Die meisten
Kandidaten, die sich gegen den Krieg aussprechen, wurden von der Wahl
ausgeschlossen. Die [1][liberale Jabloko-Partei] sorgt sich um die
Sicherheit ihrer Anhänger, nachdem zwei führende Vertreter wegen
Äußerungen zu dem Konflikt zu langen Haftstrafen verurteilt worden waren.
## Teilergebnisse: Putins Partei erringt Rekordzahl an Sitzen
Die Partei von [2][Präsident Wladimir Putin] hat damit bei der
Parlamentswahl in Russland eine Rekordzahl von Sitzen im Unterhaus
errungen. Nach Auszählung fast aller Stimmen kam die Partei Geeintes
Russland in der Duma auf mindestens 355 von 450 Sitzen, wie die Leiterin
der zentralen Wahlkommission, Ella Pamfilowa, am Montag erklärte.
Gemäß den Angaben würde Geeintes Russland den vorherigen Rekord von 2016
brechen, als die Partei auf 343 Sitze in der Duma kam. Putins Partei hat
seit 2003 alle Parlamentswahlen gewonnen.
Die jüngste Parlamentswahl in Russland war die erste seit Beginn der
großangelegten Offensive gegen die Ukraine 2022. Neben Geeintes Russland
waren nur andere kremltreue Parteien zugelassen. Die Antikriegspartei
Jabloko war im vergangenen Monat von dem Urnengang ausgeschlossen worden.
Für den Kreml war die Wahl ein Stimmungsbarometer, da der Ukrainekrieg
zunehmend Auswirkungen auf die russische Zivilbevölkerung hat. Der
Urnengang fand auch in den von Russland besetzten ukrainischen Gebieten
statt.
21 Sep 2026
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